Ich freue mich, dass du so einen schönen Urlaub hattest.
Wer hätte gedacht, dass eine Frisur mit Ponny mein aussehen so positiv verendet kann.
👍🏻
Ich freue mich, dass du so einen schönen Urlaub hattest.
Wer hätte gedacht, dass eine Frisur mit Ponny mein aussehen so positiv verendet kann.
👍🏻
Warum muss Sonnenschein sicherstellen, dass er die Briefe in der Hand bekommt?
Wenn ich einen Brief bekomme, dort wo ich angemeldet bin, sorgt keiner dafür, dass ich diese aufmache und lese.
Ich habe nicht gesagt, dass sie das muss.
Sie kann die Briefe auch im Briefkasten liegen lassen, bis nichts mehr reinpasst.
Nachtrag: Wenn der Noch-Mann bei dir gemeldet ist und aus welchen Gründen auch immer irgendwann ein Gerichtsvollzieher zu deinem Noch-Mann und somit auch in die Wohnung will, in der er ja gemeldet ist, hast du ein Problem, was du nicht hättest, würde er da nicht mehr gemeldet sein. Genauso, wenn die Polizei vor der Tür steht, weil er vielleicht irgendwas ‚verbockt‘ hat.
Ich persönlich fände diese A-Karte noch viel schwieriger zu händeln.
Das Einwohnermeldeamt würde ihn auf meinen Antrag hin und mit Vorlage des Beschlusses jedoch als unbekannt verzogen abmelden und dann passt es von Seiten des Finanzamtes.
Das geht nur leider nicht, weil sowohl das Jugendamt, als auch meine Antwältin die Meldeadresse als rechtliche Zustellmöglichkeit nutzen wollen. Und wenn ich ihn abmelde, dann kann nichts mehr zugestellt werden und ich hab die A…. Karte.
Wenn dein Nochmann unbekannt verzogen ist, ist es nicht dein Problem, ob ihm Behördenschreiben oder sonstige Post nicht zugestellt werden können.
Die Behörden ermitteln seinen Aufenthalt und wenn der nicht zu ermitteln ist, weil er beim Einwohnermeldeamt keine Meldeadresse hinterlegt hat, werden ihm Schreiben öffentlich zugestellt. Das heißt, die Schreiben hängen bei der Behörde oder dem Gericht öffentlich aus und gelten nach 4 Wochen als zugestellt.
Wenn er deine Adresse als Meldeadresse hat, um eben diese Behörden - oder Anwaltspost zugestellt zu bekommen, obwohl er da gar nicht wohnt, hast du auch die. A-Karte, weil du mit diesen Briefen ansitzt und dafür sorgen sollst, dass er diese Post auch bekommt. Dazu müsstest du dann aber wieder mit ihm in Kontakt treten und ihm mitteilen, dass da was für ihn gekommen ist. Er muss zu dir kommen und die Post entgegennehmen. Vielleicht 6x die Woche, wenn jeden Tag ein anderer Brief kommt. Seine Briefe öffnen und ihm die Schreiben per WhatsApp oder E-Mail zukommen lassen, darfst du nicht. Das würde das Postgeheimnis verletzen. Und selbst wenn er dir das erlaubt, warum solltest du dich mit diesen Schreiben belasten?
Ist einfach für die Absender der Briefe, weil die Schreiben dann nach 4 Tagen als zugestellt gelten. Schwierig wird es spätestens dann, wenn Einschreiben persönlich zugestellt werden sollen.
Ist es wirklich deine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass dem Mann seine Post zugestellt wird?
Wenn er unbekannt verzogen ist und seiner Meldepflicht nicht innerhalb von 14 Tagen nachkommt, ist das nicht dein Bußgeld, was dann evtl. festgesetzt wird.
Wenn du ihm dann mitteilst, dass du ihn aus der ehemals gemeinsamen Wohnung abgemeldet hast, ist das zwar sehr nett, weil er dann direkt weiß, dass er nun erstmal keine Meldeanschrift mehr hat, aber dein Problem ist das noch lange nicht.
