Beiträge von Evelin

    Hallo liebes Forum,

    es gibt mich noch und ich freue mich, dass ich gerade beim „Stöbern“ einige Namen gelesen habe, die ich noch kenne!

    Die Zeit vergeht wie im Flug, ich lebe und liebe mein buntes Leben - und habe dabei ganz meinen Jahrestag verschlafen😂

    Ich hatte einen sehr intensiven Bergsommer mit vielen tollen Touren - mein erster 4.000er war auch mit dabei!

    Ich bin sehr dankbar, dass es alles so gut geklappt hat, weil den Bergen mein Herz gehört und ich dort auch öfters auf Hütten übernachte und dort natürlich Alkohol konsumiert wird. Und es ist nicht immer möglich eben nicht mit am Tisch zu sitzen, vor allem weil es eigentlich immer feste Essenszeiten gibt. Ich bin das Risiko eingegangen, zumal,ich mich sehr stabil gefühlt habe. Oft war ich nur kurz zum Essen in der Stube, habe mich nach draußen oder in Nebenräume zurückgezogen, was sehr schön war, weil ich viele Menschen auf engem Raum sowieso nicht mag.

    Und es war eigentlich auch kein Problem: Ich bin dem Alkohol innerlich so fern… Ich gehe einkaufen ohne einen Gedanken daran, ich kann essen gehen und es ist egal, was die anderen trinken. Wennich Betrunkenen begegne bin ich voller Dankbarkeit, dass ich deren Kater - und natürlich auch meine Kater 🐈‍⬛- nicht aushalten muss!

    Anfangs habe ich mich definitiv „nur“ als abstinent gefühlt - inzwischen kann ich mir ganz vorsichtig sagen ich bin trocken. Dem füge ich gedanklich ganz gerne hinzu: Alkoholiker! Also trockener Alkoholiker, damit ich das ja nie vergesse.

    Ich wünsche euch allen eine friedliche Adventszeit!


    Eure Evelin

    Auch von mir noch: herzliche Gratulation zu 9 Monaten Abstinenz!


    Es liest sich sooo schön, was du schreibst, und ich kann mich in Einigem wiederfinden!

    Danke für deine Worte und liebe Grüße


    Evelin

    Hallo Gandolf,

    irgendwie hören sich deine Aussagen „wackelig“ an. Ich habe nicht das Gefühl, dass du konkrete Dinge unternimmst, um dich selbst bei deiner Abstinenz zu unterstützen.

    Was ist dein Plan? Sport ist ja an sich sehr gut, aber wie willst du die Verknüpfung mit Alkohol (als Belohnung?) lösen? Welche Beschäftigungen gibt es, die nicht mit Alkohol verknüpft sind? Kannst du die ausbauen?

    Ich kann mir vorstellen, dass noch sehr viel bei dir ansteht, damit du dauerhaft abstinent bleiben kannst.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute auf deinem Weg!

    Grüße

    Evelin

    Liebe Caro,

    Diesmal fällt es mir nicht so leicht aus den Tief raus. Immer einen Schritt vor dem anderen.

    Wie gut ich dein Gefühl nachvollziehen kann….

    Ich hatte in den letzten Wochen auch ganz tief im Tief festgesessen… Mir hat es geholfen trotzdem immer wieder kleine Schritte zu machen, manchmal denke ich mir auch „Ich tue jetzt mal so, als sei ich gut drauf“, lächle mich im Spiegel an….. so blöd das alles klingt: mir hilft das tatsächlich ein Stück weit - nach dem Motto: „ If you‘re going through hell, keep on going“


    Viel Kraft wünsche ich dir!

    Evelin

    Hallo liebes Forum,


    also ich denke ich bin stimmungsmäßig aus dem Gröbsten raus! Meine Arbeit hat heute wieder begonnen, was mir sehr gut tut!


    Alkoholmäßig ist auch alles im grünen Bereich. Für Samstag hat ein Kollege zum Polterabend eingeladen: Ich werde vermutlich nicht hingehen. Gar nicht unbedingt weil ich Angst vor Saufdruck habe, sondern weil ich einfach keine Lust auf lauter betrunkene Menschen und so viel Lärm habe!

    Ich glaube das ist so eine Veränderung, die hier oft angedeutet wird: Zu Beginn meiner Abstinenz hätte ich es als schlimm empfunden, dass ich bei solch einer Veranstaltung nicht mehr dabei sein „darf“ - heute habe ich einfach keine Lust mehr mich so etwas auszusetzen!

    Gute Nacht!

