Vorstellung - 15 Tagen Nüchternheit

  • Zitat von silberkralle

    glück auf jonas

    ich denk das is n fehler, ne überreaktion (trotz?) - "Konditionierung" is das was du grade sehr erfolgreich machst. wenn du also darüber schreibst, bist du bei dir (und ich könnt wieder was lernen).

    Vielen Dank für die netten Kommentare. Mein Dilemma hier ist logisch unlösbar: schreibe ich so wie ich schreibe, kritisiert man ständig, wie ich schreibe. Ich scheine auch der Einzige zu sein, dem diese Ehre zuteil wird. Welchselte ich den Code, würde man mir vorwerfen, die Foristen plötzlich wie kleine Kinder zu behandeln und sie für dumm zu halten.
    Silberkralle, was ich bei mir unternehme, ist eine Gegenkonditionierung. Funktioniert bei Ratten und bei mir. Die Konditionierung fand bei mir und bei allen anderen Suchtkranken vorher statt. Nur ein Beispiel:
    Kneipe = neutraler Reiz (man kann alles mögliche trinken, essen, spielen etc.), Alkohol = neutrale Reaktion (man kann ihn trinken oder was anderes oder nur was essen). Durch wiederholtes Trinken von Alkohol in einer Kneipe wird der neutrale zum bedingten Reiz (in die Kneipe zum Alkoholtrinken, was denn sonst?) und der Alkohol zur bedingten Reaktion: Geh in eine Kneipe, trinke ich natürlich Alkohol, ist doch klar. Das wird gelernt und konditioniert. Deshalb wird vollkommen zu Recht besonders von Hartmut immer wieder davor gewarnt, Orte aufzusuchen, bei denen diese Konditionierung stattgefunden hat, weil sonst der unbedingte Reiz (man trinkt ja nicht mehr) trotzdem die bedingte Reaktion hervorrufen kann, es kann plötzlicher Suchtdruck entstehen. Kneipe steht hier für alle Orte, Situationen, Gelegenheiten, die mit dem Trinken von Alkohol eng verknüpft sind.

    LG an alle
    Jonas

  • Hallo Jonas,

    Zitat

    wichtig ist doch das du in deiner Sprache trocken werden kannst andere müssen es ja nicht.

    das war mein Zitat vom 15.12. Ich hoffe nicht das das ein wiederholender Prozess von mir wird :) Schreibe so das es dir hilft . Ich wundere mich sowieso, woher du die Gelassenheit her nimmst, meist so ruhig zu reagieren .

    Wäre bei mir so ein Auflauf "Allerlei" wäre ich recht an genervt und es würde wohl etwas lauter werden .


    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Jonas, du schreibst:

    " Mein Dilemma hier ist logisch unlösbar: schreibe ich so wie ich schreibe, kritisiert man ständig, wie ich schreibe. (...) Welchselte ich den Code, würde man mir vorwerfen, die Foristen plötzlich wie kleine Kinder zu behandeln und sie für dumm zu halten."

    Schreib doch einfach wie du schreibst und aus. Es bist DU, der sich hier in diesem deinen Thread äußert, und die Art wie jemand sich ausdrückt ist Teil der eigenen Identität. Da gibt es weder einen Grund noch irgendein Recht dies zu kritisieren. Wem diese Art sich auszudrücken nicht gefällt hat ja eine Fülle anderer Ausdrucksformen hier zur Auswahl...

    LG Frank

  • Du schreibst ja, dass Du immer zuhause getrunken hast. Eine Kneipe, ein restaurant oder nur eine bestimmte flasche im Supermarkt verbindest Du also nicht mit Deiner Sucht?
    Wie siehts es aus bei Dir zuhause. Verbindest Du da nichts mit der Sucht?

  • Zitat von Frozen Tears

    Du schreibst ja, dass Du immer zuhause getrunken hast. Eine Kneipe, ein restaurant oder nur eine bestimmte flasche im Supermarkt verbindest Du also nicht mit Deiner Sucht?
    Wie siehts es aus bei Dir zuhause. Verbindest Du da nichts mit der Sucht?

