Beiträge von Thalia1913

    Hallo Rosa,

    hier schreibt ja jeder in erster Linie von sich selbst, von seinen eigenen Erfahrungen und seinen Erkenntnissen daraus, auch Correns und Karsten und Slowly und ich. Keiner sagt dir, du "sollst" irgendwas.

    Bei mir war / ist es übrigens ähnlich wie bei dir: Ich habe immer mit Schuldgefühlen zu kämpfen gehabt, wenn ich mich nach meinen Bedürfnissen gerichtet habe. Ich hatte sogar große Schwierigkeiten, diese überhaupt erst einmal wahrzunehmen. Das musste ich (muss ich) üben, und manchmal wirkt das vielleicht für jemanden anders eher selbstbezogen. Aber ich weiß ja, wo ich "herkomme", und dass es wichtig ist für mein eigenes Seelenheil, und damit auch zentral für meine Trockenheit, dass ich mich nicht länger missachte.

    Hast du therapeutische Hilfe, auch wegen deiner Ängste und depressiven Phasen? Jetzt, da du trocken bist, kann da endlich grundlegend etwas in Bewegung kommen!

    Herzlichen Gruß
    Thalia

    Hallo Bakerman,

    Willkommen hier im Forum.

    Ich schreibe dir als ehemalige heimliche Trinkerin, deren mittlerweile beendete Beziehung ebenfalls sehr schwierig und - nicht nur, aber auch - durch mein Trinken, die Lügen und Heimlichkeiten, die Ängste und Zweifel und Aggressionen meines Partners belastet war.

    Meine Erfahrung ist die, dass eine Klärung bzw. Lösung nicht möglich ist, so lange beide Partner nicht zuallererst ehrlich mit sich selbst sind. Ich konnte, als ich noch trank, nicht ehrlich sein. Nicht meinem Partner gegenüber, nicht mir selbst gegenüber.

    Wenn ihr demnächst noch ein Gespräch (im Rahmen der Paartherapie?) habt, warum sagst du nicht genau das, was du fühlst, nämlich

    Zitat

    Innerlich kämpfe ich mit Wut, Trauer, Anteilnahme, Sorge, Hilflosigkeit, Angst und einer gewissen Ohnmacht ...


    Sollte es zu einer Trennung kommen, kann dies eine Möglichkeit sein, dass du bei dir (und sie bei sich) selber gucken kann(st), wie es dir besser gehen kann. Willst du denn die Beziehung fortführen?

    Viele Grüße, und du bekommst bestimmt noch mehr Rückmeldungen auch von anderen Angehörigen.

    Thalia

    Liebe Step,

    ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen - da wird der "Egoismus"-Knopf gedrückt - Ich finde gut, dass du da für dich stark bleiben willst; denn letztlich kommt es ja auch deinen Mann zugute, wenn du konsequente Risikominimierung betreibst. (Auch wenn ihm das offenbar nicht wirklich klar zu sein scheint.)

    Bleib dabei. Und wenn die Gefühlswogen sich geglättet haben, ist vielleicht ja ein Gespräch möglich, in dem du ihm noch einmal darlegst, warum du die Prioritäten so setzt.

    Viele Grüße und eine schöne alkfreie Feier!
    Thalia

    Hallo Schneegans,

    ich freue mich, dich dann auch bald im erweiterten Bereich "treffen" zu können.

    Glückwunsch zu den fünf Wochen!

    Ich würde dir raten, tatsächlich sämtlichen Alkohol aus deiner Wohnung zu entfernen. Wenn der Suchtdruck doch mal zuschlägt, ist es egal, ob du Whiskey "magst" oder nicht. (Ich spreche da aus Erfahrung.)

    Viele Grüße!
    Thalia

    PS. Wenn ich längere Posts schreiben will, schreibe ich sie schon mal in einem Schreibprogramm vor und kopiere sie dann hier hinein. Dann hast du das Problem mit dem verlorenen Text nicht.

