m65 - "Richtige" Trennung - wie? Alternativen?

  • Guten Tag.

    Ich bin männlich, BJ 1965.

    Ich bin einerseits ein EKA, meine Mutter hatte bis zu ihrem Tod 2012 keinerlei Krankheitseinsicht.

    Andererseits bin ich wieder in einer Alkohol-Problematk gelandet, meine Frau ist betroffen. Mindestens 5 J. Sie "funktioniert" beruflich aber sehr gut.

    Bis ca. 2017 waren wir zusammen unschlagbar. Wir sind fast 30 J. ein Paar, haben einen Teenie-Sohn.

    Mein Thema werde ich ggf. im Forum für Angehörige schildern.

    Bis dann, hoffe ich.

    m65

  • Hallo m65,

    die Alkoholsucht ist immer eine Familienkrankheit.
    Auch wenn deine Frau ,beruflich funktioniert‘ ist ihr Alkoholkonsum, (oder ist es schon Sucht?) ja inzwischen zum Problem für dich geworden.

    Schreibe hier gern noch etwas mehr über dich. In dieser Selbsthilfegruppe soll es ja um dich gehen.
    Was erhoffst du dir hier für dich?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Es ist Sucht.

    Ich erhoffe mir Erste-Hand-Informationen, die mein Leben als Angehöriger etwas leichter machen, wobei ich den Terminus Co-Alkoholiker nicht besonders mag (Angehörige eines an Schizophrenie erkrankten Menschen sind ja auch keine Co-Schizophrenen), aber das nur nebenbei.

    Bisher habe ich es immerhin geschafft, eine RÄUMLICHE Trennung zu bewerkstelligen, was mir zwar gut tut, aber - wie ich immer mehr erkenne - für mich nicht reicht.

    Ich warte mal mit konkreten Fragen, bis ich für das Angehörigen Forum freigeschaltet werde...

  • Ich erhoffe mir Erste-Hand-Informationen, die mein Leben als Angehöriger etwas leichter machen, wobei ich den Terminus Co-Alkoholiker nicht besonders mag (Angehörige eines an Schizophrenie erkrankten Menschen sind ja auch keine Co-Schizophrenen), aber das nur nebenbei.

    Niemand hat behauptet, du seist co-abhängig. Es gibt durchaus Angehörige, die überhaupt kein co-abhängiges Verhalten haben.
    Für den Austausch ist das auch überhaupt nicht relevant.
    Deinen Vergleich finde ich da schon ziemlich daneben.

    ‚Erste-Hand-Informationen‘ kannst du im Angehörigenbereich finden. Hast du da schon mal reingeschaut?

    Ich warte mal mit konkreten Fragen, bis ich für das Angehörigen Forum freigeschaltet werde...


    Hier geht es auch erstmal um deine Vorstellung.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo M65,

    Der Begriff Co-Abhängig mag Geschmacksache sein, im englischen heißt es oft enabler. Aber das ist nur ein Begriff. Hier geht es ja darum, sich von der Sucht des Anderen frei zu machen und wieder ein eigenständiges gesundes Leben zu führen und darum aus den typischen Verhaltensmustern auszusteigen.

    Wichtig ist ja, warum hast Du Dich hier angemeldet und was erhoffst Du für Dich von der Selbsthilfegruppe hier.

    Du schreibst Du hast Dich räumlich getrennt. Was bewegt Dich gerade?

    Grüße Momo

  • Hallo m65,

    herzlich Willkommen hier im Forum. :)

    Damit wir dich fürs Forum freischalten können, klicke bitte auf diesen Link und folge ihm, ein Satz reicht.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Danach wird dein Thema in den Angehörigenbereich verschoben und du kannst dich mit den anderen Betroffenen austauschen.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo m65,

    du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet und ich habe dein Thema in den Angehörigenbereich verschoben.
    Du kannst Dich jetzt überall austauschen, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Wenn du deinen Titel geändert haben möchtest, gib bitte Bescheid.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ich, m, BJ 1965, bin interessiert an Einschätzungen von Leuten, die betroffen waren oder sind, nicht von Leuten, die sich "nur reindenken".