    Guten Morgen,

    ich habe das Ritual von der Wohnung abgetrennt, denn ich möchte nicht umziehen oder in einem Hotel wohnen. So habe ich die Vorbereitungszeit radikal geändert. Damit um 12.30 das Bier-Ritual beginnen konnte, musste ich am Vormittag einkaufen gehen. Meine Einkaufszeit habe ich in den Nachmittag verlegt. Das war sehr ungewohnt für mich und deshalb gut für diesen Zweck. Ich kaufe jetzt stets am Nachmittag ein. Flaschen im Supermarkt erzeugen durch meine Gegenkonditionierung ein Ekelgefühl.

    LG Jonas

  • glück auf jonas

    Zitat von c2h5oh

    Ich scheine auch der Einzige zu sein, dem diese Ehre zuteil wird.

    nönönönö - in dem club bist du gut aufgehoben - ich, z.b. hab mich angepasst - s is mir wichtiger mich hier auszutauschen, mitzuteilen - als ne gekränkte leberwurst zu spieln bzw. auf stur zu schalten und zu verstummen.
    ich denk, ich kann verstehn, dass dir sowas besonders schwer fällt.

    Zitat von c2h5oh

    Gegenkonditionierung

    danke für die wiederholung - ich habs schon beim erstenmal kappiert.
    so ne gegenkonditionierung bewusst (absichtlich) zu bewerkstelligen bedarf s besonderer eigenschaften (z.b. ne hohe konzentrationsfähigkeit). warscheinlich bin ich inzwischen auch "gegenkonditioniert" nur bei mir hats paar jahre gedauert.

    schöne zeit - geduldsfadenverstärker

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • hallo

    ich kann die kritik an der art wie jonas sich ausdrückt nicht so ganz nachvollziehen. es ist seine art, ihm hier den wunsch sich über die anderen zu stellen zu unterstellen finde ich dann doch etwas weit her geholt. man spricht die sprach die man gelernt hat. wenn hier etliche lateinische begriffe dazu gehören dann ist das halt so. und ein wörterbuch neben den rechner legen um langwierig nachzuschlagen..... ich bin eh schon im net, ich mach dann einfach ne 2. seite auf und guck da wenn ich was nicht versteh. soooo aufwendig ist das doch nun wirklich nicht. und wenn ich dabei noch was leren, um so besser, bildung schadet dem der sie nicht hat. unsere sprache ist sowieso durchsetzt mit so vielen anglizismen die man nur hier versteht. zb. das beliebte publik viewing heißt nur bei uns gemeinsames "fernsehn" in england versteht man darunter eine öffentliche leichenschau. man spricht doch in deutschland schon lange nicht mehr deutsch. da machen doch nun die paar lateinischen begriffe, die oft ja nur durch ganze sätze ins deutsche übersetzt werden können den kohl echt nicht fett.

    jonas, arbeite so an dir wie es dir gut tut und dich trocken hält. wenn du es tatsächlich schaffst das rein über die logik hin zu bekommen dann ist das so, ich habe das bisher nicht für möglich gehalten da sucht völlig unlogisch ist und somit auch nicht rational zu erfassen. du belehrst mich hier eines besseren. was mich an der stelle interessieren würde, hast du je saufdruck verspürt? also tatsächlich den zwang trinken zu müssen. oder ordnest du das für dich alles unter gewohnheit ein. deine basiserkrankung hebt dich ja nun auch in den punkten vom üblichen ab und da gibt es sicher auch einige andere ansätze. das würde ich gern verstehen.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • @ Dorothea

    Auf eine gewisse Weise hat die Sucht schon eine Logik:

    ich trinke an jedem Wochenende -> der Körper gewöhnt sich dran -> ich muß weiter trinken

    ich erlebe großes Leid -> der Alkohol hilf mir -> ich trinke nun immer, wenn ich etwas leid erfahre -> der Alkohol hilft mir über großes und keliens Leid -> ich trinke weiter und ommer öfter -> der Körper gewöhnt sich dran -> ich muß weiter trinken

    Der Alkohol schmeckt mir zum Essen -> Ich trinke ihn regelmäßig -> der Körper gewöhnt sich -> ich muß weiter trinken

    Währenddessen schleichen sich die unangenehmen Dinge der Sucht ein und werden immer größer:
    Kater, Entzugserscheinungen, Krankheiten, Depressionen, Verlust des Arbeitsplatzes, Scheidung, ...

