• Hallo,

    ich bin 51 J. alt. Die letzten Jahre habe ich leider zu viel getrunken und die Tendenz war steigend.

    Letzte Woche war ich das 1. Mal auf Entzug im Krankenhaus (zuvor Eigenentzug zu Hause).

    Heute den 10 Tag ohne Alkohol.

    Jetzt bin ich am überlegen welches Entwöhnprogramm ich wählen soll (Ambulant-Stationär; Abstinent-kT).

    Lg, A

  • Hallo Andreas,

    willkommen im Forum der Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und Angehörige.
    Es ist gut, dass du dich hier gemeldet hast und eine gute Basis hast du auch schon geschaffen.

    Es ist so, dass sich in dieser SHG bekennende Alkoholiker austauschen, die eine dauerhafte Abstinenz anstreben.
    Kannst du dich da wiederfinden, siehst du dich als Alkoholiker? und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?,
    dann kann diese SHG für dich Unterstützung zur Selbsthilfe sein.

    Möchtest du dich hier mit Gleichgesinnten austauschen?

    Viele Grüße

    Nayouk

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Nayouk,

    danke für deine Antwort.

    Zu deinen Fragen:

    • Ja - leider sehe ich mich als Alkoholiker (ich wollte mir das lange selbst nicht eingestehen)
    • Dauerhaft abstinent oder evtl. kontrolliertes Trinken (bin ich noch unsicher ob das funktionieren kann).
    • Ja natürlich möchte ich mich mit Gleichgesinnten austauschen.

    LG aus Ö,
    Andreas

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas_73 (25. Juni 2025 um 16:23)

  • Ok, mit 2 Punkten sind wir schon mal weiter, aber...

    die eine dauerhafte Abstinenz anstreben.

    Dauerhaft abstinent oder kontrolliertes Trinken: Da bin ich noch unschlüssig.

    Womit wir beim Punkt sind, Andreas_73 .

    Ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken, sonst wäre er kein Alkoholiker.
    Wenn du dich informierst, wirst du feststellen, dass "kontrolliertes Trinken" ausdrücklich nicht für Alkoholiker gedacht ist.
    Bei manchen Angeboten steht das wenigstens im Kleingedruckten.
    Wir unterstützen den Weg des "kontrollierten Trinkens" nicht, da dies ein Alkoholikerforum ist und wir wollen darüber auch keine Diskussionen.

    Ich habe jahrelang versucht, meinen Konsum zu kontrollieren, erfolglos. Das kannst du hier bei vielen anderen Usern auch nachlesen. Dieser Irrglaube hat mich viele Jahre Lebenszeit gekostet.

    Werde dir erstmal darüber klar, melden kannst du dich hier in deinem Thread jederzeit.

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Für dich noch zur Info, wie es hier für dich weiter gehen könnte, wenn du möchtest.

    Wenn du dich für ein dauerhaft abstinentes Leben entscheidest und du teil dieser SHG werden möchtest,
    dann erfolgt der Schritt der Bewerbung, danach käme dann die Freischaltung für den "offenen Bereich".

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Der einzig richtige Weg, Andreas.

    Das ich ihn erfolgreich gehe, das will ich. Gehofft habe ich zu lange, dass ich irgendwann aufhören kann.

    Hier ist der Link zur Bewerbung, anklicken und kurz etwas schreiben.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Dann werden wir dein Thema zu „Erste Schritte für Alkoholiker“ im offenen Bereich verschieben.

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, Andreas!

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Von mir auch ein Hallo Andreas,

    evtl. kontrolliertes Trinken (bin ich noch unsicher ob das funktionieren kann).

    Da hat Nayouk24 ja bereits ausgeführt, dass das nicht mehr möglich ist. Kann es sein, dass ich da noch einen kleinen Hoffnungsschimmer raus lese, dass da doch noch was geht?

    Denn das würde Kampf bedeuten.

    Ich hoffe, dass ich das ohne Rückfall durchhalte.

    Denn hier lese ich auch "durchhalte".

    Es ist wichtig, dass Dir absolut klar wird, dass ein "bisschen" nicht möglich ist. Ich kenne persönlich einige Alkoholiker, die das schon versucht haben. Alle sind gescheitert und danach war sehr bald ihr Pensum noch höher als zuvor.

    Dieses "durchhalte" bringt mich auch zu der Frage: Hast Du derzeit häufiger Suchtdruck?

    Hier hätten wir den Notfallkoffer für Dich.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Und dann, der Weg. Die Grundbausteine haben mir sehr geholfen und ich habe mein Leben dahingehend geändert.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Es gab mir von Anfang an eine gewisse Sicherheit. Von innen heraus wurde aus "ich hoffe nicht" bald, "ich werde nicht".

