Angler - Hoffnung kommt hoffentlich

  • Das hatte ich nach der langen Pause jetzt nicht.

    Als ich damals aufhörte, das war in Corona, erwischte ich mich morgens schon mit einem Bier - vor dem Frühstück und das ballerte natürlich. So startete der Arbeitstag locker, bis um 10 Uhr die ersten Tippfehler kamen. Da war mir dann auch klar, dass das nicht mehr normal ist und alles andere als gesund.

    Ich hatte auch nie Vorräte zu Hause, habe immer unterwegs getrunken und bevor ich zu Hause war, alles entsorgt. Das lag aber an den Verstecken und ich wollte nicht auffliegen.

    Da bis zum Aufhören 2022 ich eher ein Alltagstrinker war, war ich ab 2024 eher der Quartalstrinker, jedoch mit höheren Mengen.

    Ich habe auch selten über Tage getrunken, da ich immer Angst vor Leberzirrhose hatte.

    Wenn ich nicht trinken dürfte/ könnte, habe ich auch Recht schnell mich damit abgefunden, nichts zu trinken. Jede Ausrede uns Edeka wäre ja aufgefallen. Wenn ich doch dann mal was holen müsste, habe ich nichts getrunken, damit es ja nicht riecht. Selbstbeschuss vom aller feinsten.

    In den trockenen Phasen über Monate fiel mir immer ein Stein vom Herzen: ich alle nicht, ich rieche nicht, man findet keine leeren Dosen und ich weiß alles von gestern. Das war sehr schön, eine Freiheit.

    Ich habe. Ie des Trinken Willens getrunken, sondern immer als Reaktion auf etwas.

  • Bitte mal an der Stelle aufhören über diese Frau zu hetzen. Mal ist ihre Periode Schuld an der Sauferei und mal ist sie eine Narzisstin?? Geht’s noch?

    Ich wollte nur helfen und rausfinden was da los war.Weil der Therapeut und das Umfeld auch schon sagten die Beziehung ist toxisch. Ich habe nicht gesagt sie ist eine Narzisstin, ich kenne sie nicht. Genau lesen

    Abstinent seit 10.11.2025

  • Geh mal davon aus, daß wir Moderatoren genau lesen. Hinter Narzisstin stehen bei mir zwei Fragezeichen. Die Diskussion darüber gehört nicht hierher, keiner hier kennt die Frau und das ist eine Diagnose, die von Ärzten und nicht von Laien gestellt wird.

    Hintergrund meines Eingreifens ist, daß sich im Gründe-bei-anderen-suchen gerne mal verloren wird.

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Ich habe. Ie des Trinken Willens getrunken, sondern immer als Reaktion auf etwas.

    Die eigentliche Gretchenfrage ist doch, was zuerst da war, der Wille, die Sucht oder das Einreden, wegen anderer saufen zu müssen. Wenn ich mit jemandem Stress hatte, hat der andere nicht getrunken , nur ich habe das als Anlass genommen, selbst saufen zu „müssen“.

    Genau daran sieht man, wie absurd dieses Argument ist, ein Scheinargument, geboren aus einem eigenen Sucht- Trinkverhalten.;)

    Jemand anderes soll schuld sein, der Auslöser dafür, dass ich trinken wollte oder musste? Okay, dann die Frage: Warum saufen Menschen in derselben Situation nicht, die mit Alkohol kaum etwas am Hut haben?

    Trockenwerden beginnt genau dort, wo der Kopf den Unterschied zwischen nassem und trockenem Denken erkennt. Nicht in der Diskussion darüber, was außen war, sondern in dem, was innen abgeht.

    Die Diskussion darüber gehört nicht hierher, keiner hier kennt die Frau und das ist eine Diagnose, die von Ärzten und nicht von Laien gestellt wird.

    Und das ist zu beherzigen. Wir sind hier nicht am Stammtisch, wir sind in einem Suchtforum. Da braucht es keinen Blick auf andere – es reicht völlig, wenn wir mit uns selbst genug zu tun haben.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Um das kurz zu beenden: die Dame hat ein sehr großes Selbstbewusstsein und stellt ihre Ansprüche über die der anderen. Es ist weniger ein herzlicher Umgang als mehr ein miteinander. Anfangs war es ein umgarnen, genauso wenn sie Lust hat. Ist es nicht so, spielt es keine Rolle ob man da ist oder weg. Sie hat nie gesagt, ich vermisse dich.

    Ich kämpfe immer noch mit den Gedanken, meist ist es sehr phasenweise. Es gibt Stunden da fühle ich mich frei, habe wieder Ziele, wenn auch weit weg, aber eine innere Ruhe die einkehrt.

    Dann folgen Stunden die zum zerreißen sind. Angst, Panik, Liebeskummer, Selbsthass, heftige Stimmungsschwankungen.


    Ich weiß nicht, ob es gerade die Biochemie ist, die durch den fehlenden Alkohol durcheinander gerät, oder die Antidepressiva.

    Am schlimmsten ist die Arbeit, was eine totale Folter ist. Weder Ablenkung noch Freude.


    Als ich heute Abend meine Tochter abgeholt habe bin ich die alte Strecke gefahren, die ich 2 Jahre nicht mehr gefahren bin. Damals zu trockenen Zeiten.

    Mir kam ein Gefühl hoch, wie in einer Glocke voller Nebel zu sein. Kennt ihr die Truman Show? Alswenn ich sehe, dass es eine Welt dahinter gibt. Ich habe sie durch den wiederkehrenden Alkohol weggetrunken, das Leben ertragbar gemacht.

