Hallo allerseits,
ich möchte mich hier auch einmal vorstellen. Ich habe bisher immer so ca. 1x im Monat Alkohol, und dann kommt es leider oft zu Alkoholexzessen mit Blackouts und peinlichen Momenten. Mir werden Dinge gestohlen oder ich verliere sie. Ich benehme mich daneben oder bin am nächsten Tag verkatert, teilweise sogar wenn ich noch arbeiten muss. Ich trinke unter der Woche nichts und auch wenn Alkohol im Hause ist, habe ich nicht das Bedürfnis zu trinken. Aber die Situationen in die ich mich begebe, die Blackouts, das schlechte Gewissen hinterher, die Einsamkeit und die Depressionen führen dazu das ich merke, ich kann so nicht mehr weitermachen. Ich will aufhören Alkohol zu trinken. Ich habe vor zwei Jahren eine Trennung erlebt und seit dem ist es ziemlich schlimm geworden und ich habe den Eindruck die Kontrolle zu verlieren, bzw. will ich auch manchmal die Kontrolle verlieren, was eigentlich das schlimmste ist. Ich bin jemand der sehr viel Sicherheit braucht und ich wurde so erzogen, dass meine Gefühle nicht so wichtig sind, sondern Leistung und was man im Leben erreicht. Dadurch bin ich ein sehr kontrollierter Mensch geworden und manchmal halte ich es selbst nicht mehr aus und betrinke mich dann.
Ich frage mich nun, wie geht man den ersten Schritt? Ich habe Freunde die ebenfalls sehr viel trinken und die das für normal halten. Aber für mich geht das nicht mehr so. Ich bin vor allem jetzt auch in einem Alter, wo mir die gesundheitlichen Folgen Sorgen machen.
Ich habe überlegt einmal zu einer Suchtberatung oder zu den AA zu gehen. Ich möchte nicht lernen "kontrolliert" zu trinken. Das habe ich schon gemacht in meinem Leben. Ich habe auch schon einmal eine "Pause" von zwei Jahren gemacht, aber innerlich nie wirklich gedacht ich höre komplett auf zu trinken. Aber ich sehe das funktioniert nicht. Es ist für mich sehr beschämend und beängstigend zu sehen, was ich in betrunkenen Zustand tue und es ist schlimm für mich, wenn ich dann wie zwanghaft nach so einem Abend versuche wieder alles "in Ordnung" zu bringen. Neues Handy kaufen, oder sogar einmal Schuhe die ich verloren hatte. Solche Dinge sollen in meinem Leben keinen Platz haben.
Naja, auf jeden Fall erstmal Hallo an alle die hier mitlesen.
Estragon - Scham und Schuldgefühle
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Hallo Estragon,
willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!
Alkohol ist ein Nervengift und wirkt auf Körper und Seele.
Du schreibst von Kontrollverlust, sobald Du getrunken hast. Das deutet auf Alkoholismus hin.
Wie siehst Du Dich, als Alkoholiker?
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Hallo Elly,
mir fällt es sehr schwer mich selbst als Alkoholiker zu bezeichnen, da ist viel Scham bei mir. Und ich weiß auch ehrlich gesagt nicht ab, wann man Alkoholiker ist oder wie dieses Wort definiert ist. Aber auf jeden Fall habe ich ein Problem mit Alkohol und meinen Konsum nicht selbst unter Kontrolle. Das muss ich mir eingestehen. Von daher bin ich Alkoholiker da ich nicht wie andere einfach normal Alkohol trinken kann. Ich finde wenn ich einmal starte oft kein Ende und dann wird es chaotisch. -
Hallo Estragon,
sich selbst einzugestehen, dass man Alkoholiker geworden ist, das ist ein Anfang. Und nicht nur Du schämst Dich dafür. Aber Alkoholsucht ist eine Krankheit.
Und Du kannst die Alkoholsucht zum Stoppen bringen, mit der Abstinenz.
