lumen - Partner trinkt

  • Hallo lumen,

    mir kommt dieses Muster sehr bekannt vor. Ähnlich ist es mit meinem Partner und meiner ehemaligen besten Freundin gelaufen: Ich habe mich bewusst zurückgezogen, damit er in die Selbstverantwortung kommen muss - und daraufhin hat sie die Retterin gespielt und ihm praktisch alles abgenommen.

    Es war extrem schwer für mich, das auszuhalten, da es bei ihm natürlich erst recht dazu geführt hat, dass er sich einreden konnte, dass ich eine schlechte Partnerin war, die sich nicht um ihn gekümmert hat und er damit auch nicht hinterm Berg gehalten hat.


    Meine Konsequenz daraus war aber trotzdem Rückzug und Abstand - von beiden.

    Ich kann es nicht verhindern, dass andere versuchen, ihn zu „retten“ - auch, wenn das manches nur noch schlimmer macht.


    Und ich kann auch nicht verhindern, dass er sich auf solche Angebote stürzt, um nicht selbst in die Verantwortung kommen zu müssen und er sich damit selbst eine Möglichkeit auf wirkliche Veränderung nimmt.


    Es war eine der schmerzhaftesten Situationen überhaupt.


    Alles Gute für Dich! hiiumaa

  • lumen, eine Sache fällt mir noch ein, weil mein xy da auch schon mal knapp dran vorbeigeschrammt ist: Man kann auch ohne eigene Wohnung oder ohne bei Familie/ Freunden etc. eine Meldeadresse zu haben, Unterstützung bekommen durch Sozialgelder, indem man bei Obdachlosenunterkünften, Beratungsstellen, Caritas etc gemeldet ist. Das geht.

    Deswegen… versuche, ein bisschen nach Dir selbst zu schauen. Dir geht es ja auch nicht gut.

  • Du brauchst da nicht zu reagieren, wenn du nicht willst.

    Vielleicht ist es der Bekannten jetzt auch zuviel geworden .

    Die Stellen, die er jetzt aufsuchen muss, können ihm da sicher weiterhelfen. Was als Übergang gedacht ist kann schnell wieder Dauerzustand werden.

    Lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Ja er war über Weihnachten in einem Obdachlosen Wohnheim, da ist er früher raus als nötig, da es ihm dort nicht gefallen hat. Jetzt muss er Samstag bei seiner Bekannten wieder raus und ist quasi wieder obdachlos.

  • Hallo lumen,

    wir reden hier von einem erwachsenen Mann. Der jetzt weitergereicht werden soll, zurück an dich, damit du Dinge für ihn erledigst die mit dir nicht im geringsten was zu tun haben.

    So mal ganz einfach ausgedrückt.

    Lass dir diese Verantwortung nicht aufdrücken. Es hält dich nur noch länger an allem fest. Er ist schon groß und mit Sicherheit kann er sich auch alleine kümmern. Wenn er aber Muddis um sich hat, die ihn bedienen als wäre er ein Kleinkind, dann ist das wunderbar bequem für ihm. Und warum sollte er denn dann an seiner Situation was ändern, da wäre er ja schön blöd.

    Klar, es ist schwer auszuhalten. Nichts zu tun. Aber manchmal ist es einfach das Beste, was du tun kannst.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Aurora

    Vom Kopf her ist mir das alles klar und ich sehe solche Sötze wie

    Ohne dich schaffe ich das nicht

    Ich brauch dich zum Leben

    Ich liebe dich

    Sehr realistisch , die Seele kommt da nicht hinterher und das lähmt mich

    LG Lumen

  • Hallo lumen,

    ja, kenn ich... der Kopf weiß Bescheid, das Herz noch nicht.

    Da hilft nur, immer wieder zu denken, warum du das alles nicht mehr willst.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Bitte raushalten, er wollte es so, nun ist es so.

    Die Freundin hat vermutlich mittlerweile auch die Faxen dicke, jeder Mensch ist nur begrenzt leidensfähig. Natürlich will xy gerne wieder zurück, er weis ja was er hatte. In Heim muss er sich an gewisse Spielregeln halten, das muss man wollen. Und wenn ihm das nicht gefällt, geht er freiwillig, oder wird gegangen.

