Herzlichen Glückwunsch zu 5 nüchternen Jahren. 👍🏻
Schön, dass du mal wieder vorbeischaust. Und schön, dass du so erfolgreich an deiner Gesundheit dran bleibst.
Herzlichen Glückwunsch zu 5 nüchternen Jahren. 👍🏻
Schön, dass du mal wieder vorbeischaust. Und schön, dass du so erfolgreich an deiner Gesundheit dran bleibst.
Alles gut Lebensmut74 .
Hier ist ja nur das geschriebene Wort. Das kann sehr schnell auch mal komplett anders ankommen als es beim Schreiben gedacht war.
Ich habe mich hier anfangs oft ‚bevormundet‘ gefühlt und oft gedacht: Mir geht’s so super. Warum wird hier alles infrage gestellt‘ was ich mache oder nicht mache?
Es dauerte eine Weile, bis ich erkannt habe, dass das gar nicht so ist.
Hier nehmen sich die Leute Zeit, andere Beiträge zu lesen und ihre Gedanken dazu hier zu lassen. Niemand hat ein Interesse daran, anderen das Leben schwer zu machen.
Ich bin jetzt 4 Jahre und 4 Monate nüchtern.
Und genau so lange lese ich hier und lasse meine Gedanken hier.
Das tut gut und von Anfang an war mir klar: Ich muss einen Weg für mich finden, den ich auch gehen kann. Da waren und sind die Erfahrungen derjenigen , die ihren nüchternen Weg schon so lange gehen, eine große Hilfe.
Oft war sogar der ‚Gegenwind‘ hilfreicher als das lobende ‚über‘s Köpfchen streicheln‘.
Mir geht es aber gerade so wunderbar mit Abstinenz und abnehmen. Ich kann wieder Auto fahren wann ich will, ich pass in alte Klamotten, ich seh gesünder aus... die Liste ist unendlich lang.
Das ist doch wunderbar. Und wenn beides so super nebeneinander funktioniert, ist das doch prima.
Ich wünsche dir, dass deine Liste noch viel länger wird und ich wünsche dir, dass du nie vergisst, dass alles nur so gut sein kann, weil du nüchtern bist.
Ich finde es wichtig, sich neue Projekte zu Überlegen und diese anzugreifen. Nicht zu viel auf einmal, aber z.b. ein neues Hobby, oder ein altes wieder aufleben lassen, ist sehr hilfreich. Ich hatte plötzlich sehr viel mehr Zeit, und es war vor allem am Anfang extrem wichtig für mich, eine "Ablenkung" und keine Langeweile zu haben.
Genau das meinte ich doch: Nicht zu viel auf einmal.
Natürlich krempelt sich das gesamte Leben um. Da ist ja auch auf einmal so viel Zeit da, die gefüllt werden will.
Ich habe in der Anfangszeit meine gesamte Wohnung umgekrempelt, alle Schränke ausgeräumt und angefangen, auszusortieren. Einfach, weil mir das so ein großes Bedürfnis war…..aufräumen und aussortieren ….im Außen. Und auch, weil ich die Zeit füllen wollte.
Wenn ich was tue, saufe ich nicht und wenn ich mir über jeden einzelnen Gegenstand in meiner Wohnung Gedanken mache, denke ich nicht an Alkohol. Das kam aber richtig bewusst erst später bei mir so auch an.
Ich hatte auch ein ordentliches Übergewicht. Zeitgleich mit dem Nüchternwerden auch noch bewusst mein Gewicht in Angriff zu nehmen, hätte mich sicher überfordert. Genauso, wie ich nicht zeitgleich hätte mich dem Rauchen aufhören wollen.
Einfach, weil mit dem Weglassen des Alkohols ja schon eine Menge nicht mehr in den Mund konnte. Dann in dieser Situation auch noch auf viele andere Dinge achten zu müssen, die da jetzt nicht in den Mund sollten, wäre mir zu anstrengend geworden.