D.h. ein lebenlang nicht mehr zum Alkohol zu greifen, um vermeintlich irgendwelche Probleme, die dadurch noch schlimmer werden, wegzuspülen.
Alkohol ist nur ein Lösungsmittel für Körper und Seele. Alkohol schädigt den gesamten Menschen.
Wann hast Du zuletzt Alkohol getrunken?
Wir empfehlen generell das Gespräch mit D/einem Arzt zu suchen und Dir bei der Entgiftung helfen zu lassen.
Dazu lasse ich Dir unseren Artikel zum Anklicken und Lesen da:
ArtikelVom 1. Arztbesuch bis zur Entgiftung
Viele Alkoholkranke haben Angst vorm Arztbesuch.
- Andere denken, der Arztbesuch sei überflüssig, weil sie ja keine richtigen Alkoholiker sind und alles im Griff haben.
- Manche schämen sich.
- Andere schätzen ihre körperliche Situation völlig falsch ein.
- Und andere wollen daheim im stillen Kämmerlein den Alkohol weglassen, damit "es" niemand mitbekommt.
Ihr seid mit euren Ängsten vorm 1. Arztbesuch und der Entgiftung nicht
…Das Forenteam4. Dezember 2021 um 21:37 Willst Du eine lebenslange Abstinenz, das konnte ich nicht so richtig herauslesen, ist jedoch die Voraussetzung sich hier im Forum auszutauschen.
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Hallo Elly,
ich möchte lebenslang Abstinent sein. Ich merke, dass ich es nicht kontrollieren kann mit dem Trinken. Das ist, denke ich, auch der Unterschied zwischen mir und wie es bei anderen Leuten ist. Oft schaffe ich es nur ein oder zwei Gläser zu trinken. Aber dann gibt es auch die Abende wo es 3 oder mehr Flaschen Wein werden und dann habe ich einen Filmriss und es passieren Dinge für die ich mich hinterher sehr schäme. Ich trinke ansonsten nichts. Also im Grunde 3 oder 4 Wochen gar nichts und dann ein Absturz. Ich hatte aber auch schon ganz lange das Gefühl, dass es mir nicht gut tut Alkohol zu trinken und das ich es übertreibe, weil ich kein Ende finde. Es hat auch meine Beziehung immer wieder mal belastet.
Das letzte mal war letzten Mittwoch und davor immer so 1x im Monat. Zumindest seit meiner Trennung vor zwei Jahren. Es war eine lange Beziehung und das Ende hat mir schon sehr den Boden unter den Füßen weg gezogen. Aber auch vor der Trennung gab es Abends wo ich zu viel getrunken habe. Aber sehr viel seltener (so alle 18 Monate) und nie so viel, dass ich Sachen verlieren oder mit fremden Männern aufgewacht bin. Das ist jetzt ganz anders geworden und ich merke, es tut mir nicht gut und ich kann das nicht kontrollieren.
Einen Termin beim Arzt habe ich schon und ich habe mir schon Kontakte für AA Treffen rausgesucht. Ich habe den Eindruck ich muss mich mit Leuten austauschen, die es besser verstehen wenn ich sage, dass ich mit Alkohol ein Problem habe (das Wort Alkoholiker mag ich gar nicht sagen, weil sich meine Freunde, die teilweise selber sehr viel trinken, dann angegriffen fühlen). Es ist so seltsam, ich habe das heute in meinem Freundeskreis erzählt und es hat eher zu betretenem Schweigen geführt. Wenn jemand mit dem Rauchen aufhören will, wird eher dazu aufgefordert es zu machen. Aber beim Trinken habe ich den Eindruck ist es eher so, als wenn die Leute wollen, das man weiter macht. Aber am Ende ist es ja auch egal, was die anderen denken. Ich merke, dass ich ein Problem habe und ich bin mittlerweile an einem Punkt, wo ich nicht mehr weg sehen kann. -
Gut, dass Du einen Termin beim Arzt hast (wann?) und auch zu einer realen Selbsthilfegruppe gehen willst, Estragon.
