Oskar - Ziel: Stabile zufriedene Abstinenz

  • Willkommen bei uns.


    Null Druck, Null Verlustgefühl -- trifft vollkommen zu und ist stetig. Der Alkohol ist mir wirklich gleichgültig geworden.

    Turbo -Trocken? ;)

    Wenn Alkohol gleichgültig geworden ist, wie kann dann jemand Alkoholiker sein? Wie ich lese, bist du seit ein paar Monaten trocken, und da denke ich, dass die Euphorie gerade noch den Hauptteil vom Denken übernimmt. Denn es ist eine Lebensaufgabe, den notwendigen Respekt nicht zu verlieren, ohne dabei verkrampft durch den Alltag zu gehen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Danke Hartmut,

    von Euphorie bin ich weit entfernt. Das Wort Respekt hatte ich wohl noch nicht verwendet, aber andere Wörter in diese Richtung. Ansonsten kann ich nur schreiben, wie mein Erleben ist.

    Ich weiß Deine Meinung - so weit ich sie bisher las - sehr zu schätzen.

  • Ansonsten kann ich nur schreiben, wie mein Erleben ist.

    Und genau das ist gut so! Wir sind hier oder sollten es zumindest sein um unsere Erlebnisse zu teilen, sie mit den Erfahrungen derjenigen abzugleichen, die schon länger trocken sind, und so unseren eigenen Weg zu finden.

    Deshalb: Schreib ruhig weiter, selbst wenn dir mal ein gefühlter Gegenwind entgegenkommt. Mein alter Spruch dazu.

    Wer nur Schulterklopfer für seinen Weg in die Trockenheit sucht, geht besser an den Stammtisch.;)

    Ich weiß Deine Meinung

    Nun tausche ich meine Meinung nicht so gerne aus, jedoch mit einer geballten Erfahrung kann ich dienen.:)

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Mir ist direkt bis "hart & herzlich" deutlich näher als die grassierende Hypertoleranz.
    Mein Ziel ist eine zufriedene stabile Abstinenz, ohne geballte Faust in der Tasche - unverkrampft trocken, nicht kampftrocken. Deshalb bin ich ja hier hergekommen und werde bleiben.

    Es ist wohl ein Langstreckenlauf. Den ersten kleinen aber schwersten Teil habe ich alleine bewältigt. Allein war eigentlich unnötig, risikobehaftet und ist keine Empfehlung wert (bin eben so gestrickt und ziehe daraus auch Kraft und Tiefenwirkung, auch bei anderen Themen).
    Ganz allein stimmt aber auch nicht ganz. Etwa 6 Wochen nach Alkoholstopp war ich an einem Punkt, wo ich merkte, es wird wackelig, wenn ich jetzt nicht rede/Hilfe habe, dann könnte ich demnächst weich werden. Also bin ich zu meiner alten AA-Gruppe gegangen, die ich vor vielen Jahren ein Vierteljahr lang besuchte. Dreimal war ich da, dann war das Tal durchschritten. Dafür bin ich dankbar. Aber die Monologe dort sind auf Dauer nicht meins, da ist mir die direkte Entgegnung hier lieber - noch dazu jederzeit, besonders falls Not am Mann.

    Die Wegstrecke ist noch lang, wobei für mich mit 60 + auch manche Option abgelaufen ist (oder scheint) oder mir nicht mehr reizvoll erscheint. Aber es gibt noch viel zu entdecken, Vieles interessiert mich, bin immer wieder neugierig wie ein kleiner großer Junge - es würde für mehrere Leben reichen.

    Respekt ist ein sehr treffendes Wort, das ich mir auf den Wanderstock für meinen weiteren Weg schnitzen werden.

  • Für mich ist auch der Austausch wichtig. Selbstgespräche kann ich auch zu Hause führen.

    Deswegen sind wir hier goldrichtig aufgehoben, Long Jing!

    Hier findest Du außerdem fast immer einen Ansprechpartner. Manchmal zeitversetzt, aber hier kommt ein Echo.

    Man bekommt hier in der SHG Resonanz und Reaktion. So kann gleich auf Abweichungen oder Stimmungswechsel reagiert werden.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ja, auch Drachenbrunnentee genannt. Kann ich sehr empfehlen. Ist aber eine teuere Sorte und daher kein Alltagstee.

    Tee war mir ca. ab Monat 3 bis vor einer Weile eine gute Hilfe. Habe viele Sorten ausprobiert und zeitweise heftig mit der Menge übertrieben. Eine Zeit lang dachte ich, aha, das ist also meine neue Sucht ... oder eher oralen Ersatzbefriedigung... Hat sich inzwischen aber wieder gut einreguliert. Mein Sorten und Zubereitungs-"know how" würde inzwischen für einen Text in der Rubrik "Leben mit der Abhängigkeit" ausreichen. :D

  • Sehr interessant. Ich habe bisher (aus Faulheit) Schwarztee getrunken. Der ist einfacher zu "bedienen", aber weniger gesund als grüner.

