AnnaBlume - Annas Geschichte

  • Gestern hat mich meine Tochter doch glatt gelobt. ‚Mama, seit du keinen Alkohol mehr trinkst ist es viel schöner mit dir- du bist netter und liegst nicht am Wochenende nur rum. Mach das bitte weiter so.‘

    Was für eine schöne zusätzliche Motivation ist das bitte?

    Die nächste Freundin fragte wegen treffen an - ‚mal wieder einen Trinken gehen‘. Diesmal fiel es mir schon deutlich leichter zu schreiben: ‚Treffen gerne- Trinken Nein. Wir treffen uns bei mir und es gibt Tee.‘
    Keine Nachfragen, keine Beschwerden, nur ein einfaches ‚alles klar, freu mich, bis dann‘.

    Was hab ich mir einen Scheiß-Kopp gemacht wie meine Freunde reagieren. Denen ist es Wurst egal ob ich Tee, Rum oder Milch trinke- die wollen einfach gemeinsame Zeit verbringen.
    Auch die Frage ‚warum trinkst Du keinen Alkohol mehr‘ kam nicht. Die die mich gut kennen haben es lange geahnt, den anderen ist es schlicht weg egal und das ist auch völlig ok.

    Ich glaube die Idee dass sich für andere viel ändert wenn ich nicht mehr mit ihnen trinke war ein Vorwand es kompliziert zu machen.

    Nicht mal die mit denen ich mich regelmäßig abgeschossen habe, werden sich dafür interessieren. Ich komme nicht mehr in die einschlägigen Kneipen also bin ich aus den Augen aus dem Sinn. Wäre mir mit anderen genauso gegangen. Selbst wenn einer gesagt hätte ‚der XY kommt nicht mehr, der trinkt keinen Alkohol mehr‘ hätte ich kurz ‚soso‘ gelallt und das nächste Bier bestellt.

    An diesen Theken geht es null um das WIR sondern nur um das WAS- auch wenn noch so großspurig von ‚Familie‘ gefaselt wird.
    Einige sind seit vielen Jahren täglich da und das fühlt sich gewohnt und auch ein wenig behaglich an, aber außer Alkohol hält diese Menschen nichts zusammen…

    Sogar betrunken war mir das klar- es gab in einer dieser Kneipen so ein Doppelpack- zwei Männer, die immer und überall zu zweit unterwegs waren.
    Eines Abends traf ich x ohne y und fragte ihn ‚wo ist denn heute der y‘? Und er schaute sich verdutzt um als würde ihm gerade erst auffallen dass er fehlt und zuckte mit den Schultern. Das machte mich an dem Abend betroffen.
    Erkenntnis hieraus: saufkumpane sind absolut austauschbar. Jederzeit.

    Freunde nicht, egal was sie trinken.

  • hätte ich kurz ‚soso‘ gelallt und das nächste Bier bestellt.

    Entschuldigung, aber da musste ich jetzt gerade mal laut raus lachen. ^^ Aber das kommt schon hin.

    aber außer Alkohol hält diese Menschen nichts zusammen…

    Ja, das habe ich, bei fast allen meinen "Freunden" gemerkt.

    Daran dachte ich gerade und dann kam das von Dir.

    es gab in einer dieser Kneipen so ein Doppelpack- zwei Männer, die immer und überall zu zweit unterwegs waren.
    Eines Abends traf ich x ohne y und fragte ihn ‚wo ist denn heute der y‘? Und er schaute sich verdutzt um als würde ihm gerade erst auffallen dass er fehlt und zuckte mit den Schultern.

    Ähm. Jetzt frage ich mich gerade, ob Du meinen damals besten Freund gefragt hast. Selbst die Reaktion könnte genau so bei ihm kommen.

