Hallo Pinguin,
alle, die wir dir hier geschrieben haben und schreiben teilen dir ja nur eigene Erfahrungen mit. Und bestimmt merkst du selbst schon, dass du ganz anders hinsehen kannst. Das ist der Sinn unseres Austausches. Das heißt aber nicht, dass du sooofort alles für dich hinschmeißen musst. Nach meiner eigenen Erfahrung geht das ganz oft nicht von heute auf morgen. Wichtig ist nur, nicht stehen zu bleiben.
Und ja ich weiß, ich soll einfach mehr arbeiten gehen. Aber das schaffe ich psychisch gerade nicht.
Das ist doch dann einfach Fakt, du schaffst momentan nicht mehr.
Heute fange ich mit wenigen Stunden wieder nach einem Jahr zu arbeiten an.
Das zählt! Du bewegst dich und das ist gut.
Ich habe mit meinem ersten Mann in einer superschönen Eigentumswohnung gelebt. Über 20 Jahre lang. Ich hab da viel Liebe reingesteckt um sie schön zu machen. Meine Kinder sind da groß geworden. Ich kann mir deine Gedanken und Gefühle ganz gut vorstellen.
Und auch die Hoffnung, das nicht aufgeben zu müssen, die Hoffnung, dass er endlich " normal" wird und aufhört mit der Trinkerei. Und ich kenne die Angst, es finanziell nicht zu schaffen, überfordert zu sein mit der Verantwortung für mich selbst.
Leider erfüllt sich diese Hoffnung nur, wenn der Abhängige aus eigenem Antrieb und voller Ernst was ändert und sich auf den trockenen Weg macht. Das ist einfach Fakt. Und als Angehörige kannst du hoffen und warten und die Zeit vergehen lassen... oder dich für dich selbst auf den Weg machen.
Liebe Grüße Aurora