orangeblau - Partner Alkoholiker oder bilde ich es mir nur ein

  • Ich könnte auch nicht sagen, dass ich dauernd dem Mantra folgte "Ich will/muss helfen!". Aber ihn als Person wollte ich viele Jahre nicht aufgeben. Ich bin da so ner Art luftschloss hinterher gejagt. Aber klar, kann auch pure Co-Abhängigkeit gewesen sein. Die ist ja gerade deshalb so tückisch, weil sie eng mit Gefühlen für die Person verwoben ist.

    Jetzt hab ich mich damit abgefunden, dass er nix dauerhaft ändern konnte.


    Bei mir ist es auch nicht so, dass ich dem Mantra „Ich muss helfen/retten“ gefolgt bin.

    Bei meinem Exmann ist mir nach 8 Jahren Beziehung bewusst geworden, dass er Alloholiker ist. Ich habe damals eine Kiste Bierflaschen gefunden, alle mit Wasser gefüllt. Es fiel mir wie Schuppen vor die Augen, werde diesen Tag nie vergessen.

    Im Nachhinein war er schon vor unserer Beziehung abhängig bzw zumindest hochgradig problematischer Konsum.

    Ich habe all die Jahre KEINEN EINZIGEN Gedanken an Alkoholsucht verschwendet vor diesem Erlebnis. Danach ging das retten/helfen/bekehren wollen natürlich schon los…die Beziehung hat sich nach dieser Entdeckung meinerseits total toxisch entwickelt. Habe mich dann getrennt, als ich gemerkt habe, dass es nichts bringt. Das war 2,5 Jahre nach meiner Entdeckung.

    Beim 2. Mann ging ich natürlich bewusster an die Sache ran aufgrund der Erlebnisse mit dem Ex. Klar war es mir aber auch nicht von Anfang an, dass er ein Problem hat. Und ja, ich wolle keine Beziehung eingehen oder ihn so meinen Kindern vorstellen. Beendet hat trotzdem er es vor mir.

    Beide Male ging es mir scho um den Menschen. Mit meinem Ex wollte ich alt werden.
    Der zweite ist ebenfalls genau mein Typ Mensch gewesen, charakterlich, Art alles…

    2 Mal editiert, zuletzt von orangeblau (16. Mai 2026 um 12:27)

  • Hallo!


    Hatte heute einen schönen Tag.

    Habe mit den Kindern einen netten Ausflug gemacht.
    Später im Liegestuhl gemütlich gelesen und vorher noch gemalt.

    Geht mir richtig gut heute, die Gedanken kamen gelegentlich, aber ich versuche sie zu stoppen. Mir ist Ruhe in meinem Kopf, nicht mehr über die Probleme nachdenken müssen fast schon unheimlich. Scheint so als hätte ich mich über die Jahre dran gewöhnt ständig Achterbahn wegen den Alkoholikern fahren zu müssen, ständig Gedanken und Sorgen.

    Ich bleibe dran, für meine Kinder, für mich, für meinen Frieden, meine Ruhe und mein Glück.

  • Ungewohnt aber gleichzeitig erleichternd mir dir Erlaubnis zu geben endlich an mich zu denken.


    Ich habe meine Kindheit überstanden, ich habe mich von meinem Mann getrennt, ich wäre fast wieder in der gleichen Scheisse gelandet.

    Aber das ist alles vorbei. Lieber nach vorne schauen.

    Neuanfang und diesmal anders. Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben.

  • Liebe orangeblau,

    ich kann sehr gut verstehen, dass in dir viele Fragen sind. Es ging mir damals auch so. Ich habe viel bei den Alkoholikern gelesen, das hat mir geholfen, mich selbst einordnen zu können.

    Es hat mir geholfen zu erkennen, dass ich keine Verantwortung für seinen Konsum hatte, dass ich keine Schuld daran getragen hatte, dass ich nichts hätte tun können.

    Daraus konnte ich Frieden mit mir schließen.

    Ich bin tatsächlich die Letzte, die dir irgendetwas unterstellen möchte. Du hast gelebt und gehandelt wie wir Cos das grundsätzlich ähnlich tun. Sonst wären wir keine Coabhängigen. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung dass es für mich dann auch wichtig war, auf mich selbst zu gucken.

