Co-Pilot - Die Trennung beginnt, aber wie?

  • Ich weis ich klinge immer ziemlich hart, ich habe aber genug in meiner Ehe gesehen, erfahren, gehofft, geschimpft, war sauer und angefressen, hab Schäden beseitigt und vieles mehr Ich sehe das mitlerweile sportlich und relativ, es gibt Dinge, die passieren wollen, du kannst sowieso nicht regulierend eingreifen, nur im Nachgang aufräumen.

    Ich komme mal direkt zu dir, damit andere Threads nicht verwässern. Ich lese dich ja schon eine Weile und was bei dir ankommt, ist nicht Härte, sondern Verbitterung. Enttäuschung. Eine enorme Wut.

    Dein Lebensmodell passt nicht mehr, deine Frau funktioniert nicht mehr so, wie du es dir wünschst, und die Sucht hat dir das ganze System zerschossen. Das tut weh, das verstehe ich.

    Im Moment wirkt es aber so, als würdest du durchs Forum laufen und allen Alkoholikerinnen und Alkoholikern denselben Stempel aufdrücken. Als wolltest du die ganze Welt vor ihnen warnen und sie bestrafen. Das zeigt vor allem eins: Du bist noch nicht ganz bei dir.

    Egal, wie du es für dich machst – das ist deine Sache. Aber Alkoholismus ist eine Krankheit, und dagegen bist du machtlos. Dein Auftreten hier, gegenüber Menschen, die selbst mit sich kämpfen – ob Co oder Alkoholiker – zeigt einiges. Wenn ich nur deinen Thread lese, bekomme ich den Eindruck, dass du deine Frau eher wie ein Objekt behandelst, wie etwas, das funktionieren muss.

    Wenn ich mich irre, entschuldige ich mich.;)

    Vielleicht findest du trotzdem etwas, das du für dich mitnehmen kannst. Das hat nichts mit Moderation zu tun. Ich reagiere nur allergisch , vielleicht auch übersensibel , wenn jemand seinen Partner aufgrund der eigenen Lebensphilosophie wie ein defektes Gerät behandelt. Sie hat nicht dein Leben zerstört.

    Ein Alkoholiker wird nicht von heute auf morgen zum Alkoholiker. Es gibt immer einen Vorlauf, immer Signale, immer Momente der Erkenntnis. Da hättest du längst handeln können.

    Klingt das hart für dich?

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hui, dein Thread hat eine dicke Staubschicht. Vor einem Jahr wolltest du dich trennen, aber das scheinst du doch nicht gemacht zu haben.

    Mit fallen deine pauschalen Aussagen über „die Alkoholiker“ auch auf, die du in vielen Threads postest.

    Wie geht es DIR mit DEINER Co-Abhängigkeit?

    Bist du für dich hier oder im andere Co- Abhängige zu beraten?

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Ja das stimmt, dicke Staubschicht.

    Das Trennungsjahr läuft noch, es ist aber noch nicht abgelaufen. So lange passiert nichts offizielles. Aber alles relevante drum herum ist geklärt, gesichert, getrennt, bereinigt.

    Ich / wir als Familie kennen natürlich ihre Arzt und Krankenhausbefunde, und offensichtlich wartet sie auf eine Langzeit Therapie für 3 Monate, wunderbar, vielleicht lernt sie da ja einen „Kurschatten“ kennen.

    Aber wie gesagt, das Trennungsjahr ist noch nicht um, das läuft parallel einfach weiter, und ob es nun genau 1 Jahr oder 1,5 werden ist doch mir mittlerweile Wurscht.

  • Hallo Co-Pilot,

    ... offensichtlich wartet sie auf eine Langzeit Therapie für 3 Monate, wunderbar, vielleicht lernt sie da ja einen „Kurschatten“ kennen.

    Seltsamer Wunsch... hast du die Hoffnung, sie so loszuwerden?

    Lieber Gruß Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hoffnung habe ich keine mehr in Hinsicht auf meine Frau.

    In diesen Forum geht es doch um das Zusammenleben mit Alkoholikern und auch um die Trennung von Ihnen, richtig?
    Ich möchte mich trennen / scheiden lassen. Es ist doch egal wie das zu Stande kommt, entscheidend ist doch nur das Ergebnis.

    Sie hat auch schon mal geäußert sie zieht zu den Kindern, aber die haben anschließend bei mir auf der Matte gestanden und einen Aufstand geprobt. Da haben die kein Bock drauf. 😂😂

  • Hallo,

    In diesen Forum geht es doch um das Zusammenleben mit Alkoholikern und auch um die Trennung von Ihnen, richtig?

    Es geht in sehr großem Maße darum, was ich selbst als Angehöriger für mich tun kann. Das ist wesentlich mehr als alle Alkoholiker über einen Kamm zu scheren.
    So lange ich mich nur in Schimpftiraden über den Alkoholiker ergehe, kann ich sich bei mir nichts ändern
    Dann hast du den Sinn des Forums in Gänze noch nicht verstanden.

    LG Christiane

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • In diesen Forum geht es doch um das Zusammenleben mit Alkoholikern und auch um die Trennung von Ihnen, richtig?

