• Heute möchte ich mich vorstellen, angemeldet bin ich schon etwas länger. Zunächst zu den „Pflichtangaben“:

    Ich bin Alkoholikerin.

    Ich möchte abstinent leben.

    Den Weg zu einem abstinenten Leben habe ich am 03.09.2025 eingeschlagen. Fast sechs Wochen werden es nun.

    Problematisch trinke ich seit ca. 20 Jahren; Alkoholikern bin bestimmt die Hälfte der Zeit. Es gelang mir mehr oder weniger gut, mein Leben um meine Sucht zu bauen, etwas anderes war es nicht.

    Trinkpausen, Kontrolliertes Trinken, Medikamente – es gab einiges, was ich ausprobiert habe, um mich auszutricksen. Schach mit mir selbst und der Gewinner stand bei jeder Partie fest. Ich war es jedenfalls nicht.

    Jetzt habe ich ausgetrunken und die Hintertürchen geschlossen. Die Grundbausteine sind in Bearbeitung, wenngleich ich den Beginn anders als empfohlen gewählt habe. Es steht aber außer Frage, dass diese Abweichung Dummheit war.

    Das Haus ist alkoholfrei, das entscheidende Umfeld eingeweiht – den Rest geht es nichts an. Stammlokale oder Trinkkumpane hatte ich nie, hier muss ich nichts ändern. Da ich fast ausschließlich im Homeoffice arbeite, befinde ich mich in meinem eigenen, geschützten Raum.

    Das intensive Lesen in diesem Forum hat mir bereits viel gebracht. Die Erfahrungsberichte veranlassen mich immer wieder, nach mir zu schauen. Ich möchte mich aber gern auch austauschen.

    Gerade empfinde ich es als „leicht“, vielleicht auch deshalb, weil der ganze Kraftakt der Verheimlichung weggefallen ist. Allerdings soll dies keine Trinkpause werden, daher muss ich nicht nur operativ, sondern auch strategisch denken.

    Den Notfallkoffer habe ich befüllt. Aber ich muss mich bsw. sensibilisieren, wann es Zeit ist, ihn zu öffnen. Was triggert mich, wann baut sich etwas auf ... welche Strategien gibt es vorher.

    Nun denn; 20 Jahre hat es mich wenig oder nur schmalspurig interessiert, also gebe ich mir auch hier Zeit, alles herauszufinden. Herauszufinden, ohne mich durch (unnötige) Selbstversuche in Gefahr zu begeben.

    Ich denke, hoffe, dies reicht für eine erste Vorstellung. Herzlichen Dank fürs Lesen.

  • Den Weg zu einem abstinenten Leben habe ich am 03.09.2025 eingeschlagen

    Ich gratuliere dir zu deinem Entschluss nicht mehr zu trinken und willkommen hier in der SHG. Du hast ja schon einiges getan um deinen nüchternen Weg gut zu gehen.

    Jemand der Moderatoren wird sich bald um dich kümmern und dir antworten, bitte hab bis dahin etwas Geduld.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Herzlich willkommen in diesem Forum, Kecke .

    Da hast du schon einiges in Bewegung gesetzt, Respekt und Glückwunsch zu 6 Wochen Abstinenz.
    Die Erkenntnis, Alkoholiker geworden zu sein, ist der Start für eine stabile Abstinenz.

    Da du dich auf den Weg gemacht hast, wollen wir dich gerne begleiten. Anbei der Link für deine Bewerbung zur Freischaltung für den offenen Bereich.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.

    Nach erfolgter Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Viele Grüße
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich gratuliere dir zu deinem Entschluss nicht mehr zu trinken und willkommen hier in der SHG. Du hast ja schon einiges getan um deinen nüchternen Weg gut zu gehen.

    Jemand der Moderatoren wird sich bald um dich kümmern und dir antworten, bitte hab bis dahin etwas Geduld.

    Vielen Dank für den Willkommensgruß. Ich habe die Grundbausteine gelesen und folge denen, soweit es mir möglich ist. Ich vertraue einfach darauf, dass dies der richtige Weg ist. So habe ich auch etwas, wo ich mich "festhalten" kann.

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Kecke .

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Den Notfallkoffer habe ich befüllt. Aber ich muss mich bsw. sensibilisieren, wann es Zeit ist, ihn zu öffnen. Was triggert mich, wann baut sich etwas auf ... welche Strategien gibt es vorher.