Das hat richtig gut getan. Vielleicht wird das jetzt das neue Mittwochsritual
Das freut mich.
Etwas für sich selbst zu tun, stärkt auch das Selbstbewusstsein. Und davon wirst du die nächste Zeit sehr viel brauchen.
Ich reise am Samstag Nachmittag an und Sonntag irgendwann wieder ab.
ein Manipulationsversuch wäre nach meinem Verständnis z. B. : "Wenn Du nicht zurückkommst, muss ich bestimmt mehr trinken."Hier sehe ich eher einen Überredungsversuch.
Das wäre schon Erpressung, und das richtig richtig böse.
Bei der Manipulation wird zielgerichtet und ziemlich versteckt auf das Denken, Fühlen und Handeln von jemandem Einfluss genommen, um die eigenen Ziele zu erreichen.
Am Ende soll der Manipulierte genau das Denken, fühlen und tun, was ihm ‚eingeredet’ wurde.
Fazit: Sie wolle nicht ganz auf Alk verzichten und ich hätte mich nie in ihr Leben einmischen sollen. Es würde mit ein bißchen sehr gut klappen.
Mein Gedanke dazu (als Alkoholiker): Kein Alkoholiker wird jemals ‚nur ein bisschen ‚ oder nur ‚hin und wieder‘ Alkohol trinken können.
Ich hab gesagt dass ich dieses Leben so nicht führen kann.
Wichtig ist nur, was du für dich willst.
Und du willst dieses Leben so nicht führen. Sie will nicht ganz auf Alkohol verzichten.
Du kannst nur für dich entscheiden.
Hat jemand von Euch lieben Menschen Erfahrung mit Manipulation, ich glaube das passiert gerade.
Mein erster Gedanke: Drehe dich um und laufe so schnell wie du kannst. Und schließe alle Türen zu, am besten den Schlüssel 2x rumdrehen
Nun ist es immer etwas schwierig, in einer SHG etwas zu raten. Aber ich empfinde es als absolut überlebenswichtig, sich von manipulierenden Menschen zu entfernen…. so weit weg, wie es nur irgendwie geht.
Mit null Kontakt gibt es zumindest den Hauch einer Chance, nicht als Opfer der Manipulationen zu enden.
Stern : ich muss zugeben, dass mich dein Beitrag zum damaligen Zeitpunkt sehr runtergezogen hat, ich war sehr verletzlich und habe mich angegriffen gefühlt. Ich dachte: "oh man, jedes Wort hier wird auf die Goldwaage gelegt. Es wird einem ja schon fast abgesprochen weiterhin abstinent zu sein. Am besten du schreibst gar nichts mehr."
Was genau hat dich denn bei meinem Beitrag so sehr runtergezogen?
Ich lege auch schon auch mal das einzelne Worte auf die Goldwaage. Die der anderen, aber vor allem meine eigenen. Weil es nämlich ganz oft das einzelne Wort und die Formulierung eines Gedanken ist, wie etwas bei mir im Kopf ankommt. Nicht, um jemanden runterzuziehen oder zu verletzen oder sogar anzugreifen. Sondern, weil ich bei manchen hier gelesenen Worten und manchen Formulierungen in meinem Erfahrungsschatz wühle und dazu meine Gedanken hier lassen möchte.
Meine Gedanken sind ja erstmal nur meine Gedanken. Sie können zum Nachdenken anregen, zum Nachmachen motivieren oder auch einfach in die Tonne getreten werden.
„Ich versuche jetzt mit dem Schmerz umzugehen und weiterhin abstinent zu bleiben.“
Wenn ich das so auf schlimme Situationen in meinem Leben sagen würde, würde es mir damit gar nicht gut gehen. Nicht nur wegen des ‚Versuchens‘, sondern auch, weil ich die Reihenfolge gefährlich finde ….‘mit dem Schmerz umgehen‘ …. und dann…. ‚weiterhin abstinent bleiben‘.
