Heuel - Bin sehr dankbar...

  • Vielen Dank!

    Mir wird erst jetzt so richtig bewusst, dass ich mir eine Alk freie Umgebung schaffen muss.

    Um ehrlich zu sein, bin ich keine Sportskanone, aber ich habe eine Fellnase auch genannt als Kampfschmuser.

    Zum Glück bin ich auch sehr gern alleine und kann mich selbst gut beschäftigen und, dass werde ich jetzt öfters tun.

    Und beim Einkaufen an bestimmten Regalen nur noch mit einer Scheuklappe 🙈

  • Ich stelle gerade wieder fest, wie schön es auch sein kann.

    Es schneit und ich gehe ganz ohne hangover und diesem widerlichen Pochen im Kopf nach draussen , mache einen langen Schneespaziergang .

    Sehe auch ganz passabel aus , meine Haut hat eine schöne Farbe ( auch ein Nebeneffekt vom alkoholfrei).

    Morgens ist die Welt einfach herrlich , wenn man am Abend vorher nix getrunken hat .

  • Ja, es ist ratsam sich einen Weg durch den Laden zu suchen, der nicht an den Alk-Regalen vorbei führt.

    Nicht immer einfach. Zu Silvester bin ich ja praktisch direkt in die Sektflaschen hineingerannt, wenn ich zur Tür herein geschossen bin. Das wird in dieser Zeit auf dem Präsentierteller serviert.

    Das mit dem "überall Alkohol sehen" wird mit der Zeit abnehmen.

    Am Anfang war das bei mir extrem. Der Fokus ist ja jetzt voll darauf gelegt. Was ja auch erstmal nicht schlecht ist. Da habe ich gesehen, wo die Gefahr überall für mich lauert.

    Dann, mit der Zeit, legt sich der Fokus wieder auf Dinge, die für mich wichtig sind. Essen und Angebote (kein Alkohol) usw.

    Ich vergleiche das immer so. Wenn ich am Windelregal vorbeilaufe, weiß ich auch nicht, was die gerade kosten. Weil das nichts (mehr) für mich ist. Und so ist es dann auch beim Alkohol. Hat aber so ca. 1 bis 1 1/2 Jahre gedauert.

    Jetzt kommt es schonmal vor, dass ich aus Versehen durch den Alkgang laufe, weil es der kürzeste Weg zu den Angeboten ist und es gar nicht gemerkt habe.

    Also, keine Bange. Das wird sich mit der Zeit geben. Wichtig ist jetzt auf Dein Gefühl zu hören und einen großzügigen Umweg im Laden in Kauf zu nehmen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo Zusammen

    Bin relativ Neu hier im Forum und eine stille Mitleserin und seit knapp 5 Monaten nüchtern, diese Zeit war für mich die Hölle.

    Der Alk. ist in meinem Kopf sehr präsent, ich denke gefühlte 24 Stunden nur an Alkohol.

    Kein Wunder... 😳!!! Ich war auf Partys, Clubs, Herbstsonntage.... halt überall, wo viel Alk. konsumiert wurde, sogar für meinen Partner brachte ich Bier mit vom Einkauf 🙈

    Das Forum hat mir die Augen geöffnet und mir Tips auf den Weg gegeben,die ich jetzt beherzige.

    Vielen Dank, dass es euch gibt.

    Ich hoffe, dass es mal besser wird.

    LG Heuel

  • Hallo Heuel,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Deine Themen habe ich zusammengefügt, damit es übersichtlich bleibt. Bitte eröffne für Dich selbst keine neuen Threads, sondern schreibe einfach hier unten weiter.

    Das erste Jahr ist eine Umstellung, aber wenn man sich an die Grundbausteine hält, dann kannst auch Du es schaffen zufrieden abstinent zu leben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • seit knapp 5 Monaten nüchtern, diese Zeit war für mich die Hölle.

    Der Alk. ist in meinem Kopf sehr präsent, ich denke gefühlte 24 Stunden nur an Alkohol.

    Was genau sind deine Gedanken, wenn du an Alkohol denkst?
    Kannst du die erklären, warum das so eine Hölle für dich ist, nüchtern zu sein? Was vermisst du so?

