Wie macht Ihr das im Urlaub?

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo zusammen,
    ich würde mich freuen zu lesen, was Ihr für Erfahrungen im Urlaub gemacht habt. Wie ich in einem anderen Beitrag schon erwähnt habe, bin ich nach zehn Monaten Trockenheit zwar glücklich wie schon lange nicht mehr, fühle mich aber noch keinesfalls sicher in meiner Abstinenz.
    An Pfingsten war ich mit meinem Partner in Südtirol und hab einen ziemlichen Kampf kämpfen müssen. Offenbar war es keine sehr gute Idee, ausgerechnet in eine Weingegend zu fahren (ich war Weintrinkerin). Die beiden Abende in den Restaurants haben mir fürchterlich zugesetzt, weil mich die Lust auf ein Glas Wein schier umgebracht hat. Entspannung war das nicht, das war anstrengendes Kämpfen gegen die Sucht. Ich hab den Kampf gewonnen, aber von Erholung oder Entspannung konnte keine Rede sein, mir hat dieser plötzliche Saufdruck den ganzen Urlaub vermiest, weil ich auch so fürchterlich frustriert war, dass mir das passieren musste, da konnte ich mir hundertmal sagen, dass das normal ist und dazugehört.
    Was habt Ihr für Erfahrungen und wie geht Ihr mit solchen Situationen um?

  • Tja Ena,


    als ehemalige Weintrinkerin Urlaub in einer Weingegend zu machen, ist natürlich nicht der eleganteste Weg. Ich würde als ehemaliger Biertrinker sicher nicht an einer Brauereibesichtigung teilnehmen. Ich habe meine letzten Urlaube so geplant, dass ich möglichst gar nicht mit Kneipen oder Restaurants in Berührung komme. Das heißt: Bungalow gemietet und die Familie und mich selbst versorgt.



    Liebe Grüße


    Caruso

    Lasse niemals die Menschen fallen, die Dich tragen. Caruso 11/06


    Stuff you died but I don`t cry, my life still starts it`s not a try.
    Caruso 2006

  • Wir fliegen in 2 Wochen nach Gran Canaria, wie jedes Jahr. Verknüpft waren damit bei mir immer Sonne, faulenzen, lesen, gut essen, guter spanischer Rotwein und Cognac. Ich bin mal gespannt, wie das Teufelchen darauf reagiert. Ich probiere aber in Gedanken schon die vielen guten frischgepressten Fruchtsäfte durch, die es in diesem sonnenverwöhnten Teil der Welt zur Genüge gibt. Erinnere mich da an eine Fruchtcocktailbar, ganz in der Nähe unseres Hotels...
    Liebe Grüße von Anne

  • Ich fahre weiter regelmäßig in den Urlaub. Es kommen jedoch einige Ziele nicht mehr in Frage, wie die Toskana. Diese Weinkulturlandschaft geht garnicht für mich..... Leider aber das bin ich meiner Krankheit schuldig.


    Dagegen geht Skilaufen wunderbar ohne Alkohol. Viel Bewegung an frischer Luft, abends schön in die Sauna.... lecker Tee trinken vor dem Kamin sitzen. Da triggert nichts. Das kann natürlich für einen anderen nicht gelten. Wichtig finde ich, sich nicht zuviel abzuringen und den Urlaub als Kampf gegen den Saufdruck bestehen zu müssen. Dann würde ich direkt nach Hause fahren, das wäre in der Tat kein Urlaub für mich. Ich reise übrigens oft alleine, was meine Freiheit erhöht und für mich auch noch eine Sicherheit bietet, aber auch da ist wohl jeder anders ;-) Pauschalurlaub mit all inclusive kam und kommt mir nie in den Sinn. Zudem wollte ich dann nicht das Saufen der anderen mitbezahlen.


    Mein nächstes Reiseziel ist wieder die Türkei, ein herrliches Land und ohne diese Saufkultur bei uns. Dort gibt es überall Tee, Alkohol mehr für die Touristen. Die haben sogar Restaurants in Istanbul extra ! alkoholfrei, die wollen dort keine betrunkenen Touris beim essen sehen.
    Während meines letzten Urlaubs vor zwei Jahren in Istanbul, hat ein Engländer sich ein Bier in einem Restaurant bestellt, der Kellner machte ihm deutlich, dass die Bar auf der anderen Straßenseite ist. Der Engländer wollte sich dann streiten mit dem Kellner und verlangte nach dem Bier beim essen und schimpfte und zeterte... tja, bis er rausgeschmissen wurde :-)

  • Hallo,


    ich bin neu aber das Thema interessiert mich ungemein und beschäftigt mich auch!


