Vielen Dank erst einmal für eure Reaktionen, ich bin auch froh, mich auf den Weg gemacht zu haben. Ich muss auch sagen, dass ich durch meinen Mann viel Unterstützung erfahre, einmal indem er auch nicht mehr trinkt, allenfalls wenn er auf Dienstreise ist, und das finde ich völlig okay. Aber wenn wir zu Hause sind oder Essen gehen, trinkt er nicht und das macht es für mich nicht leicht, aber leichter mein abstinentes Leben in Angriff zu nehmen.
Hartmut hat mir anfangs die Frage gestellt, ob ich Alkoholikerin sei... Darüber habe ich heute tatsächlich lange nachgedacht. Was macht mich zur Alkoholikerin? Gibt es dazu eine klare Definition? Kann man das abgrenzen, oder gibt es Grauzonen? Ich habe bis heute immer das Bild von mir gehabt, dass ich zwar viel zu viel getrunken habe, täglich getrunken habe, den Alkohol benutzt habe, um meine Wut, meine Trauer, meine Anspannung nicht mehr spüren zu müssen aber ansonsten habe ich in diesem Leben funktioniert was den Alltag anging. Wie ist das bei euch gewesen?