    Ob und wann dann daraus ein Tiefpunkt entsteht, ist ja individuell verschieden.

    Unlogisch denke ich, ist und sollte die Sucht für Außenstehende sein. Warum trinkt der nur, wenn er morgens in seiner eigenen Suppe aufwacht. Warum trinkt er weiter, wenn die Frau ihm schon weggelaufen ist.
    Oder umgekehrt:
    Er sollte besser aufhören, damit ihm ... nicht passeirt.
    Das ist loisches und nicht süchtiges denken, welches manchen vielleicht daran hindert süchtig zu werden.

    Jonas schrieb irgendwo mal von einem Frühwarnsystem.
    bezüglich Alkoholkonsum habe ich festgestellt, dass ich sowas habe. Wenn ich mich dabei erwische, wie ich mir versuche die Sorgen wegzutrinken schaltet das ein und sagt mir: Lass es jetzt lieber sein, Du weißt ja und hast es auch erlebt was daraus werden kann. (So in etwa)
    Keine Ahnung, wie das bei anderen ist.

    Ich sehe schon, dass ich als EKA eine gewisse Veranlagung zur Sucht haben könnte, die dann auf jeden Fall vorgelebt sein müßte. Denn mein Vater war vor meiner Geburt ja noch nicht süchtig. Oder die Gene kommen schon aus Urzeiten.

    Jedenfalls hat die Sucht doch auf körperlicher ebene eine Logik. Der Körper gewöhnt sich ja anscheinend an den Alkohol, indem auf neurologischer Ebene etwas passiert.
    Darauf haben wir ja erstmal anscheinend keine Einfluß.

    Ich schreibe jetzt bewußt 'anscheinend', weil es auf umgekehrte Weise ja vielleicht möglich wäre, dass dieser auf neurologischer Ebene stattgefundene Prozeß wieder rückgängig gemacht werden könnte.
    Das wäre dann für mich ein Löschen des Suchtgedächtnis, so wie es Jonas an anderer Stelle erwähnte.
    Vielleicht ist sogar der Begriff Suchtgedächtnis irreführend.
    Man könnte damit verbinden, dass die Sucht sich gedanklich eingeprägt habe und auch mit schlechten Gedanken aus dem Leben geschaffen werden könnte.
    Prinzipiell also das was Jonas gerade macht.
    Aber was passiert dann tatsächlich mit dem sogenannten Suchtgedächtnis? Diese Frage habe ich mir schon vorher gestellt.
    Geht man davon aus, dass man ein Leben lang süchtig bleibt existiert dieses Suchtgedächtnis doch weiter.
    Vielleicht aber in einer anderen Form?

  • Zitat von Frozen Tears


    Aber was passiert dann tatsächlich mit dem sogenannten Suchtgedächtnis? Diese Frage habe ich mir schon vorher gestellt.
    Geht man davon aus, dass man ein Leben lang süchtig bleibt existiert dieses Suchtgedächtnis doch weiter.
    Vielleicht aber in einer anderen Form?

    Hallo,

    leider müssen die Frage (noch) bejahen. Viele Jahre Abstinenz können das Suchtgedächtnis (bei Aktivierung: bedingte Reaktion) zwar abschwächen, aber nicht ganz löschen. Eine gelungene Konditionierung ist nämlich so erfolgreich wie eine angeborene Reaktion/ein angeborener Reflex (Saugreflex, Schutzreflex etc). Gegenkonditionierung bewirkt den Austausch der bedingten Reaktion gegen eine andere (gegenteilige). Vielleicht kennt der eine oder andere das aus Agenten-Filmen: er wurde einer "Gehirnwäsche" unterzogen. Die haben ihn "umgepolt", und jetzt arbeitet er für die Gegenseite.
    Für uns Suchtkranke hat das sehr lebensnahe Konsequenzen. Selbst nach sagen wir 20 Jahren Abstinenz kann es beim Besuch der ehemaligen Stammkneipe unter ungünstigen Umständen (Stressoren wie beruflicher oder privater Ärger, Unausgeglichenheit o.ä.) zum Suchtdruck/Rückfall kommen. Wissen und Wachsamkeit ein Leben lang ist deshalb meine Devise.