    Habe ihn schon lange nicht mehr gesehen. Er ist halt nass geblieben.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ein wirklich guter Freund hat mich zum Geburtstag eingeladen. Aber das wird ein Fest mit viel Alkohol. Er wohnt auch so weit weg, dass sich die Variante zum Kaffee kommen und gehen wenn angestoßen werden soll nicht lohnt. Ich hab schweren Herzens abgesagt. Ich werde ihn ein anderes Mal besuchen. Schade ist es jetzt aber doch… naja vielleicht pack ich auch das eines Tages ohne Probleme. Aber im Moment eben nicht. Zumal ich dort hätte übernachten müssen und daher schlecht einfach gehen kann, wenn ich merke dass es schwierig wird. Besser so.

  • Oh je- das tut mir leid. Sowohl für dich als auch für ihn!

    Danke. Aber das muss es nicht. Ich habe mich einmal mit ihm getroffen. Wir sind um einen See spaziert. Ich habe gemerkt, dass er eigentlich lieber woanders wäre. Am Biertisch.

    Es war vorher auch immer so, dass ich gesprochen habe. Oft das Gleiche. Er war damit zufrieden, sich "berieseln" zu lassen. Eine win win Saufsituation.

    Nüchtern habe ich aber ein Problem, wenn da gar nichts zurückkommt. Und ihn stressen dann meine Fragen.

    Das Bindeglied Alkohol ist halt weggefallen. Ich vermisse ihn nicht.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Gestern Abend ist das erste mal das passiert was ich nur vom Hörensagen kannte und auch hier oft gelesen habe.

    Ich war nochmal einkaufen und bin am Weinregal vorbeigelaufen und zack ein Stich im Bauch- so wie wenn man den Ex mit der Neuen trifft, oder in der Achterbahn nach unten saust. Krass! Warum das erst jetzt das erste Mal passiert ist mir ein völliges Rätsel.

    Vorher hab ich aber auch immer angestrengt geradeaus geschaut und bin schnell vorbei. Diesmal war ich völlig unvorbereitet weil ich nicht dran gedacht hab. Und es war Freitag Abend- früher der schlimmste Abend von allen!

    Ich hab in eine andere Richtung geschaut, mich am Einkaufswagen festgekrallt und bin schnell vorbei.
    Wie viele Wein- und Sektflaschen ich schon gekauft habe! .

    Und wie wenig Altglas ich auf einmal habe- nur noch Marmeladengläser und mal ne Ölflasche.
    Und wie lange ein Samstag sein kann! Ich hab Sport gemacht, aufgeräumt, gekocht, ne Freundin besucht und der Samstag ist immer noch nicht rum! Ha! Das Wochenende hat sich verdoppelt! Und morgen ist immer noch Wochenende.
    Heute Morgen war ich sehr früh wach und bin erst mal mit dem Hund raus. Die Stadt schlief noch und es wehte ein angenehmer leicht kühler Wind. Ich schloss die Augen und hörte die Blätter rauschen. Ich musste mich zusammenreißen nicht laut zu jaulen vor Freude, dass ich das wieder fühlen kann.

    Bin gespannt was noch alles kommt…

  • Schade ist es jetzt aber doch… naja vielleicht pack ich auch das eines Tages ohne Probleme. Aber im Moment eben nicht.

    Und genau das, was du im Moment fühlst und denkst und machst, ist doch das, was dich immer ein Stückchen weiter bringt auf deinem nüchternen Weg.
    Du nimmst dein junges nüchternes Leben wichtig. Und das ist so wichtig. Super. 👍

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Warum das erst jetzt das erste Mal passiert ist mir ein völliges Rätsel.

    Diesmal war ich völlig unvorbereitet

    Schön, dass du die Situation gemeistert hast! Das wird/kann immer mal wieder vorkommen. Das Suchthirn hat ja nur noch die Überraschungsmomente um Zugriff zu bekommen. Wenn man seine Abstinenz ernst nimmt, sind alle anderen Möglichkeiten ja bereits abgesagt/verändert/aus dem Freundeskreis verschwunden.