Ich habe für mich gelernt, dass ich zu allererst abstinent sein muss. Und erst dann kann ich mit Scherz umgehen. Weil es nämlich andersrum ja nie funktioniert hat.
Mag sein, dass dies kleinkariert klingt oder eben als jedes Wort auf die Waage gelegt empfunden wird.
Mir persönlich ist sowas gerade in Bezug auf meine Nüchternheit aber ganz wichtig. Mir wurde hier gerade am Anfang allerhand um die Ohren gepfeffert, was ich gar nicht für mich einordnen konnte. Rückzug war da keine gute Idee. Weil mir ja hier nur dann jemand was um die Ohren pfeffern kann, wenn ich auch was schreibe. Alleine mit meinen Gedanken im stillen Kämmerlein verstecken hatte ja in der Vergangenheit nicht funktioniert. Warum sollte das jetzt funktionieren?
Nur, wer hier schreibt, wird auch gelesen und bekommt Reaktionen auf seine Gedanken.
Da kommen Leute daher, die mich überhaupt nicht kennen und die wollen mir erklären, wie ich zu leben habe…..was gut für mich ist und was ich auf gar keinen Fall machen darf …..Es hat ne Weile gedauert, bis ich mir sagen konnte: Das sind aber alles Leute, die es geschafft haben, mit dem Saufen aufzuhören. Die sind da, wo ich auch hin will.
Hier kommen und gehen die Leute schneller als ich bis zum nächsten Supermarkt bräuchte, um Alkohol zu kaufen. Da wäre es vermutlich gar niemandem aufgefallen, dass ich auch schon wieder weg ist. Was also sollte irgendjemanden hier dazu veranlassen, sich die Mühe zu machen, meine Beiträge zu lesen und darauf zu antworten? Ganz sicher nicht, um mich zu verletzen oder um mich anzugreifen. Haben doch auch alle genug mit sich selbst genug zu tun. Niemand ist ‚einfach so‘ hier. Alle haben ihren ganz persönlichen Weg hinter sich ….und auch weiterhin vor sich.
Also fing ich an zu sortieren, nicht nach gut oder schlecht, denn da hatte ich ja gar keine Ahnung, sondern nach: passt für mich oder passt nicht für mich. Und dieses ‚passt für mich nicht’ habe ich mir immer mal wieder angeschaut….einiges passte später dann doch.
Mir war es wichtig, einen nüchternen Weg zu finden, der für mich gehbar ist ….immer, für den Rest meines Lebens.
Ich darf ich bleiben und mein eigenes Leben leben. Andere leben ein anderes Leben und jeder erzählt hier ein wenig aus seinem Leben. Da muss ich nicht alles gut und richtig finden, dennoch bleibt es ja das Leben der Anderes und die kommen damit prima zurecht.
Nicht alles passt für jeden und was dem Einen gut hilft, bricht dem Anderen das Genick.
Ich habe hier gelesen und gelesen, mir die Wege derer angeschaut, die schon so lange nüchtern sind. Da wollte ich auch hin. Und die wären nicht so lange schon nüchtern, wenn sie nicht doch irgendwas richtig gemacht hätten.
Das ist ja hier eine Selbsthilfegruppe. Das habe ich für mich so interpretiert: Hilf dir selbst.
Ich werde nicht das Leben der Anderen leben, ich nehme mit, was für mich passt, lasse liegen, was nicht für mich passt und drehe mich immer mal wieder um. So habe ich gelernt, diese wertvolle Erfahrungskiste hier für meinen eigenen Weg zu nutzen …..mir selbst zu helfen.
Sei dir sicher, dass dich hier niemand verletzen oder angreifen will.
Herzlichen Glückwunsch zu 2 Jahren Freiheit.
Das tut mir Leid.
Ich versuche jetzt mit dem Schmerz umzugehen und weiterhin abstinent zu bleiben.
Du wirst mit dem Schmerz nur umgehen können, wenn du weiterhin abstinent bleibst.
