sondern Fakten und pures Feedback
Damit lerne ich bei manchen BeitrÀgen noch umzugehen
aber es wird besser. Die Erfahrung ist ja unbestritten.
sondern Fakten und pures Feedback
Damit lerne ich bei manchen BeitrÀgen noch umzugehen
aber es wird besser. Die Erfahrung ist ja unbestritten.
Lebensmut74 dito. Aber ich ziehe mir das heraus, was fĂŒr mich passt. Es regt definitiv zum Nachdenken an, aus einem anderen Blickwinkel heraus.
Hallo Yoyo,
Bitte keinen neuen Thread eröffnen, da es sonst unĂŒbersichtlich wird. Ich habe deinen Beitrag hier eingefĂŒgt. Danke!
Oh entschuldige, das ist an mir vorĂŒber gegangen. Danke fĂŒrs zusammen fĂŒgen đ
UltimaRatio1974 Hey, ich wollte mal fragen, wie es dir so geht? Bei mir lief es ganz gut. Ich hab bald meine 24 Tage rum.
Liebe GrĂŒĂe
Yoyo hey, schön, Dich zu lesen! Freut mich, dass es bei Dir gut lÀuft.
Mir geht es körperlich gut, tĂ€glich besser. Allerdings machen mir Schlafstörungen zu schaffen wie auch GrĂŒbeleien. Aber ich tausche mich rege in der RL SHG aus, mein Doc ist zufrieden mit meiner Konstitution, am wichtigsten sind mir die Therapiestunden, in denen ich die GrĂŒbelei thematisiere. Oskar hat mir Lesestoff (Seneca) empfohlen, was ich lese, wenn ich nicht schlafen kann, ist zum Thema GrĂŒbelei.
Ich bin zufrieden, habe aber absoluten Respekt vor dem Saufdruck, der mich Gott sei Dank noch nicht eingeholt hat.
Ich sortiere mich, Schritt fĂŒr Schritt und ĂŒbe mich in Geduld (Herausforderung fĂŒr mich).
Ich habe auch einige Einladungen abgesagt, da dort Alkohol flieĂt, ordne meinen Bekanntenkreis damit automatisch. Ist schon erschreckend, wie viele Saufkumpanen ich in den Jahren gesammelt habe.
Dir GlĂŒckwunsch zu 24 Tagen! Worauf fokussierst Du Dich momentan?
Liebe GrĂŒĂe
UR
hallo und willkommen Yoyo
Hallo Yoyo,
ich wollte dich nur kurz darauf aufmerksam machen, die ersten vier Wochen, die du nun wieder hier bist, NICHT bei neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich zu schreiben, (die Mitglieder mit den orangeroten Namen) .
Du bist nun bei Tag zehn? Was möchtest du denn dieses Mal anders machen? Wie ist es dir ergangen?
Lieber GruĂ,
Hera
Hallo Hera,
oh, dass wusste ich nicht. Das man quasi wieder von âvorneâ anfĂ€ngt. Danke fĂŒrs aufmerksam machen. đ Eigentlich wĂ€re heute Tag 29, wennâs da nicht einen RĂŒckfall gegeben hĂ€tte. Somit ist heute Tag elf. Wie es mir ergangen ist. Sehr gemischt. Meine Trinkphasen sind immer kĂŒrzer geworden. Ich bin lĂ€nger abstinent. Aber geschafft habe ich es noch nicht. Momentan bin ich wieder in einem Hoch. Mir gehtâs super gut- aber wem geht es das nicht, wenn man nicht vergiftet ist. Ich versuche, mich aktuell mehr mit meinen âTriggernâ zu beschĂ€ftigen. Neulich habe ich kalten Eistee aus einem Glas getrunken. Ich hab auf den Tisch gesehen und dachte âSch**Ăe, dass sieht aus wie dein WeiĂwein und hab es direkt in ein anderes Glas gekippt. Das war mir vorher gar nicht bewusst, aber bei genauer Betrachtung hab ich immer aus diesen GlĂ€sern meinen Wein getrunken. Ich bin jetzt das erste Mal an einem Punkt angekommen, an dem ich die ganze âSucht offiziell machen möchte. Ich war neulich bei meinem Hausarzt. Leider bin ich trotz Termin nicht dran gekommen. Was Ă€rgerlich ist, wenn man schon mal seinen ganzen Mut zusammen nimmt. Und mir ist glaube ich das erste Mal bewusst geworden, dass ich meinen Alltag noch stĂ€rker umstrukturieren muss. Ich werde AnlĂ€sse, bei denen getrunken wird konsequent meiden. Das betrifft dann leider auch meine Familie, die trotz meiner Sucht manchmal vor mir trinkt. Das ist dann so. Ich stelle mich auf den obersten Sockel. Zumal ich ja nicht nur fĂŒr mich die Verantwortung trage, sondern auch fĂŒr meinen Sohn. Ich bin gerade auch noch dabei, mir einen Therapieplatz zu besorgen. Es gibt hier relativ neu eine Tagesklinik. Und ich bin gerade im Bewerbungsverfahren fĂŒr einen neuen Job. Manchmal ĂŒberlege ich auch, ein Buch zu schreiben. - FĂŒr mich. Und vielleicht spĂ€ter meinem Sohn.
