leilalalei - Hallo, bin die Neue. Partner macht Entzug seit er den Entschluss gefasst hat wirds schwieriger

  • hallo, ich bin seit 4 jahren mit meinem partner zusammen.

    Am Anfang trank er noch weniger, das steigerte sich langsam bis er irgendwann kaum noch nüchtern war. Ich habe mir immer Sorgen gemacht. Jetzt endlich ist er in der Entgiftung. Aber er ist so wach und fit im Kopf und dreht mir Wörter im Mund rum, ist schnell beleidigt, es geht alles nur um ihn und er lässt auch seinen Frust an mir aus. Ich kann mich da gut zur Wehr setzen aber Spaß macht es nicht. Habt ihr hier Erfahrungen wie die Phasen eines Entzugs ablaufen und auf was ich mich einstellen kann? Vorher war er zwar betrunken aber doch geschmeidiger. .


    LG

  • Hallo leilalei,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht. Lasse ihn seinen Entzug machen und das ist alleine seine Sache. Ein Entzug ist sehr anstrengend, du musst dich ja auf keine Zwiegespräche mit ihm einlassen. Versuche selber etwas Luft zu schöpfen und dir etwas Gutes zu tun.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Marie04 19. September 2026 um 11:07

    Hat den Titel des Themas von „Hallo, bin die Neue. Partner macht Entzug seit er den Entschluss gefasst hat wirds schwieriger“ zu „leilalalei - Hallo, bin die Neue. Partner macht Entzug seit er den Entschluss gefasst hat wirds schwieriger“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, leilalalei.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo leila,

    Marie hat dich schon zu den Angehörigen verschoben. Du bist an der richtigen Stelle.

    Von mir auch noch ein herzliches Willkommen bei uns .

    LG Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo und danke für die nette Begrüßung.

    Wie gesagt ist mein Partner nun im Entzug. Ich weiß das in ihm viel Potenzial steckt aber bis dahin wird es vermutlich doch ein weiterer Weg als ich dachte. Er ist sehr egozentrisch, dünnhäutig, seit dem Entschluss und misst häufig mit zweierlei Maß.
    Interessant, er sagt zu mir "ah du hast zugehört".. dabei vergisst er so oft Dinge. Entgegen dessen erzählt er mir Geschichten oft 10x oder öfter. Er ist ungerecht, lässt seine Launen an mir aus, vermießt mir meine freie Zeit wennich mal was für mich tue und sagt er könne sich auf andere mehr verlassen als auf mich. Er ist ja bereits nüchtern aber er kommt mit seinen Themen nicht zurecht und ich bin der Prellbock. ich habe da keine Lust mehr drauf und habe mich jetzt auch distanziert, nachdem ich ihn beim letzten Treffen wieder in einer Stimmung angetroffen habe und. alles abbekommen habe. Dabei wollte ich einfach nur eine entspannte Zeit zusammen. Was macht er, er distanziert sich, weil ich ihn im Stich lasse in dieser Zeit, jetzt macht er ja endlich den Entzug. Immer er er er er.

    Ich bin heute sehr genervt. Ich habe in letzer Zeit öfte rüber Trennung nachgedacht, aber dann denke ich halt auch, wir hatten eine gute Zeit bevor es so schlimm wurde. Ich müsse nur durchhalten..

    Immerhin er ist von sich in den Entzug, er hat Freunde, einen Job. Er will auf die Beine kommen und merkt nicht wie er mich als Partnerin von sich wegstößt weil ich ihm warscheinlich zu sicher erscheine.

    LG

  • Ich weiß das in ihm viel Potenzial steckt

    Hallo - an diesem Satz bin ich hängen geblieben.

    Ist das noch ein Umgang/eine Partnerschaft auf Augenhöhe?

    Du schreibst viel über ihn - aber hier geht es vor allem um Dich:

    Ich bin heute sehr genervt. Ich habe in letzer Zeit öfte rüber Trennung nachgedacht, aber dann denke ich halt auch, wir hatten eine gute Zeit bevor es so schlimm wurde. Ich müsse nur durchhalten..

    Die alten Zeiten kommen nicht zurück - und ob es neue gute Zeiten gemeinsam gibt, hängt auch davon ab, was ihr über Euch selbst herausfindet in der nächsten Zeit.

  • Liebe leilalalei ,

    du hörst dich an wie ich bis letzte Woche.

    Er ist doch ein guter Mensch, wir hatten doch auch gute Zeiten usw.

    Mein Mann war bis vorletzte Woche auf Langzeittherapie weg. Sollte man meinen, 13 Wochen trocken mit Therapie (und das natürlich freiwillig) sollte erstmal helfen. Doch er hat lieber letzte Woche gleich wieder getrunken.

    Und was du von deinem Freund aus der Entgiftung beschreibst, kenne ich auch nur zu gut. Plötzlich sind alle anderen besser als die eigene Partnerin, die ja immer da war.

    Ich drück dir die Daumen für gute Entscheidungen.

    Liebe Grüße Sternie

  • Hallo Sternie, ich hab ein bisschen in Deine Geschichte reingelesen und es tut mir leid. Das klingt nach einer extrem zermürbenden Zeit. Wir haben eine Fernbeziehung, daher ist der Alltag schonmal kein Problem für mich. Ich weiß auch dass er schwieirig it, das weiß er auch, er ist durchaus reflektiert und kann selbstkritisch sein, jedoch man weiß nie wann er in welcher Stimmung ist. Er sagt oft, er muss sich in Zukunft sehr viel beschäftigen um nicht an den Alkohol zu denken und ich glaube auch das er es durchzieht. Das liegt an seiner Angst vorm Tod. So, wenn ich aber sage, dann kannst Du Dir ja Hobbies suchen oder dich auf Therapie einlassen, weil er dann Zeit hat, bekomme ich gesagt, dass er immer zu tun hätte. Er ist wirlich lieb, auch wenn er betrunken ist, aber er ist dann eben auch nicht emotional anwesend. Ich fühle mich im Moment alleine gelassen, überhaupt nicht wertvoll. Ein anderes Beispiel, als ich mit einer Freundin ein Wochenende weg wollte, musste ich mir anhören, dass ich ihn nicht genug unterstütze, er mir zu viel wäre. Das stimmte nicht aber ihc muss ja nach mir gucken. Dann lobte er seine vielen Freunde (von denen ich in den letzten jahren weder viel gehört noch sie gesehen habe) auf die er sich verlassen kann und Familie. Ich kann das übersetzen das heißt, Du gehörst nicht dazu. Das verletzt mich selbstverständlich und es macht mich wütend, denn wenn meine Fürsorge der letzten Jahre keinen Nachhall hat, dann kann ich mich auch in Luft auflösen. Und wer weiß vileleicht tu ich das. Als ich ihn zuletzt besuchte hat er seinen ganzen politischen Frust an mir ausgelassen, ich bin 2 stunden hin und wieder zurück gefahren. Ich hab ihm gesagt, er solle mich respektvoll behandeln, dann hat er es selbst gemerkt und war wieder superlieb. Diese Manipulationen so fühlt es sich an, aber ich glaube schon das er das dann auch merkt, er ist halt sehr direkt raus.

  • Hallo leilalalei,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Einmal im Jahr gibt es ein Forentreffen. Um den 1. Mai in Bertingen.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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