Wundert mich auch. Hier ist zu prüfen ob es Physische oder Psychische Probleme sind. Ich hoffe, dass deine Ärztin da fit ist . Ansonsten nach dem Ausscheidungsprinzip arbeiten.
Lebensmut74 - Leben ich bin wieder da
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Hab heute mit meiner Ärztin telefoniert Sie tippt darauf, dass es an meiner Diät liegt. Ich hab Kohlenhydrate gecancelt. Diese sind aber notwendig für die Bildung von Melatonin.
Ich stell meinen Ernährungsplan jetzt mal ein bisschen um, vielleicht war das des Rätsels Lösung. Was es alles gibt.....
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Bloß keine Experimente oder Crash-Diäten! Denk dran: Erst kommt die Abstinenz, und alles andere, wenn überhaupt, nach und nach ...
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Erst kommt die Abstinenz, und alles andere, wenn überhaupt, nach und nach
Ich denke, dass der Weg den ich eingeschlagen habe für mich richtig ist. Jeder trockene Tag ist ein wundervoller Tag. Das ich jetzt nicht nur im Gesicht frischer aussehe sondern mein Körper sich auch sehr verändert, ist für mich ein großes Glück. Aber ich bleibe achtsam.
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Das ich jetzt nicht nur im Gesicht frischer aussehe sondern mein Körper sich auch sehr verändert, ist für mich ein großes Glück.
Es motiviert mich ebenfalls sehr, wenn ich in den Spiegel schaue und sehe, wie sich mein Gesicht verändert, auch wenn ich bislang nicht abgenommen habe. Das Aufgedunsene geht nach und nach weg, der Ausdruck meiner Augen ist so ungewöhnlich wach. Manchmal habe ich das Gefühl, ich sehe in die Augen meines jugendlichen Ichs.
Aber ja, auch ich bleibe achtsam.
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Mein Augenweiss hatte bereits einen gelben Ton, meine Haut war richtig schlecht, aufgedunsen im Gesicht, Schweissausbrüche, blutiges Magengeschwür, Leberwerte katastrophal, Panikattacken ausgelöst durch die Entzugserscheinungen tagsüber, bis ich bereits morgens 10 Minuten nach dem Aufstehen angefangen hab, etwas zu trinken, damit ich den Tag überhaupt anfangen kann, ohne zu zittern (während ich die Schulbrote für die Kids machen musste).
Das klingt schlimm, wenn ich das jetzt aufschreibe. Meine Motivation war, nicht mit 40 am Alkohol zu sterben. Heute schau ich mich wieder gerne im Spiegel an, esse gesünder, hab nebenbei auch ordentlich abgenommen, schlafe wieder durch und hab Top-Werte. Gib dir Zeit und freu dich, dass du dich überhaupt auf den Weg gemacht hast. Das alleine motiviert doch total oder?
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Gib dir Zeit und freu dich, dass du dich überhaupt auf den Weg gemacht hast. Das alleine motiviert doch total oder?
Genau das sind meine Gedanken, wenn ich hier davon lese, dass ‚parallel neben‘ des Nüchternwerdens viele andere Projekte in Angriff genommen werden.
Nüchternwerden war bei mir ein Vollzeitjob…und es war ein Prozess. Wie auch die inneren und äußeren Veränderungen ein Prozess waren.
Klar, das Ändern von Gewohnheiten gehört dazu. Und jede Veränderung zieht eine weitere Veränderung mit sich.
Und es ist auch total schön, die Veränderungen im eigenen Gesicht, in den eigenen Augen und vielleicht am gesamten Äußeren zu sehen. Aber die Veränderungen, die in meinem Inneren passierten, waren und sind mir persönlich das Allerwichtigste und das Allerschönste überhaupt. Das ‚Außen‘ ist nur außen. Mich als Mensch wieder zu lieben machten meinen inneren Veränderungen möglich. -
‚parallel neben‘ des Nüchternwerdens
Das ist für mich ein Projekt! Meine Blutwerte waren auf Grund von Alkohol und extrem hohen Übergewicht katastrophal. Was ist an einer Ernährungsumstellung jetzt bitte falsch? Ich bin abstinent, bewege mich mehr und achte auf meine Ernährung, thats it. Hier purzeln die Pfunde von allein. Da darf man sich schon ein bisschen freuen, oder?
