aennie - Es ist wie es ist

  • Eine meiner Hauptbelohnungen war Eis essen. Ich hatte immer einige Dosen Eis im Gefrierfach und habe tatsächlich jeden Tag Eis gegessen. Aktuell esse ich als Belohnung Mohrenköpfe. (ich behalte aber mein Gewicht im Auge)

    Ich hatte mir auch ein paar Meditations-Kartendecks gekauft und morgens und abends welche gezogen und meditiert. Das ist für mich Belohnung und Zeit für mich.

    Ich bin eben der Beauty Typ und die Badewanne mit allem drum und dran war bzw. ist immer eine Belohnung. Auch Parfum oder Nagellack ist alles meine Welt.

    Hör da einfach mal in dich rein, was du gerne magst und denk dir deine ganz persönlichen Belohnungen aus. Das macht echt Spaß sich was Gutes zu tun. 🌸

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • In den ersten Monaten habe ich auch oft innere Unruhe gespürt, da hat es mich beruhigt, ein paar Reihen (an einem simplen Schal)zu stricken, die monotone Bewegung beruhigt wohl, hab ich mal gelesen. Andere häkeln, machen Puzzles oder "Diamond Painting". Einfach mal gucken und ausprobieren.

    Magst Du Tiere? Tierheime suchen nicht nur Ehrenamtliche zum Gassigehen, auch welche zur Katzenbetreuung u. ä.

  • Man man man, was haben wir unseren Körpern über Jahre nur angetan.Das alles nun wieder heile bekommen....

    Das denke ich auch oft! Aber das ist Vergangenheit! Jetzt wird Körper und Geist verwöhnt, als Belohnung ,das unser Körper das alles so tapfer mitgemacht hat!!;):)

    LG Bono

  • Hi Blendi,

    mir scheint Wut gerade ein großes Thema bei Dir zu sein. Und das zeigt sich auch deutlich manchmal, wenn und wie Du schreibst.

    Da habe ich jetzt mal drüber nachgedacht. Da ist glaube ich wirklich was dran.

    Das regt mich auf oder, dass ist mir zu blöde, kommt derzeit oft von mir. Früher wurde das weggesoffen, bzw.so richtig reingesoffen.

    Tja und was mache ich da nun mit. Mit der Wut?

  • Wieso verspürst Du Wut?

    Wut auf Dich selbst oder andere?

    Es dauert seine Zeit, bis die Seele wieder ins Gleichgewicht kommt.

    Oder warst Du früher auch schon so ein Mensch, der auf Konfrontation geht?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Du kannst die Wut als Kraftquelle nehmen, um an Deinem Leben etwas zu ändern.
    Und glaube mir, ich weiss, wovon ich rede.

    Heute hast Du schon eine ganze Menge geschrieben, was Du gerne ändern würdest.
    Natürlich wirst Du Andere nicht ändern.
    Und natürlich musst Du noch genauer nachdenken.
    Denn Du kannst nicht alles ändern.
    Und du hast auch nur begrenzt Kraft.
    Also überlegs Dir genau, was sich für Dich selbst rentiert.

    Genau da, wo es weh tut, geht es lang. Erst mal. Später wird es anders.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Wieso verspürst Du Wut?

    Wut auf Dich selbst oder andere?

    Es dauert seine Zeit, bis die Seele wieder ins Gleichgewicht kommt.

    Oder warst Du früher auch schon so ein Mensch, der auf Konfrontation geht?

    Nein, ich bin immer ein ganz ruhiger Mensch. Ich gehe Ärger aus dem Weg. Lasse mir eigentlich immer viel zu viel gefallen. Müsste viel öfter mal den Mund aufmachen. Stattdessen habe ich immer alles runtergeschluckt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und dann explodiere ich quasi irgendwann wenn das Fass voll ist.

    Mich ungerecht behandelt fühlen, nicht ernstgenommen, nicht verstanden. So was. Und klar auch oft wütend auf mich selbst. Auch Angst die mich irgendwie wütend macht. Angst dass ich den Weg vielleicht doch nicht schaffe. Es ist so komplex, soviel zu beachten. Ich glaube ich brauche auch so ne innere Inventur, aber wie man so was macht weiss ich auch nicht. Um was es da geht.