Ich habe immer ein wenig Angst, mir selber zu vertrauen. Der Alkohol ist leider nicht mein einziges Problem. Wenn auch das einzig stoffgebundene.
Lg Yo-Yo
Das klingt nach nem Haufen Vorhaben, die da gleichzeitig in deinem Kopf herumgeistern, mich wĂŒrde das ĂŒberfordern.
mit der Entgiftung bist du ja durch, wenn du nun bei Tag 11 bist, hast du diese auf eigene Faust und kalt durchgezogen, weil du bei deinem Hausarzt nicht drangekommen bist?
Ja- die Vorhaben stehen schon lange im Raum. Leider bin ich ziemlich âeingesperrtâ, weil ich alleinerziehend von einem 6 jĂ€hrigen bin. Ich will auf keinen Fall in meinen alten Job. Deswegen war ich 1 Jahr nochmal in den Master eingeschrieben. Da es ein PrĂ€senzstudium in einer anderen Stadt ist, konnte ich mich verbiegen wie ich wollte. Es ging nicht. Jetzt hab ich nochmal 8 Monate eine Weiterbildung gemacht. Ich hoffe, dass ich jetzt an den Job komme, auf den ich mich wirklich freue. Der Sinn macht. Und der sich eben auch alleinerziehend umsetzen lĂ€sst. Ich muss zugeben, ich bereue es sehr, aus der GroĂstadt weggezogen zu sein. Dann wĂ€re das alles kein Problem gewesen. Jetzt kann ich nicht mehr zurĂŒck, da sich der Vater sperrt und abgesehen davon die Mieten horrendend geworden sind. Wobei es hier auch nicht mehr viel besser ist. Einfach frustrierend, aber das geht wohl vielen so. Ein Buch wĂ€re eher eine Art fĂŒr mich, alles nochmal Revue zu passieren und ist eine Art Aufarbeitung. Aber ja- Wunder darf ich nicht erwarten. đ
Und ja: Ich hab einfach nichts mehr getrunken. War aber aufmerksam, was Symptome betrifft. Am Ende hatte ich zum GlĂŒck nichts. Aber zu meiner HausĂ€rztin will ich trotzdem noch gehen. Jetzt ist sie erst mal im Urlaub. Ich verspreche mir davon eigentlich nicht viel, aber ich möchte es fĂŒr mich einfach gerne offiziell machen und mich von ihr dann auch einmal durchchecken lassen.
Lg
Dann kann ich dich jetzt nur ermutigen, hier zu lesen und vor allem öfter zu schreiben. Auch hier können Erlebnisse gut aufgearbeitet werden, wobei die Gegenwart das ist, auf was es letztendlich ankommt. Und nach vorne schauen. Das, was war, kann sowieso keiner mehr Ă€ndern und katapultiert einen ja auch manchmal in unschöne Erinnerungen zurĂŒck.
Hallo!
Wie seid ihr aufgewachsen im Bezug zum Alkohol? Das wĂŒrde mich wirklich interessieren.
Ich selbst hatte eine Kindheit, in der Alkohol ganz normal war. Wir hatten einen Partykeller, in dem fleiĂig gefeiert wurde. Die GĂ€ste waren teilweise so betrunken, dass manchmal jemand in der "Bar" ĂŒbernachtet hat. Als Kinder mussten wir oft die Bar danach aufrĂ€umen, weil meine Eltern dafĂŒr viel zu verkatert waren. Ich hab meine Mum sehr oft erbrechen gehört am nĂ€chsten Tag. Wir haben ihr dann am frĂŒhen Abend auf Anweisung meines Vaters eine BrĂŒhe gemacht, wenn sie das erste Mal FlĂŒssigkeit in sich behalten konnte. Als Kind fand ich das alles manchmal noch lustig, ( nicht den Kater meiner Eltern, sondern das sie Leute am Vorabend "lustig" waren) oft auch unangenehm und ĂŒberfordernd. Ich hab aber auch sehr unangenehme Erinnerungen. Ich war glaube ich 6 /7 Jahre. Mein Vater war so betrunken, dass er nicht mehr aufstehen konnte und mich am Arm festgehalten hat. Er hat sich daraus einen SpaĂ gemacht- ich fĂŒhle diese Ohnmacht immer noch. Das hat was mit mir gemacht. Und es gibt auch noch andere Erinnerungen. Meine Familie fragt sich heute, wie ich denn Alkoholikerin werden konnte.