Mit ‚versuchen‘ bin ich noch nie weit gekommen. Versuche scheitern oft. Ein gescheiterter Versuch beim abstinent bleiben kann schnell tödlich enden. Genau aus diesem Grund ist es für mich das Wichtigste, meine Abstinenz nicht mehr zu versuchen, sondern abzusichern. Dann, und nur dann, kann ich mit allem umgehen, auch mit Schmerz.
Ich wünsche dir, dass du nicht versuchst, mit dem Schmerz umzugehen und weiterhin abstinent zu bleiben, sondern, dass du weiterhin abstinent bleibst und mit dem Schmerz umgehen kannst.
Ich wünsche dir auch einen schönen und erholsamen Urlaub.
Mich wundert eher diese Ignoranz des Bekannten, was aber auch nichts anderes für mich bedeutet, als dass man selbst den betreffenden Personen anscheinend vollkommen egal ist. Sprich: Veränderungen werden bestenfalls am Rande wahrgenommen, aber sie sind einem gleich. Unwichtig. Irrelevant. Weil es nicht interessiert oder weil man sich dann ja vielleicht Gedanken über das Gegenüber oder womöglich sogar über sich selbst machen müsste...
Ist sowas nicht gerade bei der Arbeit ganz häufig so?
Ich erzähle bei der Arbeit zum Beispiel nur mit 1 Kollegin auch mal was privates. Andere bekommen einiges mit, denken sich ihren (zum Teil wirren) Teil, reden, tuscheln, aber es interessiert doch nicht wirklich jemanden, was ich mache oder nicht mache. Um mich geht es doch dann gar nicht, es ist der Flurtratsch, der mal mehr und mal weniger Futter braucht.
Das finde ich jetzt auch nicht schlimm. Aber gerade, wenn es doch mal ausnahmsweise zu einem ganz ‚besonderen Anlass‘ Alkohol gibt, ist es meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ich kein Glas Sekt in die Hand gedrückt bekomme.
Hier haben wir uns dann quasi auseinandergelebt, Schritt für Schritt. Ich weiß, das klingt jetzt etwas widersprüchlich bzw. legt den Schluss nahe, dass das Bindeglied doch der Alkohol war, aber dem ist nicht ganz so. Vielmehr haben Zerwürfnisse in den bisherigen Sozialkontakten dazu geführt, dass auch auch andere Kontakte weggefallen sind.
Das ist wohl oft im Leben so.
Ganz unabhängig vom Alkokol trinken oder abstinent werden und sein verändern sich ja die Menschen. Nicht nur du, die anderen ja auch.
Natürlich ist es um einige Freundschaften schade. So habe ich es jedenfalls auch empfunden, als damals durch die Trennung von meinem Ex-Mann der gesamte Freundeskreis praktisch für mich weggebrochen ist, Aber waren das dann tatsächlich Freundschaften?
Ich muss aber auch gestehen, dass ich selbst auch nichts getan habe, was einen weiteren Kontakt hätte bestehen lassen können.
Und so ist das eben …..die einen gehen, anderen kommen. Natürlich nur, wenn ich offen bin für Neues. Sonst kommt natürlich keiner. Mir persönlich fällt das ziemlich schwer. Ich habe aber auch bemerkt, dass ich das nicht wirklich brauche. Ich bin gern für mich.
Interessant finde ich zurückblickend auf das letzte Jahr, dass mein Umfeld wie auch die "hartnäckigsten" Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Arbeit sehr wohl wissen, dass ich nichts trinke, nach wie vor diesen Umstand aber geradezu ignorieren.
Vielleicht hat das damit zu tun, dass du bei Arbeit nicht unmissverständlich rüberbringen konntest (oder es eben nicht so richtig ankam), dass du überhaupt gar keinen Alkohol mehr trinkst? Nicht nur ‚gerade jetzt nicht‘ oder ‚in nächster Zeit nicht‘…. sondern überhaupt nie (wieder).