Ich habe unter meiner Alkoholsucht gelitten und ich habe auch unter meinem Übergewicht gelitten. Die Gefahr der Prioritätenverschiebung wäre mir zu groß gewesen, als das ich mich hätte auf beides gleichermaßen gut konzentrieren zu können.
Nüchternwerden ist ja nicht mit dem Weglassen des letzten Glases abgeschlossen.
Hier beraten wir ja auch nicht einander.
Es ist immer nur ein Erzählen ,so habe ich das gemacht.‘
Ich habe anfangs hier so viel gelesen, nicht alles passte für mich, muss es ja aber auch nicht, aber ich habe über (fast) alles nachgedacht und geschaut, ob dies oder jenes zu meinem Weg passen könnte. Auch später immer mal wieder.
Was ist an einer Ernährungsumstellung jetzt bitte falsch?
Erstmal ja gar nix.
Ich habe auch nicht gemeint, dass an daran irgendwas falsch wäre.
Vielmehr finde ich, dass die oberste Priorität das Nüchternsein ist. Denn das ist der Beginn … und das Ende…. von allem anderen.
Meine Gesanken drehten sich in der Anfangszeit mehr darum, dass ich auf jeden Fall keinen Alkohol kaufe, keinen Alkohol trinke …..
Gib dir Zeit und freu dich, dass du dich überhaupt auf den Weg gemacht hast. Das alleine motiviert doch total oder?
Genau das sind meine Gedanken, wenn ich hier davon lese, dass ‚parallel neben‘ des Nüchternwerdens viele andere Projekte in Angriff genommen werden.
Nüchternwerden war bei mir ein Vollzeitjob…und es war ein Prozess. Wie auch die inneren und äußeren Veränderungen ein Prozess waren.
Klar, das Ändern von Gewohnheiten gehört dazu. Und jede Veränderung zieht eine weitere Veränderung mit sich.
Und es ist auch total schön, die Veränderungen im eigenen Gesicht, in den eigenen Augen und vielleicht am gesamten Äußeren zu sehen. Aber die Veränderungen, die in meinem Inneren passierten, waren und sind mir persönlich das Allerwichtigste und das Allerschönste überhaupt. Das ‚Außen‘ ist nur außen. Mich als Mensch wieder zu lieben machten meinen inneren Veränderungen möglich.
Wenn alles erledigt und aufgeräumt ist und einer in der Runde sagt:" so und jetzt noch ein Feierabendbier", dass triggert dann doch schon noch ein bisschen, aber dagegen helfen angelernte Strategien und Freunde, die an mein Mineralwasser schon gedacht haben.
Unwiefern triggert dich das denn?
Es ist doch klar im Kopf: Die Sucht ist ‚nur‘ gestoppt. Und das auch nur solange, wie es keinen Alkohol gibt.
Würde es wieder Alkohol geben, und sei es auch nur ganz wenig, macht die Suchtspirale direkt ihr Tor wieder auf und zieht mich wieder genau dahin, wo ich doch gar nicht sein will.
Genau das ist ja die Ausgangslage, als ich für mich die Erkenntnis gewonnen habe, dass sich etwas ändern muss, wenn ich nicht weiter vor mich hin vegetieren will.
Wenn ich leben will, kann ich keinen Alkohol mehr trinken. Nicht mal hier ein Glas, dort mal einen Schluck, nix ausnahmsweise.
Als ich das für mich akzeptiert habe, wurde mir egal, was andere machen, was andere trinken.
In meinem Leben geht es um mich.
Und weil ich Alkoholiker geworden bin, ist ein Umgang mit Alkohol nicht mehr möglich. Punkt. Der Gedanke an Alkohol ist damit fertig gedacht.
Hallo Roser,
auch von mir noch ein herzliches Willkommen.
Was hindert dich dran zu gehen wenn es dich stört und er nix ändern will?
Das Kind und das ich finanziell abhängig bin und Wohnung
Manchmal wünsche ich mich wo anders hin. Soll das alles gewesen sein? Will ich den Rest meines Lebens mich mit Versprechungen, die er nicht halten kann und will, hinhalten lassen?
