Und bin nätütlich in kürzester Zeit wieder aufgetickt bei meiner Frau. Ich schäme mich unendlich dafür,
Ja das kenne ich. Wie bekloppt man wird vom Alkohol. Muss man nur die Zeitung oder Tv gucken.
Und bin nätütlich in kürzester Zeit wieder aufgetickt bei meiner Frau. Ich schäme mich unendlich dafür,
Ja das kenne ich. Wie bekloppt man wird vom Alkohol. Muss man nur die Zeitung oder Tv gucken.
Ein endloses Versteckspiel. Ein endloses Geflecht aus Lügen. Das ist so niederträchtig gewesen für mich. Habe dann natürlich wieder einen Grund gehabt mich weiter zu betäuben. Ich will das einfach nicht mehr . Im Klaren Kopf ist meine Scham jetzt riesengroß. Kaum auszuhalten. Ich muss jetzt richtig aufpassen.
Wie ist den dein Plan für die nahe Zukunft und wie gestaltest du deinen Tag?
Hallo Chb,
willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!
Im Klaren Kopf ist meine Scham jetzt riesengroß. Kaum auszuhalten. Ich muss jetzt richtig aufpassen.
Es ist jetzt Vergangenheit, Zeit nach vorn zu schauen und positiv zu sein. Du hast eine Veränderung angestossen, an die sich Dein Körper und die Seele erstmal gewöhnen muss.
Denke einfach nur von Tag zu Tag. Es wird leichter, einfach nüchtern und dran bleiben!
Du kannst es auch schaffen, immer weiter so!
Danke ja. Über meine Vergangenheit zu denken, erdrückt mich sowieso. Aufarbeiten muss ich das aber vielleicht ist es cleverer erstmal mit meiner fragilen Situation im Moment klarzukommen.
Wenn es abends wird ist alles sehr schlimm. Alles wird ruhig und ohne Alkohol auszuhalten sehr schwierig. Mir hilft das lesen hier sehr, die Nacht auszuhalten ist nicht einfach. Bin jetzt fast 14 Tage ohne. Kann immer noch nicht schlafen. Wüsste ja genau wie es einfacher wäre. Will es aber nicht . Kann das jemand verstehen ?
Deine Gedanken drehen sich nur um den Alkohol, versuche diese umzulenken!
Hast Du keine Hobbys, liest Du keine Bücher oder schaust Du nicht gern TV?
Es gibt so viele Serien, die Du Dir anschauen kannst, um auf andere Ideen zu kommen. Auch über die Mediatheken von ARD und ZDF.
Und trinke ausreichend Wasser, Sprudel, Tee, etc.
Nein. Nachts fühle ich mich völlig allein. Ich liebe aber auch die Nacht. Weil mir da nichts passieren kann . Keiner will was von mir . Keiner steht vor der Tür. Keiner kommt. Das war immer so . Völlig verschroben. Ich habe Angst vor morgen wenn es hell wird. Was passiert dann ? Kaum auszuhalten. Bin aber ohne Alkohol . Und stolz darauf. Ich weiß nicht ob ich es furchtbar finde wach zu liegen, oder ob ich versuche die Stunden zu genießen, in denen mir nichts passieren kann.
Hi,
Klingt danach, dass Du im Alkohol deine Lösung für das Problem mit der Angst vor dem Tag und der Interaktion mit Menschen/Situationen gefunden hast. Nur, war es wirklich eine Lösung? Geholfen hat es ja nicht, die Ängste sind noch da. Also weisst Du auch, dass Alkohol diese Ängste nur für ein paar Std. aufschiebt. Mal ehrlich, das bringt doch nichts. Und was Du sicher auch gemerkt hast im Laufe der Zeit, so richtig hat der Alkohol auch nicht mehr gewirkt. Jedenfalls nicht in realen Mengen.
Damit ich vom Alkohol was spürte wie Euphorie oder Erleichterung, musste ich so dermaßen viel trinken dass ich vorher eher umfiel ehe ich was positives merkte.
Das schöne ist, ohne Alkohol pendelt sich das ein. Täglich wirds besser, mit höhen und tiefen, aber es wird immer besser. Also zieh es durch. Du hast ja eh keine Wahl, also mach es. Alkohol zu trinken verschiebt das Problem nur auf später und Du wirst wieder bei Null anfangen wenn Du irgendwann wieder beschließt nichts mehr zu trinken.
Dann lieber jetzt Kurs halten. Es geht doch jetzt schon, und es wird mit der Zeit einfacher.
Ablenkung und Beschäftigung hilft am Anfang, aber irgendwann ist selbst das nicht nötig, da Du dich mit der Zeit umgestellt hast auf ein Leben ohne Alkohol. Zu 100% wirst Du den Alk nie vergessen, aber er wird in deinem Alltag keine Rolle spielen. Dann bist Du auf dem richtigen Weg. Ohne Alkohol und Druck, ohne Lügen, Scham und Selbsthass endlich wieder ein Leben leben.
Vergiss nicht, für die kleine Flucht aus dem Alltag und vor der Angst, für die paar Stunden, zahlst Du mit deinem Leben.
LG,
Paul
Im Klaren Kopf ist meine Scham jetzt riesengroß. Kaum auszuhalten. Ich muss jetzt richtig aufpassen.
Die Vergangenheit kann man nicht ändern, was ich schon alles für Scheiße gebaut habe...
Aber das hier und jetzt und die Zukunft kann man ändern. Und da man ja Suchtkrank ist hat man es ja alles nicht unbedingt mit Absicht gemacht sondern es waren Folen der Sucht.