Kohlenhydrate fast ganz wegzulassen war vielleicht ein Fehler, habe ich kapiert. Ich habe aber nie gehungert sondern viele andere gesunde Sachen gegessen, so dass der Kalorienumsatz gepasst hat. Die Auseinandersetzung mit meinem Körper sowohl innerlich als auch äußerlich, sehe ich als Fortschritt um mit meiner Alkoholkrankheit abstinent leben zu können.
Was ich als zusätzliches Projekt ansehen würde, wäre jetzt noch mit dem Rauchen aufzuhören. Da bin ich clever genug, dass mich das maßlos überfordern würde.
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Was ist an einer Ernährungsumstellung jetzt bitte falsch?
Erstmal ja gar nix.
Ich habe auch nicht gemeint, dass an daran irgendwas falsch wäre.
Vielmehr finde ich, dass die oberste Priorität das Nüchternsein ist. Denn das ist der Beginn … und das Ende…. von allem anderen.
Meine Gesanken drehten sich in der Anfangszeit mehr darum, dass ich auf jeden Fall keinen Alkohol kaufe, keinen Alkohol trinke ….. -
Meine Erfahrung war, dass ich es in den ersten drei Monaten einfach habe "laufen lassen". Geschlafen, wenn müde, nicht geärgert, wenn ich es nicht konnte - einfach hingenommen. Dto bei Hunger & Durst.
Kein Projekt. Einfach nur das Ziel im Auge: Abstand vom Alk um jeden Preis - und das zu Beginn mit vollem Willenseinsatz.
Manches hat mich genervt, meine Sinne schienen oder waren gefühlt überspitzt aktiv. Mein inneres Motto war: alles registrieren und die neue Feinheit genießen. Manches hat mich schnell geärgert und zu übertriebenem Urteil verführt. Ich habe es gedacht, mir gemerkt aber konsequent die Klappe gehalten, weil ich, anders als üblich, schnell gereizt war und gefühlt zu extrem in meinem Urteil.
Ich kann mich gar nicht erinnern, wie es mit dem Hunger war. Mein Gewicht war mir zunächst völlig egal. Eine deutliche Gewichtsreduzierung setzte "automatisch", aber verzögert, nach ca. 2..3 Monaten ein; habe es nicht exakt verfolgt. Nach einem halben Jahr ging es wieder etwas höher.
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auf jeden Fall keinen Alkohol kaufe, keinen Alkohol trinke
Vielleicht ist da jeder ein bisschen anders. Für mich ist abgespeichert "nie wieder Alkohol" und arbeite jetzt daran meinem Leben neue Strukturen zu geben. Ich hab mich viel mit mir selbst beschäftigt, warum, wieso , weshalb alles so kam wie es kam. Alkohol hatte mir in jungen Jahren als übergewichtige Frau viel Selbstbewusstsein gegeben , ich war die "lustige Dicke" und immer im Mittelpunkt. Ich bekam was ich wollte/brauchte. Das hat sich eingeprägt.
Mit steigendem Alter wird einem bewusst. dass dies ein trügerisches Bild war. Selbstbewusst bin ich jetzt auch ohne Alkohol, der Druck "schön" zu sein bzw. einem Idealbild zu entsprechen sind ,dem Wunsch ein gesundes und noch hoffentlich langes Leben zu führen, gewichen.
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Ich war im ersten trockenen Jahr nicht streng mit mir, was das Essen betraf. Ich habe mir süßes gegönnt und Cola getrunken. Durch weglassen des Alkohol habe ich so viele Kalorien gespart, da war das nicht so schlimm. Im Jahr darauf wurde ich wieder strenger mit mir. Ab da habe ich kontinuierlich abgenommen, ohne etwas dazu beizutragen. Am Anfang hatte ich aber alles, wirklich alles auf meine Abstinens ausgerichtet und geschaut, das es mir dabei gut geht und ich mich wohl fühle.
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das es mir dabei gut geht und ich mich wohl fühle
Und genau das ist doch das Wichtigste
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dass ‚parallel neben‘ des Nüchternwerdens viele andere Projekte in Angriff genommen werden
Guten Morgen,
Ich finde es wichtig, sich neue Projekte zu Überlegen und diese anzugreifen. Nicht zu viel auf einmal, aber z.b. ein neues Hobby, oder ein altes wieder aufleben lassen, ist sehr hilfreich. Ich hatte plötzlich sehr viel mehr Zeit, und es war vor allem am Anfang extrem wichtig für mich, eine "Ablenkung" und keine Langeweile zu haben.