Hier in unserer SHG hast Du 24/7 Ansprechpartner und Du kannst immer schreiben.
Nur zum Verständnis:
Das letzte mal war letzten Mittwoch
den 23. oder 16.09.26?
Es ändert sich einiges, sobald man mit dem Trinken aufhört. Wichtig ist, dass man den Haushalt alkoholfrei hat, am Anfang Feierlichkeiten, auf denen Alkohol konsumiert wird, meidet und sich regelmäßig mit anderen trockenen Alkoholikern austauscht. Und dafür bist Du ja hier richtig!
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Das war Mittwoch der 23., also jetzt 5 Tage her.
Ich habe tatsächlich noch Alkohol hier, wobei ich kein Bedürfnis habe den zu trinken. Ich werde ihn verschenken.
Und die nächste Herausforderung wird gleich am kommenden Samstag. Da ist der 50. jährige Geburtstag von einem guten Freund. Aber das gute ist, ich gehe mit einem Freund von mir hin der selber Alkoholiker ist und jetzt schon seit einigen Jahren nüchtern. Er wird da mit mir zusammen durch gehen.
Naja, und dann ist morgen ein AA Meeting in meiner Nähe. Ich werde da hin gehen. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich nervös, weil es sich wie so ein Eingeständnis anfühlt, aber ich versuche es eher wie einen Weg anzusehen, den ich einfach bisher nicht gegangen bin. Und ich habe ja nichts zu verlieren. Ganz im Gegenteil. Von daher Eigentlich eher eine Befreiung, aber es fühlt sich momentan eher nach Angst an und nicht positiv. -
Dann befindest Du Dich momentan im kalten Entzug, d.h. ohne ärztliche Begleitung. Und das kann lebensgefährlich werden.
ArtikelKalter Entzug
Unter einem kalten Entzug versteht man das plötzliche Absetzen von Alkohol (oder anderer Drogen) ohne medizinische Begleitung.
Regelmäßiger Alkoholkonsum führt dazu, dass sich der Körper psychisch, physisch und hormonell auf den Suchtstoff einstellt. Einmal daran gewöhnt, kann er mit Entzugserscheinungen reagieren, wenn die Zufuhr von Alkohol ausbleibt. Diese Entzugserscheinungen können recht heftig sein und sogar tödlich verlaufen.
Typische Entzugserscheinungen bei Alkoholentzug sind Schwitzen,…Das Forenteam14. Mai 2021 um 22:29 Am Anfang der Abstinenz solltest Du die Geburtstagsfeier besser ausfallen lassen. Überlege Dir das nochmal genau!
Melde Dich am Donnerstag, sofern Du noch abstinent bis, wieder bei uns.
Wir wollen keinen kalten Entzug begleiten, aber nach 7 Tagen Abstinenz kannst Du für den Austausch im offenen Bereich des Forums freigeschaltet werden.
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Hallo Elly,
was Abstinenz angeht mache ich mir keine Sorgen. Warten wir nochmal ab, aber ich habe immer schon nach so einem Absturz 3 Wochen gar nichts mehr getrunken. Ich habe da auch kein Bedürfnis. Was mir Sorgen macht ist, warum ich, obwohl ich im Alltag keinen Alkohol trinke, auch nicht an den Wochenenden wenn ich alleine bin, trotzdem immer wieder solche Abstürze habe. Und auch, obwohl ich weiß, das ich ein Problem mit Alkohol habe.
Manchmal wird mir einfach alles zu viel und dann ist das wie ein Ausbruch. Ich kann dann los lassen und kontrolliere mich selbst nicht mehr so stark. Dann fängt es im Grunde "harmlos" an. Dann trinke ich bei mir mit Freunden und dann höre ich nicht auf. Und dann endet es oft im totalen Chaos. Also zumindest aus meiner Sicht. Andere können aufhören wenn genug ist, aber bei mir funktioniert das leider nicht.