Mein Vater hat mir immer wieder gesagt, dass Leute, die nicht trinken Langweiler sind. Ich war eine Zeit lang bei ihm angestellt. Der Bierkasten stand immer eine TĂŒr weiter. Wir haben fast jeden Feierabend getrunken. Mit 17 hab ich schon festgestellt, das mein Trinkverhalten nicht normal ist. Ich hab es benutzt- vor allem um Ăngste auszublenden. Mein "erstes" Mal konnte ich nur mit Sekt ertragen und das hat sich wie ein roter Faden durch mein promiskuitives Leben gezogen. Es gab einfach immer Alkohol- in der Schrankbar, im Keller- bei jedem Essen wurde soviel getrunken, dass Autofahren eigentlich absolut verboten ist. Mit uns Kindern an Bord.
Ich habe mit glaube ich 19/20 bei meinen Eltern angesprochen, das mit mir etwas nicht stimmt im Bezug auf Alkohol. Ich habe gemerkt, ich benutze es. Die Worte meines Vaters werde ich nie vergessen. " Das bildest Du dir ein. Das ist deine Krankheit"!
Ich weiĂ, es bringt nichts, in der Vergangenheit rumzukramen. Ich glaube aber, mich persönlich wĂŒrde es ein bisschen heilen. Weil ich in einer komplett destruktiven Familiendynamik im Bezug auf Alkohol aufgewachsen bin. Ich habe mich immer schuldig gefĂŒhlt, dass ich es nicht wie die Anderen " normal " konsumieren kann. Und das quasi schon nach dem ersten Schluck ( Glaube, ich war 7 als ich das erste Glas Sekt von meinen Eltern an Silvester bekommen habe)
Ich hoffe, ich schreibe nicht zu wirr. Ich könnte wie gesagt ein Buch fĂŒllen.
Mich interessiert wirklich, wie das bei den anderen hier war. Liebe GrĂŒĂe
Hallo Yoyo!
Also bei mir war es wohl so, wie es frĂŒher oft normal war. Man hatte eine kleine Hausbar (aber Gelage wurden nicht gefeiert - also eher so das vornehme Tischchen mit den verschiedenen Alkoholika fĂŒr verschiedene Momente, in edle Karaffen umgefĂŒllt), es gab Wein zu einem guten Essen, abends tranken meine Eltern gerne mal ein GlĂ€schen; zu feierlichen AnlĂ€ssen Sekt oder gar mal einen Champagner; den Verdauungsschnaps; den Prosecco fĂŒr den Kreislauf ... aber alles nicht in Mengen. Aber Alkohol war ein Teil des Lebens, den auch nie jemand angezweifelt hat.
Die GroĂmutter hatte immer ihren Eierlikör mit den Waffelbechern im Schrank, und wenn es ihr nicht gut ging, kam der "Alleskönner" Klosterfrau Melissengeist zum Einsatz.
Den ersten Alkohol habe ich wohl eher inoffiziell als Weinbrand-Pralinen konsumiert - ich liebte Mon Cherie, das erste Glas Wein durfte ich zu meiner Konfirmation trinken. SpĂ€ter durfte ich dann mit einem kleinen Schluck an Silvester mit anstoĂen.
Den ersten Rausch hatte ich erst mit 18 - Silvesterfeier mit Schulfreunden, sturmfreie Bude. Und am nÀchsten Tag ging es mir so beschissen, dass ich dachte, ich hÀtte mir eine schlimme Erkrankung eingefangen. Nein, es war der erste Kater. Und damals schwor ich mir: nie wieder.
Na ja ... ein "nie" wurde ja leider nicht daraus. Aber immerhin viele Jahre des maĂvollen Konsums. Aber aus heutiger Sicht durchaus oft ein Konsum, um Probleme oder Ăngste, NervositĂ€t einzudĂ€mmen.
Ich habs neulich erst bei Thomson geschrieben: Es gab gute und weniger gute Vorbilder in meiner Familie, es wurde auch darĂŒber gesprochen und Regeln daraus abgeleitet, die ich aus Ăberzeugung ĂŒbernommen habe - Alkoholikerin bin ich trotzdem geworden. Meine Geschwister haben andere Suchtmittel gewĂ€hlt...
Also bringt mich die Frage in Bezug auf meine Abstinenzsicherung nicht weiter, allenfalls in Hinblick auf PrĂ€vention fĂŒr die nĂ€chste Generation. Aber das sollte jetzt nicht Dein Hauptthema sein, oder?
Mein Rat: Denke lieber darĂŒber nach, wie es zu deinen RĂŒckfĂ€llen kommen konnte (Du bist hier ja schon mehrfach gestartet und dann schnell wieder verstummt) und was Du diesmal anders machen kannst, um einen weiteren RĂŒckfall zu vermeiden. Alles Gute!
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