    LG Jonas

  • hallo frozen

    ich nehme meine erkenntnis das sucht nicht mit logik zu fassen ist daher, das sonst menschen, die es gewohnt sind loisch zu arbeiten kaum in die sucht rutschen würden. die statistik zeigt aber das hier die intelligenz keine rolle spielt und sucht durch alle bildungsschichten geht. ich habe es zb. nicht geschafft während der schwangerschaft auf alkohol zu verzichten obwohl mir die konsequenzen völlig klar waren. hier ist mein verstand einfach nicht gegen die sucht angekommen.

    hallo jonas

    deine aussage kann ich nur voll unterschreiben. mein 2. enkel wurde vor kurzem getauft, die feierlichkeiten dazu fanden in meiner früheren stammkneipe statt. obwohl ich nun seit 11 jahren abstinent lebe und auch wirklich alles dafür tue das das so bleibt, ging es mir nicht sonderlich gut mit dieser feier. da ist einiges hoch gekommen. und das obwohl ich keine anderweitigen probleme habe. für mich ist klar, sollte eines meiner kinder noch einmal eine veranstalltung in dieser gaststätte planen werde ich nicht dabei sein. da spielt einfach mein kopf nicht mit.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Jonas,

    Zitat

    Wissen und Wachsamkeit ein Leben lang ist deshalb meine Devise.

    Da kann ich Dir uneingeschränkt zustimmen, denn diese Kombination begleitet auch mich auf meinem Weg.

    Im Übrigen habe ich keine Probleme, Deinen Ausführungen und Gedankengängen hier zu folgen :)

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Zitat von dorothea

    obwohl ich nun seit 11 jahren abstinent lebe und auch wirklich alles dafür tue das das so bleibt, ging es mir nicht sonderlich gut mit dieser feier. da ist einiges hoch gekommen. und das obwohl ich keine anderweitigen probleme habe. für mich ist klar, sollte eines meiner kinder noch einmal eine veranstalltung in dieser gaststätte planen werde ich nicht dabei sein. da spielt einfach mein kopf nicht mit.

    doro

    Das ist ein Punkt, über den ich mir schon wochenlang Gedanken mache und der bei mir immer wieder falsch interpretiert wird.
    Die Sache mit der Stammkneipe hast Du schon einmal bei mir gepostet und ich fand das in dem Moment ziemlich niederschmetternd und desillusionierend...
    Risikovermeidung ist ganz sicher der richtige Weg...aber blockiert man damit nicht in gewisser Weise eine Aufarbeitung der eigenen Sucht ?
    Vielleicht ist auch das eine Erkenntnis, die erst nach längerer Trockenheit kommt...aber ich hab dabei immer das Gefühl, als würde man dem Alkohol lediglich aus dem Weg gehen...also das Suchtmittel meiden...was aber, wenn ich grundsätzlich eine Suchtveranlagung habe...laufe ich durch diese Risikominimierungstaktik nicht Gefahr, zwar dem Alkohol aus dem Weg zu gehen, mich aber peu à peu einem anderen Suchtmittel zu nähern ?

    LG Andreas

  • hallo andreas

    enkelkind nr 1 wurde 8 wochen vorher, da 8 wochen älter, getauft und die feier fand auch in einem gasthaus statt. mit diesem lokal verbinde ich keine erfahrungen und mir ging es da ausgezeichnet. es war lediglich die stätte meines früheren lebens die mich so angegangen ist.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Jonas,
    bei Dir scheint alles so reibungslos abzulaufen. Keine Ecken und Kanten. Das erstaunt mich.
    Besonders erstaunt mich, dass Du so geplant getrunken hattest, ohne dass andere etwas gemerkt hatten.
    So kenne ich das nicht. Mein Exmann hatte da nichts mehr verstecken können, selbst wenn er es gewollt hatte. Klar hatte auch er versucht was zu vertuschen, aber dafür wars schon zu spät.
    Ist Deine Familie bis heute nicht eingeweiht? Weiß niemand, dass Du süchtig bist und Du gerade dabei bist Deine Trockenheit zu erlangen?

