wer bist Du? Was macht Dich aus? Ich kenne Dich jetzt, vom Lesen her, nur als "die Frau, die etwas erzwingen will, auf Kosten eines Mannes, der alkoholkrank ist".
Du schreibst, dass Du davor auch schon glücklich warst. Wodurch? Wie hast Du dafür gesorgt, dass es Dir gut geht? Hast Du jemand anderen gebraucht, oder kam es von Dir, von Dir selbst? Und wenn ja (und das frage ich jetzt ernsthaft): Wie hast Du das geschafft? Kannst Du Dich noch daran erinnern?
Kann`s sein, dass Du Deine Therapeutin falsch interpretierst? Also...ich verstehe die Arbeit an mir, dass ich selbst dafür sorge, dass ich glücklich bin und mir auch eingestehe, dass ich zu 100 Prozent dafür verantwortlich bin, wenn ich nicht glücklich bin. Und da kommt nicht vor, dass ich mir etwas "nehme", das mir nicht zusteht. Und Dein Mann ist kein Gegenstand, sondern ein menschliches Wesen, mit Eigenleben und eigenem Weg.
Du hast anscheinend wirklich noch nicht "geschnallt", dass sich eine Co-Abhängigkeit dadurch auszeichnet, dass wir Co-Kranken uns das Recht herausnehmen, einen anderen Menschen dazu bringen zu wollen, dass er etwas macht, wovon wir glauben, dass es ihm gut tun würde:
ZitatIch will mich nicht damit abfinden, dass ich nicht krieg was ich will. Richtig! Und zwar nicht nur aus blossem Egoismus, sondern weil ich glaube, dass ich nichts schlimmes will, sondern im Gegenteil was gutes auch für meinen Mann. (Oder wünscht man einem Alkoholkranken lieber nicht, dass er gesund werden soll??? Weil die Sucht besser ist???)
Diese "geschummelte, aus den Fingern gezuzzelte Ausrede" in Richtung "Ich will ja nur das Beste für ihn....er soll gesund werden" ist wirklich ein eindeutiger Hinweis für mich, dass DU nix machen, verändern willst, weil Du anscheinend eh glücklich und zufrieden mit Dir selbst bist.
Du bist ziemlich stur, ehrlich, ....läufst einem Irrgedanken und -glauben hinterher, wie ein Esel einer Karotte.... (Tschuldigung, liebe Karotte, aber der Vergleich passt so schön). Aber: Du bewegst Dich ja! Ich frage mich nur, in welche Richtung!!!!!
Viele liebe Grüße,
Ingrid