Ich würde mir kein Sektglas in die Hand drücken lassen, das noch ne halbe Stunde festhalten schon mal gar nicht.
‚Danke, für mich nicht.‘ ‚Kann ich bitte einen O-Saft (oder ein Wasser….) haben? Das ist meine Reaktion, wenn ich irgendwo neu bin und mir wird Alkohol angeboten.
Ich erkläre mich dann auch überhaupt nicht, wieso, weshalb, warum. Für mich bitte ein Wasser (oder ne Cola oder was auch immer).
Stehen bei irgendwelchen offiziellen Empfängen oder Anlässen auf dem Tablett neben Sekt nicht auch Gläser mit O-Saft drauf? So erlebe ich das inzwischen immer öfter.
Alkohol wird es ja immer geben und er wird auch immer getrunken werden. Es ist schwer, ich behaupte ja: Fast unmöglich, sich da komplett abzukapseln, aber sich so‘n Glas in die Hand drücken zu lassen, finde ich persönlich einen Schritt zu weit.
Hier - muss ich sagen - hänge ich tatsächlich noch alten Bekanntschaften nach, von denen entweder ich mich oder die sich von mir verabschiedet haben. Weil die Veränderung dann doch sehr groß bzw. umfassend war.
Was, außer Alkohol, hat sich denn mit diesen Bekanntschaften verbunden?
Herzlichen Glückwunsch zu 5 nüchternen Jahren. 👍🏻
Schön, dass du mal wieder vorbeischaust. Und schön, dass du so erfolgreich an deiner Gesundheit dran bleibst.
Alles gut Lebensmut74 .
Hier ist ja nur das geschriebene Wort. Das kann sehr schnell auch mal komplett anders ankommen als es beim Schreiben gedacht war.
Ich habe mich hier anfangs oft ‚bevormundet‘ gefühlt und oft gedacht: Mir geht’s so super. Warum wird hier alles infrage gestellt‘ was ich mache oder nicht mache?
Es dauerte eine Weile, bis ich erkannt habe, dass das gar nicht so ist.
Hier nehmen sich die Leute Zeit, andere Beiträge zu lesen und ihre Gedanken dazu hier zu lassen. Niemand hat ein Interesse daran, anderen das Leben schwer zu machen.
Ich bin jetzt 4 Jahre und 4 Monate nüchtern.
Und genau so lange lese ich hier und lasse meine Gedanken hier.
Das tut gut und von Anfang an war mir klar: Ich muss einen Weg für mich finden, den ich auch gehen kann. Da waren und sind die Erfahrungen derjenigen , die ihren nüchternen Weg schon so lange gehen, eine große Hilfe.
Oft war sogar der ‚Gegenwind‘ hilfreicher als das lobende ‚über‘s Köpfchen streicheln‘.
Mir geht es aber gerade so wunderbar mit Abstinenz und abnehmen. Ich kann wieder Auto fahren wann ich will, ich pass in alte Klamotten, ich seh gesünder aus... die Liste ist unendlich lang.
Das ist doch wunderbar. Und wenn beides so super nebeneinander funktioniert, ist das doch prima.
Ich wünsche dir, dass deine Liste noch viel länger wird und ich wünsche dir, dass du nie vergisst, dass alles nur so gut sein kann, weil du nüchtern bist.
Ich finde es wichtig, sich neue Projekte zu Überlegen und diese anzugreifen. Nicht zu viel auf einmal, aber z.b. ein neues Hobby, oder ein altes wieder aufleben lassen, ist sehr hilfreich. Ich hatte plötzlich sehr viel mehr Zeit, und es war vor allem am Anfang extrem wichtig für mich, eine "Ablenkung" und keine Langeweile zu haben.
Genau das meinte ich doch: Nicht zu viel auf einmal.
Natürlich krempelt sich das gesamte Leben um. Da ist ja auch auf einmal so viel Zeit da, die gefüllt werden will.
