Das erste Jahr ist erfahrungsgemäß das schwerste, so erging es auch mir. Du scheinst den zu Dir passenden Weg gefunden zu haben. Beschreite ihn weiter mit der nötigen Balance von Ernsthaftigkeit und Lockerheit.
Heuel - Bin sehr dankbar...
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Hallo Zusammen
Hab da mal eine Frage wegen dem Suchtdruck.
Wie sieht das bei euch aus, kann man das so pauschal sagen, dass es im ersten Jahr am schlimmsten ist?
Liebe Grüsse, Heuel
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Wie sieht das bei euch aus, kann man das so pauschal sagen, dass es im ersten Jahr am schlimmsten ist?
ist individuell von gar nicht bis in aller Regelmäßigkeit.
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Wie sieht das bei euch aus, kann man das so pauschal sagen, dass es im ersten Jahr am schlimmsten ist?
Bei mir und von dem, was ich öfter von Betroffenen gehört und gelesen habe, ist es in den ersten beiden Jahren am heftigsten.
Suchtdruck hatte ich dann häufig, jedoch zumeist nur unterschwellig, fast schon dezent. Ich habe es als unterschiedliche Taktik meines Suchtgedächtnisses eingestuft, mal sanft umschmeichelnd, mal heftig und grob.
Richtig kräftig duchgeschüttelt wurde ich nur 2x, das erste Mal nach ca. 3 Monaten und das zweite Mal nach ca. 5 1/2 Jahren.
Kommen heute, ich gehe auf die 10 zu, mal Suchtgedanken auf, sehe ich sie mittlerweile positiv, weil ich mich auf meinem Kurs bestätigt sehe und daran erinnert werde, dass sie, die Sucht, immer noch da ist. Ich sehe und fühle mich nicht als krank, trage jedoch den Keim der Sucht auf ewig in mir, wird er bewässert, geht alles wieder von vorne los. Damit ich das nicht vergesse, bin und bleibe ich hier.
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Kommen heute, ich gehe auf die 10 zu, mal Suchtgedanken auf, sehe ich sie mittlerweile positiv,
Krass, nach 10 Jahren können also noch Suchtgedanken autreten

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Die Sucht ist wie ein Vulkan: Wenn sie nicht aktiv ist, schläft sie nur und kann jederzeit wieder "ausbrechen".
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trage jedoch den Keim der Sucht auf ewig in mir, wird er bewässert, geht alles wieder von vorne los.
Sehr sehr schöne Formulierung. Muss ich mir unbedingt merken.
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Krass, nach 10 Jahren können also noch Suchtgedanken autreten
Bis zur 10 fehlen noch 3 Monate, aber ja, Trinkgedanken blitzen gelegentlich schon mal auf, jedoch nur noch sehr selten und nicht drückend. Ich weiß sie einzuordnen und mit ihnen umzugehen.
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Trinkgedanken blitzen gelegentlich schon mal auf
Hallo Carl Friedrich, wie kann ich das verstehen, Trikgedanken blitzen auf. Wie sieht das dann aus bei dir. 🤔 Sind diese Gedanken positiv besetzt oder negativ. Bestünde die Gefahr für dich, dann wieder zur Flasche zu greifen. Also wenn du den Gedanken an Alkohol zuviel Raum geben würdest?
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Ich denke nicht über Alkohol selbst und/oder dessen Konsum nach. Ab- und an erscheint mal ein Gedanke, warum ist mir mitttlerweile wurscht. Ich kann es mir nur so erklären: Entweder
weil ich schon eine lange Funkpause hatte und mal wieder fällig was
oder auf trinkende Zeitgenossen stieß
- im Getränkemarkt mein Blick auf angebotene Getränke fiel.
Wie gesagt, ich bin dadurch nicht mal ansatzweise gefährdet. Ich weiß, dass solche gelegentlichen Gedanken ganz einfach zu meinem Leben aufgrund meiner Vorgeschichte dazu gehören und habe meinen Frieden mit ihnen gemacht. Gleichzeitig rufen sie mir in Erinnerung, dass da was ist und für immer bleiben wird und ich niemals "geheilt" in dem Sinne sein werde, wie ein Normalo mal ein Glas zu trinken. Ansonsten bin und fühle ich mich nicht krank. Daher bezeichne ich mich auch nicht als alkoholkrank, denn ich bin und fühle mich gesund. Krank werde ich erst wieder sein, wenn ich anfange zu trinken. So einfach ist das für mich.
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Krass, nach 10 Jahren können also noch Suchtgedanken autreten