    Lies Dir den Artikel durch. Hast Du bereits ein paar Dinge in dieser Richtung unternommen? Nur nicht trinken reicht nicht.

  • Hallo, eine kleine Anmerkung bzw Erfahrung aus meinem (Trinker)Leben - man kann reduzieren,(wenn Alarmglocken läuten oder der Arzt meint - uiui schlechter Wert o.ä.) aber nicht kontrolliert trinken dh alle 14 tage mal oder nur zur Feier whatever.....kenne ich keinen Alkoholiker, oder gerne wird mit Ansage ein Stopp gemacht - 6 Wochen ! quasi wie fasten...das danach meist alles nachgeholt wird...."entweder oder" bin ich jetzt überzeugt....

  • Willkommen in unserem Alkoholiker-Forum. In einem anderen Thread schreibst du.

    Ich bin hier anderer Meinung.

    Gerade am Beginn ist es (zumindest für mich) hilfreich Unterstützung von der Familie
    zu erhalten und jedes Risiko zu begrenzen.

    Und was passiert, wenn die Unterstützung plötzlich wegfällt – fängst du dann wieder an zu saufen? Die Familie kann zwar unterstützend zur Seite stehen, aber sie ist selbst nicht von der Sucht betroffen und sieht vieles aus einer anderen Perspektive als jemand, der mitten im Problem steckt.

    Trocken zu bleiben gelingt nicht allein durch motivierende Sprüche oder theoretisches Wissen – das gehört eher an den Stammtisch.

    Was mir wirklich geholfen hat, war, mich zunächst selbst vor mir zu schützen. Ich musste was Tun. Im ersten Jahr habe ich bewusst auf Partys, Urlaube oder Veranstaltungen verzichtet, bei denen Alkohol im Vordergrund steht

    . Zuhause habe ich alles entfernt, was mit Alkohol zu tun hatte. Zeiten, die früher mit Alkoholkonsum verbunden waren, habe ich gezielt umgestaltet und vieles mehr.

    Das mal eien kurzer Abriss.

    Hast du den Artikel "Grundbausteine" bereits gelesen?

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Und wie hast du das für dich interpretiert?

    Steht doch alles im Artikel:

    "Die Unterstützung des sozialen Umfelds ist ein stabilisierender Faktor für die Abstinenz. Es ist wichtig, sich in einem Umfeld zu bewegen, das den Vorsatz für ein trockenes Leben schätzt. Familien und Kollegen spielen dabei eine große Rolle. ".

    Und genau so sehe ich das...
    (kein weiteres Statement dazu mehr von mir....)

  • kein weiteres Statement dazu mehr von mir....

    Hast ja keines abgegeben. Warum so angespannt? Suchst du keinen Austausch, oder was soll das bedeuten? Du hast dich doch angemeldet, um Hilfe zu bekommen, oder weißt du bereits alles?

    Die Unterstützung des sozialen Umfelds ist ein stabilisierender Faktor für die Abstinenz. Es ist wichtig, sich in einem Umfeld zu bewegen, das den Vorsatz für ein trockenes Leben schätzt. Familien und Kollegen spielen dabei eine große Rolle. ".

    Stabilisierender Faktor ist, dass dein Umfeld respektiert, dass du abstinent leben möchtest. Das bedeutet, dass in deiner Gegenwart nicht getrunken wird, alkoholfreie Aktivitäten mit dir unternommen werden und die alkoholfreie Wohnung akzeptiert wird. Und vieles mehr.

    Alles, was in diese Richtung geht, ist damit gemeint. Um das mal auf den Punkt zu bringen.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Kurzes Update

    Heute ist mein 20. Tag ohne Alkohol. (zuvor Jahrelang täglich Alkohol).
    Ich war das 1. Mal im Leben auf Entzug mit Ärztlicher Unterstützung im Krankenhaus (zuvor nur kalter Entzug).
    In 1 Monat starte ich mit Ambulanter Entwöhnungstherapie (ist der 1. mögliche verfügbare Termin).

    Es geht mir aktuell gut. Mein Blutdruck ist bereits deutlich niedriger.
    Die Ärztin meinte, dass ich die (Blutdruck-) Medikamente bei leichtem Sport in 3 Wochen ganz absetzen kann.

    Gegen den Durst drinke ich sehr viel Soda mit Zitrone & Johannisbeer- (aus eigenem Garten) Saft.

    Schlaf ist (im Gegensatz zur Zeit mit Alkohol) sehr gut. Immer 7-8 Stunden.

    Im Beruf und Familie passt ebenfalls noch alles (Glücklicherweise rechtzeitig die Reißleine gezogen).

    LG und euch allen ein schönes Wochenende,
    Andreas

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas_73 (5. Juli 2025 um 06:50)

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!