    Ich habe mir so viele Jahre so sehnlichst gewünscht, nicht mehr saufen zu müssen. Als es dann endlich soweit war, dass ich akzeptieren konnte, dass ich Alkoholiker geworden bin und vor allem, dass ich das jetzt auch für immer bleiben werde und ich endlich erkennen konnte, dass nur die absolute Abstinenz mich aus der Suchtspirale holen kann, was das für das größte und kostbarste Geschenk.
    Ich habe mein Geschenk als das Geschenk meines Lebens sehen können und so behandle ich es auch.

    Ich war auf Partys, Clubs, Herbstsonntage.... halt überall, wo viel Alk. konsumiert wurde, sogar für meinen Partner brachte ich Bier mit vom Einkauf 🙈

    Was machst du jetzt stattdessen?

    Trinkt dein Partner zu Hause?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Den Alkohol habe ich mit Glücksgefühle verbunden.

    Mein Partner trinkt sein Bier in seinem Büro, dass er in der Garage lagert.

    Ich bin jetzt mehr zuhause und beschäftige mich mit häkeln und oder lesen.

  • Immer wieder interessant zu hören,wie das bei anderen Betroffenen ist.Tatsächlich mußte ich beim Gang am Alkoholregal vorbei, schauen

    was der Whiskey kostet! Dürfte mich ja garnicht mehr interessieren! Wohlgemerkt, hat nichts ausgelöst bei mir. Könnte in einer bestimmten

    Gemütslage aber bestimmt gefährlich werden!

  • Tatsächlich mußte ich beim Gang am Alkoholregal vorbei, schauen was der Whiskey kostet!

    Das war bei mir, in der ersten Zeit auch noch so. Da ist mir auch noch aufgefallen, wenn beim Bier im Sonderangebot war.

    Das hat sich einfach mit der Zeit erledigt. Wie bei meinem Windel-Beispiel. Ich weiß nicht mehr was die kosten und auch nicht was das Bier kostet. Weil das eine unnütze Information wäre.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo Heuel,

    ich bin 7 Monate nüchtern. Also ähnlich wie du. Das habe ich nicht, dass ich dauernd an Alkohol denke. Ok ich gehe nicht auf Partys oder Clubs. Die ersten 3-4 Monate war ich außer Job fast nur zuhause um mich nicht Gefahren und Verlockungen zu konfrontieren. Habe mich nicht getraut, mich in der Öffentlichkeit z.B. auf Festen usw, Situationen mit Alkohol auszusetzen. Ich habe auch seit meinem Stopp nie wieder Alkohol gekauft. Habe sogar flüssige Medikament die Alkohol enthalten aussortiert und durch andere ersetzt. Ich beherzige auch die Tipps hier in der Selbsthilfegruppe.

    Freue mich noch mehr von dir zu lesen und auf netten Austausch.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Den Alkohol habe ich mit Glücksgefühle verbunden.

    Echt?
    Ich habe alles mögliche mit Alkohol verbunden, aber ganz sicher keine Glücksgefühle.
    So verschieden kann das sein.

    Die letzten Jahre habe ich nur noch gesoffen, weil ich musste….weil ich alkoholabhängig geworden bin und ohne das Zeug nicht mehr konnte. Das war ein Teufelskreis. Ich wollte nicht, aber ich musste. Ich musste und ich wollte das nicht.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Echt?
    Ich habe alles mögliche mit Alkohol verbunden, aber ganz sicher keine Glücksgefühle.
    So verschieden kann das sein.

    Die letzten Jahre habe ich nur noch gesoffen, weil ich musste….weil ich alkoholabhängig geworden bin und ohne das Zeug nicht mehr konnte. Das war ein Teufelskreis. Ich wollte nicht, aber ich musste. Ich musste und ich wollte das nicht.

    Es ist schön, daß du dich aus diesem Gefängnis befreit hast.

  • Alkohol habe ich mit Glücksgefühle verbunden.

    Mein Partner trinkt sein Bier in seinem Büro, dass er in der Garage lagert.