    Hallo und herzlich Willkommen hier bei uns,

    und Glückwunsch zu deinem Entschluss, vom Alkohol endgültig wegzukommen.

    Hier sind viele andere, denen es so ging wie dir und von deren Erfahrungen du profitieren kannst.

    Ich wünsch dir hier einen hilfreichen Austausch und weiterhin ein gutes Ankommen.

    Thalia
    (Erweiterter Bereich)

    Hallo Rosa,

    wie geht es dir? Bist du in den Urlaub gefahren? Wenn das bisher mit Alkohol verbunden war, ist das natürlich sehr riskant.

    Was du über deine Arbeitsstelle schriebst, tut mir leid! Aber "stell dir nicht selbst ein Bein", indem du das als Anlass nimmst, wieder zu trinken. Du weißt ja selbst, dass das nichts leichter macht, sondern unglaublich viel schwerer.

    Nutz das Forum, schreib, wie's dir geht! Ich wünsch dir alles Gute!

    Viele Grüße
    Thalia

    Liebe Rosa,

    ich freue mich schon, dich auch im geschützten Bereich begrüßen zu können. :)

    Hast du denn in deinem Umfeld jemanden, dem du offen von deiner Alkoholkrankheit erzählt hast?

    Ich gehe mal davon aus, dass deine Mutter nicht Bescheid weiß, sonst hätte sie dir sicherlich keinen Alkohol geschickt ...?

    Ich halte das übrigens für gefährlich, Alkohol im Haus zu haben. (Auch für mich übrigens.) Kannst du das Paket schnell loswerden? Zur Not in den Müll draußen?

    Auch anderes, was du von deiner Mutter schreibst, erinnert mich an eigenes. Mir Geschenken Macht zu erlangen zum Beispiel.

    Ich wünsche dir dennoch eine gute Nacht!

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Rosa,

    ich bin im letzten Jahr kurz nach meiner Anmeldung in den geschlossenen Bereich gewechselt. Für mich war das das Richtige. nicht nur kann dort nicht das ganze Internet lesen, sondern man lernt einander ein wenig mehr kennen, weil weniger Fluktuation herrscht. Nicht wenige der Mitglieder des geschlossenen Bereiches schreiben schon seit Jahren regelmäßig.

    Ich konnte (und kann!) sehr viel von den Langzeittrockenen lernen und für mich mitnehmen, die sich dort offener austauschen.

    Rückfälle sind natürlich auch in der "Villa" schon passiert, aber viele der Teilnehmer sind seit langem rückfallfrei.

    Wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsch dir jetzt erstmal, dass du dir am Wochenende schöne Erlebnisse schaffen kannst und dir neue, trockene Frühlings- und Sonnenscheinerinnerungen aufbauen kannst.

    Viele Grüße,
    Thalia

    Hallo Rosa,

    Mit hat tatsächlich geholfen, mir klarzumachen, dass genauso die Sucht funktioniert: mein Hirn funkt mir: du brauchst den Alkohol, (den Wein, was auch immer), dann wird es dir besser gehen. Und wenn es dir erst besser geht, dann kannst du auch diese Sache mit der Abstinenz angehen ... Merkste was? ;)

    Ich habe den Wein über Jahre auch als so eine Art Antidepressivum eingesetzt, denen die Depressivität war bei mir vorher da. Aber irgendwann hat dann der Alkohol selber dafür gesorgt, dass ich depressiv blieb. Das Mittel, das dich krank macht, gaukelt dir vor, dein Heilmittel zu sein. Perfide, oder?

    Ja, in deinen "Notfallkoffer" packst du Dinge, die dich in deiner Trockenheit bestärken. Das kann virtuell sein oder auch tatsächlich: Fotos, Telefonnummern von Menschen, die du anrufen kannst, das Forum hier :), ein bestimmtes Musikstück .. Ist für jeden etwas anderes. Ich kann keinen Link setzen, aber zu dem Thema gibt's, glaube ich, oben angehängt einen extra Thread.

    Ich wünsch dir einen guten Tag, und dass du nicht verzagst. Es wird besser!