    Ich bin ein EKA, meine Mutter hatte bis zu ihrem Tod 2012 keinerlei Krankheitseinsicht. Jetzt bin ich wieder in einer Alkohol-Problematk gelandet, meine Frau ist betroffen. Mindestens 5 J. Sie "funktioniert" beruflich aber sehr gut. Bis ca. 2017 waren wir zusammen unschlagbar. Wir sind fast 30 J. ein Paar, haben einen Teenie-Sohn.
    Zuletzt gab es immer Streit bis auf die Felge runter, ich musste eine räumliche Trennung haben (Mietwohnung, sie lebt im gerade abgezahlten Häuschen).

    Die räumliche Trennung tut gut, aber ich werde weiter immer trauriger. Morgens wache ich mit einem Gulli-Deckel im Bauch auf, der eigentlich bis zum Schlafen bleibt. Ich mache mir schlimme Sorgen, zumal ich bei meiner ersten Angehörigen-Karriere alles mögliche schlimme gesehen habe, vor allem Treppenstürze.

    Alanon half mir zeitweilig etwas, aber die eine Gruppe hier ist fast nur EKA orientiert, praktisch keiner hat akute Probleme. In der anderen sind nette Menschen, aber sie missachten krass die Regeln, z.B. keine Redezeit-Begrenzung und sie geben Ratschläge.

    Finanziell stehen wir ganz okay da, aber zwei Haushalte dieser Größe können wir uns nicht dauerhaft leisten, macht mir auch Sorge, zumal ich eigentlich noch vorsorgen müsste wg. Alter, bisher floss alles ins Haus.

    Meine Frau ist eine tolle unglaublich liebevolle Person, und sie liebt mich wirklich. Gerade war ich krank, da habe ich Sonntag morgens um 7 Uhr Brötchen und Vitamin C am Briefkasten u.ä.

    Sie gibt die Problematik aber null zu.

    2 x gab es trockene Phasen, es waren total schöne Wochen für mich, der Aufschlag war aber um so härter.

    Ich muss mir aber einfach eingestehen, dass diese Art Leben für mich nicht tragfähig ist.

    Bleibt nur die wirtschaftliche / richtige Trennung, also Scheidung, oder? Wie schafft man das nur?

    Danke für Eure Einschätzung.

  • Guten Abend m,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Bitte eröffne für Dich selbst keine neuen Beiträge, sondern schreibe einfach hier unten weiter.

    Ich habe Deine Beiträge zusammengefasst in einem Thread, damit es übersichtlich bleibt.

    Wenn Du einen neuen Titel für den Thread haben möchtest, dann teile das uns, den Moderatoren, mit und wir kümmern uns dann darum.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Willkommen bei uns.

    Nun sind wir ein Forum gemischt aus Alkoholikern und CO-Abhängigen, die betroffen waren oder eben noch sind. Alkoholiker trennen sich manchmal auch von Nichtsüchtigen, was auch nicht unüblich ist.

    Aber jetzt zu dir.

    Ich, m, BJ 1965, bin interessiert an Einschätzungen von Leuten, die betroffen waren oder sind, nicht von Leuten, die sich "nur reindenken".

    Es klingt irgendwie nach einer Ferndiagnose, dazu kann dir wohl niemand etwas sagen. Keiner kennt ja deinen Partner, der hinter der Sucht steckt. Jedoch, wenn die Sucht nicht gestoppt wird, gibt es eben nur zwei Möglichkeiten. Trennung oder sich damit abfinden. .

    Letztendlich liegt die Entscheidung bei deiner Frau, aber wie du sagst, scheint sie nach ihrem Empfinden kein Problem damit zu haben, also warum sollte sie etwas ändern?