Deine Antworten auf diese Frage erschüttern mich.
Unabhängig davon, ob der Partner trinkt oder sonstwas eine Partnerschaft so negativ beeinflusst, dass sich (zumindest) einer nicht mehr wohl fühlt und das Kind, die finanzielle Abhängigkeit und die Wohnung die Gründe sind, um an dieser Partnerschaft festzuhalten, empfinde ich das ‚Projekt Familie‘ als gescheitert.
Du hast 2 wichtige Fragen hier gelassen. Respekt dafür.
Du kannst sie dir beantworten und dann für dich und dein Kind einen Weg finden, einen Weg in dieses ‚woanders hin‘.
Niemand ist abhängig von einem anderen Menschen. Es sei denn, man macht sich abhängig. Vielleicht, weil das kein eigenes Handeln erfordert, es trotz allem bequem ist oder auch, weil tief festgesetzte Muster das als normal empfinden.
Es gibt so viele Hilfen, so viel Unterstützung. Du kannst sie nutzen, als Überganghilfe, als Starthilfe in ein neues freies Leben.
Hilfe nutzen ist kein Ausnutzen.
Ab wann kam der Punkt, an dem ihr euch erschlossen habt, dem Alkohol „tschüss“ zu sagen? Sind es immer einschneidende Erlebnisse?
Ich bin Alkoholiker, seit über 4 Jahren nüchtern.
Ich konnte erst ‚tschüss Alkohol‘ sagen, als ich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker geworden bin und dass ich das auch für den Rest meines Lebens bleiben werde. Weil die Alkoholsucht eine Krankheit ist, die nicht zu heilen geht. Sie geht zu stoppen, mit absoluter Abstinenz, aber auch nur solange, wie ich diese absolute Abstinenz auch wirklich lebe.
Mir war es viele Jahre nicht möglich, mit dem Trinken aufzuhören. Weil der Alkohol mein Denken und Handeln und letztendlich mein gesamtes Leben bestimmt hat. Und obwohl ich für andere alles gegeben habe, konnte ich für anderen nicht nüchtern werden, so sehr ich mir das auch gewünscht habe.
Ich kann nur für mich nüchtern sein. Dazu musste ich meine Sucht akzeptieren und lernen, mich wichtig zu nehmen.
Niemand kann einen Alkoholiker ‚trocken legen‘, das kann nur er selbst ….wenn er seine Sucht akzeptiert und für sich selbst ein nüchternes Leben will.
Du kannst darauf warten, dass dieser Moment auch bei deinem Partner kommt und bis dahin in dieser Warteschleife verharren.
Du kannst aber auch dein Leben selbst in die Hand nehmen ….denn da gehört es hin.
Ich wünsche dir hier einen guten und hilfreichen Austausch.
Ich finde auch nicht das ich mit meiner Sucht /sicht das wichtigste bin , gesunder selbsterhalt ja aber das mit der Sucht muss ich mit mir ausmachen und nicht mein Umfeld mit mir
Das ist mir ins Auge gefallen und dazu habe ich auch eine Meinung. Eine Meinung, besser: Eine Erkenntnis, an der ich sehr lange gearbeitet habe….nämlich so ziemlich fast meine ganze Saufzeit: Ich war mir nicht wichtig genug. Nicht wichtig genug, um mit dem Saufen aufzuhören. Es waren immer alle und alles wichtiger…. wichtiger als ich. Das war total anstrengend. Das hat mich gelähmt, mich ein Stück weit auch handlungsunfähig gemacht.
‚Gesunder Selbsterhalt‘.
Ist es das, was du willst? Ich meine, reicht dir das?
Ich will leben, nicht nur mich irgendwie so halbwegs gesund erhalten.
Nüchtern werde konnte ich erst, als ich mir wichtig geworden bin. Das war genau so wichtig wie das Akzeptieren, dass ich Alkoholiker geworden bin und das auch für immer bleiben werde.