Wenn man die Zeit dazu nutzt, um sich über seine Ernährung Gedanken zu machen, finde ich das Top. Man ist ja eh dabei, durch die Abstinenz seine gewohnte "Ernährung" über Bord zu werfen, warum dann nicht gleich da anknüpfen.
Ich konnte in der Langzeittherapie viel ausprobieren. Da war ein sehr gutes und großes Angebot an Freizeitgestaltungen angeboten. Es ist zwar am Ende nichts davon geworden, aber interessant war's allemal und hat mir eben gezeigt, dass es für mich wichtig ist keine Langeweile aufkommen zu lassen und eine Beschäftigung/Projekt zu haben. Abstinenz und Trocken bleiben ist natürlich mein persönliches prio 1 Projekt, und ich beschäftige mich sehr viel mit dem Thema, daneben ist es auch sehr schön weitere Projekte und Aufgaben zu haben, denen man sich jederzeit auch widmen kann.
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Ich habe sehr viele Interessen, unternehme sehr viel und bin allgemein ein begeisterungsfähiger Mensch. Diese Eigenschaft hat mir beim trocken werden sehr geholfen. Ich war vor der Entgiftung fast nicht mehr in der Lage, diesen Hobbys uns Interessen nachzukommen. Es war für mich ein tolles Gefühl, wieder voll da zu sein und diesen nachgehen zu können. Es ist sicherlich sehr von Vorteil, nach der Entgiftung sehr genau zu wissen, was ich mit mir anfangen kann und mich in dieser Hinsicht auch gut vorzubereiten. Denn sicherlich ist nichts für einen gerade trockenen Alkoholiker gefährlicher als Langeweile.
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Lebensmut74 ich habe jetzt erst Deinen Thread vollständig gelesen.
Auch wenn ich Newbie bin, möchte ich zu der Situation mit Deinem Mann etwas bemerken.
Ich habe meinen Freund rausgeschmissen, weil er sehr viel getrunken hat und ich das selbst als Alkoholiker nicht mehr ertragen konnte, denn ich wollte trocken werden . Dabei weiß ich gar nicht, ob ich der Auslöser für ihn war, Co-Abhängiger zu werden (als ich ihn kennenlernte, trank er fast nichts) oder ob ich meine Sauferei verschlimmert habe als Co-Abhängige. Vielleicht beides? Toxische Wechselwirkung par excellence.
Meine Vorsätze, nichts mehr zu trinken, wurden immer wieder zunichte gemacht, die Verlockung war im Haus, und ein Saufkumpane, den ich im nüchternen Zustand zwar nicht mehr ertrug , war in schwachen Momenten auch da. Also warum nicht was zusammen trinken?
Lange Rede, kurzer Sinn: es kostet Dich doch bestimmt noch mehr Kraft, abstinent zu bleiben, auch wenn es vielleicht nur unbewusst ist? Das Rückfallgespenst ist in den ersten Monaten präsent. Bitte denk an Dich, verwende die Kraft für Dich.
Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen. Aber ich kann sagen, ich habe 1 Jahr lang gekämpft mit meinem Freund. Ich wollte, dass wir beide aufhören. Aber da er ja kein Problem hat, wurde es immer schlimmer.
Der einzige Weg ist meines Erachtens ein alkoholfreies Zuhause.
Ich wünsche Dir, dass alles so klappt, wie Du es Dir wünschst. Ich möchte Dich auch nicht herunterziehen. Aber er ist eine Gefahr für Deine Abstinenz.
Alles Liebe
UR
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Aber er ist eine Gefahr für Deine Abstinenz
Dessen bin ich mir bewusst. Danke für deine einfühlsamen Worte.
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Ich finde es wichtig, sich neue Projekte zu Überlegen und diese anzugreifen. Nicht zu viel auf einmal, aber z.b. ein neues Hobby, oder ein altes wieder aufleben lassen, ist sehr hilfreich. Ich hatte plötzlich sehr viel mehr Zeit, und es war vor allem am Anfang extrem wichtig für mich, eine "Ablenkung" und keine Langeweile zu haben.
Genau das meinte ich doch: Nicht zu viel auf einmal.
Natürlich krempelt sich das gesamte Leben um. Da ist ja auch auf einmal so viel Zeit da, die gefüllt werden will.