Heute gehe ich mal zu einem AA Treffen. Ich kann ja mal berichten wie es war. -
hallo Estragon
schön das du hergefunden hast und ernsthaft deine trinkgewohnheiten hinterfragst...ein erster schritt
Alles anzeigenHallo Elly,
was Abstinenz angeht mache ich mir keine Sorgen. Warten wir nochmal ab, aber ich habe immer schon nach so einem Absturz 3 Wochen gar nichts mehr getrunken. Ich habe da auch kein Bedürfnis. Was mir Sorgen macht ist, warum ich, obwohl ich im Alltag keinen Alkohol trinke, auch nicht an den Wochenenden wenn ich alleine bin, trotzdem immer wieder solche Abstürze habe. Und auch, obwohl ich weiß, das ich ein Problem mit Alkohol habe.
Manchmal wird mir einfach alles zu viel und dann ist das wie ein Ausbruch. Ich kann dann los lassen und kontrolliere mich selbst nicht mehr so stark. Dann fängt es im Grunde "harmlos" an. Dann trinke ich bei mir mit Freunden und dann höre ich nicht auf. Und dann endet es oft im totalen Chaos. Also zumindest aus meiner Sicht. Andere können aufhören wenn genug ist, aber bei mir funktioniert das leider nicht.
Heute gehe ich mal zu einem AA Treffen. Ich kann ja mal berichten wie es war.ich unke jetzt mal rum
(scherz). dir ist sicher bekannt das es verschiedene trinktypen gibt?von deiner erzählung her würd ich sagen, "Quartalstrinker", deswegen auch deine längeren zeiträume ohne alk. dass trinkverhalten kenn ich zur genüge von meiner mutter (bin auch EKA), 4-6 wochen keinen tropfen und völlig umgänglich und dann der absturz mit tagen im dauerschleuder. über die gründe zu trinken brauchen wir nicht zu philosophieren, die finden sich immer. zu deinen freunden, ohne ihnen zu nahe zu treten, wirst du früher oder später nachdenken müss/sollen ob dir das auf dauer noch liegt, oder nicht doch der alk die grundlage für diese "freundschaft"ist.
aber erst einmal ein schritt nach dem anderen. werd erst einmal trocken, sind ja erst einmal ein paar tage

grüsse
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Hallo,
also gestern war ich jetzt zum ersten mal bei einem AA Treffen. Es war schon sehr anstrengend für mich. Ich war hinterher sehr Erschöpft. So offen über die Probleme mit Alkohol zu sprechen war ungewohnt aber es tat mir ganz gut. Auch wenn mir persönlich das AA Format jetzt nicht so zusagt. Es war gut mal mit Leuten zu reden, die das Thema ernst nehmen. Ich werde jetzt aber weitersuchen nach einem Format das für mich besser passt.
Und ich würde mich auch als Quartalstrinker bezeichnen. Ich hatte mich gestern auch noch etwas länger mit jemandem unterhalten der auch so getrunken hat, das war ganz hilfreich.
Und was meine Freunde angeht, ja, das ist tatsächlich ein Thema. Wobei im Grunde in meinem Freundeskreis außer mir und eben meinem besten Freund niemand so viel trinkt. Und was meinem "besten" Freund angeht habe ich beschlossen, das ich zunächst an mich und meine Gesundheit denken muss. Und ob er selber sieht das er auch ein Problem hat oder nicht, das liegt dann nicht mehr bei mir und im Zweifel muss ich mich dann distanzieren. -
So, jetzt ist es 9 Tage her, dass ich meinen letzten Absturz hatte und ich habe mich recht intensiv mit dem Thema "Nüchtern leben" auseinander gesetzt. Und das ist für mich eine echte Option. Im Grunde empfinde ich es sogar momentan als Erleichterung das ich eigentlich gar nicht trinken muss. Es geht eher darum, was für eine Funktion hat der Alkohol für mich erfüllt. Bei mit ist ein Ventil um entspannen zu können. Und ich versuche jetzt meinem Wunsch nach entspannen anders nach zu kommen. Das wird nicht einfach, aber unmöglich erscheint es mir auch nicht.
