Maraike - 30 Jahre Alkoholabhängig und schaffe keine dauerhafte Abstinenz.

  • Wenn ich deine Nachrichten lese, dann denke ich, Maraike hat es nocht nicht wirklich akzeptiert, dass sie Alkoholikerin ist.
    Die Krankeitseinsicht und damit die Akzeptanz der damit verbundenen Konsequenzen ist der Schlüssel zur Stabilisierung der Abstinenz.

    Gehe nochmal in Ruhe in dich und teile uns mit, wie du dich entscheiden hast.

    Denke über deine Antwort nach und melde mich wieder.X/

  • hallo mareike

    schön das du bei uns hilfe suchst. eine shg ist sehr wichtig. nicht sauer sein das wir hier so pingelich sind, wir nehmen uns für jeden hier viel zeit und haben in vielen jahren gesehen wieviel zeit verplempert wird mit leuten die hier ne woche oder 2 schreiben und dann auf nimmer wiedersehen verschwinden. der satz "Ich bin alkoholiker2 kommt eben nur menschen über die lippen die es kapiert haben und daran auch ernsthaft was ändern wollen.

    deine geschichte liest sich fast wie meine, allerdings habe ich die kurve sofort bekommen. was aber nichts heißen soll, viele brauchen mehrer anläufe.

    du sagst du hast am mittwoch 2 kleine schnaps getrunken wenn ich das jetzt richtig gelesen habe, wie lang war die pause davor? wie oft passieren dir diese episonden das du dir zwischendurch "einen kleinen genehmigst"? und wann hast du überhaupt das letzte mal mit nem arzt über deine sucht gesprochen? ist halt wichtig zu wissen. kalter entzug ist nun mal potentiell lebensgefährlich und hat schon etliche ins grab gebracht.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Ich denke Nayouk hat es richtig erkannt. Ich habe meine Alkoholabhängig noch nicht ernst genug genommen, da ich mir öffter Mal was kaufe. ich möchte dann einteilen und das klappt nicht. Ich will meine Abstinenz Entscheidung diesmal einhalten und durchziehen. Ich trete seit 30 Jahren auf der Stelle und es ändert sich nichts. Im gegenteil.es wird schlimmer und meine Familie leidet.

    Es würde mich freuen, wenn ich erfahren könnte, wie es euch am Anfang ging. Doch jetzt geht es mir erstmal schlecht. Die Selbstvorwürfe sind furchtbar. Helfen mir aber jetzt nicht weiter.

    Grüße

  • Viel lesen hier ist gut, Maraike, zum Beispiel bei denen, die Dir geschrieben haben. Das geht auch ohne Freischaltung.

    wichtig ist, dass Du aus ganzem Herzen und nicht nur aus Vernunfterwägungen aufhören willst, für den Rest Deines Lebens.

  • Hallo Mareike, herzlich willkommen hier im Forum. Nachdem ich nun etwas in deinem Thread gelesen habe, möchte ich auch etwas dazu schreiben. Also von mir lautet ein Spruch: ein Leben lang nach Alkohol gegriffen ohne es zu begreifen. Ich habe so oft versucht aufzuhören, so oft ,und es hat nie geklappt, weil ich es falsch angegangen bin, weil ich die Hintergründe nicht wusste, weil diese Sachen, die ich hier im Forum gelernt habe einfach nicht verstanden hatte. Wenn man ein Ziel hat, weiß aber nicht wie man dorthin kommt, irrt man nur durch die Gegend, das Forum war mein Wegweiser. Mein Gedanke zu dir: du hast es hier ins Forum geschafft 👍., bleib dabei und lese tagtäglich. Auch wenn du nach einer gewissen Zeit meinst. Ach, jetzt weiß ich, wie es funktioniert. Jetzt weiß ich, was das Problem war. Ich bin jetzt geheilt und so weiter ….vergiss es, lese immer wieder hier im Forum kreuz und quer nur so kannst du verstehen, was Alkoholismus bedeutet und warum es dir bisher nicht gelungen ist, stabil abstinent zu bleiben und dich dabei glücklich zu fühlen .Alles Gute ,Zwieback.🍀

    Ich bin (M/geb. 71)und "lebe" glücklich, abstinent seit 05./24.

