Aram Aufnahme

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo.

    Hast du denn schon länger Depressionen oder lastet die ganze Situation auf deiner Seele?

    Gehe einen Schritt nach dem anderen. Wenn man versucht alles auf einmal zu regeln und zu verarbeiten wird es schnell zu viel.

    Du bist sehr stark!

    Sonst würdest du ja nicht in die Klinik fahren. Du wirst auch das meistern!


    Hängst du sehr an der Wohnung? Oder wäre ein kompletter Neuanfang nicht vielleicht auch ein schöner Gedanke. Eine neue Wohnung ohne Erinnerungen...


    Liebe Grüße Lykka

  • Danke Lykka,

    Mir geht es auch nicht gut. Aber ich rede nicht darüber, ich merke dass es anderen sehr schnell zu viel wird. Also sag ich immer dass es mir gut geht. Aber wenn ich alleine bin, kommt alles raus!

    Ja, ich hänge sehr an der Wohnung, das weiß er auch.

    Und deshalb bin ich mir nicht sicher ob er jetzt gerade seine Situation dazu nutzen kann um in der Wohnung zu bleiben.

  • dass er nicht imstande sein wird, die Wohnung und seine Umgebung zu verlassen. Dass er dazu vielleicht zu instabil ist?

    das könnte er tun, aber das weiß keiner.

    Ich arbeite in diesem Bereich und habe es schon oft erlebt, das sich nach der Alkoholbehandlung und einer Langzeittherapie die Depressionen häufig sehr gebessert haben.

    Alkohol und Depressionen ist oft, wie das Henne / Eiprinzip. Was war zuerst da?

    Deshalb ist es bei dieser Konstellation so wichtig, erst einmal den Alkoholismus zu behandeln.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Wie ist denn die rechtliche Lage mit der Wohnung?
    Gehört sie euch beiden / steht ihr beide im Mietvertrag?


    Ich weiß nicht wie die Regelung ist. Ob der Vermieter dann entscheidet.
    Oder wer das gesicherte Einkommen hat. Oder der Gesundheitszustand.


    Ich kenne das auch, dass man eher alleine stark sein möchte, um andere nicht zu nerven. Meistens ist man selbst aber immer für alle anderen da. Was im Endeffekt dazu führt dass man irgendwann nicht mehr kann...


    Aber du hast dir ja auch schon ein Stück Hilfe gesucht, da du dich hier angemeldet hast.


    LG Lykka

  • Guten Abend, ich muss in dieser Runde etwas mitteilen, weil ich nicht weiß, ob es euch auch so ergangen ist. Wie ich schon geschrieben habe, ist mein Mann in der Klinik. Er wird dann auch wegen Depressionen behandelt. Das ist ja alles gut für ihn. Aber ich frage mich, ob es jemandem auffällt, dass ich unter sein Trinken sehr gelitten habe. Ich bin absolut fertig mit den Nerven, weine jeden Abend, kann keinen Psychiater finden - da keine Termine... Und meine Freunde sind nur bedingt aufnahmefaehig!

    Die Depressionen die wir durchmachen werden wohl gar nicht anerkannt!

    Tut mir leid wenn ich gerade unstrukuriert geschrieben habe, aber ich bin gerade sehr verzweifelt!!

  • Liebe Aram,


    Deine Verzweiflung und Hilflosigkeit kann ich verstehen!


    Du bist unglaublich traurig, weil alles zusammenbricht...


    Schau mal:


    Telefonseelsorge - Hilfeportal - Diakonie Deutschland


    Vielleicht kannst Du dort direkte Hilfe bekommen oder Tipps,

    wie es für Dich leichter wird.


    Da kannst Du Dir bestimmt alles von der Seele reden!


    Ich wünsche Dir viel Kraft und umarme Dich in Gedanken!


    Liebe Grüsse

    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Guten Morgen Aram,


    das mit der Telefonseelsorge der Diakonie ist ein guter Tip.

    Du könntest auch allgemein bei der Diakonie anrufen und um einen Termin bitten. Das ist dann zwar keine Therapie, aber man kann ein paar Stunden Gespräche führen gegen Spenden. So kenne ich es zumindest aus meiner Gegend.


    Wie wäre es, wenn Du zu Deinem Hausarzt gehst und ihn um Hilfe bittest?