    Herzlichen Gruß
    Thalia

    Hallo Rosa,

    mir hat auch immer geholfen, viel hier zu lesen. Manchmal war ich stundenlang hier. So viele Geschichten und Erfahrungen von Leuten, denen es ähnlich ging oder geht wie mir - da kann eine Art Erleichterung entstehen und es kann Halt geben. Und Mut machen, selber von sich zu schreiben. Und im Schreiben den eigenen Gedanken (auch dem Suchtdruck!) nicht mehr so ganz ausgeliefert zu sein.

    Ansonsten half mir akut auch immer Mineralwasser - mit Sprudel muss es für mich sein :)

    Hast du so eine Art "Notfallkoffer" für dich gepackt?

    Viele Grüße und schön, dass du hierher gefunden hast.

    Thalia
    (mehr im erweiterten Bereich unterwegs)

    Hallo Schneegans,

    schön, von dir zu hören, und dann noch mit so positiven Nachrichten. :)

    Ich vermute ebenso wie du, dass sich dein Suchtgedächtnis irgendwann mal melden wird, und dafür gibt es jetzt in der Therapie - und dann in der LZT - entsprechendes Werkzeug, wie du dem begegnen kannst.
    Ein ganz wichtiges "Werkzeug" ist deine Freude, die du über dein Leben im trockenen Zustand jetzt empfinden kannst. :)

    Es ist ja toll, dass du die Wartezeit teilstationär überbrücken kannst!

    Ist dein Umfeld außerhalb der Klinik möglichst alkoholfrei, um auch hier Risikominimierung zu betreiben?

    Ich wünsch dir alles Gute!
    Thalia

    Hallo Estadox,

    eine Therapie kann nach meiner Erfahrung helfen, macht aber meines Erachtens nur Sinn, wenn die Alkoholabhängigkeit an erster Stelle "bearbeitet" wird bzw. auf jeden Fall nicht ausgeklammert.

    Eine Suchtberatungsstelle ist eine gute Anlaufstelle, um gerade auch solche Fragen für dich zu klären.

    (Für Psychotherapie im allgemeinen gilt: Wenn dir ein Arzt eine Therapie verschreibt, wird das bei der Kasse beantragt und normalerweise auch übernommen.)

    Zitat

    Habe gerade, was psychische Probleme anbelangt, bislang noch nie externe Hilfe in Anspruch genommen ...

    Ich würd's einfach mal riskieren. Du musst nicht alles alleine schaffen.

    Alles Gute dir.
    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo liebe Katha,

    schon gestern wollte ich es dir eigentlich schreiben, aber dann eben erst jetzt.

    Ich zum Beispiel lese möglichst alle deine Beiträge, denn ich stelle fest, dass sie schon manches in meinem Denken geklärt haben, so manchen Gedankenknoten durchschlagen (oder aufgedröselt, um mal nicht so martialisch daherzukommen). Ich bin für die Art, wie du schreibst, und für das, was du schreibst, sehr dankbar.

    Ich gebe Karsten insofern recht, als sich deine Worte manchmal für mich so anhören, als seien sie direkt für mich geschrieben :). Aber andererseits finde ich, dass du sehr bei dir bleibst und sehr persönlich schreibst, was sehr angenehm ist.

    Viele Grüße.
    Thalia

    PS. Bist du jetzt eigentlich gerade im Krankenhaus?

    Hallo, Paranoia,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Ich kann mir vorstellen, dass es für dich als Ärztin, die sogar noch im Suchtbereich arbeitet, eine besondere Brisanz hat bzw. noch andersgeartete Schwierigkeiten, sich mit der eigenen Abhängigkeit auseinanderzusetzen, sowohl nach außen wie auch nach "innen", also mit sich selbst.

    Ich würde dir wünschen, dass du dich nicht so schnell vom Hartmut abschrecken lässt. Diese Selbsthilfegruppe hier kann wirklich sehr hilfreich sein. Ich selber schreibe eher im geschützten Bereich, vielleicht wäre das ja auch etwas für dich.