    Ich würde gern wissen ob ihr es im Urlaub duldet, wenn eure Begleitung etwas trinkt?
    Letztes Jahr war ich für 2 Woche trocken und machte damals mit einer Freundin Pläne nach Griechenland zu fliegen. Ich sagte ihr, dass ich dort aber sicher nichts trinken werde - sie meinte, ja aber sie schon und dass sie auch in Bars gehen will. ich sagte damals, ja ok, ich trinke halt nichts, aber können wir schon machen (damals war ich nicht so weit wie jetzt, ich war nicht ehrlich, denn in wahrheit war ich gestresst bei dem Gedanken mit ihr auf einer griechischen Terasse zu sitzen und sie trinkt Samos und ich sehe zu....)


    Heute weiß ich dass ich das nicht mehr möchte, wenn Freunde in meiner Gegenwart etwas trinken. Ich habe es auch alles bereits kommuniziert. Bis jetzt hat niemand ein Problem damit.


    Aber mir gab diese Situation zu denken. Eine Bekannte von mir meinte, sie würde trotzdem etwas trinken, wenn ihr danach ist, weil sie nicht verzichten will auf etwas, wenn sie auf Urlaub ist und sei ja dann auch IHR Urlaub.


    Ich denke ich werde in Zukunft einfach gut auswählen, mit wem ich weg fahren will. Es muss auf jeden Fall jemand sein, der es aushält auch im schönen Griechenland zu verzichten. Oder ich fliege eben allen.

  • glück auf beagle


    ich fahr ja immer mit meiner gutesten in urlaub - und die trinkt eh keinen alk.

    Zitat von beagle

    Ich denke ich werde in Zukunft einfach gut auswählen, mit wem ich weg fahren will. Es muss auf jeden Fall jemand sein, der es aushält auch im schönen Griechenland zu verzichten. Oder ich fliege eben allen.

    bei deiner vergangenheit/erfahrung, würd ich höchstens mit jemand fahren der selber viele jahre trocken is (zuhause traust du dich nich ausm haus damit dich die alkwerbung nich triggert) und da willst du allein nach griechenland?


    schöne zeit


    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • silberkralle,


    1. bin ich allein eh zu feige um irgendwohin zu fliegen
    2. muss ich ja nicht in einen Megatouristenort
    3. ja ich verstecke mich zu Hause, ich bin bei Tag 9, und Urlaub steht ohnehin derzeit nicht wirklich zur Debatte.
    4. Ja es wird wohl jemand werden, der nicht trinkt. Ich kenn außer mir selber keine trockenen AlkoholikerInnen.

  • noch ein Nachsatz:


    silberkralle: ich möchte mich entschuldigen bei dir, dafür dass ich vorher etwas angepi**t reagiert habe. Du hast natürlich völlig recht.
    Im Grunde brauche ich auch über diese noch gar nicht nachdenken, sie stehen derzeit nicht zur Debatte und werden es noch länger nicht.


    Ich würde nur so wahnsinnig gern auf Urlaub fahren, das ist wohl der Grund. Ich sehne mich soooo sehr nach Meer!!!!


    Entschuldige bitte, weil ich so bockig reagierte, ich denke ich bin hier um mich auszutauschen und auch von euch zu lernen.
    Aller Anfang ist wohl schwer und ich weiß dass ich nichts weiß :)

  • Hallo Beagle,


    das Problem der Begleitung im Urlaub kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir macht es nichts aus alleine zu fahren, geniesse es sogar häufig, aber das kann ja nicht für jeden gelten. Lerne im Urlaub schon Menschen, die mal etwas trinken, das macht mir nichts aus, ein Zimmer teilen mit jemanden der Alkohol trinkt, würde ich aber nicht.


    Gerne würde ich mal wieder segeln.... aber das ist eine Sache, die auch nicht mehr geht, weil eine Crew zu finden, die keinen Alkohol trinkt, ist schon ähnlich wie am Nordpool auf Kamele zu stoßen.... aber vieleicht wäre das ja mal eine Idee. Also nicht der Nordpool sondern die trockene Segelcrew.
    gruß Trek

  • Hallo


    für mich ist Urlaub nichts anderes wie jeder anderer Tag auch . Ich unterteile da nicht. Ich richte mein trockenes Leben nach der Risikominimierung mit dem Stand meiner Stabilität aus. Da schaue ich mir vorher an und handle .