  • Angst dass ich den Weg vielleicht doch nicht schaffe. Es ist so komplex, soviel zu beachten. Ich glaube ich brauche auch so ne innere Inventur, aber wie man so was macht weiss ich auch nicht. Um was es da geht.

    Du bist doch hier in der Selbsthilfegruppe, damit Du Dich austauschen kannst, Blendi.

    Von den länger Trockenen viel lernen und abschauen. Und die Grundbausteine, der Notfallkoffer, sind wichtig.

    Mach Dir nicht so viele Gedanken, immer einen Tag nach dem anderen denken und handeln. Immer das erste Glas stehen lassen und den Rest regelt die Zeit.

    Und im Laufe der Zeit werden auch Deine Gefühle wieder ausgeglichener, Du findest wieder mehr zu Dir zurück. Aber das alles dauert seine Zeit.

    Und zusätzlich kannst Du lernen, mehr für Dich einzustehen, Dir nicht mehr alles gefallen zu lassen. Die richtige Zeit für ein neues Selbstbewusstsein.

    Du bist abstinent und das ist großartig! Da kannst Du auf Dich stolz sein und es zeigt Dir, wie stark Du bist!

    Weiter so!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich glaube ich brauche auch so ne innere Inventur

    Ging mir auch so und geht es noch immer. Bei mir kam auch irgendwann so eine krasse Wut! Ich fahre immer noch ab und zu ganz schön aus der Haut, aber die Wut kommt gezielter.
    Die Inventur passiert nach und nach. Man schaut allmählich klarer auf Dinge.

    Ich hab z.B. gemerkt, dass ich viel zu spät sage wenn mich was stört und dann werde ich zu heftig. Das ist weil ich am Anfang daran zweifle ob mein gestört fühlen überhaupt berechtigt ist.

    Eine Person macht zum bsp. eine vermeintlich scherzhafte Bemerkung, die mich aber echt verletzt. Ich schiebe es weg mit ‚is ja nur Spaß‘. Dann kommt noch eine und noch eine- dann macht der Geduldsfaden Pling und ich brülle rum.

    Es wäre besser ich würde schon bei der ersten Bemerkung sagen ‚das finde ich jetzt leider verletzend ‘. Hilft mir und dem gegenüber. Aber grau ist alle Theorie und ich muss das noch üben.

  • Ja, genauso ist es bei mir auch Anna.

    Aber ok, da wo es piekst geht es lang. Den Satz habe ich damit nun auch endlich verstanden.

    Ich muss mich nun langsam an meine "Baustellen" dranmachen. Stück für Stück. Eine nach der anderen. Danke dass Ihr mich weiter dabei unterstützt 💕

  • Da habe ich jetzt mal drüber nachgedacht. Da ist glaube ich wirklich was dran.

    Das regt mich auf oder, dass ist mir zu blöde, kommt derzeit oft von mir. Früher wurde das weggesoffen, bzw.so richtig reingesoffen.

    Tja und was mache ich da nun mit. Mit der Wut?

    Hi Blendi,

    ich habe diesen Post von Dir schon gestern gelesen und dann darüber nachgedacht, was ich Dir schreiben würde. Ich habe das dann abgebrochen, weil wie geschrieben Wut seit meiner Kindheit und Jugend ein großes Thema bei mir ist und ich mir das zusammen mit anderen Themen auch mit therapeutischer Hilfe intensiv angeschaut habe. Das ganze was ich über mich und meine Wut gelernt habe aufzuschreiben, würde ein Roman werden. Und es geht hier, um Dich, deshalb versuche ich mich so kurz wie möglich zu halten.