    Schreib doch etwas dazu in den Getränkelink.

    Alex07
    26. Oktober 2022 um 20:09

    Was mich bisher vom Grüntee abhält ist, dass es so unglaublich viele Sorten gibt und ich einfach nicht weiß, welche ich kaufen soll.

    Und eine Frage noch. Schüttest Du den ersten Aufguss weg? Und nach wie viel Sekunden?

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Tee war mir ca. ab Monat 3 bis vor einer Weile eine gute Hilfe. Habe viele Sorten ausprobiert und zeitweise heftig mit der Menge übertrieben.

    Das war bei mir ähnlich. Habe Unmengen an Sorten und habe ständig und überall Tee getrunken. Das hat sich aber inzwischen wieder geändert. Bin wieder mehr bei Wasser. Da mische ich auch öfter mal nen Saft mit dazu. Aber auch Fanta trinke ich gerne.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Was mich bisher vom Grüntee abhält ist, dass es so unglaublich viele Sorten gibt und ich einfach nicht weiß, welche ich kaufen soll.

    Ich schalte mich hier kurz ein. Grüner Tee sollte in Bio Qualität gekauft werden, ansonsten könnte er viele Schadstoffe enthalten. Ich kaufe im Bioladen den Günstigsten und mache daraus zwei Aufgüsse. Erst das kochende Wasser 2 Minuten abkühlen lassen und dann den Tee 2 Minuten ziehen lassen, auf keinen Fall länger. Ich nehme für einen Dreiviertel Liter ca. 1,5 Teelöffel Tee. Ich bin ein echter grüner Tee Fan geworden und trinke morgens gar keinen Kaffee mehr.
    Ähm sorry Long Jing, die Tee Begeisterung ist gerade mit mir durchgegangen. Kannst Du aber auch gerne löschen lassen, wenn Dich der Fremdeintrag nervt.

  • Aber es gibt noch viel zu entdecken, Vieles interessiert mich, bin immer wieder neugierig wie ein kleiner großer Junge - es würde für mehrere Leben reichen.

    So in der Art habe ich es heute auch in mein Tagebuch geschrieben. Ist doch toll so ein abstinentes Leben, so viel zu erleben, auszuprobieren, zu entdecken.

    Noch vor einem halben Jahr drehte sich der ganze Tag um die Zeit nach 18 Uhr, dann startete ich immer mit der Sauferei. Zum Glück liegt diese Zeit hinter mir - ich bin so unendlich dankbar dafür.

    Übrigens habe ich mich während meiner Studienzeit auch intensiv mit Meditation und anderen Achtsamkeitsmethoden beschäftigt. Mit der Sauferei geriet das mehr oder weniger in Vergessenheit, denn mit Kater oder angetrunken, lässt sich schlecht meditieren.

    Alex_aufdemweg war hier echt ein Katalysator für mich und ich habe wieder intensiv begonnen, mich damit zu beschäftigen. Danke Alex dafür! Ich wäre mit Sicherheit auch wieder darauf gekommen, nur vermutlich nicht so schnell.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Erst das kochende Wasser 2 Minuten abkühlen lassen und dann den Tee 2 Minuten ziehen lassen, auf keinen Fall länger.

    Gut zu wissen, meiner steht manchmal ne halbe Stunde, weil ich ihn mal wieder vergessen habe 🙈

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Gut zu wissen, meiner steht manchmal ne halbe Stunde, weil ich ihn mal wieder vergessen habe 🙈

    Ich benutze das Handy. Früher habe ich Tee Kochen immer nach Gefühl gemacht und mich dann gewundert, warum der Tee bitter schmeckt. Grüner Tee verzeiht überhaupt keine Ungenauigkeiten. Bei richtiger Zubereitung total lecker, etwas zu lang gezogen oder zu viel Tee aufgebrüht, zack ungenießbar.

  • Ich mache meistens gleich einen Liter kurz ziehen in die Thermoskanne und dann den zweiten Aufguß länger, abkühlen und mit Fruchtsaft mischen.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Kaum ist man mal einen Tag weg, gehts hier los... sehr schön!

    *Rina* - Du warst nicht allein und es war gut so. Tee Begeisterung ist ansteckend!

    Das war bei mir ähnlich. Habe Unmengen an Sorten und habe ständig und überall Tee getrunken.