  • Zitat von Paddy


    Ist Deine Familie bis heute nicht eingeweiht? Weiß niemand, dass Du süchtig bist und Du gerade dabei bist Deine Trockenheit zu erlangen?

    Guten Morgen Paddy,

    doch, die wissen das. Die wissen auch, wie ich an Probleme herangehe und dass ich sie auf diese Weise (und nur auf diese Weise) lösen kann.

    LG Jonas

  • Hallo Jonas,
    ich fühle mich gerade an etwas erinnert. Ich habe Schwierigkeiten mir Wege zu merken. Andere können das oft nicht verstehen und versuchen mir ihre Art und Weise zu erklären, wie sie es machen. Das hilft mir leider überhaupt nicht. Ich bin sozusagen straßenblind. Für mich sieht ein Hinweg total anders aus als ein Rückweg und ich brauche meine eigenen Strategie, um mich zu orientieren. Ich muß mir oft Dinge aus der Vogelperspektive vorstellen, damit ich klar komme. Dennoch ist es außerordentlich anstrengend für mich und verbraucht eien Unmenge an Energie, Konzentration. Nach einem komplizierten Weg bin ich sozusagen kaputt.
    Mich überkommt eine merkwürdige Unruhe, fast schon Panik, wenn da was durcheinander gerät. Ein Navi ist für mich die größte Erfindung. Manchmal ist es schwer für andere zu erkennen, dass man selber einfach nicht anders 'kann'.

  • Hallo Jonas!


    Ich wollte Dich mal fragen wie das damals bei Dir war. Also Du hast ja anfänglich hauptsächlich getrunken um Dich mal etwas gehen lassen zu können, so hab ich das verstanden. Also "normal" mit anderen Menschen "quatschen" und auf Feiern auch mal tanzen und so. Nach dieser Phase, als Du dann nur noch zuhause getrunken hast, was hast Du da eigentlich gemacht als Du betrunken warst? Musik gehört, oder ähnliches? Die gesteigerte Emotionalalität unter Alkohol ausgelebt? Ich hoffe die Frage ist nicht zu persönlich.


    lg Maik

  • Zitat von Frozen Tears


    ich fühle mich gerade an etwas erinnert. Ich habe Schwierigkeiten mir Wege zu merken. Andere können das oft nicht verstehen und versuchen mir ihre Art und Weise zu erklären, wie sie es machen. Das hilft mir leider überhaupt nicht. Ich bin sozusagen straßenblind. Für mich sieht ein Hinweg total anders aus als ein Rückweg und ich brauche meine eigenen Strategie, um mich zu orientieren.

    Guten Morgen,

    diese Form der räumlichen Desorientiertheit gibt es. Das Thema kann hier aber nicht diskutiert werden. Wenn du darunter leidest, wende dich bitte an deinen Arzt.

    LG Jonas

  • Zitat von Contemplation

    was hast Du da eigentlich gemacht als Du betrunken warst? Musik gehört, oder ähnliches? Die gesteigerte Emotionalalität unter Alkohol ausgelebt? Ich hoffe die Frage ist nicht zu persönlich.

    Guten Morgen,

    ich war nicht einmal betrunken, nur mein Reizfilter wurde für einige Stunden etwas nivelliert. Für mich hat sich das dumme Trinkritual in keiner Weise gelohnt.

    LG Jonas

  • Hm, in keiner Weise gelohnt klingt für mich gerade komisch. Denn Du hast ja dennoch weiter getrunken. Alkohol ist ja ein genußmittel. Gab es für Dich überhaupt nichts, keinerlei Veränderung, was Du als Genuß beschreiben könntest?
    Einige macht es ruhig udn relaxed, andere macht es aufgedreht; andere trauen sich plötzlich alles mögliche zu tun oder zu sagen, andere kommen in lustige Stimmung und lachen nur noch; anderen ist alles egal, was die Leute über ihn denken; andere vergessen für einen Moment, dass sie nen Haufen Schulden oder sonstwas haben ....
    Wieder andere trinken, weil es ihnen einfach nur gut schmeckt.
    Das sind alles Erscheinungen, die ich vom Alkohol kenne, für die man aber weder abhängig noch betrunken sein muß, sondern erstmal nur beschwippst.
    Trat sowas auch nie bei Dir auf?

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