InHope - Vorstellung

  • Gibt es alkoholiker die nach sowas noch kontrolliert trinken können zbsp. Nur auf gesellschaftlichen Veranstaltungen?

    Ganz klares Nein!

    Habe mit ihm sehr selten und nur noch wenn dann nüchtern mit ihm geschlafen. Mit Alkohol ging das für mich garnicht und selten weil ich mich dafür nicht an sein konsum anpassen wollte..

    Und das ist auch völlig nachvollziehbar. Ich bin fassungslos wie oft ich hier lese dass trinkende Ehemänner behaupten, wenn die Frau öfter ‚lieb zu ihm‘ wäre, wäre auch das saufen besser. So einen unglaublichen Quatsch zu behaupten ist die eine Sache, aber dass die Ehefrau ernsthaft über den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung nachdenkt ist schlimm. Geht wirklich vielen Frauen hier so.

    Denk es mal konsequent durch. Du überwindest regelmäßig deine Abneigung und plötzlich wie von Geisterhand wird er nüchtern? Das wird unter keinen Umständen passieren. Vor allem : was macht das mit DIR?

    Du bist in dieser Geschichte wichtig!

    Du hast Konsequenzen gezogen- sehr gut. Jetzt schaue mal wie es dir geht, was du dir gutes tun kannst und denk mal nicht nur an ihn.

  • habe ihm am donnerstag gesagt dass es für mich nur noch zwei Wege gibt ohne Alkohol oder getrennte :/

    Wenn du nun einknickst, nimmt er dich nicht mehr ernst. Sag nichts, was du nicht auch wirklich umsetzen willst. Nie.

    Ich verstehe total, dass du Nähe ablehnst, wenn er betrunkenen ist. Und es wird auch nicht besser mit dem Nicht-Konsum , wenn du wieder mehr zulässt. Das hat nicht miteinander zu tun.


    Du hast überhaupt keinen Einfluss darauf, ob er trinkt oder nicht und wenn ja, wieviel … Du hast nur Einfluss darauf, ob Du so weitermachst oder nicht.


    Alkoholiker können nicht kontrolliert trinken. Punkt!

    Und tatsächlich frage ich mich, wie du so sicher sein kannst, dass er nicht heimlich trinkt. Es ist ja heimlich. Du denkst, er trinkt weniger und fährt konsequent nicht unter Alkohol … aber du weißt es nicht.

    Ich rate Dir sehr, ein bisschen bei den anderen hier im Forum zu lesen. Dann merkst du schnell, dass Konsum sich nicht so schnell zurückfahren oder kontrollieren lässt.


    Und ich frage mich, wie Du Dir unter den aktuellen Voraussetzungen einen gemeinsamen Urlaub vorstellst?!

  • Hallo InHope,

    Naja ich bin total überfordert mit dieser Situation und so unsicher :(

    ...und habe diese Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es besser werden könnte...

    Das verstehe ich gut. Auf der einen Seite siehst du deine eigenen Wahrnehmungen, was abläuft, wie er sich dir gegenüber verhält. Er schiebt dir Verantwortung für sein Trinken zu, gibt dir die Schuld. Und irgendwelchen Dingen, die ihn belasten.

    Dadurch manipuliert er dich, denn es spricht ja Seiten in dir an. Vielleicht alte Glaubenssätze oder so. " Streng dich bisschen an" oder " nun sei mal nicht so" oder " du musst besser hingucken, Rücksicht nehmen, dich nicht immer so anstellen" was weiß ich.

    Und schon zweifelst du an dir. An deinen Gefühlen, daran ob du das Recht hast, dich selbst in den Mittelpunkt deines Lebens stellen zu dürfen. Du hoffst, dass es sich ändern kann, er sich ändern kann, alles gut wird, wenn du dich noch mehr anstrengst.

    Auf der anderen Seite bekommst du hier Rückmeldungen, Bestätigung dafür, dass deine Gefühle, Wahrnehmungen eine Berechtigung haben, dass es in Beziehungen mit Abhängigen immer wieder in etwa so abläuft, wie du es gerade erlebst.