Hallo zusammen. Wieder zwei Tage geschafft. Ich bin so froh dass ich einige Tage nichts trinken musste. Ich zähle die garnicht so genau. Da gilt für mich die 24 Stunden Regel. Die kenne ich von den AA, meine SHG von früher, mit der ich aber nicht kompatibel war. Ich denke ich finde noch was passendes. Morgen erstmal wieder zum Arzt. Mittwoch dann Suchtberatung. Ich bin guter Dinge.
Ich bin so froh dass ich einige Tage nichts trinken musste.
So hast Du es richtig ausgedrückt. Du musst nicht mehr trinken. Und das ist doch wunderbar!
Hier mit unserem Forum hast Du auf jeden Fall eine Alternative zu einer realen SHG gefunden, Chb!
Guten Morgen, Sitze jetzt bei meiner Ärztin und lasse mich nochmal durchchecken. Mal sehen was sich nach den Tagen verändert hat. Bin einerseits froh hier zu sein, andererseits ist mir ein wenig mulmig zumute. Wenn ich an die Woche denke muss ich mich zusammenreißen. Viele sehr unangenehme Sachen zu erledigen, finanzielle Probleme, die mich drohen zu erdrücken. Alles immer ein Grund alles mit Alkohol wegzuwischen. Aber ich habe mir fest vorgenommen zu reden bevor es zu schlimm wird. Habe gute Gesprächspartner und kann auch hier schreiben. Ich will nicht mehr trinken.
Alles immer ein Grund alles mit Alkohol wegzuwischen.
Hat es jemals länger als ein paar Stunden "funktioniert" ?
Bin einerseits froh hier zu sein, andererseits ist mir ein wenig mulmig zumute.
Sehe es mal aus der Sicht deiner Ärztin. Da kommt ein Patient, der sein Leben ändern möchte, um seine Gesundheit zu retten. Deine Ärztin freut sich, wenn sie mit dir an einem Strang ziehen kann, wenn du offen und ehrlich zu ihr bist.
Mir haben diese Gespräche sehr geholfen und ich ich bin bis jetzt jedesmal mit Respekt behandelt worden, und oft war auch Anerkennung dabei.
Absolut mit Respekt. War auch gut so. Bin wieder einen Schritt weiter. Hab auch mit der Gerichtsvollzieherin gesprochen. Auch da habe ich eine Lösung gefunden. Schiebe das schon so lange vor mir her. Fühle mich schon viel besser jetzt. Versuche jetzt einen Schritt nach dem anderen. Es gibt noch viele Baustellen. Will mir auch nicht Zuviel auf einmal aufballern , das geht nicht gut. Für heute reichts. Gehe heute Nachmittag arbeiten, das hilft mir auch.
Das erste Glas bleibt auch heute stehen.
Chb
Alles immer ein Grund alles mit Alkohol wegzuwischen
Bei mir auch, sobald es mir schlecht geht Saufgedanken- wenns mir gut geht seltener
Es ist halt oft so schwer das Gute zu sehen wenn man so drin hängt. Aber Alkohol ist eine absolute Abwärtsspirale aus der ich dann kaum mehr herauskomme. Ich denke andauernd darüber nach, bin stolz darauf nichts zu trinken, aber meine Gedanken drehen sich viel darum . Soll wohl, ist ja noch recht frisch . Wird besser, glaube ich fest dran.
Ich denke andauernd darüber nach, bin stolz darauf nichts zu trinken, aber meine Gedanken drehen sich viel darum . Soll wohl, ist ja noch recht frisch . Wird besser, glaube ich fest dran.
Bei mir auch, les mal meinen Faden von den letzten 2 Wochen. Kann ich ein Lied von singen. War anstrengend aber kein Kater, kein Entzug, kein Stress etc. lohnt sich immer...
Ner Hallo
Ein neuer Tag. Bin richtig froh alles geschafft.zu haben . Hab meine Steuer Erklärung gemacht für die letzten drei Kahre, das Finanzamt stand mir kräftig auf den Füßen und Viele andere Dinge auch erledigt. Und dann haben Freunde uns angerufen um mit uns zu sprechen. . Und dann finde ich mich in einer Runde mit einem gut befreundeten Pärchen wieder und soll mich vor meiner Frau und den beiden erklären wegen meiner Alkohol Sucht. Wohlgemerkt vor drei Leiten, die alle nicht süchtig sind. Aufgezogen wie eine Gruppenstunde. Der Freund reichte ein Püppchen , bei dem dann jeder reden sollte, der es hat. Und ich sollte anfangen. Hab ihn gefragt ob er noch alle Tassen im Schrank hat . Dann eskalierte alles sehr schnell alle drei erklärten was in mir vorgeht und wie es mir geht , ich bin ruhig geblieben und habe versucht zu erklären, dass keiner von den nicht Alkoholikern mich und meine Gedanken nur im Ansatz erklären kann . Dann fing die Keiferei an. Und ich habe gesagt dass es für mich genug ist, habe mich ins Auto gesetzt und auf meine Frau gewartet. Ich habe gedacht ich bin im falschen Film . Das habe ich nicht gebraucht, schon gar nicht, weil ich wie schon erwähnt psychisch immer noch angeschlagen seit dem Rückfalll bin. Normalerweise hätte ich da einen drauf gegossen, mach ich aber nicht. Stolz die Situation ausgehalten zu haben bin ich.
Lustiger Nebenfakt , das Püppchen, das mein Hobbypsychologenfreund zum Rederecht einsetzen wollte, ist eine Häkelpuppe, die meine Frau für die beiden gemacht hat . Motiv , Bayer vom Oktoberfest mit Bierkrug in der Hand 😂
Alles in allem eine skurrile Geschichte.
Auch egal Hauptsache ich bin gut durchgekommen.
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