Beiträge von Stern

    Es wäre jetzt müßig, darüber zu philosophieren, ob das nun physisch oder psychisch ist, ist das Hirn ja auch ein Teil des Körpers.

    Ja, nur gut. Obwohl, bei manchen habe ich doch manchmal den Eindruck, das Hirn läuft 2 m hinter dem Körper…. 🤪

    Zum eigentlichen Thema muss ich noch nachdenken. 🤔

    Alex, so habe dich auch verstanden. Ich habe das auch erst hier im Forum gelernt. Und heute weiß ich das und habe beim Zahnarzt auch gesagt, dass ich Alkoholiker bin. Aber der hat schon lange nix mehr spritzen müssen, nur gucken. 😀

    Die Erfahrung, dass Spritzen nicht so gut wirken, musste ich auch machen. Damals habe ich das allerdings nicht mit meinem Alkoholkonsum in Verbindung gebracht und natürlich beim Zahnarzt auch nicht gesagt, dass ich saufe. Ich dachte, ich bin einfach nur ein Weichei. Der musste aber echt immer wieder nachspritzen und weh getan hat es trotzdem.

    Ich bin auch überhaupt nicht tolerant, wenn es um Schmerzen geht.

    Hallo Siegrid,

    21 Tage sind 3 nüchterne Wochen 😀 Das ist super.

    Ich lese hier auch sehr viel und konnte mich in vielen Beiträgen auch wiederfinden. Hier zu sehen, dass ich nicht alleine bin und dass ich nicht die einzige Frau auf der Welt bin, die abhängig gesoffen hat, hat mir sehr geholfen, aus diesem ‚ich will nicht mehr saufen‘ ein ‚ich werde nicht mehr saufen‘ zu machen.

    Natürlich merken wir nüchtern noch viel mehr, dass Alkohol überall präsent ist. Er wird auch immer präsent bleiben. Alkohol verschwindet nicht, nur weil wir ihn nicht mehr trinken.

    Und es gibt ja auch genügend Leute, die ein Glas Alkohol tatsächlich genießen können. Ich habe mir klar gemacht, dass ich das nicht kann und dass ich nie wieder Alkohol trinken kann, egal, was andere können oder machen.

    Schön, dass du wieder ein Buch lesen magst 😀 Dabei ist der Kopf beschäftigt und die Gedanken können nicht um Alkohol kreisen.

    Der "Freizeitbereich" ist nur für Mitglieder des Geschützten Forenbereichs einsehbar.

    Wollts nur kurz erwähnt haben, ehe Du Dir nen Wolf suchst :wink:

    Oh. Sorry, das wusste ich gar nicht. Dann kannst du das natürlich nicht finden.

    Aber vielleicht kannst du ja trotzdem das Malen auch wieder für dich gewinnen. Ich finde ja, das macht wirklich den Kopf frei. Und den Kopf frei kriegen ist ja doch recht wichtig, gerade, wenn du ja nun ganz viel Zeit hat. 😀

    Für einen Rückfall gibt es immer ein Grund. Es kommt meist zuvor, zu einem (schleichenden) Verhaltensrückfall. Sprich, es werden wieder alte Gewohnheiten angenommen, höhere Risiken eingegangen, weil man sich durch die langen Jahre sich stabil fühlt. Die eigene Nachsorge wird vernachlässigt. Den Austausch darüber wird nur noch oberflächlich.

    Vermutlich gibt es für einen Rückfall immer einen Grund. Für so ziemlich alles, was mir machen, gibt es einen Grund 🤔.

    Aber was bedeutet denn hier konkret ‚Den Austausch darüber wird nur noch oberflächlich.‘?

    Hallo Siegrid,

    auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum und herzlichen Glückwunsch zu nun schon 14 nüchternen Tagen.

    Das Problem ist aber auch, dass ich gerade in "meiner sicheren Burg" getrunken habe und nicht in der Öffentlichkeit.

    Ich habe auch nur zu Hause getrunken, nie in der Öffentlichkeit.

    Da haben die Worte ,die Sauf-Örtlichkeiten meiden‘ noch mal ne ganz andere Bedeutung, zumindest, wenn man nicht umziehen will.

    Ich habe die ersten Wochen erstmal ordentlich aufgeräumt, mich von vielem getrennt, was seit Jahren ungenutzt und unbeachtet in, auf und vor den Schränken lag und mir so Platz und ein gemütliches Zuhause geschaffen. Das hat kein Geld gekostet, lediglich Zeit ….und die hatte ja nun genug.


    Du hast hier geschrieben, dass du seit Mai in Rente bist und dir nun wegen der fehlenden Arbeit etwas Struktur in deinem Tagesablauf fehlt.

    Nur kurz- gestern abend war nicht so gut, kam mir ohne " Die Alk Entspannung" sehr elend vor, TV-langweilig- lesen keine konzentration, malen viel zu spät und und - jammerjammer bin ich schon um 21.00 ins Bett und fast gleich eingeschlafen.

    ‚malen viel zu spät‘ ist mir direkt ins Auge gesprungen.

    Hast du schon im Freizeitbereich unseren ‚Malen zur Entspannung-Thread‘ entdeckt?

    Mir macht das malen inzwischen wieder unheimlich viel Freude.

    Am Anfang meines nüchternes Lebens war der Tag auch sehr lang. Heute, nach über einem Jahr, fehlen mir jeden Tag gefühlt 4 Stunden für all das, was ich gerne machen würde.

    Komme in Ruhe hier an und freue dich auf dein neues nüchternes Leben, das wird phantastisch 😀.