    Und wie lange ein Samstag sein kann!

    Das ist mir auch direkt aufgefallen. Sonst war ich immer am Wochenende volltrunken um 0400-0500 im Bett, aufstehen am Samstag gegen 1300, anfangen konnt man mi mir aber nichts. Jetzt klingelt teilweise um 0500 der Wecker und ich geh biken...😁 Und dann habe ich immer noch einen ganzen Tag! Und Energie!

    Das ist absolut großartig, das gebe ich nie wieder her

  • mich am Einkaufswagen festgekrallt und bin schnell vorbei.

    Ja, ich kann mich auch erinnern, dass ich mich im ersten Jahr am Einkaufswagen festgekrallt habe, wenn ich zu dicht am Alk vorbei bin. Teilweise steht der ja, im Angebot, direkt nach der Eingangstür. Also muss man da vorbei.

    Aber ich hatte nicht das Gefühl, zugreifen zu müssen. Es war einfach zu dicht, und mir unangenehm.

    Das wird nachlassen. Ich weiß nicht mehr, was das Bier jetzt kostet. Ich weiß ja auch nicht, was die Windeln kosten. Ich brauche beides nicht mehr. Da verliert es sich aus dem Blick.

    Ich sehe das, worauf ich im Kopf eingestellt bin. Habe vor knapp zwei Jahren ein anderes Auto gekauft. Jetzt sehe ich die Marke überall herumfahren und stehen.

    So habe ich im Laden alle Einkaufswagen gescannt und im Lokal gewusst, wer was und wie viel getrunken wurde.

    Ich denke, das gehört zum Prozess dazu. Irgendwann lässt das dann nach. Na ja. Alibi-Einkäufe sehe ich dann immer noch. So, zwei Packungen Nudeln, aus dem Angebot und die Schnapsflasche dazwischen. Oder auch mal (direkt vor meiner realen SHG gesehen) den Einkauf mit Karte bezahlt und dann noch den Alk hinterher in Bar. Versuche dann nicht zu auffällig zu glotzen. Am liebsten hätte ich gesagt "Komm doch gleich mit, wir haben gleich Meeting." ;)

    Was mich sehr erstaunt hat, dass viele Leute gar keinen Alk kaufen. Nix im Wagen. Ich hatte immer mindestens drei Sixer Bier drinnen und fand das ganz normal.

    Bin gespannt was noch alles kommt…

    Ich auch :)

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Heute ist kein guter Tag. Ich war zwar schwimmen aber fühle mich schlapp und ausgelaugt. Mache mir auch sorgen um meine Partnerschaft. Das gemeinsame um die Kneipen ziehen war schon auch Teil der Beziehung. Wenn wir den Übergang so nicht schaffen, werde ich aber die Nüchternheit der Partnerschaft vorziehen. Das bin ich mir und meiner Tochter schuldig.

    Ich hatte mal eine kurze Beziehung mit einem Mann der genauso viel trank wie ich. Wir zogen um die Häuser und verstanden und gut. Ab und zu gab es mal so typisch besoffene Missverständnisse, aber nix dramatisches. Dann kam ein gemeinsamer Kurzurlaub und ich erlebte ihn das erste mal ein paar Tage nüchtern. Mir fiel wie Schuppen von den Augen dass wir überhaupt gar nichts gemeinsam haben. Seine Sprüche waren immer die gleichen und Tiefgang war totale Fehlanzeige. Ich ergriff die Flucht.

    Jetzt ist das völlig anders- trotzdem merke ich dass meine neue Nüchternheit nicht einfach mit Hurra aufgenommen wird, sondern es ganz schön knirscht im Gebälk. Wir sehen uns seltener irgendwie- brauchen beide Zeit für uns…

    Bei anderen Beziehungen ist es doch eher umgekehrt- der Partner trinkt nicht mehr und es wird leichter… hm…kennt es jemand andersrum???

