Hallo, ich bin neu hier. Ich habe mich vor 3 Jahren von meinem Partner getrennt, nicht wegen dem Alkohol. Obwohl er uns während unserer ganzen Beziehung ständig begleitet hat. Seit der Trennung ist sein Konsum stetig mehr geworden. Ich war die ganze Zeit als Freundin da, weil wir einen gemeinsamen Hund haben. Wie oft schrieb er mir über WhatsApp, dass er damit aufhören will, dass er Angst hat, sich "tot zu saufen" und es ist nie etwas passiert. Seine Schwester (auch Alkoholikerin) und seine Cousine haben sich beide das Leben genommen. Ich denke, er beneidet sie um ihren Mut. Ständig kommt von ihm "ich mache dieses Wochenende Schluss". Mittlerweile ist er bei 10-12 Bier. Wie oft in der Woche?!... keine Ahnung. Ich habe ihm jetzt gesagt, dass er nicht mehr mit mir rechnen könne. Wenn er sich in den Entzug begibt, dann so; aber so nicht mehr. Seine Eltern verstehen es nicht und sehen auch nicht das Problem. Reagiere ich richtig?????
einfach ich - Gehen oder bleiben?!
-
-
guten Morgen einfachich,
herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Seine Eltern verstehen es nicht und sehen auch nicht das Problem. Reagiere ich richtig?????
Du solltest ganz klar bei deiner Linie bleiben. Es ist egal, ob seine Eltern es verstehen oder nicht. Ich würde mal sagen, sie wollen dich als "Kümmerin" nicht verlieren, denn durch deinen Kontakt zu ihm, bist du ja noch in den Kreislauf der Sucht eingebunden.
Ständig kommt von ihm "ich mache dieses Wochenende Schluss".
das habe ich auch so erlebt, es waren in meinem Fall Androhungen um mich wieder "auf Spur" zu bekommen. Er bemerkt natürlich, dass du einen Schnitt machen willst.
Wenn du dich hier austauschen möchtest klicke bitte unten auf den Link, und schreib noch einen kurzen Satz dazu. Danach schalten wir dich für den Austausch frei.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
lg Morgenrot
-
Hallo EinfachIch,
auch von mir Willkommen im Forum.
Du machst das genau richtig, bleibe bei deiner Linie, es geht erstmal um DICH, was er oder seine Eltern denken, ist dir erstmal egal, dich stört etwas, und du hast jedes Recht da etwas für dich zu ändern und genau das tust du grade!
Grüße
Barthell -
Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, einfach ich.
Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)
Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.
-
Ständig kommt von ihm "ich mache dieses Wochenende Schluss".
Nicht Schluss mit dem Trinken sondern mit seinem Leben. Aber genau das ist der Punkt, ich kann gar nciht sagen, wie oft ich das schon lesen musste. Es ist einfach nur Psychoterror. Aber was, wenn doch?!?! War es dann meine Schuld?! Es hat alles keinen Wert; weder seine Selbstmordandrohungen noch seine Versprechen, sich um den Entzug zu kümmern.
-
Hallo und willkommen einfach ich,
zuerstmal habe ich dein Zitat entwirrt, nun ist es besser verständlich. Wenn du ein Zitat einfügst kannst du einfach unter dem Zitatkästchen weiterschreiben.
Mein erster Mann hat auch oft von Suizid geredet. Damit ich meine Ruhe vor ihm hätte. Das ist Manipulation, Psychoterror beschreibt es gut. Denn das macht was mit dir und das soll es auch.
Wenn er es tatsächlich machen sollte, dann hast du keine Schuld. Niemand hat Schuld. Er hat es dann ja für sich entschieden. Wobei ungestoppte Sucht eh schon Suizid auf Raten ist, genaugenommen.
Mit dieser Aussage von ihm sollst du wieder passend gemacht werden, weiter für ihn zur Verfügung stehen. Es ist schwer, sich von den Gefühlen dabei zu lösen. Da hilft echt nur der komplette Kontaktabbruch.
Liebe Grüße Aurora
-
Nicht Schluss mit dem Trinken sondern mit seinem Leben. Aber genau das ist der Punkt, ich kann gar nciht sagen, wie oft ich das schon lesen musste. Es ist einfach nur Psychoterror. Aber was, wenn doch?!?! War es dann meine Schuld?! Es hat alles keinen Wert; weder seine Selbstmordandrohungen noch seine Versprechen, sich um den Entzug zu kümmern.
Hallo einfach ich,
Wer sterben will, der findet einen Weg. Oft sind solche Aussagen ein Hilferuf oder Manipulation. Das war definitiv 30 Jahre bei meiner Mutter so. Letztes Jahr wollte Sie dann sterben und fand einen Weg, ohne Ankündigung.
Man trägt keine Schuld. Es ist nicht deine Verantwortung. Es ist nicht OK, das dein Partner dir das aufbürdet. Es ist egoistisch und fies. Es ist nicht einfach damit umzugehen und es ist nicht einfach damit umzugehen wenn es dann passiert. Ich habe heute noch daran zu knabbern und manchmal bin ich wütend und traurig.
