Maeron - Von der Krankheitseinsicht & meiner täglichen Abstinenz

  • Oh wie schön!

    Das freut mich wirklich sehr für dich! 🥳

    Wegen Craving, Träumen, Verarbeitung kannst du ja gerne mehr schreiben, wie ist es dir die letzten Monate ergangen?

    Schön zu lesen dass noch jemand von der Schippe gesprungen ist :)

    Alles Liebe Alexa

  • Hallo Maeron wie mir erscheint bist du in einer akuten Phase der Ausrutscher kann die Vorstufe für einen schlimmen Rückfall sein. VORSICHT gibt nicht alles auf was du dir erkämpft hast. Wenn du es nicht alleine schaffst suche Hilfe ShG, Freunde alles! Nur nicht zurück. Eine Frage wie lange warst du vor dem Ausrutscher trocken? Ich wünsche dir viel Kraft die Gründe zu finden und zu eliminieren. Verschenke nicht deine Freiheit und Gesundheit.

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 (21. August 2025 um 08:35) aus folgendem Grund: Bitte nur eigene Texte hier in der SHG. Externe Zitate und Links werden entfernt.

  • Hallo,

    Zurzeit fühle ich mich stabil!

    Ich war fast zwei Jahre trocken vor dem Konsum der zwei Getränke.

    Ich habe eine reale Selbsthilfegruppe und dieses Forum.

    Ich hoffe es wird irgendwann dauerhaft besser.

    Liebe Grüße

    Maeron

  • ist es dir die letzten Monate ergangen

    Also die Wochen direkt nach dem Konsum ging es mir gut und ich fühlte mich irgendwie sehr stark. Kein Verlangen. Das Verlangen kam nach einiger Zeit. Mir ist wieder überall Alkoh aufgefallen und ich haben vermehrt daran gedacht. Auch jetzt noch. Doch es schwankt.

    Ansicht fühle ich mich derzeit zufrieden und denke, dass ich die Gedanken zum Alkohol ganz gut einordnen kann.

    Ich träume vermehrt vom Konsum, wie schon geschrieb.

    Ich bin sauer darüber, dass ich abhängig bin. Es ärgert mich.

  • Ich bin sauer darüber, dass ich abhängig bin. Es ärgert mich.

    Was genau ist diese Wut? Ärgerst du dich, weil es dazu gekommen ist, weil du nicht mehr trinken darfst, oder diese doofen Zustände hast? Ich frage deshalb, weil ich Wut als Gefühl der Sucht gegenüber noch nicht hatte. Ich hatte Reue, weil ich besoffen so viel Mist gebaut und meine Kinder in schlimme Situationen gebracht hatte. Ich war genervt vom Suchtdruck, traurig über die verlorene Zeit. Aber wütend war ich noch nicht- deshalb finde ich das jetzt interessant.

  • Ich bin sauer darüber, dass ich abhängig bin. Es ärgert mich.

    Ärger und Wut sind starke Gefühle, richtig genommen können sie helfen.
    Wenn ich mich über etwas ärgere, was ich nicht mehr ändern kann, dann ist der Ärger kontraproduktiv.
    Ich kann mich ärgern, dass ich eine Beule ins Auto gefahren habe, vlt. hilft es die nächste zu vermeiden.
    Ärger darüber, dass ich Alkoholiker geworden bin, hilft mir nicht weiter, denn er kann nicht verhindern, dass ich nochmal Alkoholiker werde, weil ich es schon bin und immer sein werde.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Dadurch, dass ich abhängig geworden bin, ist mir vieles schönes genommen wurden. Ich kann nicht mehr entspannt Alkohol trinken. Kein entspanntes Feierabendbier mehr. Ich kann nicht mehr ausgelassen Feiern, mit Freunden richtig großartigen Spaß haben. Das macht mich wütend und traurig.

    Ja man kann auch ohne Spaß haben. Es gibt sie, die Momente ,die ich genieße und die ich ohne Alkohol nie hätte. Und ich finde Wege mich ohne Alkohol zu entspannen. Aber es ist schwerer wenn auch nachhaltiger.

    Trotzdem, mir fehlen die Freunde, mit denen ich so viel Spaß haben kann, wie ich es früher hatte. Und dann wurde ich abhängig und habe auch unglaublich viel unter der Scheiße die ich besoffen angestellt habe,gelitten.

    Ich will nicht mehr Saufen ,um das ganz deutlich zu sagen . Trotzdem habe ich manchmal diese Gefühle von Wut bzw Trauer (der Schwester von der Wut).

  • denn er kann nicht verhindern, dass ich nochmal Alkoholiker werde, weil ich es schon bin und immer sein werde.

    Das Bekanntmachen im Familien- und teils Freundeskreis führen zu sozialen Druck. Durch das Etikett wird das Thema zu einer sozialen Sache, die den Effekt hat,daß es nicht mehr nur meine persönliche Sache ist, sondern ein Rückfall zu noch mehr Pein führt. Stilles einfach mal probieren ist nicht möglich. Das ist ein Schutz. Doch es beschränkt meine Freiheit. Und mein Freiheitsbedürfnis ist stark.

    Hier zeigt sich wieder, dass ich teilweise noch nicht für mich trocken bin.

  • Hallo Maeron,


    ich lese / begleite dich hier jetzt ja auch schon eine Weile.