  • Guten Freunden, meiner Tochter und meiner Partnerin hab ich gesagt was los ist- letztere hat bis jetzt solidarisch auch nix getrunken.

    Ausserdem hast Du geschrieben, dass sie in Deiner Abwesenheit selbst nichts trinkt, Anna.

    Möglich, dass Du Dich da täuschst und dass sie doch alleine Alkohol trinkt?

    Viele Partnerschaften überstehen es nicht, wenn einer aus dem Suchtsystem aussteigt. Aber auch andere Partnerschaften zerbrechen, weil sich der abstinente Alkoholiker sehr verändert.

    Am Anfang wurde es bei uns erstmal nicht leichter. Es gab vieles wieder neu auszuloten und viele Gespräche. Aber auch viele gemeinsame Unternehmungen bei Tag. Jedoch verbunden mit der Bitte, dass in meiner Anwesenheit erstmal kein Alkohol getrunken wird.

    Das hat funktioniert, weil mein Mann von je her nur sehr wenig getrunken hat.

    Es hat eine Weile gedauert, aber wir haben es geschafft und das ist nicht selbstverständlich. Die meisten Beziehungen zerbrechen, sobald einer mit dem Alkohol abschließt und abstinent wird.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich kann es dir aus meiner Sicht als Alkoholikerin erzählen. Ich hatte ja permanent ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Familie, weil ich eben trank. Aufgrund dessen, hab ich nie gesagt, was mich stört, weil das über allem schwebte. Und als ich nüchtern wurde, fielen mir ganz viele Dinge aus, die ich "ausgehalten" habe. Und nach einiger Zeit konnten wir darüber reden. Klar.

  • Das sind gute Denkanstöße. Ich glaube nicht dass sie alleine trinkt. Aber ja. Ich bin etwas eckiger gerade- achte mehr auf meine Bedürfnisse und sage oft klipp und klar wenn mir was nicht passt. Sie ist jünger als ich und ich befürchte etwas, dass ich ihr was wegnehme, wenn wir nicht mehr gemeinsam um die Häuser ziehen. Ja ich fühle mich tatsächlich etwas langweilig und schwierig gerade und übertrage das vielleicht auch auf sie. Wenn ich versuche mit ihr darüber zu sprechen, was es mit unserer Beziehung macht dass ich jetzt nüchtern bleibe, blockt sie irgendwie ab und sagt das sei für sie im Moment kein Thema. Aber für mich ist es das eben. Vielleicht muss ich einfach damit leben, dass die Dramatik in mir für andere weder besonders relevant noch erfreulich ist…

  • kennt es jemand andersrum???

    Ja ich. Das lag aber daran, dass die Beziehung nur so lange ging, weil ich abends meine Gefühle weggesoffen habe.

    Als das nicht mehr ging, war es vorbei. Außerdem hat sie weiter getrunken.

    Sie meinte einmal sogar "trink lieber mal wieder n Bier". Ich wäre dort nicht trocken geblieben.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ich habe gestern nochmal mit meiner Partnerin gesprochen. Sie sagt, sie ist nachdenklich darüber wie sie sich jetzt trinkmäßig verhalten soll. Ich habe ihr klargemacht, dass ich auf gar keinen Fall in Kneipen gehe. Und sie soll nicht trinken wenn wir zusammen sind. Das war alles selbstverständlich für sie. Sie macht sich aber Gedanken ob sie überhaupt wieder Alkohol trinken soll- sie hat ja jetzt auch 4 1/2 Monate keinen Schluck getrunken- eigentlich aus Solidarität. Aber sie macht sich schon Gedanken ob es nicht auch ab und zu zu viel war. Immerhin war sie 2x hintereinander mit alkohikerinnen zusammen und hat das gar nicht so problematisch wahrgenommen. Ihre Ex sitzt jeden Tag ab 17:00 bis zur letzten Runde in der selben Kneipe. Sie selbst hat gar nicht so früh Zeit- schon gar nicht unter der Woche, aber an den Wochenenden an denen die beiden sich gesehen haben, hat sie dabei gesessen und ordentlich mitgetrunken. Und auch mit mir hat sie mitgehalten- aber trinkt eben wirklich nichts wenn sie zu Hause ist. Da stehen immer die gleichen verstaubten Weinflaschen die zu bleiben- sie geht auch nicht aus, wohnt auf dem Land.
    Dennoch macht auch sie sich ihre Gedanken, weil sie schon auch bis zum Ende gut dabei war. Ich hab gesagt, dass ich mich um meine Nüchternheit kümmere und sie sich um ihre. Dass ich aber sehe, dass wenn sie jetzt gemeinsame Wochenenden immer ohne mich in der Kneipe verbringen würde, das zwischen uns einfach nicht mehr passen würde. Leuchtet ihr ein. Aber so richtig klar gemacht, wie es jetzt weiter verläuft, hat sie nicht.

