Beiträge von Hartmut

    Bitte erlaube mir eine Anmerkung dazu

    Deswegen sind wir hier, um uns auf Augenhöhe auszutauschen. ;) Und ich finde es immer gut, egal was geschrieben wird, es hier zur Ansicht zu stellen.

    Am Ende zählt nicht, was ich denke, sondern was jeder für sich aus dem Austausch mitnimmt und umsetzt. Ich muss mich weder einigen noch jemanden überzeugen oder irgendwas durchdrücken, das habe ich hier ziemlich schnell gelernt.

    Damals dachte ich noch, ich müsste den Langzeittrockenen irgendeinen Leistungsnachweis anbieten. Nö. Darum geht’s nicht.

    Trocken zu bleiben ist keine Prüfung, kein Orden und kein Ego-Projekt, sondern eine Notwendigkeit. Also mach einfach weiter in deinem Schritt-für-Schritt-Prozess. :)

    Nun mal aus meiner Warte. Der Alkohol ist nicht das Problem. Der macht mir nichts, der rennt mir nicht hinterher, der steht einfach nur da. Das Problem ist das Suchthirn, mal leiser, mal lauter, das mich erinnert: „Sauf doch wieder.“

    Die Sucht kennt ja nur dieses eine Muster, keine Ausreden. Sie beschönigt nichts, sie toleriert nichts. Sie fragt nur: „Wo bleibt mein Stoff.“ Ja, wenn ich mich täglich damit beschäftige, ist Alkohol präsenter. Wenn ich es nicht tue, zieht er sich zurück, was wiederum bedeutet, dass das Suchthirn dies als Motivation nutzt. Wenn ich es dann nicht bemerke, kann ich weniger eingreifen.

    Wenn ich aus voller Überzeugung akzeptiert habe, Alkoholiker zu sein, und es für notwendig halte, trocken zu bleiben – quasi meine Lebensversicherung , dann kann das Saufhirn schreien, wie es will. Es ist da, klar. Aber ohne Zweifel wird es leiser, mit Zweifel wird es schwer.

    Aus meiner Erfahrung braucht es Verständnis, keine kleine oder große Schritte. Das sind für mich Floskeln, hinter denen man sich versteckt. Ich erinnere mich noch, wie es am Anfang war, nicht immer leicht, aber nicht, weil ich mich ständig mit Alkohol beschäftigen musste, sondern weil es einfach ein Prozess ist.

    Es ist kein Sprint, es ist ein Marathon. Und je klarer die eigene Erkenntnis wird, desto weniger Raum bekommt die Sucht.

    Ja gut, aber das, was du machst, ist ein kalter Entzug, und der wird hier im Forum nicht toleriert. Außerdem wollen wir davon auch nichts lesen.

    Der Austausch ist hier auch erst mit einer überwachten Entgiftung oder nach sieben Tagen ohne Alkohol vorgesehen. Es geht nicht darum, dich zu drangsalieren, sondern lediglich um die Erfahrungen, die wir hier gemacht haben.

    Jeder Entzug ist riskant und kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Deshalb raten wir dir dringend, auf Selbstdiagnosen zu verzichten und stattdessen mit einem Arzt zu besprechen, wie eine körperliche Entgiftung bei dir ablaufen sollte.

    Es muss nicht zwingend stationär sein, auch ambulant ist möglich. Und ein Arztbesuch, mal ehrlich, das ist doch schnell erledigt.

    Schau dir dazu mal den Link an.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    ch hätte nach der Nachsorge in eine Selbsthilfegruppe gehen sollen

    Das ist immer so ein Vorhaben, das zwar wichtig ist, aber sehr oft nicht umgesetzt wird.

    Deshalb ist eventuell diese Online‑SHG etwas für dich. Sie ist rund um die Uhr aktiv und nicht an feste Zeiten gebunden. Aber dazu später mehr im Austausch. Hier ist ja der Vorstellungsbereich, da geht es erst einmal um die Basics.

    Dann kennst du auch den Ablauf der körperlichen Entgiftung? Warst du schon beim Arzt und hast das mit ihm besprochen?
    Es ist ja nicht so, dass du der Erste bist, der rückfällig geworden ist.

    Willkommen bei uns in unserer Online-SHG.

    Wäre schön mit euch Erfahrungen auszutauschen.

    Ja, das wäre sicherlich gut.