    Dann hast du das Forum missverstanden. Hier geht es nicht darum, Geschichten darüber zu erzählen, wie du mit einer nassen Alkoholikerin zusammengelebt hast oder zusammenlebst.

    Das hier ist kein Stammtisch, sondern eine Selbsthilfegruppe.

    Hier geht es um dich. Um dein eigenes Co‑Verhalten, deine Verstrickungen, deine Grenzen – und darum, wie du da herauskommst. Du bist wegen dir hier, nicht wegen der Sucht deiner Frau.

    Wenn du nur darüber sprichst, was sie tut, wie sie säuft, was sie sagt oder wohin sie ziehen soll, bleibt dein eigener Anteil außen vor.

    Co‑Arbeit heißt nicht, den Alkoholiker zu analysieren. Co‑Arbeit heißt, sich selbst anzuschauen. Im Moment reagierst du überwiegend auf sie. Aber aus ständigem Reagieren entsteht keine eigene Richtung.

    Solange du nicht bei dir schaust, drehst du weiter dieselbe Runde. Und die läuft inzwischen lange genug. Zwei Jahre, wenn ich es richtig im Kopf habe. Ich habe den Eindruck, es geht dir inzwischen mehr um Abrechnung und Lebensphilosophie als um echte Co‑Arbeit.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Wieso siehst Du Dich überhaupt als Co? Du willst Deine Noch-Ehefrau doch gar nicht zur Einsicht bringen oder gar retten, grämst dich auch nicht, weil dir das nicht gelingt.

    Außer Verachtung, Ekel und Zynismus hast Du doch anscheinend auch nichts für sie übrig. Das mag seine Gründe haben, ist aber eben nicht gerade Ausdruck einer zu überwindenden Co- Abhängigkeit.

    Das einzige, was Dich hier zu interessieren scheint, ist offenbar (finanzielle) Schadensbegrenzung.

    Und dann, was hast Du dann vor, wenn Dein Feindbild endlich auf die eine oder andere Weise aus deinem Leben verschwunden ist? Wohin dann mit deiner ganzen Wut?

    Ja, Finanzielles und Rechtliches muss geklärt und in die Wege geleitet werden. Aber glaubst Du, das reicht, um deine Probleme zu lösen?

    Wenn ja, bist du mit deinen Tipps, Tricks und Fakten wohl tatsächlich in einem Scheidungsforum (für Männer) besser aufgehoben, wie schon mal jemand angeregt hat.

    (Ja, ich bin auch so eine olle Alkoholikerin - mit eigener Co-Erfahrung - aber deswegen nicht automatisch ein Unmensch. Ich habe diese Krankheit genausowenig gewählt wie meine Depressionen. Und dass ich aus der Abwärtsspirale noch halbwegs "früh" aussteigen und trocken werden konnte, war mein Glück, weniger mein Verdienst.)

    Die Würde des Menschen ist unantastbar, besagt Artikel 1 unseres Grundgesetzes. Und dass dieser in diesem Forum hochgehalten wird, ist für mich Gold wert.

    Ich glaube dir, dass du sehr schwere Jahre hinter dir hast, auch in der erweiterten Familie. Ich wünsche dir, dass du deinen Frieden damit machen kannst und nicht weiter in Zynismus versinkst.

    Das Gelassenheitsgebet kennst Du? Der Inhalt ist nicht nur für Alkoholiker und/oder Gläubige hilfreich.

  • Wieso siehst Du Dich überhaupt als Co? Du willst Deine Noch-Ehefrau doch gar nicht zur Einsicht bringen oder gar retten, grämst dich auch nicht, weil dir das nicht gelingt.

    Ich muss gleich malern, deshalb fasse ich mich kurz.
    Das ich meine Frau nicht zur Einsicht bringen will ist richtig, der Zug ist abgefahren. Sie macht ihr Ding, ich meins.

    Außer Verachtung, Ekel und Zynismus hast Du doch anscheinend auch nichts für sie übrig. Das mag seine Gründe haben, ist aber eben nicht gerade Ausdruck einer zu überwindenden Co- Abhängigkeit.

    Das mit dem Ekel stimmt schon, wenn es ständig in der Wohnung riecht wie in einen Altenheim morgens vor dem lüften. Ich weis gar nicht was das für ein Duft Cocktail ist. Und die ständige nächtliche Würgerei in einen Eimer und 10 mal am Tag Durchfall sind nicht förderlich für ein angenehmes Miteinander.

    Das einzige, was Dich hier zu interessieren scheint, ist offenbar (finanzielle) Schadensbegrenzung.

    Natürlich, bei einer Scheidung wird immer Schaden angerichtet, es ist doch nur verständlich den zu minimieren. Finanziell, materiell, seelisch, da muss immer aufgepasst werden.

    Und dann, was hast Du dann vor, wenn Dein Feindbild endlich auf die eine oder andere Weise aus deinem Leben verschwunden ist? Wohin dann mit deiner ganzen Wut?