    Auf ihn hatte ich lange genug geschaut, mich selbst vergessen. Es war wichtig, dass ich mich selbst wieder in den Mittelpunkt meines Lebens gestellt habe. Mein eigenes Leben nach und nach geordnet habe um meinen Weg, unabhängig von ihm, gehen zu können.

    Um meinen eigenen Wert wieder spüren zu können. Das war wichtig um mich lösen zu können.

    Mein Hinweis im Fragen an Alkoholiker Fädchen war dazu gedacht, dass du den Fokus wieder mehr auf dich legst. Es war nicht gemeint dich abzuwerten oder dir was zu unterstellen. Es tut mir leid wenn das so angekommen ist.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo orangeblau!

    Als ich hier ins Forum kam hatte ich mich bereits getrennt. Ich bin aus einer langjährigen Beziehung ausgebrochen weil ich dachte wenn ich jetzt nicht gehe werde ich den Mut und die Kraft nicht wieder aufbringen, so fertig war ich damals. Hier im Forum habe ich viel dazugelernt was den Alkoholiker betraf. Für mich war ER der Böse der mich aus meine Paradies vertrieben hat und mich empfand ich als armes Opfer.

    Das ich co-abhängig war habe ich erst nach und nach begriffen. Irgendwann wollte ich gar nicht mehr wissen was ein Alkoholiker so empfindet, ich las zwar sehr viel bei den Alkoholikern aber so richtig verstehen kann ich es bis heute nicht. Muss ich aber auch nicht, es ging ja um mich und meine Zukunft, die ja ohne ihn stattfinden sollte.

    Das Einzige was ich bedaure ist daß ich nicht schon viel früher den Absprung gemacht habe. Ich hätte mir viele bittere Jahre ersparen können. Alkoholismus ist zwar eine Krankheit aber nicht meine Baustelle. Ich könnte noch den Rest meines Lebens grübeln und erzählen was ich so Schlimmes erlebt habe aber was bringt das?

    Mein Mann ist vor 9 Jahren an seiner Sucht verstorben, er hat zum Schluß sehr gelitten. Irgendwann habe ich auch verstanden daß die Sucht so stark sein kann daß es viele nicht schaffen mit dem Trinken aufzuhören. Ich fühlte mich nicht mehr schuldig und verantwortlich für seine Sucht.

    Natürlich denke ich noch öfters an meinen Mann, ich habe aber Frieden geschlossen damit. Ich habe gelernt auf mich zu schauen und mich in den Vordergrund zu stellen. Meistens bin ich recht zufrieden mit mir, ich habe 2 wunderbare erwachsene Kinder und ein liebes Enkelkind. Ich möchte real nichts mehr mit der Sucht zu tun haben, mir sind andere Dinge viel wichtiger geworden.

    Es ist ein längerer Prozess sich von allem zu lösen und du sollst viel Geduld mit dir haben, du hast viel geschafft.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Ich weiß das alles.


    Ich trauere momentan stark. Um die Männer, um mich, um die Kinder die nie eine normale Familie haben werden, um alles was hätte sein können.

    Fühle mich fast schon schuldig dass ich geliebt habe.

  • Hallo orangeblau,

    danke für deine Fragen. Ich verstehe dich, warum du das loswerden musst. Mir geht es auch nicht anders. Ich denke, wir beide stehen ungefähr am gleichen Punkt in unserer Entwicklung.

    Ich habe verstanden, dass ich Co bin und mich aus meiner Situation befreit. Ich bin nun seit fast einem Jahr getrennt. An der Stelle könnte ich sagen „Ende gut, alles gut“ und mich hier ausklinken. Aber so einfach ist das leider nicht. Es bedeutet Aufarbeitung.

    Ich muss weiter wachsam sein, um nicht wieder in die gleiche Falle zu tappen und leider muss ich weiterhin mit den Alkoholikern in meinem Umfeld leben.

    Ob es nun mein Vater ist, der allen versucht klar zu machen, dass es kein Problem gibt. Oder mein Bruder der inzwischen besorgniserregende Verhaltensweisen an den Tag legt und mir zu verstehen gibt, dass ich übertreibe. Oder mein Noch-Mann, der mich weiterhin beleidigt und beschimpft, mir die Schuld zuschiebt und sein Leben weiter der Bach runtergehen lässt. Mit dem ich aber gerade versuche eine Scheidung über die Bühne zu bringen und wir ein gemeinsames Sorgerecht ausüben müssen.