    Mir ist aufgefallen das Du vor einigen Tagen zu Anfang geschrieben das es Dir auf den Zeiger geht, das Menschen hier über Ihre Vergangenheit schreiben. Und ich habe mich da schon gefragt, was eigentlich Dein Problem mit der Vergangenheit ist? Und jetzt schreibst Du von einer inneren Inventur. Nun der beste Weg, den ich kenne, um eine innere Inventur zu machen ist eine Therapie. Vielleicht ist das ja eine Idee für Dich? Und dort könntest Du auch Deine Wut angehen.;)

    Tja und was mache ich da nun mit. Mit der Wut?

    Darauf kann ich Dir keine Antwort geben, weil ich nicht weiß, was Du mit Deiner Wut machen willst? Ich habe für mich gelernt, dass Wut pure Energie ist. Energie, die ich nutzen kann, wenn ich will. Für mich war nicht das Problem, was ich mit meiner Wut mache, sondern was meine Wut mit mir macht. Und mir war es wichtig, dass ich lerne, dass ich meine Wut nicht selbst oder fremd destruktiv verwende.

    Doch, ich habe auch immer schöne Tage und dann kommt eben wieder ne Phase wo alles doof ist. Aber kein Grund zu Saufen und das ist das wichtigste.

    Das ist wie Andere schon geschrieben haben normal. Ich habe wiederkehrende Depressionen und da kann das nicht normal sein. Insofern könntest Du Dir die Frage stellen, ob Dir das jetzt wo Du trocken bist, auffällt und für Dich normal ist. Oder ob es sich für Dich nicht normal anfühlt, dann solltest Du das mit Profis (Ärzt*innen, etc.) besprechen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Ich denke dass ist alles noch im grünem Bereich.


    Ansonsten habe ich wieder zuviel aufeinmal gewollt, getan, geändert.

    Eine Sache neu, die erstmal beobachten, ob ich mich damit wohlfühle, ansonsten nochmal nachbessern und dann erst die nächste. Hatte den Fuss wieder auf Vollgas, wollte wieder alles aufeinmal. Und dann komme ich ins straucheln.

  • Hallo Ihr Lieben,

    bei mir ist soweit alles gut. Lese seit zwei Tagen in der Suchtfibel. Sehr interessantes und aufschlussreiches Buch. Gibt mir sehr viele Aha- Momente und Denkanstöße.

    Danke nochmal, dass Ihr mir auf meinem holprigem Weg zur Seite steht und meine Stimmungsschwankungen ertragt.

    Liebe Grüße und einen schönen sonnigen nüchternen Tag für alle ☀️

  • Danke nochmal, dass Ihr mir auf meinem holprigem Weg zur Seite steht und meine Stimmungsschwankungen ertragt.

    Moin Blendi. Das ist der Sinn der Selbsthilfe. Wenn alles gut läuft, profitieren alle davon. Die Neulinge als auch die alten Hasen.Ich wünsche dir einen schönen nüchternen Tag. LG Bono

  • Hallo Blendi,

    ist es nicht schön zu spüren, wie Körper und Geist sich erholen.
    Alkohol bewirkt eine hohe Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und dadurch gerät das ganze System von Anspannung und Ruhe aus dem Gleichgewicht. Der Körper befindet sich im Dauerstress. Unruhe, Anspannung, Schlafstörungen etc. sind die Folge.
    Lebe ich abstinent, normalisiert sich das System langsam (deswegen brauche ich Geduld) wieder und ich kann meine Energie für sinnvolle geistige und körperliche Dinge einsetzen.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Genau so ist es Nayouk.

    Der verwirrte Knoten im Kopf löst sich nach und nach endlich auf.

    Mir kommen derzeit viele Gedanken zur Vergangenheit hoch. Viele Dinge die mir über Jahre / Jahrzehnte seelische Schmerzen bereiteten. Ich sehe die Dinge jetzt aus ganz anderen Perspektiven. Bekomme die Dinge nun sortiert. Kann mir endlich meine "Warum ?" Fragen beantworten.

    Ďas ist ein herrlichen Gefühl, denn nach den Erkenntnissen kehrt dann Innerer Frieden in mir ein.

    So soll es bleiben und jeden Tag ein bisschen mehr

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