    Mir fällt heute dazu ein, dass ich mich, seit ich trocken bin, versuche nicht mehr selbst zu belügen. Und wenn ich es merke, dass ich mir was vormache, dann ist das ein Alarmzeichen für mich.

    Und mein Freiheitsbedürfnis ist stark.


    Ich nenn das mal Suchtgedächtnis. Oder?

    Viele Grüße

    Thalia

  • Ich nenn das mal Suchtgedächtnis. Oder?

    Ja, natürlich

    Mein Gedächtnis gehört zu mir. Ich könnte sagen, das hat nichts mit mir zu tun, es ist das Suchtgedächtnis. Es ist ja ein Teil von mir und das was ich denke und an was ich mich erinnern und Verlange. Klar,ich bin nicht meine Gedanken. So gesehen, es ist eine Seite von mlr,die so denkt.

  • Damals in deinem alter war ich noch nich soweit mir einzugestehen das ich Alkoholiker bin darum mein Respekt erstmal. Wenn ich damals schon den Schritt gegangen wäre hätte ich jetzt keine gesundheitlichen Probleme und vieles mehr, denk da mal drüber nach vielleicht hilft es dir ja ein wenig.

    Dadurch, dass ich abhängig geworden bin, ist mir vieles schönes genommen wurden. Ich kann nicht mehr entspannt Alkohol trinken. Kein entspanntes Feierabendbier mehr. Ich kann nicht mehr ausgelassen Feiern, mit Freunden richtig großartigen Spaß haben. Das macht mich wütend und traurig.

    Das war doch nur eine Illusion, wir haben in einer Scheinwelt gelebt, das ganze Leben ausgerichtet auf den König Alkohol, oder war es bei dir anderst?

    Freitag einkaufen damit bis Montag Stoff im Haus ist usw. ,abhängige sind ja auch irgendwie Sklaven, halt nur zufriedene Sklaven, soviel zur Freiheit.

    Du musst dir ein Hobby suchen glaube ich, die Langeweile ist unser größter Feind, mir geht es auf jedenfall so.

    Denk nochmal gut über alles nach und bleib stark.

    LG R/no

  • Stilles einfach mal probieren ist nicht möglich.

    Warum? Weil dann die anderen sagen, schaut her er trinkt wieder?
    Stilles einfach mal probieren ist für mich nicht möglich, weil ich Alkoholiker bin und Alkohol nicht kontrollieren kann.

    Das ist ein Schutz.

    Wenn ich wieder trinken wollte, dann trinke ich, weil es mir in dem Moment egal ist, auch egal, was andere von mir denken, da wäre für mich kein Schutz.

    Dadurch, dass ich abhängig geworden bin, ist mir vieles schönes genommen wurden. Ich kann nicht mehr entspannt Alkohol trinken. Kein entspanntes Feierabendbier mehr. Ich kann nicht mehr ausgelassen Feiern, mit Freunden richtig großartigen Spaß haben.


    Das ist nasses Denken. Denkst du es oder denkt es dir dein Suchthirn vor?

    Hier zeigt sich wieder, dass ich teilweise noch nicht für mich trocken bin.

    Damit hast du das nasse Denken erkannt, oder?
    Als ich erkennen konnte, dass das nicht ich bin, was da an Gedanken kommt und ich dem auch nicht folgen will, wurde es einfacher. Aber für die Erkenntnis brauchte es Achtsamkeit und Zeit. Achtsamkeit gegenüber meinen Gedanken und Zeit für das Verinnerlichen

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Dadurch, dass ich abhängig geworden bin, ist mir vieles schönes genommen wurden.

    Das hast Du Dir ja selbst genommen. Hättest Du halt früher aufgepasst. Hast Du aber nicht, so wie ich auch nicht.

    Freiheit....

    Hast Du schon mal probiert, für 10 Minuten die Luft anzuhalten?
    Von manchen Umständen werden wir nie unabhängig.
    Atmen muss ich, ich habe nicht die Freiheit, es zu lassen.

    Trinken könnte ich immer. Ich müsste nur die Konsequenzen dafür tragen.
    Ich war froh, als ich erkannt habe, dass ich die Freiheit habe, es zu lassen.
    Und Möglichkeiten, es unbemerkt zu tun, hätte ich einige, obwohl ich verheiratet bin und mit meiner Frau zusammen wohne.
    Ich fahre hin und wieder alleine in Urlaub, da kennt mich niemand.

    Ich beobachte seit vielen Jahren Rückfällige.
    Ich habe noch keinen gesehen, der durch einen Rückfall glücklicher wurde.

    In meinem Umfeld gab es mal einen Satz: Zweifel müssen weggesoffen werden.
    Was glaubst Du, wie es Dir gehen würde, wenn Du es probieren würdest?

    Wenn das wirklich besser wäre, tu es.


    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Also ich weiß ja nicht wie alt du bist, aber mein Partner hat die Verzichtsgedanken auch. Weil damals war es ja so lustig und Freiheit, und Ausgelassenheit, und Ausschweifung! Ich meine dazu: du bist jetzt bald 50, werd Erwachsen.

    Und wir sind jetzt 6 Jahre ein Paar, egal wann, wo, mit wem, und wieviel er getrunken hat, da war nichts von Freude und Ausgelassenheit. Es endet ausschließlich und immer! in Schuld, Scham, Elend, Zwang, Druck, Not, Selbstquälerei und was nicht alles.

    Aber so ist das halt als Co, ich kann es ihm nackt vortanzen, es geht nicht in den Kopf.

    lg Alexa

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