    Ich würde mir wünschen, all diese suchtbelasteten Menschen aus meinem Leben aussperren zu können, doch dann bleibt da von der Familie nicht mehr viel übrig. Und schon zieht man sich wieder zurück aus dem Sozialleben.

    An Dates oder Verabredungen ist gar nicht zu denken, da auch hier schnell eine ungute Situation entstehen kann. Aber ist die Situation überhaupt bedenklich? Hat der Gegenüber ein alkoholproblem und ich sollte mich besser fernhalten oder trinkt er nur ein Glas Wein oder Bier zum schönen Essen?

    Das Problem für das Verständnis und die Einordnung hat sich nach außerhalb der ursprünglichen Suchtbeziehung verlagert. Deswegen ist es auch für mich wichtig, bestimmte Verhaltensweisen zu verstehen oder einordnen zu können. Zumal einem ja jahrelang eingeredet wurde, dass es anders ist. Oder man erst gar keine Antworten bekommen hat. Das ist reiner Selbstschutz und Selbstfürsorge. Ich achte auf mich und schaue, das es mir gut geht.

    Ich danke dir für deine Fragen.

    LG ☀️

  • Hallo Sonnenschein!


    Danke für deinen Beitrag.

    So geht es mir auch!


    Ich muss auch weiterhin mit den Alkoholikern in meinem Umfeld leben. Wobei sind das überhaupt Alkoholiker? Deswegen auch meine Fragen, ich habe solche Schwierigkeiten meiner Wahrnehmung zu vertrauen. Es wurde mir ja oft genug ausgeredet…


    In die Falle getappt bin ich, leider.

    Ich hatte genau 1 Mann kennengelernt nach meinem Ex. Erst dachte ich mir, ich darf mich nicht so anstellen und dass ein bisschen Alkohol ja dazu gehört und ich bestimmt wegen meinem Ex übertreibe, überängstlich und zu unentspannt bin. Auch Freundinnen, Familie haben mich darin bestärkt.

    Ich bin so fertig, dass mir das ein zweites Mal passiert ist. Ich hatte ihn so gern. Er war wie ein Geschenk nach meinem missbräuchlichen, narzistischem Ex. Und dann bin ich aufgewacht.


    Ich trauere sehr und bin sehr verwirrt, trauere meiner Wahrnehmung nicht. Deswegenmeine Frage zu den Entzugserscheinungen.

    Ich bin momentan sehr, sehr traurig.

    Kapsle mich auch schon aus meinem Umfeld ab. Man will mir helfen, mich aufmuntern, mit mir „was trinken gehen“, weil es mir ja „gut tun würde mal wieder rauszukommen“. Genau das will ich nicht. Alkohol damit will ich nichts mehr zu tun haben.

    Ich finde, wenn man einmal sowas erlebt hat, dann sieht man plötzlich überall Alkoholiker. Wenn man sich einmal mit dem Thema beschäftigt hat, hinterfragt und beobachtet man einfach das Trinkverhalteb der Personen im Umfeld und meiner Meinung nach gibt es sooo viele die ein Problem haben oder es viel zu locker sehn….oder sehe doch ich es zu eng?

    2 Mal editiert, zuletzt von orangeblau (28. Mai 2026 um 13:49)

  • Hallo orangeblau,

    das erlebe ich auch so, auch nach so vielen Jahre noch. Ich sehe bestimmte Situationen oder Menschen mit anderen Augen, sehe, wieviel Alkoholiker und Alkoholmissbräuchler es gibt.

    Du kannst da deinen Wahrnehmungen ruhig trauen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo orangeblau,

    das erlebe ich auch so, auch nach so vielen Jahre noch. Ich sehe bestimmte Situationen oder Menschen mit anderen Augen, sehe, wieviel Alkoholiker und Alkoholmissbräuchler es gibt.

    Du kannst da deinen Wahrnehmungen ruhig trauen.

    Liebe Grüße Aurora



    Danke Aurora für alle deine Beiträge.

    Ich fühle mich oft ganz allein mit meiner Einstellung, denke ich sehe die Dinge zu eng, habe Angst, dass ich mich selbst ausschließe, weil ich das ganze nicht mehr so locker sehe wie früher.

