Hallo ich bin seit fünf Jahren mit einem Alkoholiker verheiratet und seit sechs Jahren sind wir ein Paar. Ich habe meinen Mann nach der Trennung von meinem ersten Mann kennengelernt und mich schlagartig in ihn verliebt. Sein Alkoholverhalten kam mir viel vor doch ich wollte es am Anfang einfach nicht wahrhaben. Die rosarote Brille war einfach viel zu dick. Nach sechs Monaten sind wir dann zusammen gezogen in eine gemeinsame Wohnung. Ab diesem Zeitpunkt habe ich dann öfter versteckte Bierdosen gefunden und auch Bierkäste, wo die Flaschen leer waren und er die Deckl draufgesteckt hatte. Trotz dieser Erkenntnis habe ich ihn geheiratet. Wie verliebt kann man bitte sein. Dann mussten wir umziehen und auch da ging das verstecken von Bierdosen im Keller in gelben Säcken weiter. Ich konnte irdendwann überhaupt keine Gäste mehr einladen, weil er immer betrunken war. Mein Sohn aus erster Ehe ist dann nach einem Jahr dann ausgezogen und hat den Kontakt abgebrochen. Da er dann Unterhalt von mir gefordert hat musste ich mir am Wochenenende einen Nebenjob suchen. Von da an wurde es noch schlimmer. Er war fortan jeden Samstag betrunken. Letztes Jahr im Sommer bin ich dann ausgezogen, weil ich es einfache seelisch mit den ständigen Streitereien nicht mehr ausgehalten habe. Er ging dann zu den AA Treffen ganze zweimal ..bis heute dann nicht mehr. Ausreden sind unterwegs. Er musste auch aus der ehelichen Wohnung ausziehen ... 104 km entfernt von mir. Auch haben wir seit der räumlichen Trennung kaum Wochenenden komplett zusammen verbracht. Immer sagt er er braucht Zeit für sich und kann nicht Männchen machen. Emotional ist er kalt und distanziert und manchmal am Telefon erscheint es mir, das er lallt. Er behandelt mich wie eine Randfigur in seinem Leben und unsere Beziehung bezieht sich nur noch auf Sex ohne Zärtlichkeit. Nach dem letzten Telefonstreit habe ich mich getrennt. Seitdem schreibt er mir über Whats App solche Dinge wie ich würde ihn wegwerden... ohne mich schafft er es nicht .... bleibt nur noch tot. Das macht mich fertig. Habe ihn nun stumm gestellt. Ich habe Angst das er sich was antut. Auch bin ich oder war ich vollends Co Abhängig. Einen Termin bei einem Pyschlogen habe ich bereits vereinbart und eine Selbsthilfegruppe wird danach unterwegs sein. Ich bin so unendlich traurig dass ich nicht helfen kann und diesen Weg gehen muss. Es kostet mich wircklich viel Kraft ihn zu ignorieren und dagegen nicht einzubrechen. Es ist wirklich schlimm sein Leid mitanzusehen. Auch hat er mich i n der Zeit von unserer Beziehung systematisch von allen Freunden und Bekannten distanziert. Viele sind nun wieder zurück doch manche sind für immer verloren. Ich bin so unendlich müde von dem ganzen Geschreibe und dem Betteln um Schuldübernahme. Ich kann nicht mehr. Vieleicht könnt ihr mir Tips geben. Vielen Dank.
Liebe Grüße