  • Es ist beides. Ich habe AA Freunde, die sind seit über 20 Jahren trocken. Jemand sogar 40 Jahre. Ich kann mir das jetzt nicht vorstellen doch ich will mir daran ein Beispiel nehmen. Ich schäme mich schon, in der Gruppe von meinem Rückfall zu erzählen.

  • Hallo Maraike,

    ein Betrag von dir heute enthielt einen Link auf externe Inhalte. Er wurde aus diesem Grunde gelöscht.
    Zudem wollen wir hier keine Diskussionen über Medikamente entfachen. Diese und deren Anwendung gehören ausschliesslich in ärztliche Hand.

    Falls du die Forenregeln noch nicht gelesen hast, hier der Link:

    Das Forenteam
    14. Oktober 2023 um 12:27

    Unsere Selbsthilfegruppe stützt sich auf bewährte Grundbausteine für ein abstinentes Leben. Wir respektieren, dass es auch andere Wege gibt – hier richten wir unseren Austausch jedoch bewusst an diesen gemeinsamen Grundlagen aus.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40


    Da ist z.B. der Baustein "alkoholfreies Zuhause". Wenn ich in mein abstinentes Leben starte, dann brauche ich einen sicheren Rückzugsort, sicher vor Alkohol.
    Überkommt mich dann das Verlangen nach Alkohol und ich will dem nachgeben, muss ich zuerst aus dem Haus und mir welchen besorgen. Suchtdruck verfliegt in der Regel innerhalb von +/- 15 min. Da ich keinen Alkohol Zuhause habe, habe ich Zeit gewonnen, denn bis ich vlt. am nächsten Büdchen oder an der Tanke bin, ist der Suchtdruck u.U. wieder weg und ich kann wieder klar denken und gehe ohne Alkohol wieder nach Hause.

    Spiegele doch mal deine aktuelle Situation an den "Grundbausteinen" und schaue, wo du Ansatzpunkte für eine Veränderung in deinem Leben finden kannst.

    Ich habe meine Alkoholabhängig noch nicht ernst genug genommen, da ich mir öffter Mal was kaufe.

    Damit hast du deinem Suchthirn nicht nur ein Hintertürchen geschaffen, sondern gleich ein Scheunentor geöffnet.
    Das ist "wasch mich, aber mach mich nicht nass". So kann es nicht funktionieren.

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • hallo mareike, du hast es nicht so ernst genommen. diese erkenntniss ist ja dann schon mal ein schritt in die richtige richtung.

    fakt ist, unsere krankheit bleibt uns ein leben lang und ist garantiert tötlich wenn wir uns nicht an gewisse regeln halten. genau wie beim diabetes mellitus, da gibt es auch kein zurück. mit dem unterschied das man da mal etwas sündigen kann ohne gleich tot umzufallen. bei uns ist jede noch so kleine sünde die bewußt begangen wird der weg zurück ins chaos. für uns gibt es kein bißchen. wie schwanger, entweder oder. als ich damals meine thera angefangen habe war der beisitzer ein trockener alki der 18 jahre auf dem buckel hatte. ich hab damals gedacht, meine güte, sooooo lange wie soll ich das nur schaffen. war eigentlich ganz einfach, einen tag nach dem anderen nichts trinken. sind bei mir in 3 wochen dann 24 jahre,