Also eigentlich möchte ich dir sagen, kümmere dich um dich, Grenze dich ab. Du hast nur dieses eine Leben (Naja, vielleicht :')) Wenn er das will, dann kannst du eh nichts tun. Du bist genauso für dein Leben verantwortlich, wie er für seins.
-
Hallo,
Ja Psycho- Terror genau das ist es.
Das macht etwas mit uns!!!
Und richtig es gibt keine Schuld im Leben. !
Wir haben nur dieses eine Leben und es macht etwas mit uns wenn wir Menschen um uns haben die uns offensichtlich nicht gut tun.
Vielleicht kannst du deinen Freund ja nochmals motivieren dich professionell Hilfe zu holen. Ihm zu erklären was Sucht ist … was das mit ihm gemacht hat… und wie schön das Leben doch sein kann .
Was wäre die Alternative? Ich als co abhängige sehe das jeden Tag. Gehe jeden Abend bzw nach Mitternacht mit einem Menschen ins Bett der eine Fahne hat. Früh ist diese Fahne noch immer vorhanden.
Dann kommt das morgen tief. Bitte nicht ansprechen und wenn du nichts sagst.. dann kommt … Du bist heute komisch! Und wenn du über irgendwas redest dann wirst du angeschrien. Also diesen Streit nicht eskalieren lassen. Bzw er steht erst gegen 11.00 Uhr auf!!
Arztbesuche , immer mehr Erkrankungen, taube Füße, Kur.. ( super weil dort weiter saufen ohne schlechtes Gewissen, weil kein Partner dabei ist ) . Überall fordernd auftreten, andere missachten. ….
Leider kann ich nichts anderes schreiben. Alkohol ist nicht nur eine Krankheit sondern eine Sucht!! Und offensichtlich ist eine Therapie auch alles andere als einfach!
Du machst alles richtig! Und dein Hund…. Der spürt das sicher auch! Diese non-verbale -Kommunikation mit dem Hund.
Alles Gute für dich -
hallo einfach ich,
Vielleicht kannst du deinen Freund ja nochmals motivieren dich professionell Hilfe zu holen. Ihm zu erklären was Sucht ist … was das mit ihm gemacht hat… und wie schön das Leben doch sein kann .
das hast du doch sicherlich schon so oft getan, immer und immer wieder. so kenne ich es von mir. Es nützt nur nichts, egal wie ich es versucht habe. Du kannst ihm die Sucht nicht erklären, weil du nicht süchtig bist, das wirst du hier überall lesen.
Tu dir etwas gutes, und mach etwas für dich. Du trägst keinerlei Schuld.
lg Morgenrot
-
Du hast dich doch vor drei Jahren aus guten Gründen von ihm getrennt. Du hattest und hast keinerlei Verantwortung für ihn. Seine Eltern übrigens auch nicht.
Ich verstehe deine Sorge, dass er seine Drohung eines Tages wahr macht.
Aber wenn du immer wieder auf die Drohung aufspringst hältst du ein System aufrecht, das ein langsamer Suizid auf Raten ist.Er muss an den Punkt kommen wo er merkt, dass es so nicht weiter geht. Du gibst ihm noch ein klitzekleines Stück Komfortzone- und damit säuft er weiter.
Ich gehe also sogar so weit, dass du nicht nur dir sondern auch ihm einen Gefallen tust wenn du jetzt aussteigst. So hat er die Chance selbst zu erkennen was Sache ist. Eine Chance ist aber keine Garantie!
Immerhin hast du aber dein Leben wieder. Nimm es dir zurück!
-
Ja ich als Co Abhängige stimme hier den anderen zu. Es ist sehr schwer sich die eignen Grenzen zu setzen und das klare Nein. Um wieder sich selbst zu spüren und wahrzunehmen mit dem eigenen gesunden Ich. Die Veränderung ist sehr hart. Jedoch lohnt es sich. Alle Zeit heilt Wunden. Am Anfang möchte man dies nicht verstehen. Jedoch mit kleine Schritte und kleine Erfolge geht es voran. Was mir hilft die Erfahrung mit einem Alkoholiker für das zukünftige Leben zu erlernen, die Erfahrungen beziehungsweise Frühwarnsignale aus dem Bauchgefühl schneller wahrzunehmen und dann in Zukunft schneller eigne Grenzen und Nein zu setzen. Was mir hilft ist in meiner Reflexion vor dem Spiegel zu stehen und laut zu sagen,"ich bin nicht Schuld", " Ich habe die Kraft und Energie in den Partner gesteckt was ich in meine Ressourcen habe, mehr geht nicht ". Was auch hilft ist ruhige Atemtechnik mit Pilates und Yoga. Weinen hilft. Die Trauerphasen am Anfang zulassen. Die mindern sich. Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen. Liebe Grüße Lilo 2025
Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!