    Mal ein paar Infos, wie es bei uns hier funktioniert: Hier tauschen sich nur bekennende Alkoholiker aus, die sich als solche benennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Deswegen erst mal direkt und unverblümt. Siehst du dich selbst als Alkoholiker, und ist dein Wunsch eine lebenslange Abstinenz?

    Dann die nächste Frage: Wann hast du das letzte Mal getrunken?

    Es ist spannend zu lesen, welche Dynamik diese einfache -neutrale- Frage ausgelöst hat.

    Spannend ist, dass du es nicht einordnen kannst, nicht willst oder wie auch immer eben nicht möchtest. In der Sucht gibt es keine Erklärung, die allgemeingültig wäre – es gibt nur bestimmte Muster.

    Aber warum trennt er sich nicht vorher oder während der Trinkphase?

    Das ist schon mehrfach erklärt worden, lies es einfach mal nochmal durch.

    Kurz umschreiben . Weil er eben ein Nest hat, in dem er ungestört saufen kann, eventuell sogar Nachschub bekommt – und weil er das Herumgemecker der Partnerin /Partner mit all ihren Ansprüchen nur als temporär ansieht. Sie war ja schon immer da.

    Jetzt wie Aurora gesagt hat, mache weiter in deinem Faden .

    Wenn du hier keine Antwort bekommst, die für dich schlüssig ist, dann frag ihn doch selbst. Wenn er keine gibt, dann ist das eben so – aber das ist nicht unser Problem hier.

    Wir können keine Antwort für dich generieren.

    hm, ich meine, ich habe hier schon auch mal in Fäden von Alkoholikern gelesen, dass sie sich über die Unterstützung ihrer Familie freuen und froh sind, dass sie Frau und Kinder nicht verloren haben.

    Natürlich gibt es das, es ist auch erstrebenswert und gut, jedoch sollte jeder immer erst bei sich selbst schauen, wie es bei einem aussieht. Deswegen ist vieles zwar gut gemeint, hilft aber nichts, wenn es beim anderen ganz anders aussieht.


    Die Kernfrage war ja hier: Warum reagiert der Alkoholiker so? Und er reagiert eben nicht so, wie es in der Vorstellung des Partners abläuft. Sei es der Co‑Abhängige – der es eigentlich am besten wissen müsste, weil all seine Versuche, den Alkoholiker „trocken zu legen“, regelmäßig gescheitert sind – oder einfach der Partner, der das jahrelang versucht hat.

    Und mal ehrlich: Wenn ich jahrelang eine Partnerschaft führe, weiß ich doch, wie der andere tickt. Meistens wird das Gebrüll erst dann groß, wenn ich meine Felle davonschwimmen sehe – auf beiden Seiten, beim Säufer wie beim Partner.

    Und ja, es gibt Trennungen wegen der Sucht, egal ob nass oder trocken. Aber in den wenigsten Fällen lässt sich das allein darauf zurückführen. Immer wieder wird sich regelrecht verbissen darauf gestürzt, dass „die Sucht schuld“ sei, anstatt eine ganz normale Entwicklung zu sehen, die ohnehin gekommen wäre.

    Das ist eher eine Beziehungskiste und hat weniger mit einem Suchtforum zu tun. Trotzdem kann es helfen, wenn ich die Sache auch mal von dieser Seite betrachte. Zu viel Klartext mag natürlich auch keiner.

    Ok versuche es anders

    Die Erklärung, warum ein Alkoholiker froh sein kann, in ein Zuhause/Partnerschaft zurück zu können, habe ich oben versucht zu erklären.

    Alkoholiker, egal ob Quartalstrinker oder täglich am Saufen – unterliegen immer dem Suchtdenken, solange sie trinken. Das verschwindet auch in der ersten Zeit nach dem Wegstellen des Glases nicht einfach. Trotzdem kann man Alkoholiker nicht pauschalisieren, als wären sie entmündigt.

    Jeder entscheidet selbst, ob er nach der Entgiftung froh ist, wieder nach Hause zu kommen oder ob er jemanden verlässt. Er ist ja keine Sache , genau das war mit „Sache“ gemeint. Wenn jemand sein Zuhause nur noch besoffen ertragen hat, war das natürlich suchtgesteuert. Aber genau dieser Mechanismus fällt nach der Entgiftung weg, und damit verändert sich auch die Wahrnehmung.