Ich werde aber versuchen mir extern Hilfe zu holen. Es tut mir gut mich mit Leuten zu unterhalten, die das Thema ernst nehmen. Mein Eindruck ist, das es schon fast verachtet wird, wenn man sagt, dass man mit Alkohol ein Problem hat. Solange man selber trinkt ist alles ok für die anderen, aber wenn man aufhören will, dann wird man schräg angeschaut. Das ist schon etwas absurd. -
Im Grunde empfinde ich es sogar momentan als Erleichterung das ich eigentlich gar nicht trinken muss.
Guten Abend Estragon,
so erging es mir vor über 13 Jahren auch. Ich war erleichtert, dass ich die Entgiftung hinter mir hatte und wieder nach vorne schauen konnte. Denn ich steckte nicht mehr in dem tiefen, entmutigenden Zustand, der zur Gewohnheit geworden war. Es ging mir von Tag zu Tag besser.
Meinen Glückwunsch zu 9 Tagen Abstinenz.

Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.
Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.
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Hallo Estragon ,
das Thema mit der Verachtung, wenn man sagt, man hat ein Alkoholproblem, kenne ich auch… Himmel sei Dank aber nur sehr vereinzelt. Ich bin seit 27.8. trocken und überlege mir sehr genau, wem ich es erzähle. Bisher habe ich nur 1x offenkundig eine negative Rückmeldung bekommen…
Worauf ich hinaus will, ohne Dir was unterstellen zu wollen: Ich habe gemerkt, dass die Verachtung bzw. die Projektion vor allem in meinem Kopf ist…
Und die Person, die damit nicht umgehen konnte, trinkt selber nichts, hatte aber in der Kindheit viel trinkende Eltern… es hat sie getriggert…
Lass Dich nicht entmutigen, wenn jemand doof reagiert! Wer weiß schon, was dahinter steckt und beziehe es nicht auf Dich…am Ende haben wir alle unsere Themen und Filme im Kopf!
Wichtig ist, dass die Dir nahen und wichtigen Menschen Dich akzeptieren und unterstützen, das wünsche ich Dir von Herzen!
Liebe GrüßeMorgaine
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9 Tage ist ein Anfang, bleib dran. Es lohnt sich so sehr. Ich konnte mir niemals vorstellen unterwegs zu sein und ohne Alkohol Spaß zu haben oder daheim ohne Alkohol entspannen zu können. Was für ein Trugschluß. Mein Leben hat sich um 180 Grad gewandelt. Ich genieße das Leben, ich fühl mich so frei und glücklich. Diese Energie und Lebensfreude möchte ich nie wieder missen. Viel Erfolg auf deinem ganz persönlichen Weg. LG Lebensmut
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9 Tage ist ein Anfang, bleib dran. Es lohnt sich so sehr. Ich konnte mir niemals vorstellen unterwegs zu sein und ohne Alkohol Spaß zu haben oder daheim ohne Alkohol entspannen zu können. Was für ein Trugschluß. Mein Leben hat sich um 180 Grad gewandelt. Ich genieße das Leben, ich fühl mich so frei und glücklich. Diese Energie und Lebensfreude möchte ich nie wieder missen. Viel Erfolg auf deinem ganz persönlichen Weg. LG Lebensmut
Vielen Dank. Das ist wirklich sehe aufmunternd. Ich sehe dem auch positiv entgegen. Ich hatte allerdings schon mal eine längere Phase in meinem Leben (zwei Jahre) in denen ich nichts getrunken hatte, und dann ging es wieder los. Unachtsamkeit. Das möchte ich nicht mehr. Allerdings habe ich das damals auch gar nicht als bewusst nüchtern Leben bezeichnet. Ich habe dann immer gesagt, ich trinken halt momentan nichts und wenn ich will dann fange ich wieder an. Also quasi versucht das ganze "locker" zu sehen, als hätte ich alles im Griff. Ein totaler Trugschluss. Das ist jetzt anders. Ich will komplett nüchtern Leben und auch nicht "kontrolliert" trinken. Ich kann das nicht.