Das heißt ja nicht, dass ich der Mittelpunkt der Welt geworden bin, anderen kann ich gern so egal sein, wie mir heute der Alkohol egal ist, aber ich bin mir das Wichtigste in meinem Leben geworden….ich mir für mich.
Und genau das fühlt sich nicht nur schön an, ich finde das auch enorm wichtig für mein nüchternes Leben.
‘Das mit der Sucht‘ musst du nicht mit dir ausmachen.
Ich nutze dafür dieses Forum, meine Selbsthilfegruppe.
Ich lasse mein ‚weiteres‘ Umfeld komplett raus aus meiner Sucht, das allerallerengste Umfeld (Familie) weiß um meine Sucht, aber ich bespreche sie nicht mit denen. Einfach, weil meine Sucht mein Thema ist. Das bespreche ich mit Leuten, die verstehen, wovon ich rede.
Das allernotwendigste Umfeld (bestimmte Ärzte) wissen natürlich auch Bescheid und mit denen bespreche ich mich auch, wenn es notwendig ist.
Mein Umfeld muss sich mir auch nicht anpassen. Aber wenn Rücksicht genommen wird, empfinde ich das als Wertschätzung.
Nun bewege ich mich aber auch nicht in einem alkohollastigen Umfeld. Dennoch begegnet der Alkohol mir ja überall ‚da draußen‘. Ich kann das nicht ändern und ich versuche es auch gar nicht erst.
Ich bin für mich nüchtern. Und nur ich kann nüchtern bleiben. Meine Verantwortung.
Nimm dich wichtig. Für dich.
In Deiner Frage schwingt schon ein wenig, ja was denn... "Reindenken"? in die Situation von Sonnenscheins Mann mit:
Nix da, lass meine Frage mal bitte einfach eine Frage sein.
In deiner NUR Frage lässt mich das Wort „DURFTE“ stutzig werden. Das hat schon an sich eine Wertung abgegeben.
Wenn das für dich eine Wertung war, kannst auch gerne stutzig werden, aber mir zu unterstellen, ich hätte irgendwas bewertet, finde ich nicht schön.
Natürlich verwende ich ,durfte‘, ‚müssen‘ oder ‚sollen‘ wäre ja wohl auch nicht besser.
Ich finde auch, dass sich Sterns Formulierung wertend liest. Neutral wäre gewesen, zu fragen, wie das abgelaufen ist, ob oder was er zur Situation gesagt hatte.
Ich das leider nicht richtig in Worte fassen, aber ich lese daraus, dass Stern verwundert ist, dass es eine Entscheidung des Richters gibt, ohne „dass der arme Mann noch was dazu sagen bzw. sich verteidigen durfte“. So kommt das bei mir an.
Darf ich bitte selbst entscheiden, über was ich verwundert bin?
Und wie etwas bei dir ankommt, ist letztlich nicht mein Problem.
Ein Dialog wäre ohne Unterstellungen sicher zielführender.
Ich bin ja selbst tatsächlich auch erstaunt, dass die so schnell entschieden haben, ohne den Typen zu befragen
Aha, du darfst erstaunt sein?
Ich lese daraus, dass Panama ….. Nein, ich lese gar nix heraus….
Falls Du es nicht so gemeint hast, dann bitte nix für ungut.
Es war nicht so gemeint.
Sonnenschein CoA , es tut mir Leid, dass meine Frage hier dein Buch gesprengt hat, weil Leute meinen, sich dazu äußern zu müssen, was sie zu wissen glauben, was ich denke.
Und es tut mir Leid, was du und deine Kinder erleben mussten. Es ist gut, dass du ins Handeln gekommen bist, denn nur so konnte ja auch das Gericht handeln.
Ich wünsche dir und deinen Kindern alles Gute und viel Kraft für alles, was noch kommt.
Aber es gibt Steigerungsformen vom Adjektiv "krank". Meine Überlegung geht eher in diese Richtung.
Das ziehe ich bei der Alkoholsucht nicht in Betracht.