    ich verzichte auf was genau? vollgekotze teppiche und toiletten, zerdeppertes geschirr und deko, brandlöcher überall und nirgends, ewig lange fußmärsche, ständiges überlegen um zu tarnen und vertuschen, verstecke für das zeug suchen und und und. für mich irgendwie kein verzicht. statt dessen gute gespräche, gemütliches beisammensein. und mit dem auto nach hause fahren, egal wann und wo. wichtig ist, wenn der suchtteufel anklopft reden! hier bei uns. und auch so erzählen was so passiert und ratschläge anhören und darüber nachdenken. manchmal tut es ganz schön weh, aber dann ist es genau da gelandet wo man wirklich hingucken muß. lass dich auf jeden fall noch mal durchchecken und dann starten wir hier richtig durch.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Ich danke euch allen für eure lieben Antworten. Ich lese sie alle mehrmals durch und bin euch sehr dankbar. Will versuchen so ehrlich wie möglich zu sein. Allerdings habe ich jetzt schon gemerkt, das ich mich oft selbst belüge, was mir bei euren Antworten bewusst geworden ist.

    Liebe Grüße

  • Hallo Maraike,

    Spiegele doch mal deine aktuelle Situation an den "Grundbausteinen" und schaue, wo du Ansatzpunkte für eine Veränderung in deinem Leben finden kannst.

    Damit hast du deinem Suchthirn nicht nur ein Hintertürchen geschaffen, sondern gleich ein Scheunentor geöffnet.
    Das ist "wasch mich, aber mach mich nicht nass". So kann es nicht funktionieren.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Ich glaube, ehrlich sein, ist der Knackpunkt. Noch bekomme ich Unterstützung von meinem Mann. Doch wenn das nicht mehr der Fall ist, bin ich alleine.

  • hallo mareike

    kann es sein das du bisher immer für andere trocken werden wolltest? tu es doch mal für dich. wir sind etwa im gleichen alter, und auch für uns hat das leben noch eine menge zu bieten wenn man frei von zwängen ist. wir haben noch einige jahre vor uns laut statistik da lohnt es in jedem fall damit man diese auch genießen kann. sei dir mal etwas wert. denn nur wer sich selbst liebt kann es auch an adere weiter geben.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Ich habe in einem Bericht, auf dem Stromer geantwortet hat, gelesen, das das Suchtgedächtnis am Anfang noch sehr aktiv ist . Das erklärt mir, warum ich jetzt gleich wieder was trinken würde, wenn ich was da hätte. Trotz der Vorwürfe die ich mir gerade wegen meinem Rückfall mache.

    .

  • du mußt vieles in deinem umfeld verändern, nur nicht wollen reicht nicht all zu lange aus. der suchtteufel ist sehr mächtig. es gehört einiges dazu sich dem entgegen zu stellen. du mußt aktiv werden. in vielen dingen. zb alles aus deinem umfeld entfernen was dich ans trinken erinnert. ein wichtiger schritt. hast du das schon angefangen? wäre ansonsten ein guter zeitpunkt es zu tun. das untermauert deinen entschluß und wirkt so bißchen entgegen. aber du solltest auch noch mal bei deinem arzt vorsprechen, evtl kann der dir was verschreiben was dir über die schlimmste zeit hilft.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Noch bekomme ich Unterstützung von meinem Mann. Doch wenn das nicht mehr der Fall ist, bin ich alleine.

    Dein Mann kann dich unterstützen, und das ist viel wert, aber du bist verantwortlich für deine Abstinenz. Du bestimmst, wie es weiter geht.

    gelesen, das das Suchtgedächtnis am Anfang noch sehr aktiv ist .

    Ja, das ist so. Ich stelle mir das so vor, dass ich mir durch den Jahre langen Alkoholkonsum ein autonome Teil in meinem Gehirn herangezüchtet habe.
    Zu nassen Zeiten hatte dieser Teil, das Suchthirn, vollständig die Kontrolle übernommen und noch heute ist seine einzigste Bestimmung, mich wieder zum Alkohol trinken zu verleiten. Über die Zeit habe ich die Kontrolle zurück erlangt, doch das Suchthirn wird ein Leben lang ein Teil von mir sein und ich habe gelernt, wie ich die Kontrolle behalten kann. Ich weiss, dass ich die Kontrolle habe, ich weiss aber auch, dass ich Alkohol nicht kontrollieren kann. Mit einem Schluck würde ich das Suchthirn stärken und mich so schwächen, dass ich die Kontrolle wieder verlieren würde.