Ich habe in der Anfangszeit meine gesamte Wohnung umgekrempelt, alle Schränke ausgeräumt und angefangen, auszusortieren. Einfach, weil mir das so ein großes Bedürfnis war…..aufräumen und aussortieren ….im Außen. Und auch, weil ich die Zeit füllen wollte.
Wenn ich was tue, saufe ich nicht und wenn ich mir über jeden einzelnen Gegenstand in meiner Wohnung Gedanken mache, denke ich nicht an Alkohol. Das kam aber richtig bewusst erst später bei mir so auch an.
Ich hatte auch ein ordentliches Übergewicht. Zeitgleich mit dem Nüchternwerden auch noch bewusst mein Gewicht in Angriff zu nehmen, hätte mich sicher überfordert. Genauso, wie ich nicht zeitgleich hätte mich dem Rauchen aufhören wollen.
Einfach, weil mit dem Weglassen des Alkohols ja schon eine Menge nicht mehr in den Mund konnte. Dann in dieser Situation auch noch auf viele andere Dinge achten zu müssen, die da jetzt nicht in den Mund sollten, wäre mir zu anstrengend geworden.
Ich habe unter meiner Alkoholsucht gelitten und ich habe auch unter meinem Übergewicht gelitten. Die Gefahr der Prioritätenverschiebung wäre mir zu groß gewesen, als das ich mich hätte auf beides gleichermaßen gut konzentrieren zu können.
Nüchternwerden ist ja nicht mit dem Weglassen des letzten Glases abgeschlossen.
Hier beraten wir ja auch nicht einander.
Es ist immer nur ein Erzählen ,so habe ich das gemacht.‘
Ich habe anfangs hier so viel gelesen, nicht alles passte für mich, muss es ja aber auch nicht, aber ich habe über (fast) alles nachgedacht und geschaut, ob dies oder jenes zu meinem Weg passen könnte. Auch später immer mal wieder.
Was ist an einer Ernährungsumstellung jetzt bitte falsch?
Erstmal ja gar nix.
Ich habe auch nicht gemeint, dass an daran irgendwas falsch wäre.
Vielmehr finde ich, dass die oberste Priorität das Nüchternsein ist. Denn das ist der Beginn … und das Ende…. von allem anderen.
Meine Gesanken drehten sich in der Anfangszeit mehr darum, dass ich auf jeden Fall keinen Alkohol kaufe, keinen Alkohol trinke …..
Gib dir Zeit und freu dich, dass du dich überhaupt auf den Weg gemacht hast. Das alleine motiviert doch total oder?
Genau das sind meine Gedanken, wenn ich hier davon lese, dass ‚parallel neben‘ des Nüchternwerdens viele andere Projekte in Angriff genommen werden.
Nüchternwerden war bei mir ein Vollzeitjob…und es war ein Prozess. Wie auch die inneren und äußeren Veränderungen ein Prozess waren.
Klar, das Ändern von Gewohnheiten gehört dazu. Und jede Veränderung zieht eine weitere Veränderung mit sich.
Und es ist auch total schön, die Veränderungen im eigenen Gesicht, in den eigenen Augen und vielleicht am gesamten Äußeren zu sehen. Aber die Veränderungen, die in meinem Inneren passierten, waren und sind mir persönlich das Allerwichtigste und das Allerschönste überhaupt. Das ‚Außen‘ ist nur außen. Mich als Mensch wieder zu lieben machten meinen inneren Veränderungen möglich.
Wenn alles erledigt und aufgeräumt ist und einer in der Runde sagt:" so und jetzt noch ein Feierabendbier", dass triggert dann doch schon noch ein bisschen, aber dagegen helfen angelernte Strategien und Freunde, die an mein Mineralwasser schon gedacht haben.
Unwiefern triggert dich das denn?
Es ist doch klar im Kopf: Die Sucht ist ‚nur‘ gestoppt. Und das auch nur solange, wie es keinen Alkohol gibt.