    Interessant - auch Dein Thread - da halte ich beim Lesen immer an der Stelle an, wo ich jetzt gerade bin und vergleiche Dein Protokoll mit meinen Erfahrungen zu dem ca.-Moment. Nun ist Vergleich einerseits Quatsch und ich gucke auf mich selbst, andererseits gibts Unterschiede wie Stärke/Vorhandensein des Suchtdrucks, aber auch Parallelen, wie die Unmengen Flüssigkeit in einer bestimmten Phase. Las ich öfter. Also mir kam das 1-2 Monate lang wie gieriges Teesaufen vor (da nehme ich bewusst mal das Wort; nie beim Alk so erlebt). Ich dachte mir, einfach mal 'ne Weile das System richtig gründlich durchspülen... Allgemein habe ich mich in den ersten Monaten wenig gezwungen und vieles einfach laufen lassen.

    Mit der Sauferei geriet das mehr oder weniger in Vergessenheit

    Ja, das bedauere ich (auch), aber es ist Vergangenheit und gemachte Erfahrung. Vieles ist langsam eingeschlafen, so wie sich die Sucht immer mehr einschlich. Bei mir schätze ich es auf ca. 3-4 Jahre, wo der Alk mich immer intensiver beeinträchtigte.
    Interessant auch Dein Thread im Vergleich, aber Du bist ja dann leider im Untergrund abgetaucht... ^^

  • Ich habe bisher (aus Faulheit) Schwarztee getrunken.

    Ich trank bis zum Herbst auch eher Schwarztee aber nicht nur. Faulheit? Wohl dto. - weil ich die enorme Vielfalt des grünen Tees überhaupt nicht überblickte.

    Und eine Frage noch. Schüttest Du den ersten Aufguss weg? Und nach wie viel Sekunden?

    Dieses sog. "Waschen" halte ich bei normalem Grüntee für unnötig, da eher "weiche" Teeblätter.
    Bei Oolong-Tee ausprobiert (15 Sek.) - dto. unnötig, aber je nach Sorte ggf. Geschmackssache. Es geht ja bei dem darum, fest gerollte Teeblätter etwas aufzuweichen/entfalten.
    Sehr sinnvoll soll es beim Pu-Erh-Tee (China) sein - ein gepresster Tee ähnlich dem mongolischen Ziegeltee - noch nicht ausprobiert. Test steht noch an.

    Ganz wichtig bei Grüntee: max. 80°, sonst wird er bitter. Die feineren Sorten z.T. nur 55-60°, sonst bleibt alles Schöne auf der Strecke. Und nicht länger als 2(3) Min. ziehen lassen - sonst wiederum bitter. Mehrere Aufgüsse möglich - je nach Sorte 2..4.

    Bei Oolong jedoch 95-100° und bis zu 7..9! Aufgüsse möglich.

    Bei der chinesischen >>Gong Fu Cha 工夫茶 - Methode (& Zeromonie) nimmt man deutlich mehr Tee bei viel weniger Wasser und lässt z.T. nur ganz kurz ziehen (15 Sek. - 1 min je Sorte). Kann ich empfehlen, vielleicht springt meine Begeisterung über. Am besten ein Video gucken.

  • ich einfach nicht weiß, welche ich kaufen soll.

    Vorschlag...

    Einstieg:
    China Jasmin Chung Hao (Spezial)
    Morgentau (den originalen von R., Basis ist Sencha aus China + div. Blüten)

    Edle - bevorzugt mittels Gong Fu Cha (kann man aber auch mittels Teepott + Edelstahlfilter improvisieren):
    Grüntee ... Westlake Xi Hu Long Jing (China), Sencha Kirishima Yabukita (Japan)
    Oolong (China/Taiwan) ... Dark Pearl Oolong

    Schreib doch etwas dazu in den Getränkelink

    Das mache ich demnächst. Muß nur aufpassen, dass ich den Getränkethread dabei nicht sprenge...

  • Nun ist Vergleich einerseits Quatsch und ich gucke auf mich selbst, andererseits gibts Unterschiede wie Stärke/Vorhandensein des Suchtdrucks, aber auch Parallelen, wie die Unmengen Flüssigkeit in einer bestimmten Phase.

    Vergleich oder besser gesagt Abgleich ist ja immer nur der jetzige Istzustand, was nicht heißt, dass mich das genauso wie andere erreichen könnte, denn es sind ja die "Nebenwirkungen" der Sucht. Ich halte nichts für unmöglich, jedoch stets ohne Angst und nur mit Respekt. Ich schwäche auch nichts ab, da es unvorsichtiger macht .

    Ich kann mich noch an das Geschwätz an den üblichen Stammtischen erinnern, was da alles für Thesen aufgestellt wurden. Das hat mich, als ich das erste Mal hier trocken werden wollte, davon abgehalten, vernünftig den Weg zu gehen. Rückfall nach ca. 12 Wochen, weil das Hirn das Lied anstimmte: "Es ist ja bei mir nicht so schlimm und vor allem ganz anders."

    Das mache ich demnächst. Muß nur aufpassen, dass ich den Getränkethread dabei nicht sprenge...

    Macht nichts, besser dort als hier, sonst verschwimmt dein Suchthread im Tee.:mrgreen:

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

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