    LG Cadda

  • Hallo nochmal Aram,


    ich habe jetzt noch einmal bei Dir reingelesen und möchte Dir noch etwas schreiben. Es ist wichtig, dass DU einen Schritt machst, um weitere Hilfe zu bekommen. Genau so, wie es wichtig ist, dass der Alkoholiker einen Schritt macht, um Hilfe zu bekommen, muss es auch der oder die Co.-Abhängige tun. Du weißt im Grunde genommen ja auch, dass es so ist, sonst hättest Du Dich hier nicht angemeldet. Das Forum ist ja auch eine Hilfe und es ist gut, dass Du den Schritt schon mal gegangen bist. Wenn Du allerdings merkst, dass es Dir immer noch schlecht geht bzw. sogar noch schlechter und Du weitere Hilfe benötigst, dann solltest Du Dich darum kümmern. Du schreibst, dass niemand erkennt, dass es DIR schlecht geht. Vielleicht wird es doch erkannt, aber was sollen Andere machen? Du wolltest schon einmal zum Arzt gehen, habe ich hier gelesen. Warst Du inzwischen denn schon einmal dort?


    Lykka hatte Dich gefragt, wie es denn rechtlich mit Eurer gemeinsamen Wohnung aussieht und ob ihr Beide im Mietvertrag steht. Das hat sie Dich ja gefragt, weil man in den Beiträgen zuvor gemerkt hat, wie sehr Dich das Thema beschäftigt. Du wirst mit Deinen Sorgen also gesehen, Aram! Aber Du hast die Frage gar nicht beantwortet, so dass man den Eindruck hat, Du möchtest Dich mit dem Thema Wohnung im Moment doch gar nicht weiter auseinandersetzen. Was ich damit sagen will: Es wird oft gesehen, was einen bedrückt. Aber handeln muss man dann selbst, um etwas zu bewegen.


    Wie ist denn jetzt der Stand mit Deinem Mann? Bist Du dabei geblieben, dass es kein Zurück mehr gibt, weil die Verletzungen zu groß sind auf Deiner Seite?

    Hat sich etwas ergeben wegen der Wohnung?


    Diese beiden Fragen betreffen belastende Situationen. Da ist es kein Wunder, dass es einem schlecht geht und man Hilfe benötigt, sich damit auseinander zu setzen. Such Dir die Hilfe. Entweder durch weitere Hilfe, indem Du zum Arzt gehst oder Dich wie von Elly beschrieben an die Diakonie wendest. Oder eben, indem Du Dich hier tiefergehend mit den Fragen wie Trennung bzw. Wohnsituation austauscht und damit vielleicht mehr Steine ins Rollen bringst.


    Liebe Grüße


    Cadda

  • Hallo Cadda, ich wollte die Frage von Lykka nicht ignorieren. Ich bin auch dankbar für euren Beiträge. Ich bin nur manchmal einfach Kraftlos. Ich schreibe das nicht weil ich Mitleid haben möchte.

    Die Wohnung gehört uns beiden. Falls mein Mann sich dazu bereit erklären sollte die Wohnung zu verlassen werde ich die ganzen Kosten übernehmen muessen (schwierig für mich, da ich nicht mehr arbeite). Also ist das ist nicht einfach erklärt.

    Ich möchte mich immer noch von meinem Mann trennen. Es gibt für mich kein Zurück mehr.

    Beim Hausarzt war ich schon. Er konnte mir nicht helfen.

    An die Diakonie habe ich mich bisher nicht gedacht.

    Vielen Dank für die Antworten.

  • Hallo Aram,


    wenn es so oder so schwierig wird mit der Wohnung, unabhängig davon, ob er auszieht oder nicht.... ist es dann nicht vielleicht langfristig gesehen besser, sich mit dem Gedanken anzufreunden, sich etwas Neues zu suchen?


    Ich weiß, Du hängst an der Wohnung, hattest Du geschrieben. Aber glaub mir, es kann auch befreiend sein, nochmal woanders neu anzufangen. Es muss ja gar nicht unbedingt in einer anderen Gegend sein. Ich meine einfach nur das Zuhause.

    Ich bin damals von einem großen Haus in eine 3-Zimmer-Wohnung gezogen und wenn ich keine Kinder haben würde, wäre es vermutlich noch kleiner geworden. Und es ist so ein schönes Gefühl gewesen, neu zu starten. Allein, in Freiheit und zufrieden. Es neu und schön einzurichten und sich einfach nur wohl zu fühlen. Neue Rituale schaffen usw. Vielleicht ist genau DAS einfacher für Dich. Dass DU diejenige bist, die geht.

    Du musst ja nicht sofort entscheiden. Aber Du könntest die positiven Punkte sehen und Dich eventuell damit anfreunden.