Würde es wieder Alkohol geben, und sei es auch nur ganz wenig, macht die Suchtspirale direkt ihr Tor wieder auf und zieht mich wieder genau dahin, wo ich doch gar nicht sein will.
Genau das ist ja die Ausgangslage, als ich für mich die Erkenntnis gewonnen habe, dass sich etwas ändern muss, wenn ich nicht weiter vor mich hin vegetieren will.
Wenn ich leben will, kann ich keinen Alkohol mehr trinken. Nicht mal hier ein Glas, dort mal einen Schluck, nix ausnahmsweise.
Als ich das für mich akzeptiert habe, wurde mir egal, was andere machen, was andere trinken.
In meinem Leben geht es um mich.
Und weil ich Alkoholiker geworden bin, ist ein Umgang mit Alkohol nicht mehr möglich. Punkt. Der Gedanke an Alkohol ist damit fertig gedacht.
Hallo Roser,
auch von mir noch ein herzliches Willkommen.
Was hindert dich dran zu gehen wenn es dich stört und er nix ändern will?
Das Kind und das ich finanziell abhängig bin und Wohnung
Manchmal wünsche ich mich wo anders hin. Soll das alles gewesen sein? Will ich den Rest meines Lebens mich mit Versprechungen, die er nicht halten kann und will, hinhalten lassen?
Deine Antworten auf diese Frage erschüttern mich.
Unabhängig davon, ob der Partner trinkt oder sonstwas eine Partnerschaft so negativ beeinflusst, dass sich (zumindest) einer nicht mehr wohl fühlt und das Kind, die finanzielle Abhängigkeit und die Wohnung die Gründe sind, um an dieser Partnerschaft festzuhalten, empfinde ich das ‚Projekt Familie‘ als gescheitert.
Du hast 2 wichtige Fragen hier gelassen. Respekt dafür.
Du kannst sie dir beantworten und dann für dich und dein Kind einen Weg finden, einen Weg in dieses ‚woanders hin‘.
Niemand ist abhängig von einem anderen Menschen. Es sei denn, man macht sich abhängig. Vielleicht, weil das kein eigenes Handeln erfordert, es trotz allem bequem ist oder auch, weil tief festgesetzte Muster das als normal empfinden.
Es gibt so viele Hilfen, so viel Unterstützung. Du kannst sie nutzen, als Überganghilfe, als Starthilfe in ein neues freies Leben.
Hilfe nutzen ist kein Ausnutzen.
Ab wann kam der Punkt, an dem ihr euch erschlossen habt, dem Alkohol „tschüss“ zu sagen? Sind es immer einschneidende Erlebnisse?
Ich bin Alkoholiker, seit über 4 Jahren nüchtern.
Ich konnte erst ‚tschüss Alkohol‘ sagen, als ich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker geworden bin und dass ich das auch für den Rest meines Lebens bleiben werde. Weil die Alkoholsucht eine Krankheit ist, die nicht zu heilen geht. Sie geht zu stoppen, mit absoluter Abstinenz, aber auch nur solange, wie ich diese absolute Abstinenz auch wirklich lebe.
Mir war es viele Jahre nicht möglich, mit dem Trinken aufzuhören. Weil der Alkohol mein Denken und Handeln und letztendlich mein gesamtes Leben bestimmt hat. Und obwohl ich für andere alles gegeben habe, konnte ich für anderen nicht nüchtern werden, so sehr ich mir das auch gewünscht habe.
Ich kann nur für mich nüchtern sein. Dazu musste ich meine Sucht akzeptieren und lernen, mich wichtig zu nehmen.
Niemand kann einen Alkoholiker ‚trocken legen‘, das kann nur er selbst ….wenn er seine Sucht akzeptiert und für sich selbst ein nüchternes Leben will.
Du kannst darauf warten, dass dieser Moment auch bei deinem Partner kommt und bis dahin in dieser Warteschleife verharren.
Du kannst aber auch dein Leben selbst in die Hand nehmen ….denn da gehört es hin.
Ich wünsche dir hier einen guten und hilfreichen Austausch.