    Und dann geht das Gezerre in dir ab. Unsicherheit. So: aber ich kenn ihn doch, er ist nüchtern doch so lieb, wir hatten so gute Zeiten, ich will ihm doch nicht wehtun, ich gebe nicht so leicht auf. Und: ich weiß doch, was ich hier habe, ich will das doch nicht aufgeben nach so langer Zeit und wer weiß, was kommt. Ob ich nochmal einen Partner finde. Ob ER nochmal eine Partnerin findet und er dann so wird, wie es mit mir hätte sein sollen. Usw

    Eigene Wahrnehmung, Bestätigung und Erfahrung von uns hier, innere Zweifel und Gefühle weil du die Person bist, die du bist. Mit deinen Wünschen, Träumen, Erfahrungen und Persönlichkeitsmustern.

    Das ist jetzt Spekulation, dass es so in dir abgehen könnte, aufgrund eigener Erfahrung. Ich nenne das immer " Teufelchen gegen Engelchen".

    Puh, so und noch viel mehr ging es in mir damals vor.

    Ich hatte auch viele Ängste, z. B. wie es finanziell werden könnte, ob ich es alleine stemmen könnte. Was die Leute denken könnten. Scham, dass gerade MIR sowas passiert war. Und dass er dann kaputt gegen würde. Ich könnte viele Seiten füllen.

    Und Sex... Ich hab mich auch verweigert. Es ist eklig intim zu sein mit jemandem, der stinkt wie eine Schnapsfabrik. Der dich vor 1 Stunde noch beleidigt und gedemütigt hat. Ich hab es noch einige Zeit gemacht... Irgendwann kam ich mir aber nur noch benutzt vor. Und so war das auch. Ich hab mich benutzen lassen weil ich dachte, es würde ihm dann besser gehen und er würde nüchtern werden. Wahrscheinlich ging es ihm dann besser, er hatte bekommen was er wollte. Darauf musste er dann aber erstmal einen heben...

    Und ich blieb zurück...

    Das war so würdelos für mich und ich hab mich noch kleiner, erniedrigter gefühlt. Da hab ich es nicht mehr zugelassen. Das war ein Schritt meiner Befreiung. Eine Grenze, die ich ziehen konnte.

    Jetzt hab ich mich ja hier ausgelassen, meene Jüte. Ich hoffe, du kannst was damit anfangen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • hallo InHope

    ich habe mir jetzt," nochmal", das ganze von vorne bis hinten durchgelesen. nach meiner lesart, ist es so, dass für dich die weichen eigentlich gestellt sind! du suchst/brauchst eigentlich nur noch den "schupps" in richtige richtung:idea: ansonsten wärst du ja auch nicht hier;)

    punkt eins: ich kann nicht erkennen das er etwas ändern möchte. alle impulse, die beziehung zu retten, gehen von dir aus! er nickt das nur ab und fertig. du gibst ihm die bedingungen vor und ihn interessiert nur der urlaub. ich sehe keinen ansatz wie er seinen "suff" beenden möchte, sprich arztbesuch, suchtberatung etc..., da kommt nur warme luft und vage versprechungen das irgentwann mal alles besser wird. natürlich nur wenn du dich auch änderst (versteht sich ja von selbst) das er aber schon jahre zeit hatte etwas anders zu machen kommt ihm irgentwie nicht in den sinn. wahrscheinlich ist er auch ein super mensch, solang nüchtern, aber dafür kenn ich ihn nicht das kannst nur du beurteilen. also überlege dir wem hier mehr daran liegt so weiter zu machen oder wirklich etwas ändern zu wollen. momentan seh ich da nur dich:idea:

    punkt zwei: du bist schon auf distanz gegangen körperlich als auch emotional, dank seines "victim blaming"(täter-opfer umkehr) und ja es gibt sogar eine bezeichnung dafür, leider...du meinst deine akkus reichen noch eine weile. wie lang wird das sein? ein jahr,zwei,drei, wann ist es genug? wo ziehst du deine grenze? wäge ab ob ihr eigentlich noch zusammen in die gleiche richtung fahrt, weil nach meiner auffassung bist du der einzige in der beziehung der noch weiß was er will:idea:

    punkt drei: spinnen wir doch mal den faden weiter. du bist jetzt 36, die biologische uhr tickt, vielleicht hast den gedanken an kinder, eine familie halt. frag dich selbst ob du das mit ihm möchtest. auch das er trocken wird kostet zeit und glaube mir das funktioniert nicht von heute auf morgen. es wird rückschläge geben. kannst du das aushalten,dann vielleicht sogar mit kind? ich kann dir sagen wer dann die verantwortung für zwei übernimmt (nur soviel, er ist es nicht).