    Gerade wirkt es wirklich als wäre sie eher erleichtert wenn ich sagen würde: ach komm, jetzt sauf ich wieder. Und das finde ich total problematisch. Ich hab ihr gesagt wie wichtig mir die Nüchternheit ist und wie weit meine Sucht schon fortgeschritten war. Wie glücklich meine Tochter über die sichtbaren Veränderungen ist usw. Aber irgendwie ließ sie das recht kalt und sie reagierte irgendwie gar nicht. Sagte weder ‚ich merke das nicht‘ noch ‚klar merke ich auch‘. Sie saß einfach reaktionslos da.
    Etwas unbefriedigendes Ergebnis das mich ratlos zurücklässt…

    Vielleicht traut sie auch der Sache noch nicht- immerhin habe ich ja schon öfter Trinkpausen eingelegt, die ich mehr oder weniger konsequent eingehalten habe. Aber da ging es nie offiziell um Sucht und auch habe ich da nie behauptet das ist jetzt für immer.
    Puh. Mal schauen was jetzt kommt.

  • Sie muss auch erst realisieren und verarbeiten, was du für eine Veränderung durchmachst und was das für sie und eure Partnerschaft bedeutet. Du bist Ihr gedanklich ein wesentliches Stück voraus.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Das ging mir gerade durch den Kopf: Sie muss da im Kopf doch erstmal hinterherkommen.

    Und dann ist mir auch aufgefallen, dass du vieles ‚so empfindest‘ …oder ‚so denkst‘ und viel ‚vielleicht‘ mitschwingt.
    Ist es nicht hilfreicher, erstmal dein Empfinden, dein Denken und deine Vielleichts zu sortieren,

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ich habe heute eine Stress Situation zu bewältigen die ich nicht näher beschreiben kann, weil das meine Anonymität gefährden würde.

    Wichtig ist hier, dass das eine wiederkehrende unfassbar belastende Situation ist, die ich nur bedingt vermeiden kann. Genau in solchen Lagen habe ich früher richtig viel getrunken - ‚zum runterkommen‘ und auch weil ich dann die körperlichen Symptome die dieser Stress auslöst (Druck auf der Brust, Kopfschmerzen usw.) unter Alkohol gedämpft sind.

    Ich halte das aus und lenke mich ab, aber es ist unendlich schwer. Gut ist die Erkenntnis, dass saufen nichts an der Situation ändern würde. Ich hätte nur noch zusätzlich ein schlechtes Gewissen.

    Komisch das hier so anonym zu umschreiben- freu mich schon auf den geschützten Bereich, da kann ich es vielleicht näher erläutern…

    Wichtig ist und auch gut zu sehen- auch in dieser wirklich heftigen Ausnahmesituation bleibt die Nüchternheit ganz oben auf der Prioritätenliste. Auch wenn es mir heute sehr sehr schlecht geht ist das immerhin ein Trost.

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