    Ich bin jetzt mehr zuhause und beschäftige mich mit häkeln und oder lesen.

    Ich bin 7 Monate nüchtern und ja es gab bei mir bis zum Schluss in Verbindung mit Alkohol ‚Glücksgefühle‘. Ich setze das in Anführungsstriche weil es eher komische manische Momente waren, in denen ich eine falsche Illusion von Freiheit und Allmacht hatte. In diese Momente fiel dann Risiko Verhalten.

    .
    Häkeln tu ich auch seit meiner Nüchternheit- Mengen! Da haben die Hände was zu tun, die früher ein Glas gehalten haben. Und es entstehen schöne Dinge.

    Ich habe auch die ersten ca. 4 Monate alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Bin noch auf alle Veranstaltungen- hab sogar Alkohol für andere besorgt- und hab alkoholfreies Bier getrunken. Keine gute Idee. Dann bleibt das Suchthirn permanent aktiv und das ‚nasse Denken‘ bleibt.

    Ich hab zunächst so gar nicht verstanden, was dieses ‚nasse Denken‘ heißen soll.
    Für mich verstehe ich es so, dass ich immer noch dachte, das Leben findet da statt, wo getrunken wird und dabei sein heißt eigentlich saufen. Mit Ersatzgetränken konnte ich noch so tun als ob.

    Ich war stolz wenn keiner merkte, dass ich nur alkoholfrei trinke. Ein mal dachte einer auf einer Party ich sei betrunken. Das fand ich ganz toll- so wollte ich das.

    Blödsinn. Wenn man sich wirklich von dem Gedanken löst, Saufanlässe seien das echte Leben passiert was erstaunliches: Auf einmal ist Freitag Abend, man hat nichts vor und bekommt deshalb keine Unruhe sondern denkt ‚ach, stimmt- es ist ja Freitag Abend‘.

    Und man genießt die Entspannung eben nicht hektisch nach einem Saufanlass suchen zu müssen. Herrlich!

  • Das hast Du echt toll geschrieben und darin finde ich mich total wieder.

    Diese völlig kranke Silvesterparty hätte ich mir besser schenken sollen .Aber ich habe genau so gedacht , wie Du am Anfang .Hab mir das Schauspiel angeschaut, wie es mit zunehmendem Alkoholkonsum immer schlimmer und blöder wurde und bin dann irgendwann heim , auf die Couch und hab mir einen guten Film angeschaut .

  • Ich habe auch die ersten ca. 4 Monate alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Bin noch auf alle Veranstaltungen- hab sogar Alkohol für andere besorgt- und hab alkoholfreies Bier getrunken. Keine gute Idee. Dann bleibt das Suchthirn permanent aktiv und das ‚nasse Denken‘ bleibt.

    Genau so, habe ich das auch erlebt, wusste auch nicht, was nasses Denken bedeudet.

    Habe bis ich 30 war kein Alkohol getrunken und dachte, dass ich dort wieder beginnen könnte, falsch gedacht!

  • Genau so, habe ich das auch erlebt, wusste auch nicht, was nasses Denken bedeudet.

    Habe bis ich 30 war kein Alkohol getrunken und dachte, dass ich dort wieder beginnen könnte, falsch gedacht!

    Das ist tatsächlich ein Entwicklungsprozess, zu lernen, was mir gut tut und was nicht. Deswegen ist das Forum hier eine echte Hilfe

    ,um nicht so lange rumzuexperimentieren.Einfach die Ratschläge annehmen und umsetzen. Jeder hat seinen

    ganz persönlichen Weg. Letztendlich sind das aber nur Abweichungen vom gleichen Weg.Das größte Problem war für mich, einzusehen,das ich ein ganz massives Problem habe! Verdrängungstaktik!

  • Weg.Das größte Problem war für mich, einzusehen,das ich ein ganz massives Problem habe! Verdrängungstaktik!

    Seit ca. 15 Jahren sehe ich mich als Alkoholikerin. Habe es immer und immer wieder mit dem kontrolliertem Trinken probiert, bis ich mir eingestehen musste, dass das NICHT funktioniert und auch immer daran gescheitert bin.

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