    Ich fand die Aussage „er kann doch froh sein, wieder nach Hause zu kommen“ anmaßend und übergriffig. Als könnte jemand von außen bestimmen, worüber ein Mensch – oder in diesem Fall auf die Sucht reduziert ein Alkoholiker – froh zu sein hat.

    Vielleicht habe ich es auch falsch verstanden, aber ich reagiere extrem empfindlich, wenn jemand anderen „vorschreiben“ will, wie sie zu denken oder zu fühlen haben. Es kann natürlich auch dein Co‑Denken sein, also der Impuls, für den Alkoholiker mitzudenken – aber genau das gehört dann nicht mehr in diesen Bereich.


    Hier im Bereich „Fragen an Alkoholiker“ geht es darum, welche Auswirkungen die Sucht hat und wie ein Alkoholiker in der Suchtphase denkt. Das ist der Fokus. Alles andere, Austausch über Co‑Abhängigkeit, eigene Erfahrungen oder Bewertungen kann du gern wieder im eigenen Thread machen , aber nicht hier.

    Eine Beziehung nach über 20 Jahren hat einen gewissen Alltag, aber man schätzt sich auch, sonst wäre man doch nicht mehr zusammen.

    Vielleicht hat das Saufen im Zusammenleben auch bestimmte Dinge überdeckt oder weggeschoben unter der Sucht kann vieles, was man eigentlich schätzt, einfach verblassen. Aber genau das gehört dann in deinen eigenen Thread.

    Ich sage es mal ganz deutlich:

    Du musst dich hier nicht austauschen, wenn dir die Art und Weise nicht gefällt, wie wir Hilfe anbieten.

    Unsere Zeit ist zu wertvoll, um sie mit dem Verdrehen von Tatsachen, willkürlichen Interpretationen und endlosen Diskussionen zu verbringen.

    Das ist natürlich Quatsch, keiner hat dir irgendwas verboten, dich zu melden, sondern du sollst dich melden, wenn du entgiftet bist.

    Wir haben hier auch Verantwortung gegenüber anderen Usern, die so einen kalten Entzug dann irgendwie nachmachen wollen, und das unterbinden wir sofort.

    Das Forum ist voll mit Artikel also lesen wäre ja auch eine Möglichkeit gewesen um dran zu bleiben oder nicht?

    Wir sprechen hier über Sucht, nicht über gewaltfreie Kommunikation, die stets subjektiv interpretiert werden kann. Es ist jedoch positiv, dass du nichts mehr getrunken hast.

    Eine gute Basis für einen weiteren Austausch.

    Bei mir ist es ja so, dass mein Ex weiterhin trinkt und ich in seinen Augen die Schuld daran trage, dass es ihm so schlecht geht

    Wenn ich jemandem die Schuld zuschiebe, hab ich ja die Verantwortung schon abgegeben. Und im nassen Kopf ist auch nicht viel Spielraum oder sagen wir mal die Denkweise sehr begrenzt.

    Ich hatte es ja auch erst alles beim Trockenwerden verstanden.

    Ich weiß auch nicht, ob ich heute noch mit meiner Ex zusammen wäre, weil sie ja weiterhin das Co-Verhalten in sich trägt.

    Das macht eine Beziehung auch nicht einfacher, man wird ja dann weiter selbst als "Trockener" kontrolliert.

    Nach der Trennung war es erst möglich die Sucht zu stoppen.

    Ich habe meine Sucht ganz allein überwunden ohne Therapie, ohne Therapeuten und ohne eine Partnerin, die mir etwas „offenbart“ hätten. Durch einen Tiefpunkt bin ich selbst zu der Erkenntnis gekommen, dass es so nicht weitergehen kann.

    Ich muss aber dazu sagen: Ich hatte mich schon in der nassen Zeit von ihr getrennt und jemanden gefunden, die meinen Konsum damals tolerierte. Es ging also nicht darum, eine Beziehung zu retten , die war längst aufgelöst. Wenn ich darum hätte kämpfen müssen, weil ich der Annahme gewesen wär, dass es allein am Alkohol lag, dann weiß ich nicht, was passiert wäre.