Ja das habe ich auch heute in einem anderen Faden gelesen.
Wie läufts bei dir liebe Heuel?
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Wie läufts bei dir liebe Heuel?
Liebe KaDett
Danke der Nachfrage.
Leider leide ich jedes Jahr an einer Winter Depri. und in dieser Saison hat es mich besonders erwischt, fühle mich grad selbst gefangen, versuche aber das Beste daraus zu machen.
Was den Alk. betrifft, da bin ich immer noch trocken, aber um ehrlich zu sein, fällt es mir schwer.
Wie geht es dir liebe KaDett?
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jedes Jahr an einer Winter Depri. und in dieser Saison hat es mich besonders erwischt
dann ist es gut trotzdem jeden Tag draußen zu sein, vielleicht fehlt dir Vitamin D? Kann dein Doc. bestimmt feststellen, oder Vitamin C.
fühle mich grad selbst gefangen, versuche aber das Beste daraus zu machen
Bist du deshalb in ärztlicher Behandlung? Ich habe da keine Ahnung von. Würde da mal mit dem Hausarzt sprechen. Hat vielleicht ne gute Idee was da helfen könnte. Gehört habe ich das schon öfter.
Was den Alk. betrifft, da bin ich immer noch trocken, aber um ehrlich zu sein, fällt es mir schwer.
Uiiii das klingt nicht gut. Mach dich hier direkt mal bemerkbar, dass du in Austausch kommst. Notfallkoffer!!! Ich hatte ja auch schon Suchtdruck, aber das ging dann auch wieder vorbei. Ich habe immer an meiner Abstinenz festgehalten.
Mir ist aufgefallen, dass du schon seit ner Weile ziemlich ruhig hier geworden bist. Das hat mir nicht so gefallen, habe immer mal ein Auge auf dich 😂 Deshalb mach dich mal besser bemerkbar. Trinken ist keine Option, das weißt du selbst.
Ich schaue jetzt öfter bei dir vorbei.
Wie geht es dir liebe KaDett?
Bei mir ist alles ok, und ich hüte meine Abstinenz wie einen Schatz 💪
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Krass, nach 10 Jahren können also noch Suchtgedanken autreten

Im Vorstellungsbereich schrieb die Tage jemand, dass er nach 33 Jahren Trockenheit wieder angefangen hat.
Ich habe das schon mal so betrachtet, selbst Wochen, bevor ich aufgehört habe, wusste ich noch nichts davon, dass ich einmal aufhöre.
Also kann ich nicht grundsätzlich ausschliesssen, dass ich es mir nicht irgendwann noch einmal anders überlege.
Und gerade bei mir, mir ist der Alkohol absolut egal und ich bewege mich völlig normal unter Leuten, wie wenn nie etwas gewesen wäre. Und ich lerne laufend auch neue Leute kennen, die nichts von meiner Vergangenheit wissen. Irgendwo muss ich das immer griffbereit haben. Und wenn es nur ist, wenn ich in Urlaub fahre und im Vorfeld sage, dass ich zur Begrüßung keinen alkoholischen Drink möchte. Oder irgendwer schickt mir Fotos, wo er trinkt, um zu zeigen, wie schön es grade ist. Alles schon da gewesen. -
Würde da mal mit dem Hausarzt sprechen. Hat vielleicht ne gute Idee was da helfen könnte.
Ja, über den Winter in die Malediven, würde mir bestimmt helfen

Mit Vitamin D bin ich gut abgedeckt, muss ich auch über das ganze Jahr nehmen.
Mir fehlt der Antrieb und die Motivation.
Ja, ich war hier sehr ruhig, wollte es wieder mal mit mir alleine ausmachen und euch nichts vor jammern und das Opfer s
[…]Freut mich sehr für dich🙏
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aber um ehrlich zu sein, fällt es mir schwer.
Bei mir war das nie so. Ich habe kapituliert. Der Alkohol-Zug ist bei mir abgefahren. Für immer.
Also gibt es da für mich auch nichts zum gegen ankämpfen. Ich bin Alkoholiker. Ich kann, darf und will nie wieder trinken. Da sind für mich die äußeren Umstände egal.
Hast Du vielleicht noch nicht richtig damit abgeschlossen?
kann man das so pauschal sagen, dass es im ersten Jahr am schlimmsten ist
Bei mir nicht. Da war gar nichts schlimm. Als mir klar war, was Sache ist, war es für mich vorbei. Und das nach ca. 25 Jahren.
Sicher gab es etwas Gezeter vom Suchthirn. Aber es gab nie die Option "Trinken" für mich. Wahrscheinlich hat das "Gezeter" deswegen auch schnell aufgehört.
Wie lange bist Du jetzt nüchtern?
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Wie lange bist Du jetzt nüchtern?
Seit knapp 7 Monate.
Hast Du vielleicht noch nicht richtig damit abgeschlossen?
Eigentlich dachte ich schon, dass ich mit dem Alk. abgeschlossen habe, aber wen ich ganz tief in mich hinein horche, sind da auch noch Ängste
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noch Ängste
Ich habe vor einigen Sachen Angst. Irgendwas ist ja immer.

Aber was für Ängste hast Du denn in Bezug auf Alkohol?
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Aber was für Ängste hast Du denn in Bezug auf Alkohol?
Für immer, dass macht mir Angst.
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Mal eine sehr direkte Frage.
Ich war froh, dass ich aufhören konnte, und der Gedanke "für immer" machte mir Hoffnung, dass ich mir das nie wieder antun muss. Und ich war froh über die Erkenntnis, dass es nur daran liegt, ob ich selbst das Glas in die Hand nehme oder nicht. Also etwas, was ich im Sinne des Wortes absolut selbst in der Hand habe. Alles was ich brauche, ist, zu wissen, was ich will.
Ging es Dir nicht schlecht genug? -
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