    Maraike , du befindest dich noch im Vorstellungsbereich und der eigentliche Austausch findet erst nach Freischaltung statt.
    Wie hast du dich denn jetzt entschieden? Bist du seit letztem Mittwoch abstinent geblieben und willst du weiter abstinent bleiben? Warst du beim Arzt?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ja, bin Abstinenz. und will es bleiben. Wenn es im Augenblick auch sehr schwer ist. Doch ich will wieder ein suchtfreies Leben haben. Ich schaue immer mal rein und lese was ihr mit schreibt. Lese auch manches öfter durch.

    Vielen lieben Dank dafür.

    2 Mal editiert, zuletzt von Maraike (29. September 2025 um 14:44)

  • Hallo Maraike,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Bitte beachte, dass Du noch immer im Vorstellungsbereich schreibst.

    Das bedeutet, dass Du nur bei Dir hier im Thema schreiben sollst, nicht bei anderen Teilnehmern.

    Und außerdem möchten wir noch von Dir wissen, bevor der Austausch weiter gehen kann, wann Du zuletzt Alkohol getrunken hast.

    Warst Du bei einem Arzt?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hab ich am Samstag um 20.54 Uhr geschrieben. Die anderen wissen es. Und nun noch Mal für dich.

    Ich habe am Mittwoch zwei kleine chantre Fläschchen beim Bäcker gekauft und ich Frage mich, obwohl ich weiß, das ich, wenn ich trinke, wieder in die Abhängigkeit rutsche, es nicht dauerhaft schaffe, Abstinenz zu leben. Ich habe schon viele Entzüge gemacht und auch schon fünf Therapien. Mein Arzt weiß Bescheid und meine Blutwerte werden immer kontrolliert. Habe GGT von 45, da ich auch Medikamente nehmen muss. Am 10.10. bin ich wieder bei meinem Arzt zur Kontrolle. Ich gehe auch zur Suchtberatung und in die AA- Gruppe. Leider nicht regelmäßig und ich werde wieder versuchen öffter in die Gruppe zu gehen. Mein kokettieren mit Alkohol führt immer wieder zu Rückfällen. Ich möchte jetzt endgültig vom Alkohol weg. Ich will nicht mehr lügen und verheimlichen. Weil ich weiß, hätte mein Mann mich nicht dabei ertappt, hätte ich mir wieder was gekauft. Habe ja gemerkt, wie gleich der Suchtdruck anfing.

    Ich hoffe, nun all die Fragen beantworten zu haben.

    Nayouk hat das schon richtig erkannt. Ich halte meinen Körper immer bei Laune.

    2 Mal editiert, zuletzt von Maraike (29. September 2025 um 16:30)

  • Hallo Maraike,

    Ich fasse das mal zusammen:

    Seit Donnerstag letzter Woche bist du abstinent. Die Teilnahme am Forum setzt eine Entgiftung voraus. Das ist in der Regel nach 7-10 Tagen, d.h. für dich kann es hier erst am kommenden Freitag weitergehen. Würdest du bei der Entgiftung eng von einem Arzt begleitet, könnte eine Aufnahme direkt erfolgen. Das ist nicht der Fall und der Grund, warum du immer wieder nach dem Arzt gefragt wirst.
    Bis Freitag kannst du dich durchs Forum lesen und schauen, wie der Weg von anderen war und was du für dich mitnehmen kannst.

    Melde dich dann hier in deinem Thread.

    Viele Grüße

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

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