    Evelin

    Ganz lieben Dank an euch für eure Wort - ich bin sehr berührt!

    Bist Du noch bei Deiner Psychotherapeutin in Behandlung? Eventuell auch bei einem Psychiater?

    Ja, ich bin nach wie vor in Behandlung - habe aber erst nächsten Freitag wieder Termin!

    Das Loch, die Lücke, welche Du mit Alkohol füllen wolltest ist ja wahrscheinlich noch da, oder?

    Das zeitliche Loch (also das, das durch die frei gewordene Zeit entstanden ist) ist gut gefüllt: ich habe in den letzten 1,5 Jahren zwei Ausbildungen gemacht, durch die ich ehrenamtlich tätig sein kann, habe bei der Arbeit zusätzliche Aufgaben übernommen, die mich interessieren, habe ein super Netzwerk von netten Menschen, mit denen ich klettern gehe, in die Berge gehe…. Alles wunderbare Zeitfüller…. Problematischer ist das „seelische“ Loch… all das, was ich mache, mache ich weil es mir Spaß macht, ABER AUCH weil ich vor den Gefühlen weglaufe - ich kann mich denen nicht stellen, vermutlich weil ich Angst vor dem Schmerz habe… und ich weiß ja, dass ich auf Dauer nicht weglaufen kann…..Ich glaube ich habe hier selbst mal geschrieben, dass jedes Gefühl gesehen werden will, wie ein Kind, und wenn man es ignoriert schreit es so laut, bis man eben reagiert….

    Vielleicht kannst Du jetzt gar nichts damit anfangen. Ich habe mir vorher Deinen Thread durchgelesen und irgendwie hat mich das dazu angeregt, Dir hier von mir zu schreiben.

    Vielen Dank dafür, es ist sehr schön das zu lesen!

    Das Loch, die Lücke, welche Du mit Alkohol füllen wolltest ist ja wahrscheinlich noch da, oder?

    Ich habe ‚mein Zufriedensein‘ in mir drin gefunden. ‚In mir drin‘ ist immer da. Bei jedem Wetter

    Wie schön sich das anhört - die Worte bringen mich gerade zum Lächeln, weil ich mich daran erinnere, dass ich dieses Gefühl auch schon gehabt habe - somit kann ich mich da auch wieder hinbewegen!

    Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag, hoffentlich ohne Überschwemmungen …. Ich wohne im Süden und es ist richtig heftig im Umland…

    Grüße


    Evelin

    Liebes Forum,

    mir geht es die letzten beiden Wochen richtig dreckig… Ich hänge ganz tief in einer depressiven Phase - so langsam habe ich das Gefühl, dass ich anfange aus meinem Loch rauszukriechen…

    In abgeschwächter Form kenne ich es: Solange ich im Alltag eingebunden bin, am Laufen bin, keine Zeit habe innezuhalten und nachzudenken, solange ist auch kein Raum um abzustürzen…. Aber dass es diesmal so,stark bergab geht….
    Ich nehme mal an, dass hat auch damit zu tun, dass meine beiden Kinder an ihren Studienorten sind, die eine kommt nur noch alle zwei bis drei Monate heim. Die andere ist zwar regelmäßig hier, aber auch nicht zuhause, sondern eher beim Freund….

    Das ganze Sein fühlt sich dann nur sinnlos an, zumal, es auch noch fast durchgehend regnet, so dass ich nicht in die Berge kann, was mir immer sehr viel positive Energie bringt… jemand hatte hier vorhin geschrieben, dass ihr der Sport fehlt … das kann ich so gut nachvollziehen: Sport ist das beste Antidepressivum! Aber gerade schaffe ich auch das kaum…

    Irgendwie hat das alles garnichts mit Alkohol zu tun…. Aber ich bin dankbar, dass Alkohol überhaupt keine Thema ist - er interessiert mich einfach nicht…

    Danke, dass ihr mein „Jammern“ lest!

    Grüße

    Evelin

    Der eine verträgt es, den anderen treibt es in den Rückfall.

    Für,mich wäre die Psyche entscheidend…. Ich glaub in dem Moment, in dem ich es wüsste, würde ich Panik schieben…insofern wäre ich auch extrem wachsam… wenn ich es auch nicht immer schaffe….

    Habe neulich eine Lindt-Pralinenpackung geschenkt bekommen, erst habe ich wahllos drauf losgegessen, bis mir einfiel, dass da ja auch Alkohol drinnen sein könnte…. hat mich ziemlich erschreckt, vor allem, dass ich so unachtsam war. Sie waren zum Glück alle ohne Alkohol