Hallo, ich habe hier im Forum schon viele Beiträge gelesen und mich nun entschieden, auch meine Geschichte und Gedanken zu teilen.
Ich bin EKA.
Ich würde gerne erstmal die aktuelle Situation schildern und meine Gedanken dazu.
Mein Vater ist nach einem Jahr Abstinenz wieder rückfällig geworden. Einsicht hat er keine.
Meine Mutter hat dann den Entschluss gefasst, auszuziehen. Noch länger und vorallem nochmal wollte sie das nicht mitmachen.
Wir haben gehofft, dass dann die Einsicht kommt.. aber Fehlanzeige. Es kam der zweite komplette Absturz. Mit Platzwunde und Krampfanfall. Er ist jetzt im Krankenhaus und es werden noch ein paar neurologische Tests gemacht.
Er ist wohl etwas verwirrt und will natürlich nicht zum Entzug.
Ich habe tatsächlich schon so gut wie mit der Sache und ihm abgeschlossen. Durch die Beiträge hier, weiß ich, dass man ihm nicht helfen kann, wenn er keine Hilfe möchte und keine Einsicht zeigt. Es ist auch nicht meine Schuld.
Irgendwie weiß ich jetzt in der aktuellen Situation nicht, wie ich mich verhalten soll. Soll ich ihn kontaktieren? Oder erstmal warten bis er wieder zu Hause ist und schauen was passiert, ob er sich meldet.
Wir haben uns jetzt schon ca 2 Monate nicht gesehen. Er schrieb mir nur als meine Mutter ausgezogen ist, ich solle sie zurück bringen usw. Ich habe ihm daraufhin deutlich und sachlich geantwortet und gesagt, dass er zum Entzug muss und er sich somit für den Alkohol und gegen die Familie entschieden hat.
Aber darauf ist er nicht wirklich eingegangen, nur auf meine Mutter geschimpft, sie sei auf dem EgoTrip und der Alkohol ist nicht das Problem..
Wahrscheinlich wird er dann zuhause wieder anfangen, dann legt er es aber auch darauf an zu sterben. Zweimal ist er nun schon davon gekommen, aber dann ist er alleine zuhause.
Selbst wenn er es jetzt alleine schaffen sollte trocken zu bleiben, weiß ich nicht wie ich damit umgehen soll. Man wurde zu oft enttäuscht und er schrieb und sagte Dinge (nicht zu mir, aber zu meiner Mutter und meinem Freund), die man jetzt nicht so einfach unter den Tisch schieben kann.
Es ist alles so ungewiss.. Ich will ihn nicht verlieren, aber das habe ich eigentlich schon und irgendwie auch damit abgeschlossen.. Trotzdem bleibt so ein Restfunke, wo man sich die heile Welt zurück wünscht.
Danke fürs lesen.
Ps: Wir haben bereits ein Kind und ich bekomme im November das zweite. So viel emotionalen Balst will ich mir auch nicht antun.