    Innerlich kam sowas wie ein sprudelndes Kribbeln hoch- das Nüchternsein ging mir gerade nicht schnell genug. Ich hätte gern 3...4.. ach was 6 Monate schon gern hintermir.

    Ich dachte an meinen Bauch der wieder weg ist, das Gesicht wieder markanter und nicht so rot vom Blutdruck. Vorallem aber die Entspanntheit ohne, dass mich Dinge gleich auf 180 bringen.

    Ich war auch in dem Getränkemarkt wo ich über viele Jahre eingekauft habe. Gedanken vom Bierkaufen mit dem Fahrrad, von alkohlfreien Getränken bis hin zu einem Kotzreiß bei dem Gedanken an Bier.

    Für mich ist das im Moment sehr gut und hilfreich, da durch den seelischen Schaden und das Bewusstsein, WEM ich das zu verdanken habe, eine Art Hass entstanden ist.

    Leider grübel ich dann und popel in meinem gesamten Leben rum. Von der Jugend, von Partys usw. Ich lasse es nicht hintermir, ich nehme es gerade alles mit. Den falsch abgebogenen Weg werde ich nicht finden, der ist zu weit in der Vergangenheit. Aber die Gedanken helfen mir, kurz inne zu halten und sich zu sagen: das Bier hat dich benutzt. Es war kein Freund, er hat sich dahin gebracht wo du jetzt bist und nicht sein willst. Du kannst es nicht ändern, du kannst jetzt nur deinen Weg allein gehen, ohne ihn. Es gab natürlich schöne Zeiten aber die letzten vielen Jahre waren es zerstörerische, die alle Menschen von dir entfernt hat an denen du hingst. Du hattest es selbst in der Hand. Und das der Weg vielleicht nicht ganz einfach wird aber eins wird er: besser, alles andere ist der Weg ist den Abgrund.

  • Ich war auch in dem Getränkemarkt wo ich über viele Jahre eingekauft habe.

    Für mich ist das im Moment sehr gut und hilfreich,

    Nein. Das ist es nicht. Denn:

    Leider grübel ich dann und popel in meinem gesamten Leben rum. Von der Jugend, von Partys usw.

    Du hältst mit diesen Aktionen Deine Suchtstimme am Leben. Es geht darum Dein Leben neu zu gestalten.

    Ich hätte gern 3...4.. ach was 6 Monate schon gern hintermir.

    Und gerade erst recht, wenn Du 6 Monate rum hättest, würdest Du erkennen, dass der Ort dort nichts mehr für Dich ist. Weil Du noch besser erkennen würdest was Deinem Denken und Deiner Gefühlswelt schadet.

    Es gibt viele andere Möglichkeiten zum Einkaufen. Das ist mein Rat.

  • Guten Morgen lieber Angler,

    bei mir wurde das Saufen von Jahr zu Jahr immer schlimmer. Immer schlimmere Kater, Entzüge, Erschöpfung, Konflikte u.v.m. Trotzdem weiter gesoffen. Ich dache es liegt darun und daran aber egal was ich änderte: Mehr Arbeit weniger Arbeit, keine Drogenfreunde, Hobbys, egal was der Alkohol blieb. Es war die Sucht die immer danach schrie: Gib mir den Alkohol. Ich lernte meine Frau kennen und dachte ich brauch nicht mehr Saufen. Nach 2 Monaten fing ich wieder an zu Saufen, dachte nur 1 Mal weil ich ja gekündigt wurde. Ist doch nicht schlimm. Daraus wurden wieder 7 Jahre voller Scheiße in jedem Bereich meines Lebens. Selbst wenn ich jetzt 1 Millionen im Lotto gewinne, ich bleibe süchtig und wenn ich nicht dran arbeite wird die Sucht mich wieder verarschen und sagen hey trink doch wieder und das Spiel beginnt wieder von vorne. Ich möchte nicht mehr zurück...

    Abstinent seit 10.11.2025

  • Nein. Das ist es nicht. Denn:

    Du hältst mit diesen Aktionen Deine Suchtstimme am Leben. Es geht darum Dein Leben neu zu gestalten.

    Und gerade erst recht, wenn Du 6 Monate rum hättest, würdest Du erkennen, dass der Ort dort nichts mehr für Dich ist. Weil Du noch besser erkennen würdest was Deinem Denken und Deiner Gefühlswelt schadet.

    Es gibt viele andere Möglichkeiten zum Einkaufen. Das ist mein Rat.

    Naja also ich werde sicher kein Einkaufen meiden. also so krass ist es jetzt nicht, dass ich gleich an Alkohol denke oder Verlangen bekomme. Mir ist das schon bewusst, was er mit mir gemacht hat. Für mich Klammer ich das eher aus, dass es mich nicht interessiert. Unterm Strich ist das ja eine Kopfsachen bzw. Einstellung.

    Wenn ich mich zwingen müsste oder sage, ich DARF nicht, dann wird das ja nie was. Ich bin gerade froh, dass nach vielen Stolpersteinen ich eben nicht dran denke oder kein Verlangen habe.

    Entscheidend ist halt einfach, egal wie, nix zu kaufen. Und das kann ich ja nur selber entscheiden. Ich hoffe einfach, dass es wieder wird. Im Moment ist halt Tag für Tag nur mein Ziel, und am schönsten, wenn ich mich nicht die ganze Zeit mit dem Thema beschäftigen muss

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