    Ich werde mich gleich mal rasieren und mir was Hübsches anziehen. Wenn's mir schon blöd geht, will ich wenigstens gut aussehen.

    Und, siehst du gut aus? 😀

    Schau dich an und bestimmt geht es dir dann bald besser.

    Manchmal muss man einfach aushalten oder abwarten. Wenn es allerdings nicht besser wird, trotz gut aussehen, meine ich 🤪…. gehe bitte zum Arzt.

    Vielen Dank für deinen offenen Beitrag.

    Ein trauriger Anlass, sich hier mal wieder hier zu melden, aber es ist gut, dass du hier davon geschrieben hast und du dich nun auch nicht in Selbstmitleid verlierst.

    Es ist ja nun mal so, dass wir immer alkoholkrank bleiben werden. Immer. Dass die Sucht einen sofort wieder in den Krallen hat und mal irgendwann ein oder zwei Gläser Alkohol eben nicht gehen, hast du nun leider schmerzhaft erfahren.

    Aber nun heißt es: Aufstehen und gucken, warum du nun plötzlich der Meinung warst, wieder ‚normal trinken‘ zu können, obwohl du doch weißt, dass wir nie wieder ‚normal trinken‘ können. Oder war das gar nicht ‚plötzlich‘‘?

    Dass du mit deiner Frau darüber reden willst, finde ich gut und richtig. Aber wieder nüchtern bleiben musst du alleine.

    Mir persönlich war und ist es wurscht, was für ein Säufer ich war.

    Fakt ist, ich musste aufhören zu saufen, um die Krankheit zu stoppen. Und Fakt ist, wenn ich das erste Glas nicht stehen lasse, saufe ich bald wieder genauso viel wie vorher, vermutlich sogar noch mehr. Und dann ist es auch wurscht, ob Alpha, Gamma, Delta ….. Für uns Alkoholiker ist Alkohol der Abgrund, egal wie hübsch sortiert man das bezeichnet.

    Ich denke, diese Typisierung ist eher sogar nachteilig für den Betroffenen, weil das vielleicht suggerieren könnte, das es je nach Trinkertyp dann ja auch individuelle Wege aus der Sucht geben könnte.

    Es gibt nicht nur einen Weg, aber eben auch nicht hunderte.

    Das sehe ich genau so.

    Hallo Mond,

    Herzlich willkommen und herzlichen Glückwunsch zu 2 nüchternen Monaten.

    Ich hatte nach Feierabend jeden Tag den gleichen Trott. Schnell nach Hause maximal kurz einkaufen, damit es nicht so auffällig ist, zu den Weinflaschen noch ein paar harmlose Lebensmittel in den Korb. Zu Hause angekommen gerade so die Jacke ausgezogen und dann der erste Schluck zur Belohnung…

    Genau so war es bei mir auch.

    Nur nicht ‚zur Belohnung‘. Oft hatte ich die Jacke noch nicht mal ausgezogen als ich die erste Flasche Wein noch im Flur halb leer hatte. Aber das war nicht zur Belohnung. Vielleicht war es noch nicht mal Gewohnheit. Das war, um die Sucht zu bedienen…um ganz schnell diese innere Unruhe loszuwerden …. um den Puls zu normalisieren….

    Bitte gebt mir ganz viel Tipps das ich den Supermarkt nicht anfahre.

    Ich war selten einkaufen, den Einkaufszettel habe ich so geschrieben wie der Supermarkt eingerichtet ist. So konnte ich stur durch die Regalreihen rennen, nicht nach links und nicht nach rechts gucken, den Einkaufswagen vollkrachen, obendrauf ne Packung Eis und ein bunter Blumenstrauß. Und dann habe ich die ersten Male jemanden mitgenommen zum Einkaufen.

    In den letzten 2 Monaten (seit ich abstinent) habe ich wirklich nur positive Äußerungen zu meinem Auftreten und meiner Ausstrahlung bekommen.

    Lies das noch mal 😀 Ist das nicht phantastisch?

    Ich denke dann, wenn du eh alles verloren hast, kannst du auch trinken

    Egal, was dir dein Suchthirn einreden will: Du hast nicht alles verloren.

    Du hast schon 2 Monate die Freiheit kennenlernen dürfen, die du so lange nicht hattest. Zu lange warst du gefangen in der Suchtspirale. Und jetzt hast du den Ausgang gefunden. Nüchtern hast du die Freiheit entscheiden zu können, was du trinkst und was du nicht trinkst. Nach einem Glas Alkohol kannst du das nicht mehr. Setzte diese Freiheit nicht auf‘s Spiel.

    Mir hilft auch der Gedanke, dass ich gegen den Alkohol nicht gewinnen kann. Er ist stärker. Immer.

    Ich fühle mich ja auch alleine sehr gut, aber hier in der Gruppe finde ich Ansprechpartner für das Thema Alkoholsucht, die ich in meinem Umfeld nicht so habe.

    immer als solokämpfer wird auch manches mal eintönig.

    Liegt die Betonung bei ‚Solokämpfer‘ auf ‚Solo‘ oder ‚Kämpfer‘?

    Ich stelle mir das anstrengend vor, wenn du nach so langer Zeit (noch) ‚kämpfen‘ müsstest. 🤔

    8 nüchterne Jahre sind super 👍, herzlichen Glückwunsch.

    Warum suchst du nach so langer Zeit nach einem Onlineforum?

    Warst oder bist du auch noch in einer realen SHG?

    Nein, ich bin nicht neugierig, aber das finde ich doch echt spannend.