    Außerdem ist momentan Winter und kalt, seine Alternativen sind also eher begrenzt.
    Aber es ist leider wie bei jeder anderen neu aufgelebten Beziehungen, das ist auch nie von Dauer. Geht ja auch nicht, die Gründe für eine Trennung sind ja nicht weg, und der individuelle Grund-Charakter ist ja noch der gleiche.

    Mein Rat ist, stell dich tot, keinerlei Reaktion auf Anfragen. Ist wie bei Versicherungsvertretern, sind die ierstmal m Haus haben sie dich zu 50% in der Tasche.

  • lumen, eine Sache fällt mir noch ein, weil mein xy da auch schon mal knapp dran vorbeigeschrammt ist: Man kann auch ohne eigene Wohnung oder ohne bei Familie/ Freunden etc. eine Meldeadresse zu haben, Unterstützung bekommen durch Sozialgelder, indem man bei Obdachlosenunterkünften, Beratungsstellen, Caritas etc gemeldet ist. Das geht.

    Deswegen… versuche, ein bisschen nach Dir selbst zu schauen. Dir geht es ja auch nicht gut.


    Wenn du von Dritten, oder ihm diesen Hinweis gibst, entkräftest du diesbezügliche Vorwürfe, er bekäme ohne eine Unterkunft bei Dir, keine Gelder.

  • Ja er war über Weihnachten in einem Obdachlosen Wohnheim, da ist er früher raus als nötig, da es ihm dort nicht gefallen hat.

    Das ist ja nun auch sein Problem, wenn es ihm dort nicht gefallen hat. Wieso sollten das jetzt du oder die andere Bekannte ausbaden??

  • Auch wenn ich mich nicht kümmern lässt es mich doch nicht ganz los

    Über eine Bekannte habe ich erfahren das mein Partner eine Meldeadresse braucht damit er weiterhin krankenversichert ist, ist er seit der Kündigung nicht mehr.
    Natürlich wurde ich gefragt ob er sich bei mir anmelden kann!
    Im Monent ist er wohl im KH zum Entzug und es läuft täglich viel Geld auf für die Behandlung .
    Kennt sich da jmd aus?
    Danke

    Lumen

  • Ich weiß nur, dass die Krankenversicherung nach der Kündigung noch 1 Monat gültig ist. Er ist dann evtl. über das Arbeitsamt krankenversichert, falls ihr die Fristen eingehalten habt oder er ist direkt über die Krankenkasse weiter versichert, das solltet ihr bei der Krankenkasse erfragen. Ich weiß es ist sehr schwer aber wichtig, da mit dem Krankheitsbild eine Menge an Kosten anfallen können.

  • Nach der Kündigung geht es in Arbeitslosenbezüge über, auch die aktuelle Krankenversichert läuft normal weiter. Erst wenn die Arbeitslosenversicherung endet, wird’s interessant. Dann musst du ihn über dich „Familienversichern“. Ich hatte kürzlich den gleichen Fall.

  • Helfen?

    Im Zweifel nein, aber das kannst nur du mit dir selber ausmachen. Wie „ moralisch flexibel“ bist du?
    Zu den Fakten:

    Ihr seid nicht verheiratet, habt keine gemeinsamen Kinder, keine gemeinsame Wohnung. Ihr seid offensichtlich nirgends gemeinsam veranlagt. Unter ( staatlich ) sozialen Gesichtspunkten seid ihr maximal Freunde OHNE den Charakter einer Bedarfsgemeinschaft. Das klingt vermutlich sehr kaltherzig, ist es im Grunde auch. Aber auch du hast ein Recht auf Ruhe und Frieden.

    Ich kenne diese Gedanken und Sorgen noch, hab aktuell auch noch meine Baustelle, welche ich nun zeitlich „aussitzen“ muss. Mit der Zeit wird es leichter und unwichtig, das Leben bleibt ja nicht stehen.

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