    LG Cadda

  • Hallo Aram!


    Als ich mich damals von meinem Mann getrennt habe bin ich ausgezogen. Wir hatten ein großes Haus mit sehr großem Grundstück. Heutzutage bin ich froh daß ich diesen Schritt gegangen bin denn das Haus barg ja viele unschöne Erlebnisse und meinen ganzen Leidensweg. Finanziell konnte ich mich mit meinem Mann gütlich einigen.


    Es war für mich aufregend mich wohnlich neu zu orientieren, ich zog in ein kleines Häuschen das kernsaniert wurde. Mit viel Liebe und Eigeninitiative habe ich daraus ein gemütliches Heim geschaffen. Hier bin ich noch immer glücklich und zufrieden und möchte nie mehr weg. Im Nachhinein bin ich auch froh daß ich diejenige war die ausgezogen ist denn das große Haus mit Grundstück bedeutete auch sehr viel Arbeit. Als mein Mann gestorben ist habe ich das große Haus verkauft und den Erlös mit meinen Kindern geteilt.


    Vielleicht müsstest du dich auch beim Anwalt beraten lassen wie es mit der gemeinsamen Wohnung geregelt wird. Ich kann mir vorstellen daß nicht nur das Finanzielle belastend ist sondern daß es dir auch psychisch schlecht geht. Aber auch du kannst dich psychisch behandeln lassen das Recht steht dir genauso zu. Aber es ist wirklich so wenn man nicht selbst aktiv wird passiert da nicht viel.


    Ich habe auch schon eine Psychotherapie gemacht ich hatte ein ärztliches Attest daß ich psychologische Hilfe brauche das legte ich der Krankenkasse vor.

    Innerhalb von 3 Wochen hatte ich einen Platz ich musste aber so flexibel sein daß ich die nächste Stadt in Betracht zog, vor Ort habe ich auch nichts bekommen.


    Damals war ich oft verzweifelt und alles war mir zuviel aber ich habe einfach funktioniert. Aber als ich das erste Mal in meinem neuen Häuschen über Nacht blieb war das überwältigend und ich habe tief und fest geschlafen. So langsam ging es wieder aufwärts mit mir, ich würde meinen Weg immer wieder gehen denn es kann nur besser werden.


    Hast du schonmal eine psychosomatische Reha in Betracht gezogen, die könntest du mit deinem Hausarzt gemeinsam beantragen und mal ein paar Wochen nur für dich würden dir bestimmt gut tun.


    LG Marie

  • Hallo Aram,

    Ich kann dich gut verstehen, in der Klinik kommen die Angehörigen zu kurz, das ist definitiv so.

    du kannst dich an eine Suchtberatung wenden, die bieten dort Angehörigengespräche an.

    Ich habe das damals auch getan, es war eine sinnvolle und gute Überbrückung bis zum Beginn meiner Psychotherapie.

    Einen Termin beim Anwalt hatte ich mir auch gemacht, das kostet zwar etwas, aber du siehst klarer und ich fühlte mich gewappnet.

    Es gibt auch Möglichkeiten für dich, Psychologen haben auch Möglichkeiten dich anzunehmen, wenn auch nicht gleich eine engmaschige Therapie in Frage kommt.

    Telefoniere drauf los, und lass dich nicht entmutigen.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Vielen Dank für die Antworten. Ich weiss es sehr zu schätzen.

    Ich hänge sehr an diese Wohnung und möchte nicht wegziehen und so leicht kann mann in dieser Stadt auch keine Wohnung finden.

    Ich werde nochmal mit meinem Arzt sprechen, um zu sehen, ob er mir eine Reha verschreiben kann.

    Ich sollte auch zum Anwalt, das ist richtig.

    Ich besuche meinen Mann morgen in der Klinik. Ich spreche ihn nochmal auf die Scheidung an. Ich bin nicht sicher, ob er weiß, daß ich es ernst meinte. Ich moechte, dass wir im Guten uns trennen und nicht mit Streit. Falls es möglich ist.

    In der Klinik scheint er sich erholt zu haben und jetzt, da er nicht trinkt, ist er nicht mehr so grausam.

    Aber zurück kann ich auch nicht mehr.

  • Guten Abend Aram,


    es liest sich schon gefasster, was Du schreibst. Es ist gut, dass Du alles durchspielst und Deine Chancen wahrnehmen willst.


    Wenn Du nicht mehr berufstätig bist, dann könntest Du auch in einer anderen Stadt neu anfangen. Oder wäre das gar keine

    Option?

    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

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