Es ist Fakt, dass die Alkoholsucht nur mit absoluter Abstinenz zum Stillstand gebracht werden kann….egal, was, wieviel und wie oft jemand gesoffen hat ….
Ist die Grenze ,ab hier Sucht‘ überschritten, gibt es kein wenig oder mehr mehr. Es gibt nur noch ‚Sucht‘.
Und ab da gibt es nur noch: Mit Alkohol vor mich hinvegetieren bis der Tod mich erlöst oder ohne Alkohol leben.
Mit der Sucht leben lernen, das habe ich mir zur Aufgabe gemacht:…denn los werde ich die Sucht nie wieder.
Das genau so für mich zu akzeptieren, hat mir meinen Weg in ein zufriedenes nüchternes Leben geebnet.
Auch ich verstehe Stern s Frage nicht.
Api Manchmal ist eine Frage einfach nur eine Frage.
Warum glaubst du, dass man ihn hätte anhören müssen und was hätte das bewirken sollen?
Gegenfrage: Woraus schließt du, dass ich glaube, man hätte ihn anhören müssen.
Ob und was eine Anhörung hätte bewirken können, bin ich nicht in der Lage zu beurteilen.
Der Beschluss ist sofort gültig und kann nicht angefochten werden. Wenn er gegen die Auflagen verstößt, droht eine sehr hohe Geldstrafe oder ersatzweise Ordnungshaft.
Außerdem wurde das Jugendamt vom Gericht über den Vorgang und die vom Vater ausgehende Kindeswohlgefährdung informiert. Das sollte hilfreich sein für meine weiteren Bestrebungen wegen Unterhalt und Sorgerecht.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich hier gleich gesteinigt werde: Darf ich fragen, ob dein Mann sich überhaupt zu der Angelegenheit äußern durfte?
Ich empfinde es tatsächlich so aber ich weiß, dass es eigentlich falsch ist. Darüber muss ich noch nachdenken.
Was bedeutet denn das ‚eigentlich‘ in deinem Satz?
Dass ich Alkoholiker geworden bin, wusste ich schon viele Jahre, aber ich war auch der Meinung, dass es viel schlimmere Alkoholiker gibt als mich.
Ich habe eine Arbeit, eine Wohnung, war meistens verlässlich. Ich habe nicht hinterm Bahnhof billigen Fusel aus der Pulle gesoffen. Ich war immer ordentlich ‚zurechtgemacht’ und vernünftig angezogen…..
Zumindest konnte ich somit meine Fassade immer wieder schön weiß pinseln.
Fakt ist aber: Ich war gar nicht so regelmäßig bei der Arbeit wie ich das gerne gewesen wäre. Meine Wohnung wurde immer mehr zur Rumpelkammer. Ich habe zu Hause direkt nach der Eingangstür den teuren Wein direkt aus der Flasche gesoffen, weil ich es bis zum Glas gar nicht mehr ausgehalten habe. Und verlässlich zu erscheinen, war mit höchster Kraftanstrengung verbunden. ‚Zurechtmachen‘ musste ich mich einfach, weil ich ungeschminkt gar nicht mehr das Haus verlassen konnte. Die Sucht hatte natürlich auch bei mir sichtbare Spuren im Gesicht hinterlassen. Seit dem weiß ich, dass all ich die chicen Supermodels ungeschminkt auch nur Durchschnitt sind. Und immer sauber gekleidet sein konnte ich nur, weil ich Unmengen an Klamotten hatte….
Ich bin kein besserer Alkoholiker und auch nicht weniger Alkoholiker als jeder andere Alkoholiker auch.
Ich bin genau so krank. Ich konnte meine Krankheit zum Stillstand bringen. Zum Stillstand, nicht mehr und nicht weniger.
Einen Rückfall will und kann ich mir nicht leisten.
Ich auch nicht.
Weil ich tief in mir drin weiß, dass ich den Ausgang aus der Suchtspirale nicht noch einmal finden werde.