    Imme wieder diese Zweifel, dass es doch „normal“ ist mal was zu trinken und ich es mir selbst verbockt habe durch meine Überempfindlichkeit, ein Partner zu finden schwierig ist, weil gefühlt alle Männer gern trinken. Zumindest in meinem Umfeld.
    Es ist „normal“, dass gerade Männer in Gesellschaft oder zum Feirabend Bier trinken. Ich kenne das nicht anders…mein Vater trinkt auch abends täglich sein Bier, genauso mein Bruder, aber die sind doch kein Alkoholiker? Ich bin verwirrt.

    Mir fällt es sehr schwer ein gesundes Verhältnis zu Alkohol zu entwickeln, obwohl ich selbst „nur“ Co-Abhängig bin.

    Einmal editiert, zuletzt von orangeblau (28. Mai 2026 um 14:16)

  • Hoffentlich geht es mir auch irgendwann wie euch.

    Ich bin noch nicht mal 40. Meine Kinder sind in der Grundschule und Kindergarten. Mein Alltag ist oft hart.

    Gräm dich bitte nicht, ich bin nun 53 Jahre alt und habe 4 Jahre in dieser Dynamik gehangen. Mit 6x on/off und so viel Hoffnung jedesmal. Auch ich versuche aktuell "sein" Gehirn zu verstehen und ob die Manipulationen und das Absprechen meiner Wahrnehmungen bewusst oder unbewusst durch sein "Suchthirn" durchgeführt wurden. Auch mir ist klar, dass ich keine stichhaltige Antwort finden werde (die weiss er sicher selbst noch nicht mal, er hat ja bis vor 6 Wochen 0% Verantwortungsbewusstsein gehabt). Ich denke, es gehört für uns auch dazu Antworten oder eine Logik dahinter finden zu wollen. So wie wir die Alkoholiker nicht verstehen können, so können uns sicher die Alkoholiker nicht verstehen. Wir sind ja irgendwie 2 Seiten der gleichen Medaille. Ein Suchtsystem.

    Auch ich trauere um diese Beziehung, da ich dachte mit 53 Jahren, großen Kindern aus 1. Ehe und der dazugehörigen Scheidung, nun angekommen zu sein. Ich möchte auch nicht nochmal von vorne anfangen und auf Partnersuche steht mir so gar nicht der Sinn. Werde ich nochmal vertrauen können und mich für jemanden öffnen können? Keine Ahnung...Und wenn ja, matche ich wieder mit einem ähnlichen Typ Mann?

    Aber nun versuche ich wieder in meinen Alltag zu kommen, meinen Selbstwert aufzubauen und mich auf mich zu konzentrieren. Ich bin schon froh, wenn irgendwann diese emotionale Bindung zu ihm durchbrochen ist und ich mich wieder komplett frei fühle.

    Ich bin ein EKA und spüre mit Ü50 noch die Auswirkungen meiner Kindheit. Du wirst mit deinem Mut dich zu trennen deinen Kinder vermutlich einiges erspart haben. Darauf kannst du stolz sein.

  • Ich bin EKA, und habe mir zu dem Thema erst als Erwachsene Gedanken gemacht. Meine Toleranzgrenze war sehr hoch. Weil mir das so normal vorkam, daß abends was getrunken wird. Erst als mein Vater bei einem gemeinsamen Ausflug mittags Bier zum schlafen wollte, bin ich aufgewacht und wahnsinnig erschrocken. Und dann hinterher erst gesehen, wie sehr das mit meiner Familie verknüpft war. Wobei meine Mutter sehr darunter gelitten hat, und es unzählige Male thematisiert hat.
    Ich war da aber glaube ich genauso taub auf den Ohren, und wollte mich auch nicht damit beschäftigen.

    Aber vorallem habe ich mir das Dableiben abgeschaut von meinen Eltern. Trotz daß es nicht gut lief, blieb man zusammen für die Kinder. Ich selbst habe es dann auch so gemacht (keine Kinder, aber das Aushalten, dableiben, hoffen auf was, was nie kommt). Das Mindset versuche ich jetzt erst umzupolen. Wollte ich, daß meine Eltern sich verstehen? Klar. Aber es ging nicht, die Spannungen waren immer da. Ja, es gab schöne Momente, aber letztendlich sind sie darin geblieben mit der irren Hoffnung, daß doch noch alles gut wird.

    Insofern: daß ihr euch getrennt habt, Sonnenschein und Orangeblau ist vermutlich ein Segen auch für eure Kinder. Sie sehen, daß ihr was tut, das ist so wertvoll.

    Einmal editiert, zuletzt von koda (28. Mai 2026 um 14:43)

  • Hallo Orangeblau,

    Oh, da kann ich dich so gut verstehen.