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo m65

    Ich befinde mich grade im Trennungsprozess von meinem Lebensgefährten, mit dem ich fast 30 Jahre zusammen war. Auch wir haben ein Kind (12). Auch mein Lebensgefährte sieht sich nicht als Alkoholiker. Auch er funktioniert im Beruf top. Auch ich weiß, dass das keine Rolle spielt. Auch ich weiß, dass der Alkohol bei ihm an erster Stelle steht.

    Ich bin schon sehr lange hier in der Selbsthilfegruppe, aber ich stehe der Trennung und der Tatsache, dass ICH Dinge für Mich und unseren Sohn einfordern muss, so hilflos gegenüber, dass ich mir therapeutische Hilfe gesucht habe.

    Ich werde das Forum auch weiterhin auf dem Laufenden halten, wie es bei mir weitergeht (ist auch wie ein Tagebuch für mich, zum selber nachlesen). Gute Ratschläg habe ich leider wenige. Aber ich werde es hinbekommen und vllt möchtest Du bei mir mit lesen und vllt hilft Dir irgendetwas von dem was ich berichte. Aber wahrscheinlich bist Du schneller als ich (das ist nicht schwer), dann schau ich mir eben was bei Dir ab😃

  • Hallo m65,

    willkommen im Forum. Ich bin im Mai nach fast 33 Ehejahren ausgezogen. Auch bei meinem Mann gibt es keinerlei Krankheitseinsicht. Ich habe für mich beschlossen, dass ich dieses Versteckspiel nicht mehr mitmachen möchte. Darüber, was aus unserem Haus und unserer Ehe wird, hab ich noch nicht ernsthaft nach gedacht. Diese Trennung war schon ein gewaltiger Schritt für mich. Ich merke aber, je länger ich von zu Hause fort bin, desto klarer wird mir, dass ich nicht mehr zurück gehen werde. Ich habe sehr viel aufgegeben und noch ist meine neue Umgebung nicht das, was ich mir vorstelle und wünsche, aber ich bin mein eigener Herr. Das fühlt sich gut an. Diesen Gullideckel im Bauch hatte ich das letzte Jahr, als wir noch unter einem Dach wohnten. Der ist auch da, wenn ich an ihn denke, aber es wird weniger. Mein Mann ist kein schlechter Mensch und wir hatten wirklich tolle Zeiten. Das hat mich auch so lange in dieser Beziehung verharren lassen.

    Wie stellst Du dir dein zukünftiges Leben vor? Was erwartest Du und wäre das mit deiner Frau an deiner Seite möglich? Ich denke, dass es für das materielle immer eine Lösung gibt. Mein Mann wohnt auch weiterhin in unserem Haus, aber irgendwann werden wir es wohl verkaufen, damit beide noch mal frei starten können.

    sonnige Grüße Lütte

    "In dem Moment, wo Du eine Entscheidung triffst, formt sich dein Schicksal"

  • Okay, dann hast du ja schon ne Vorstellung und weißt, dass es mit ihr nicht geht.

    Ich habe gelernt, dass ich meinen Weg gehen muss. Meine Familienplanung ist abgeschlossen. Ich darf für mich schauen, was sich gut und richtig anfühlt. Ich bin dabei dafür zu sorgen, dass ich wieder gesunde an Körper und Seele. Das ist in meinen Augen eine Mammutaufgabe. Mein Mann hat ja die gleiche Chance. Ob er sie nutzt, ist nicht mehr länger mein Problem. Ich weiß für mich, dass ich in dieser Beziehung nicht gesund werden kann. Also hab ich meine Konsequenzen daraus gezogen. Das Schwere für mich ist auch, seine Interaktion nicht mehr so stark an mich ran zu lassen. Er möchte das System erhalten, ich möchte da raus. Er möchte mich weiterhin für sein Leben und sein Glück verantwortlich machen, ich möchte das alles hinter mir lassen. Das ist schon eine enorme Herausforderung.

    Wie sieht es bei dir aus? Hast du Hobbys, kannst du gut mit dir allein sein?

    LG und ein sonniges Wochenende Lütte

    "In dem Moment, wo Du eine Entscheidung triffst, formt sich dein Schicksal"

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