Ich sehe ein nächstes Glas Alkohol als das Besiegeln meines Todesurteils. Das macht mir keine Angst, aber es erinnert mich immer wieder daran, dass diese qualvoll tödlich endende Sucht ‚nur‘ gestoppt ist.
Ich drücke die Daumen, dass du doch noch einen Psychologen findest, der dir bei deinen Themen helfen kann.
Meine Antidepressiva wirken schon gut, aber ich denke eine Psychologin / ein Psychologe würde mir zusätzlich noch gut tun. Auch um die Gefahr zu minimieren, dass ich auf Dummheiten komme wenn ich mal wieder in den Seilen hänge.
Mit Psychologen und Therapien habe ich gar keine Erfahrung.
Bist du da nicht bei einem Psychologen in Behandlung? Oder wer verschreibt dir die Medikamente?
In den Seilen hängt ja jeder mal. Dann auf ‚Dummheiten kommen‘ wäre echt nicht gut. Hast du einen Notfallkoffer?
Schau mal hier, vielleicht findest du da auch was deinen ganz persönlichen Notfallkoffer.
Artikel
Der Notfallkoffer
Craving, starkes Verlangen Alkohol trinken zu müssen, kann jeden Alkoholiker ereilen und da ist es ganz wichtig, für diesen nicht zu unterschätzenden Notfall vorzusorgen. Wie der Apothekenschrank im Haus, so sollte auch ein Hilfsmittel für den aufkommenden Suchtdruck schnell greifbar sein:
Der „Notfallkoffer“ für Alkoholiker.
Dazu gehört eine Liste mit Notfallnummer von Menschen, die im Vorfeld informiert wurden, Adresse und Ansprechpartner der realen Selbsthilfegruppe bzw. eure Login-Daten für…
Das Forenteam
Ich bin auch ‚nur‘ hier.
Hier findet mein Austausch über die Alkoholsucht statt. Den Austausch mit anderen Alkoholikern finde ich wichtig.
Hier zu lesen, hier zu schreiben, offen für andere Beiträge sein ist der Trampelpfad, der zu meinem zufriedenen nüchternen Weg wurde.
Auch habe ich zusammen mit meinem Psychiater versucht eine Psychotherapie zu bekommen.
In Bezug auf die Alkoholsucht?
Hallo Lebensmut,
auch von mir noch ein herzliches Willkommen in unserer SHG.
Du kannst hier sehr viel Hilfe zur Selbsthilfe finden, wenn du hinschaust, was hier geschrieben wird, was dir geschrieben wird und was du bei anderen liest.
Er ist sehr viel schwerer abhängig als ich es je war. Den Weg aus der Sucht wird auch er nur schaffen, wenn er an einen gewissen Punkt erreicht hat.
Kein Alkoholiker ist abhängiger als ein anderer Alkoholiker.
Abhängig - anhängiger - am abhängigsten gibt es nicht, abhängig hat keine Steigerungsform.
Lediglich eben genau dieser ‚gewisse Punkt‘ zur Wende ist unterschiedlich ….oder anders: Wird unterschiedlich bewertet.
Du warst auch nicht abhängig, du bist abhängig. Und du wirst immer alkoholabhängig bleiben. Sucht geht nie wieder weg.
Ich bin nicht naiv mir ist schon klar, dass es für mich auch harte Zeiten geben wird und da bau ich auf meinen Willen, meine Selbstliebe und auf Menschen an die ich mich im Notfall wenden kann.(z.B. euch)
Ich denke eine gewisse Stärke und Disziplin benötigt es schon um nicht rückfällig zu werden.
Auf den Willen bauen, finde ich ziemlich gefährlich.
Ich habe so viele Jahre den festen Willen gehabt, mit dem saufen aufzuhören. Ich habe es nicht geschafft. Und glaube mir, ich habe einen sehr starken Willen. Sucht lässt sich nicht (allein) mit dem Willen steuern.
Klar ist ‚wollen‘ wichtig, aber gerade am Anfang war es mir wichtiger zu verstehen, dass ich krank bin.