    Das belastet meinen Alltag im Moment auch. Ich soll mich auf mich konzentrieren und keine Fragen stellen. Die Fragen muss ich aber stellen, um zu verstehen und einzuordnen.

    Pass ich nicht genug auf? Sollte ich mich von dem Menschen fernhalten? Übertreibe ich? Bilde ich mir etwas ein? Bin ich überempfindlich?

    Und bevor ich etwas falsch mache, dann halt zurückziehen. Ende vom Lied. Ich habe zu den meisten männlichen Familienmitgliedern kaum noch Kontakt und traue mich nicht neue Menschen kennenzulernen.

    Durch deine Fragen habe ich z.B. gerade zum ersten Mal realisiert, dass das nächtliche starke Schwitzen meines Noch-Mannes all die Jahre wahrscheinlich Entzugserscheinungen waren. Im Nachhinein denk ich mir jetzt: „Ja klar, macht Sinn.“ Damals wurde mir gesagt: „Ich bin bestimmt krank und habe Fieber.“ Oder „Ich habe eine Glatze und da schwitzt man dann nun mal so viel am Kopf.“

    Lass dich nicht irritieren. Nur ein Co kann verstehen, wie sich ein Co fühlt. Genauso wie wir nicht verstehen können, wie sich ein Süchtiger fühlt.

    LG ☀️

  • Ja klar war die Trennung richtig und gut für die Kinder. Da gab es für mich keine andere Richtung.


    Ich bin ja auch EKA. Mutter zwar trocken, Vater trinkt auch jeden Tag, weiß aber nicht ob er Alkoholiker ist?
    in der weiteren Verwandtschaft gibt’s noch mehr Alkoholiker, auch welche die sehr früh daran gestorben sind. Bei uns geht das quer durch alle Generationen sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits.

    Ich habe mir auch erst als Erwachsene mit Mitte 30 mit dem Thema auseinandergesetzt als ich zum ersten Mal die Bierflaschen mit Wasser von meinem Ex gefunden haben. Vorher mein ganzes Leben nicht darüber nachgedacht.


  • Genau so geht es mir auch. Du bringst meine Gedanken auf den Punkt.

    Man muss die Dinge richtig einordnen um seiner Wahrnehmung zu vertrauen, meint man zumindest.


    Meine beiden haben auch sehr stark geschwitzt nachts….

    Ich vermute sogar, dass ein sehr warmer Körper (erhöhte Temperatur, leichtes Fieber) auch ein Symptom ist?

    Najo, deswegen meine Fragen an die Alkoholiker. Es geht nicht darum, dass ich noch helfen will, ich habe verstanden dass es nicht geht, sondern um die Erlebnisse richtig einzuordnen und Selbstvertrauen in diese eigene Wahrnehmung aufzubauen.

    Einmal editiert, zuletzt von orangeblau (28. Mai 2026 um 14:49)

  • Bei uns gab es zB auch sehr, sehr viele Situationen, die ich sehr persönlich genommen habe. Sehr abweisendes Verhalten. Dachte ich habe etwas falsch gemacht. Gerade bei Mann 2 sind mir diese noch sehr präsent.


    Im Nachhinein denke ich, dass es nichts mit mir zu tun hatte und evt. „Nur“ Saufdruck oder Entzugserscheinungen waren.


    Auch das würde ich gerne besprechen, am besten mit Alkis. Aber traue mich schon gar nicht mehr, weil dann nur wieder kommt, dass ich ein Co bin und mich damit nicht beschäftigen soll.

    Für mich aber wichtig um Frieden zu finden und Vorallem meine Selbstzweifel loszuwerden. Bilde ich mir zumindest ein.

  • Und ja Sonnnschein, ich habe mich auch nicht getraut neue Menschen kennenzulernen, gerade mit Männern hatte ich enorme Probleme.
    Möglichkeiten gehabt hätte ich schon….

    Dann kam der eine in mein Leben und ich dachte mir, stell dich nicht so an und den Rest kennt ihr….

    Jetzt ist es mir natürlich wieder mal vergangen bzw. noch schlimmer, WEIL ich weiß, ich suche mir immer die Falschen.

    Schreckliche Erkenntnis. Nach meinem Ex konnte ich mir ja noch einreden, dass ich einfach Pech hatte, aber nun sehe ich, dass es mein Muster ist. ;(

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