    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ---------------------


    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • hallo karsten


    verdammt gute frage, ich war ja seit dem ich trocken bin auch schon mehrfach im urlaub und habe eigentlich nichts anderes gemacht als sonst auch.
    war ja im ausland, da wird es z.b schwierig die zutatenliste zu lesen ob irgendwo alkohol drin ist, aber internet und google sei dank ist das ja heute nicht mehr unmöglich :wink:


    ich muss aber auch dazu erwähnen das ich schon etwas länger trocken war als ich das erste mal in den urlaub gefahren bin. ich glaube jemand der gerade frisch trocken ist würde es da ein bisschen schwieriger haben.


    ansonsten sehe ich eigentlich zu das ich im urlaub keinen stress habe und alles ganz entspannt abläuft. wenn das alles erfüllt ist kann ich auch einfach mal den ganzen tag nur draußen rumliegen und gar nichts tun, einfach mal alles um mich herum vergessen und mich daran erfreuen das ich einfach nur urlaub habe. zwischendurch sollte es aber schon ein bisschen abwechelung geben, ich will im urlaub auch mal ein bisschen was erleben.
    den ganzen urlaub nur rumliegen wäre dann auch nichts für mich, aber zwischendurch darf das dann ruhig mal sein :wink:


    was ich für einen gelungenen trockenen urlaub auch für wichtig finde ist das man sich auch gut entspannen kann. dann wird man feststellen das man für einen schönen urlaub keinen alkohol braucht :)
    grüße
    NNGNeo

  • Hallo Karsten,


    ich setzte auf alkoholfreie Begleiter.
    Sehr unterstützend waren meine Kinder dabei. Sie wussten von meinem Vorhaben, trocken leben zu wollen und hätten jede kleine Abweichung sofort wahrgenommen. Sie waren nicht meine Aufpasser, aber ich fühlte mich in ihrer Begleitung sicher.
    So waren irgendwelche Aktivitäten, die typisch alklastig sind, von vornherein ausgeschlossen.
    Mein nächster Urlaub ist eine Rundreise, bei der an einem Tag auch eine Alkoholbrennerei besichtigt wird. Das hätte zu Beginn meiner Trockenheit nicht stattgefunden. Ich war mir sehr unsicher, was meine Trockenheit anging.
    Heute bin ich durchaus gespannt auf die Gebäude dort und die Technik. Das Produkt interessiert mich nicht.
    Außerdem reise ich nach wie vor in alkoholfreier Begleitung, ein sehr angenehmes Überbleibsel meiner anfänglichen Risikominimierung.


    Grüße, Penta

  • Hallo Karsten,


    wir nahmen bisher immer Ferienwohnungen, da ist nichts anders als wie zuhause. Allerdings würde ich leider nie, aber wirklich nie, einen Allinklusive Urlaub buchen, da sind ja die einheimischen Alk-Getränke immer auch mit drin. Und von Bekannten weiß ich, daß diese Angebote reichlich genutzt werden.


    schöne Grüße Ingrid

  • Genau so wie daheim. Ich gehe riskanten Situationen aus dem Weg und laufe dem Alkohol nicht noch entgegen.


    Ich meide Leute, die sich gerne einen rein knallen. Nach 2-3 Bieren ist mit denen eh kein gescheites Gespräch, sei es auf sachlicher oder gar ironischer Basis, mehr möglich. Dem Alkoholisierten werden mit der Alkoholanflutung die Feinheiten der Sprache und der Themen fremd. Nahezu alles wovon er "labert" wird immer niveauärmer.


    Schluckspechte selbst suchen auch keinen Kontakt zu Abstinenzlern. Die suchen ihresgleichen. So habe ich es früher auch praktiziert.


    Thema Unterkunft an: Ferienwohnung statt Hotel.


    Ich hänge nicht an Strandbars ab und suche auch sonst keine Lokalitäten auf, in denen der Alkoholkonsum im Vordergrund steht.


    Auch mache ich mir im Vorhinein wieder bewusst, dass bestimmte Situationen, in denen ich früher im Urlaub gebechert habe, heute triggern können.


    Bislang ging es gut, obwohl ich das eine oder andere Mal durchaus Suchtdruck hatte. Dann hilft meine altbekannte Taktik: Sofortiger Ortswechsel, Wasser trinken und mich hinterfragen, auf welchen Schlüsselreiz wohl mein Suchtgedächtis diesmal angesprungen ist.



    Gruß
    Carl Friedrich

  • Da ich ja eh eher "aktiv" Urlaub mache, sei es nun Zelten oder in Finnland ins Mökki, oder auch gerne mal in ein Hotel (bei dem ich vorher anrufe, dass sie die Minibar leer machen) war das bisher weniger ein Problem, selbst in meiner nassen Zeit war der Urlaub tendenziell eher die Zeit in der ich nüchtern war.


    Ansonsten die gleichen Regeln wie zuhause auch, und so Saufveranstaltungen brauche ich nicht, da halte ich mich einfach davon fern.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!