Ich bin nicht zu schwach, nicht zu willenlos, nicht zu charakterlos , nicht nicht stark genug, um mit dem saufen aufhören….ich bin krank.
Die Alkoholsucht ist eine Krankheit. Ich bin Alkoholiker. Gewusst habe ich das schon ganz lange. Aber erst, als ich das auch akzeptieren konnte, konnte ich nüchtern werden.
Und ich habe diese Krankheit, die Alkoholsucht, als lebenslange unheilbare Krankheit verstanden und ich habe sie als meine lebenslange unheilbare Krankheit für mich akzeptiert.
Sie geht nie wieder weg, geht aber mit absoluter Abstinenz zum Stillstand zu bringen, ungestoppt endet sie tödlich.
Absolute Abstinenz bedeutet ‚immer‘. Es gibt keine Ausnahmen, kein winzig kleines Glas, keinen Eierlikör übers Eis, kein versteckter Alkohol im Dessert….null Alkohol.
Ich bin stark und kann sehr diszipliniert sein. Hat mir beim nüchternwerden nur bedingt geholfen.
Ich konnte nur zufrieden nüchtern werden, weil ich verstanden habe, dass es für mich als Alkoholiker nur die Wahl zwischen ‚mit Alkohol und irgendwann elendig verrecken’ oder ‚ohne Alkohol und wieder leben‘. Ich habe mich für das Leben entschieden.
Selbstliebe konnte ich erst auf meinem nüchternen Weg wieder neu lernen. Sie ist sehr groß geworden, aber ich mag mich ja auch nicht immer und von daher ist es schwierig, Selbstliebe als Hilfe in den Notfallkoffer zu packen.
Hier zu schreiben, ist eine gute Idee. Dieser Austausch mit anderen Alkoholikern ist auch mir eine wertvolle Stütze.
Ich habe ausschließlich alleine zu Hause gesoffen. Da ist es schwer, die Orte zu meiden, wo man immer gesoffen hat. Ich habe mir meine nüchterne Zone in meinem Kopf geschaffen. Das macht mich unabhängig von anderen Menschen und Orten.
Als ich hier vor etwas mehr als 4 Jahren ankam, war ich etwas älter als du es jetzt bist.
Ich habe meinen nüchternen Weg gefunden, indem ich offen war für das, was hier geschrieben wird und auch viel hinterfragt habe. Ich habe mitgenommen, was für mich passte, habe liegen gelassen, was in dem Moment nicht so zu mir passte und habe mich immer mal wieder umgeschaut, ob etwas Liegengelassene nicht doch passen könnte.
Ich wünsche dir hier einen hilfreichen Austausch.
Willkommen zurück seb24
Leider kam die Abwärtsspirale in Form eines Rückfalls und es wurde immer schlimmer und heftiger. Ich hatte mir tatsächlich auch, wie so viele, eingebildet ich kann das kontrollieren.
Danke, dass du das so offen hier schreiben kannst.
Ein Alkoholiker kann niemals wieder seinen Alkoholkonsum kontrollieren. Deshalb ist es ja auch so wichtig, sich selbst als Alkoholiker zu sehen, seine Krankheit, die Alkoholsucht, anzunehmen und zu akzeptieren, dass das jetzt und für immer so ist, wie es ist.
Die Alkoholsucht bleibt ja für immer da, sie geht nie wieder weg.
Inzwischen bin ich seit ca. Eineinhalb Jahren trocken und kurz vor dem letzten Schritt, dass alles fast wieder wie früher ist...wie früher, als ich der Krankheit Alkoholsucht noch nicht verfallen war.
Das freut mich.
Hast du in den letzten eineinhalb Jahren eine reale SHG besucht?
Da sprichst du mir voll und ganz aus dem Herzen, Carl Friedrich .
Für mich ist ein Rückfall ein Rückfall und gehört keineswegs ‚dazu‘.
Ich möchte mir diese Einstellung auch bewahren, denn ein Rückfall kann auch sehr schnell das Todesurteil bedeuten.