    ich weiß und kann es gut nachvollziehen(wenn auch von der anderen seite des tisches) wie es dir geht. du sitzt zwischen baum und borke und versuchst alles unter einen hut zu bringen. glaube mir wenn ich dir sage, dass die zeit rennt und mit zunehmenden alter geht es gefühlt immer schneller;) du möchtest nicht irgentwann dastehen auf dein leben zurückblicken und sagen "das wars schon"(?).ich weiß auch das es wehtut, gerade weil ihr solang zusammen seit/wart. das entschuldigt aber nicht sein verhalten:idea:in keinster weise...sortiere dich und ordne deine gedanken rational auch wenn die emotionen noch sehr stark sind.

    grüsse eternal

  • Hallo InHope ,

    es haben Dir ja schon einige Menschen hier geantwortet - nur vermutlich nicht das, was Du gene lesen möchtest...? Ich schreibe Dir auch als Partnerin eines langjährigen Suchtkranken, mit dem ich wie Du sehr jung zusammenkam und nach einer sehr langen Pause nochmals einen Anlauf genommen habe - was wieder schief ging.

    Letztlich kannst natürlich nur Du entscheiden, wie lange Du noch auf ein gutes Leben warten und in der trügerischen Hoffnung auf ein Wunder ausharren willst. Er zieht sein Ding durch und schiebt Dir die Schuld für seine Sucht zu - schwierig... Hat er je einen Anlauf für Entgiftung/Therapie gemacht und so zumindest mal glaubhaft signalisiert, dass er etwas ändern möchte? Oder stützt Du nicht eher Deine ganze Hoffnung darauf, dass er nun - angeblich - nur noch an den Wochenenden trinkt? Andererseits, selbst wenn er bereit für eine Therapie wäre, wäre das nur ein allererster Schritt - mit offenem Ausgang.

    Der Urlaub wird da auch keine Veränderung bringen. Oder wenn Du nun wieder auf ihn zugehst und Deine Distanziertheit aufgibst. Er wird sich bestätigt fühlen, dass er Dich wieder so weit hat und zur Tagesordnung übergehen. Und Dich zieht es weiter runter, weil Du Dich hast einlullen lassen. Das ist so kräftezehrend. Du kannst ihn mit vorübergehender Distanziertheit, aber auch mit neuer Zuneigung nicht dazu bringen, festgefahrenes Suchtverhalten zu ändern. Es geht um eine hartnäckige chronische Erkrankung,, und nur er allein kann die angehen, mit professioneller Hilfe. Hoffnung reicht nicht. Ständige zermürbende Streits auch nicht. Ich spreche aus Erfahrung.

    Die Frage ist: Wie kannst Du die Unsicherheit, die Du beschreibst, ablegen, eine Entscheidung treffen, für Dich sorgen? Ich weiß selbst, wie schwer das ist. Es hilft nur, den Blick auf sich zu lenken und ehlich zu hinterfragen: Bist Du glücklich mit ihm, und ist er wirklich der Mann, mit dem Du Dein weiteres Leben verbringen willst?

    Zu bemerken ist, dass er früher täglich getrunken hat und es nach einem riesen Streit nun noch auf freie Tage und jedes Wochenende gelegt hat. Das wird aber alles an diesen Tagen jetzt nachgeholt und diese Tage sind einfach nur schrecklich für mich

    Das Zitat aus Deinem ersten Post klang ehrlich gesagt nicht so.... Welche Ressourcen hast Du? Wie schaut es mit Freunden aus und mit Möglichkeiten, für Dich zu sorgen und Abstand zu gewinnen?

    Liebe Grüße

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