    Das hatte nicht allein mit der Sucht zu tun. Manchmal werden Gründe für eine Trennung gesucht, und die Sucht wird dann als Rechtfertigung vorgeschoben. Und nicht jeder ist automatisch Co‑abhängig in einer Beziehung. Aber wenn jemand , wie hier oder anderswo, Hilfe sucht, dann ist es letztlich egal, welche Rolle er offiziell hat. Entscheidend ist, dass er hinschaut.

    Mein Post oben bezog sich auf eine klassische Co‑abhängigen‑und‑Alkoholiker‑Dynamik. Die habe ich jahrelang erlebt.. Meiner Einschätzung nach kann das aber nur jemand wirklich nachvollziehen, der selbst einmal so eine gegenseitige „nasse“ Beziehung erlebt hat.

    Meine Ex ist heute wieder mit einem „aktiven“ Alkoholiker zusammen und weiterhin auf der Suche nach Gründen, Erklärungen oder Rechtfertigungen trotz Therapien und Therapeuten. Schade drum.

    Nach der Trennung war es erst möglich die Sucht zu stoppen. Für mich war das so,denn im System das vorher lief habe ich es oft versucht aber nie wirklich geschafft

    Das meine ich ja damit.

    Der Co hat mich nicht süchtig gemacht und mich nicht zum Saufen gezwungen. Aber er hat das System stabilisiert , mal durch Versorgen, mal durch Kämpfen. Beides hat die Sucht am Laufen gehalten.

    Ein beidseitiges Suchtverhalten stabilisiert das System und hält beide „nass“.

    Mal rausholen aus der Versenkung den alten Thread. :whistling:

    Immer wieder schön zu sehen, wie sich das eigene Denken entwickelt und die eigenen Erkenntnisse verändern.

    Wie läuft eigentlich die Beziehung mit Co-Abhängigen und Alkoholikern, da es gerade wieder Thema war bei "Fragen an Alkoholiker?"

    Trennung ist nicht immer von einer Sucht abhängig, das war beim ersten Mal meine wichtigste Erkenntnis.

    Ich habe als Alkoholiker genauso wenig neutral gehandelt wie ein Co-Abhängiger. Ich habe nicht gesoffen, weil ich „Lust“ hatte oder weil es logisch gewesen wäre, sondern weil meine Sucht das Programm gesteuert hat. Ich habe mich nicht bewusst in die Sucht hineingesoffen , ich bin hineingerutscht, nicht weil ich es wollte.

    Genauso handelt auch der Co-Abhängige aus seiner eigenen Dynamik heraus. Beziehungssucht, Kontrollbedürfnis, das Übernehmen von Verantwortung für etwas, das gar nicht seine Aufgabe ist. Nicht aus Bosheit, sondern weil er es nicht anders kann. Genau deshalb hält dieses System oft so lange.

    Der Co hat mich nicht süchtig gemacht und mich nicht zum Saufen gezwungen. Aber er hat das System stabilisiert , mal durch Versorgen, mal durch Kämpfen. Beides hat die Sucht am Laufen gehalten. Und solange sich alles um mich als Alkoholiker drehte, musste der Co nicht bei sich selbst hinschauen. Das habe ich erst verstanden, als ich selbst aufgehört habe zu trinken.

    Der entscheidende Punkt ist nicht Schuld, sondern Verantwortung. Meine Verantwortung war es, meine Sucht zu stoppen. Und als ich das getan habe, hat sich mein Leben neu sortiert. Nicht automatisch besser, aber klarer. Und vieles, was im Suff noch „ging“, ging nüchtern nicht mehr.

    Für mich war der Entzug der Alkohol. Für den Co ist es oft der Entzug von Kontrolle. Und beides hat seine eigene Härte.

    Wenn ein Co den Alkoholiker aus seiner eigenen Selbsthilfe ausschließt, schützt er nicht sich selbst, sondern stabilisiert sein eigenes System weiter. Warum sonst hängt man jahrelang an etwas fest, das offensichtlich nicht funktioniert, sucht immer neue Erklärungen und rutscht in jede weitere Beziehung nach demselben Schema?

    Und genau deshalb kommt es nach dem Stoppen der Sucht so oft zu Trennungen. Wenn beide ihre Süchte und Verhaltensmuster richtig einordnen und sich davon lösen, wird erst sichtbar, was die Beziehung überhaupt zusammengehalten hat – und ob da nüchtern noch etwas trägt.

    Ich meinte eigentlich, gibt es Literatur darüber, warum sich Alkoholiker NACH einer Therapie von der Partnerin trennen?