    Es gibt keine Wut mehr, Wut ist nur eine andere Form der Liebe. Das lasse ich schön bleiben. Egal trift es eher. Sie ist auch nicht mein Feindbild, sie hat lediglich keine Funktion mehr. Es würde sich hinterher nichts ändern, ich habe meine Hobbys und Aktivitäten sprich Ökosystem noch, auch habe ich einen funktionierenden Freundeskreis. Was wegfallen würde ist lediglich der Mehraufwand.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar, besagt Artikel 1 unseres Grundgesetzes. Und dass dieser in diesem Forum hochgehalten wird, ist für mich Gold wert.

    Absolut, dem ist nichts hinzuzufügen.

    Ich glaube dir, dass du sehr schwere Jahre hinter dir hast, auch in der erweiterten Familie. Ich wünsche dir, dass du deinen Frieden damit machen kannst und nicht weiter in Zynismus versinkst.

    Danke

    Das Gelassenheitsgebet kennst Du? Der Inhalt ist nicht nur für Alkoholiker und/oder Gläubige hilfreich.

    Nein kenne ich nicht.

  • Hallo Co-Pilot,

    ich hab es bis jetzt nicht verstanden warum du dich nicht getrennt hast. Wenn du soviel Ekel und wasweißichnoch empfindest. Und sie für dich nur ein " Mehraufwand" ist. Eine Geräusch- und Geruchsbelästigung.

    Was du über deine Frau schreibst ist der Absturz und das qualvolle Sterben eines abhängigen Menschen. Wer zwingt dich denn dazu, das mit anzusehen?

    Gru§ Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Co-Pilot, hast du dir eigentlich mal die Mühe gemacht, deine eigenen Beiträge am Stück zu lesen? Nicht die Antworten darauf. Deine.

    Du beschreibst deine Frau inzwischen wie ein ausrangiertes Gerät: „keine Funktion mehr“, Mehraufwand, Ekel, Schadensbegrenzung. Und kurz danach berufst du dich auf die Würde des Menschen. Echt jetzt? Das passt für mich vorne und hinten nicht zusammen.;)

    Für mich sagt das inzwischen mehr über dich aus als über die suchtkranke Person. Aber gut, das ist nur meine kleine Einschätzung nach dem, was du hier selbst schreibst.

    Ich bin kein Psychologe und werde dir keine Diagnose verpassen. Aber ganz blind bin ich nach fast 20 Jahren Selbsthilfe nun auch nicht. Und manches von dem, was du hier schreibst, lässt mich durchaus auch an narzisstische Züge denken.

    Auffällig ist für mich jedenfalls, wie konsequent du dich ins Zentrum dessen stellst, was dir widerfahren ist, während es bei der eigenen Verantwortung und Veränderung erstaunlich dünn wird.

    Seit Jahren dreht sich sehr viel um sie, ihr Saufen, die Auswirkungen auf dein Leben und darum, wie du sie bewertest. Gleichzeitig schreibst du selbst, dass finanziell, materiell und seelisch möglichst wenig Schaden entstehen soll und dass es dir inzwischen ziemlich egal ist, ob das Trennungsjahr ein Jahr oder anderthalb dauert.

    Da darf man dann auch mal fragen, wie viel von diesem Aussitzen noch Co-Arbeit ist und wie viel schlicht damit zu tun hat, dass die bestehende Situation für dich an manchen Stellen günstiger oder bequemer ist.

    Was ich jedenfalls immer wieder lese, ist dieselbe Abrechnung in neuer Verpackung. Mal Zynismus, mal Ekel, mal angebliche Gleichgültigkeit. Nur Gleichgültigkeit klingt normalerweise etwas weniger beschäftigt.

    Das ist für mich keine Entwicklung. Das ist Stillstand mit wechselnder Tapete.

    Denn deine Frau kannst du noch hundertmal analysieren, abwerten oder für „funktionslos“ erklären. An dir verändert das genau gar nichts.

    Nichts für ungut. Das ist meine Einschätzung aus dem, was du hier seit längerer Zeit schreibst. Ich kann damit falschliegen. Nach fast 20 Jahren hier erlaube ich mir allerdings auch mal, mich etwas weiter aus dem Fenster zu lehnen.

    Dir alles Gute

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Co-Pilot,

    Auch ich finde es befremdlich, wie mitleidslos, ja verächtlich dein Blick auf deine alkoholkranke Frau ist. Es ist, so wie ich das im Co- Bereich wahrnehme, eher Mitleid, Trauer über die vergebliche Liebe, Schuldgefühle ( well nicht helfen kõnnen), Ärger über die massive Mehrarbeit...etc., an Gefühlen vorhanden, aber selten nur Verachtung.

    Ich bin Alkoholikerin, ich bin trocken, ich bin heilfroh, den den Absprung geschafft zu haben, so dass niemand mich so sehen kann, wie du deine Frau siehst. Weil ich so nicht mehr bin.

    Es hätte aber dazu kommen können !!

    Dass du deine Situation und deine Frau so nüchtern und schonungslos beschreibst, macht mich nochmal extra dankbar für meine Trockenheit.

    Grüße von Matcha

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