    Gerade weil ich das am Anfang nicht genau weiss, ist Risikominimierung die Strategie.

    Die Grundbausteine sind in Bearbeitung, wenngleich ich den Beginn anders als empfohlen gewählt habe. Es steht aber außer Frage, dass diese Abweichung Dummheit war.

    Bei Gelegenheit würde mich die "Dummheit" interessieren, aber jetzt komm erst mal gut an.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Bei Gelegenheit würde mich die "Dummheit" interessieren, aber jetzt komm erst mal gut an.

    Hallo Nayouk,

    die Grundbausteine empfehlen den Beginn des abstinenten Weges mit ärztlicher Abklärung und begleiteten Entzug. Diesen bin ich nicht gegangen. Da ein anderer Weg in diesem Forum zu recht entschieden abgelehnt wird, habe ich es mit "Dummheit" kurz umschrieben.

    Als Spiegeltrinkerin hatte ich beschlossen (am 01.09.), zunächst den Konsum zu verringern und die Trinkzeiten nach hinten zu verschieben. Danach Arztbesuch, der Schein muss doch gewahrt werden (Sarkasmus Ende). Allerdings habe ich bereits am Folgetag festgestellt, dass ich mich zwar an meine Spielregeln halte, jedoch nach alten Mustern. Und es war kein "Erfolg", nur zu reduzieren. Also habe ich ab Mittwoch den Alkohol komplett weggelassen.
    Es ist ein Glück, dass ich keine Absetzerscheinungen -ausgenommen ein wenig Unruhe- wahrgenommen habe.
    Blutbild etc. ist inzwischen erfolgt. Die Werte sind in Ordnung. Es besteht keine reversible Schädigung. Auch das ist Glück.

    Ob ich mich zu einer Therapie entscheide, dies weiß ich noch nicht. Es läuft gut, das Haus ist substanzfrei. Risikosituationen vermeide ich. Allerdings ist im Tenor der erfahrenen Forumsmitglieder immer zu lesen, dass nur nicht trinken nicht reicht. Also muss ich herausfinden, was ich noch tun kann bzw. auch muss.
    Hierzu gebe ich mir aber auch Zeit.

  • Es ist interessant zu sehen, wie viel User mitnehmen können, die hier noch gar nicht angemeldet sind.

    Danke für den Willkommensgruß.

    Da die "Pflichtangaben" immer gefragt werden, habe ich einfach abgekürzt.
    Ich habe allerdings nicht nur dies aus den Beiträgen entnommen. Zum Beispiel, einfach mal nur zuhören (lesen), statt dem "ja aber" und darüber nachdenken.

  • einfach mal nur zuhören

    Ja, damit machst Du es Dir, von Anfang an, erheblich einfacher. Hinweise ggfs. einfach mal so stehen lassen. Es gab da einige, mit denen ich später erst richtig etwas anfangen konnte.

    Auf alle Fälle liest das sich bei Dir so gut, dass mir bald nix mehr einfällt. ;)

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • dass mir bald nix mehr einfällt

    Das glaube ich nicht 😄

    Da die "Pflichtangaben" immer gefragt werden, habe ich einfach abgekürzt.
    Ich habe allerdings nicht nur dies aus den Beiträgen entnommen. Zum Beispiel, einfach mal nur zuhören (lesen), statt dem "ja aber" und darüber nachdenken.

    Du liest dich so richtig positiv gestimmt auf deinem neuen Weg in die Abstinenz. Wünsche dir gutes Gelingen und einen hilfreichen Austausch.

    Hast du dir auch schon etwas überlegt, was du mit der Zeit anfängst in der du früher getrunken hast? Ein Hobby vielleicht oder was sportliches?

    Besonders wenn du zur Entspannung / Belohnung getrunken hast, hast du da schon Ersatz gefunden, z.B. einen besonderen Tee oder Kakao?

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • zur Entspannung / Belohnung

    Wenn Du nicht zwingend das Gefühl hast, Dich belohnen zu müssen, fang erst gar nicht damit an.

    Es lebt sich für mich einfacher, wenn ich mich nicht ständig belohnen muss. Aber gegen hin und wieder ein Eis ist jetzt nichts einzuwenden. :saint:

    Aber gute Beschäftigung ist immer gut.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

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