    Da musst du selbst hinschauen. Hier geht es um Selbsthilfe und persönliche Erfahrungen. Bücher können Zusammenhänge im Allgemeinen erklären, ja , aber persönlich ändern sie nichts. Denn die Sucht deines Partners spricht nicht die Sprache der Bücher.

    Nach meinem Verständnis sollte man als trockener Partner doch froh sein, wenn er nach dem Entzug udn der Therapie noch eine Zuhause mit Frau, Tieren etc. hat.

    Echt jetzt? Er soll froh sein? Warum bitte? Ein Partner oder Alkoholiker ist doch keine Sache, die man einfach an und ausschaltet, um sie nach eigenen Vorstellungen zu formen. Ein Alkoholiker lässt sich auch nicht auf seine Krankheit reduzieren. Und materielle Dinge sollen eine Partnerschaft aufrechterhalten? Irgendwie habe ich da eine ganz andere Vorstellung von Partnerschaft.

    Wir reden hier auch nicht allgemein oder in Buchkategorien. In Büchern findet man oft Begründungen, die bequem davon ablenken, wirklich bei sich selbst hinzuschauen. Hier geht es immer um den Einzelnen, um den konkreten Menschen egal ob Co oder Alkoholiker. Und genau dieses Hinschauen ist nicht angenehm, aber notwendig.

    Sucht hebelt eben auch jedes Verständnis aus. Und wenn in der nassen Zeit am Ende sowieso nur noch eine Zweckgemeinschaft übrig war und es mit der Partnerin nicht mehr gepasst hat, warum sollte der Alkoholiker, wenn die Sucht gestoppt ist, froh sein, genau dort zu bleiben? Wenn ich etwas nur "im Suff" ertragen habe um es mal drastisch auszudrücken, dann funktioniert es nüchtern nicht mehr.

    Ist die Sucht gestoppt, ordnet sich das Leben neu. Und dann passt manches schlicht nicht mehr zusammen. Das hat dann nichts mehr mit der aktiven Sucht zu tun. Da kommt all das an die Oberfläche, was vorher weggesoffen wurde. Die Sucht zerstört während des Saufens Beziehungen und da bleibt eben nicht mehr viel übrige wenn sie gestoppt ist.

    Das ist auch nur der Thread „Fragen an einen Alkoholiker“, alles andere Persönliche ist zwar übel aber gehört dann wieder in deinen Thread.

    Soviel Wind wollte ich jetzt in die ganze Geschichte nicht blasen. Eher nur deutlich machen dass eine gewalttätige Beziehung mit nichts zu rechtfertigen ist.

    Da hast du recht, aber mit Vulgarität hilft es auch nicht, es besser zu machen.

    Ich habe zunächst gedacht, du könntest wieder saufen, weil es nicht unüblich ist, erst einmal einen Rundumschlag zu starten. Das sieht man öfter. Aber es scheint bei dir noch im trockenen Tüchern zu sein.

    Es werden in einem Forum wie diesem auch Spiegel vorgehalten. Und dazu gehört leider auch, dass Alkohol und Gewalt häufiger zusammen auftreten, als viele wahrhaben wollen. Die Realität bei Sucht ist auch nichts, was man schönreden sollte.

    Ich habe zwar keine Gewalt gegen Frauen ausgeübt, war aber in gewalttätige Straßenschlägereien und all das verwickelt, was nicht nur die Sucht aus einem Menschen macht, sondern einem auch schon mal nach einen riesigen Rausch bescherte.

    War bei dir immer alles ohne irgendwelche "nassen" Ausbrüche? Eine rhetorische Frage muss ja nicht beantwortet werden.

    Und ich vermute ich werde jetzt au belächelt und gedacht wieder so nen neuer Grünschnabel

    Warum glaubst du eigentlich, dass es für irgendwen wichtig wäre, wie du denkst oder ob jemand das belächelt?;) Und selbst wenn es so wäre , würde dich das wirklich beeinflussen? Es geht hier doch nur um dich. Du stehst und fällst mit deinem eigenen Weg.

    Es geht ja nicht um richtig oder falsch, nicht um Erwartungen von außen. Es geht darum, ob du deinen Weg findest und ihn gehst. Genau dafür ist eine SHG da, damit du Orientierung bekommst, nicht Bewertung.

    Viel Erfolg damit.