Aber schön das es dir so gut geht. Das freut mich für dich und glaube dir sofort, dass dein Leben ohne Alkohol besser ist. Meinst wird es auch sein. -
Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Estragon.
Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)
Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.
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Alles anzeigen
Hallo Estragon ,
das Thema mit der Verachtung, wenn man sagt, man hat ein Alkoholproblem, kenne ich auch… Himmel sei Dank aber nur sehr vereinzelt. Ich bin seit 27.8. trocken und überlege mir sehr genau, wem ich es erzähle. Bisher habe ich nur 1x offenkundig eine negative Rückmeldung bekommen…
Worauf ich hinaus will, ohne Dir was unterstellen zu wollen: Ich habe gemerkt, dass die Verachtung bzw. die Projektion vor allem in meinem Kopf ist…
Und die Person, die damit nicht umgehen konnte, trinkt selber nichts, hatte aber in der Kindheit viel trinkende Eltern… es hat sie getriggert…
Lass Dich nicht entmutigen, wenn jemand doof reagiert! Wer weiß schon, was dahinter steckt und beziehe es nicht auf Dich…am Ende haben wir alle unsere Themen und Filme im Kopf!
Wichtig ist, dass die Dir nahen und wichtigen Menschen Dich akzeptieren und unterstützen, das wünsche ich Dir von Herzen!
Liebe GrüßeMorgaine
Hallo Morgaine,
ich gehe recht offen mit dem Thema um, aber auch nur sehr gezielt. Ich habe einem Freund meinen restlichen Alkohol und meine Weingläser geschenkt, dem habe ich es erzählt und dann einem Freund der selber Polytox ist, aber nichts mehr nimmt. Der hat recht viel Erfahrung mit dem "nüchtern" werden und leben. Der hat mir gut weitergeholfen.
Also diejenigen, denen ich es erzählt habe waren ganz positiv. Aber ich habe auch nicht das Bedürfnis es jedem zu erzählen, aber ich wünscht wirklich wie wären in Deutschland etwas weiter offen über das Problem Alkoholismus zu reden. Es ist doch zu stigmatisiert hier und das ist nicht hilfreich.
Aber ich habe wirklich gute Freunde, die das verstehen und die das ganz positiv aufgenommen haben -
So, jetzt ist es 9 Tage her, dass ich meinen letzten Absturz hatte und ich habe mich recht intensiv mit dem Thema "Nüchtern leben" auseinander gesetzt. Und das ist für mich eine echte Option.
Hi! Wie wäre es damit: "Weitertrinken ist KEINE Option!" 😉 LG.
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Die Beschreibung deines Trinkverhaltens erinnert mich sehr an mich selbst- nur wurden die Exzesse bei mir am Ende immer häufiger. Genau wie du hatte ich das Gefühl regelrecht die Kontrolle verlieren zu wollen, weil ich sehr auf Leistung getrimmt war und mir kaum Pausen gegönnt habe. Ein Absturz war dann wie so ein Reset und ich dachte das sei Entspannung.
Im Grunde war das nur ein Gespinst meiner Sucht. Je länger ich nüchtern war, desto weniger Anspannung baute sich auf.
Viel Schlaf und ausreichend Bewegung war wichtig. Ein guter Rahmen um den Tag und einige ‚Freunde‘ sah ich nur noch selten bis gar nicht mehr, weil unser einziges gemeinsames Interesse eben das Saufen war.
Meide gerade jetzt trinkende Menschen unbedingt und trinke auch keine alkoholfreien Ersatzprodukte.
Mir hat auch geholfen, dass ich diese verlotterten Katertage, die ich dachte zum Entspannen zu brauchen, manchmal nachspiele.
Ich bleibe einfach im Bett, habe keinen Kater aber eben mal einen Lümmeltag- ich brauche die Ausrede Kater ja nicht- für wen?
Probiere es mal aus- mit klarem Kopf und ohne schlechtes Gewissen eine grandiose Erfahrung.
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