Ich habe in der Anfangszeit meine gesamte Wohnung umgekrempelt, alle Schränke ausgeräumt und angefangen, auszusortieren. Einfach, weil mir das so ein großes Bedürfnis war…..aufräumen und aussortieren ….im Außen. Und auch, weil ich die Zeit füllen wollte.
Wenn ich was tue, saufe ich nicht und wenn ich mir über jeden einzelnen Gegenstand in meiner Wohnung Gedanken mache, denke ich nicht an Alkohol. Das kam aber richtig bewusst erst später bei mir so auch an.
Ich hatte auch ein ordentliches Übergewicht. Zeitgleich mit dem Nüchternwerden auch noch bewusst mein Gewicht in Angriff zu nehmen, hätte mich sicher überfordert. Genauso, wie ich nicht zeitgleich hätte mich dem Rauchen aufhören wollen.
Einfach, weil mit dem Weglassen des Alkohols ja schon eine Menge nicht mehr in den Mund konnte. Dann in dieser Situation auch noch auf viele andere Dinge achten zu müssen, die da jetzt nicht in den Mund sollten, wäre mir zu anstrengend geworden.
Ich habe unter meiner Alkoholsucht gelitten und ich habe auch unter meinem Übergewicht gelitten. Die Gefahr der Prioritätenverschiebung wäre mir zu groß gewesen, als das ich mich hätte auf beides gleichermaßen gut konzentrieren zu können.Nüchternwerden ist ja nicht mit dem Weglassen des letzten Glases abgeschlossen.
Hier beraten wir ja auch nicht einander.
Es ist immer nur ein Erzählen ,so habe ich das gemacht.‘Ich habe anfangs hier so viel gelesen, nicht alles passte für mich, muss es ja aber auch nicht, aber ich habe über (fast) alles nachgedacht und geschaut, ob dies oder jenes zu meinem Weg passen könnte. Auch später immer mal wieder.
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Hier beraten wir ja auch nicht einander.
Es ist immer nur ein Erzählen ,so habe ich das gemacht.‘Ich möchte mich bei dir entschuldigen, dass ich so angegriffen reagiert habe. Du sprichst von deiner eigenen Erfahrung und ich hab das als "ich mach es komplett falsch" interpretiert. Ich habe natürlich über deinen Beitrag nachgedacht und klar Prio1 ist Abstinenz. Mir geht es aber gerade so wunderbar mit Abstinenz und abnehmen. Ich kann wieder Auto fahren wann ich will, ich pass in alte Klamotten, ich seh gesünder aus... die Liste ist unendlich lang.
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Alles gut Lebensmut74 .
Hier ist ja nur das geschriebene Wort. Das kann sehr schnell auch mal komplett anders ankommen als es beim Schreiben gedacht war.
Ich habe mich hier anfangs oft ‚bevormundet‘ gefühlt und oft gedacht: Mir geht’s so super. Warum wird hier alles infrage gestellt‘ was ich mache oder nicht mache?
Es dauerte eine Weile, bis ich erkannt habe, dass das gar nicht so ist.
Hier nehmen sich die Leute Zeit, andere Beiträge zu lesen und ihre Gedanken dazu hier zu lassen. Niemand hat ein Interesse daran, anderen das Leben schwer zu machen.
Ich bin jetzt 4 Jahre und 4 Monate nüchtern.
Und genau so lange lese ich hier und lasse meine Gedanken hier.
Das tut gut und von Anfang an war mir klar: Ich muss einen Weg für mich finden, den ich auch gehen kann. Da waren und sind die Erfahrungen derjenigen , die ihren nüchternen Weg schon so lange gehen, eine große Hilfe.
Oft war sogar der ‚Gegenwind‘ hilfreicher als das lobende ‚über‘s Köpfchen streicheln‘.Mir geht es aber gerade so wunderbar mit Abstinenz und abnehmen. Ich kann wieder Auto fahren wann ich will, ich pass in alte Klamotten, ich seh gesünder aus... die Liste ist unendlich lang.
Das ist doch wunderbar. Und wenn beides so super nebeneinander funktioniert, ist das doch prima.
Ich wünsche dir, dass deine Liste noch viel länger wird und ich wünsche dir, dass du nie vergisst, dass alles nur so gut sein kann, weil du nüchtern bist.
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