    Jetzt wünsche ich dir erstmal einen guten Tag!

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Ella,

    ich habe deine Vorstellung auch schon gelesen. Ich schreibe normalerweise hauptsächlich im geschlossenen Bereich, möchte dich aber trotzdem auch "hier draußen" Willkommen heißen.

    Herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung, dein Leben ohne Alkohol zu gestalten. Ist doch schön, wenn du das positiv siehst und nicht den vermeintlichen "Verzicht" empfindest. Ich bin jetzt seit ca. 16 Monaten nüchtern und bin sehr sehr froh darüber.

    Dir alles Gute! Und einen hilfreichen Austausch hier.

    Grüße, Thalia

    Hallo Joschi,

    ich finde deinen Bericht auch klasse, und ich wünsche dir weiterhin alles Gute bei der Einrichtung deines "neuen Alltags".

    Eine der "symbolischen Krücken" (darf ich sie "Pfeiler" nennen?) könnte doch auch das regelmäßige Schreiben hier im Forum sein? Ich jedenfalls würde mich freuen, regelmäßig hier etwas von dir zu lesen.

    LG Thalia (eher im geschlossenen Bereich unterwegs, aber hauptsächlich als Leserin auch hier "draußen")

    Hallo Katha,

    Willkommen hier im Forum auch von mir.

    Ich habe auch nicht so einen klar umrissenen Tiefpunkt gehabt. Ich glaube ebenso wie meine Vorschreiber, dass es alles Mögliche sein kann, ein einzelnes einschneidendes Erlebnis, viele kleine Ereignisse zusammen, oder auch nur der "richtige" Gedanke zum "richtigen" Zeitpunkt. In meinem Fall habe ich meinen "Tiefpunkt" wohl auch erst im Nachhinein als solchen gesehen, denn als ich vor etwa 16 Monaten aufhörte zu trinken, war die Erkenntnis, tatsächlich Alkoholikerin und abhängig zu sein, noch gar nicht wirklich bei mir angekommen. Das in seiner Konsequenz zu realisieren, dazu musste ich erst nüchtern werden.

    Ich sehe also inzwischen, dass die Geschichten, die zum Stillstand der Krankheit führten, ganz individuell sind. Nur die Konsequenz ist bei allen die gleiche: keinen Alkohol mehr zu trinken. Zufriedene, und dadurch stabile, Trockenheit erreichen.

    Ich wünsch dir alles Gute und einen gewinnbringenden Austausch hier.

    Grüße, Thalia

    Liebe Katha,

    zunächst vielen Dank für deine Antwort an mich - ich freue mich sehr, wieder von dir zu lesen, und Ich freu mich auch für dich, dass die Miederzeit sich dem Ende zuneigt.

    Ich habe auch das gelesen, was du im Jubiläumsthread geschrieben hast, und ich finde deine ebenso klaren wie empathischen Worte (potentiell) sehr wertvoll für Karsten.

    Für mich sind sie's in jedem Fall, und so ist es für mich wieder einmal an der Zeit, dich um eine Online-Veröffentlichung deines Buches nach seiner Fertigstellung zu bitten ;), dies umso mehr, wenn womöglich eine Schließung dieser "öffentlichen Schatzkammer" im Raume steht.

    Diesen Satz möchte ich mal in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft auch von mir sagen können:

    Zitat

    Ich bemühe mich immer, höflich, auch freundlich, aufmerksam und hilfsbereit zu sein, weil es einfach zu mir gehört, aber letzten Endes zählt für mich nur eines: Ich bin gezwungen, mich so zu verhalten, wie ich es für richtig halte, damit ich mich jederzeit im Spiegel ansehen kann.

    Das passt für mich im Kopf bereits, ist aber im Bauch noch nicht sicher verankert.

    Danke dir sehr für deine Gedanken und Worte.

    Liebe Grüße
    Thalia

    P.S. Was macht die Haarfarbe? :lol: