Fra80 - Unterstützung / Motivation gesucht

  • Hallo,

    ich bin neu hier. Seit 2021 bis 21.1.26 habe ich in regelmäßigen Abständen nach Feierabend und an den Wochenenden Alkohol komsumiert und habe mich dann für eine qualifizierte Entzugsbehandlung entschieden. Die habe ich am 22.1.26 angetreten. Ich hatte keine Entzugssymptome und keine medikamentöse Entgiftung und konnte bereits am 28.1.26 wieder nach Hause, es gab seitens der Ärzte keine Rückhaltegründe. Ich will abstinent bleiben und fühle mich auch sehr gut ohne Alkohol. Meine Hausärztin unterstützt mich, das hat sie auch im Hinblick auf die Entzugsbehandlung getan. Ich hatte monatelang mit mir gekämpft, das Thema bei ihr anzusprechen (aus Scham), aber ich hab mich dann überwunden und danach hab ich mich wirklich besser gefühlt, als ich es offen bei ihr ausgesprochen habe, dass ich ein Problem mit dem Konsum von Alkohol habe. Da ich beruflich eingespannt bin, war ich auf der Suche nach einer Online-Selbsthilfegruppe und bin auf dieses Forum gestoßen. Meine Erwartung ist, dass ich hier einen guten Austausch habe und Unterstützung finde. Freizeit und Wochenenden sind für mich immer noch eine Herausforderung. Ich hab dann nicht den "klassischen Trinkdruck", aber es fühlt sich an wie der Mechanismus, den ich früher hatte, als ich konsumiert habe. Da ging es immer um Zeit füllen und auch private Probleme haben mich belastet und ich musste trinken, um nicht nachzudenken. Das möchte ich nicht mehr und mir würde es helfen, wenn ich hier teilnehmen darf.

    Viele Grüße,

    Fra80

    Man muss nicht die ganze Treppe sehen, man muss nur die erste Stufe nehmen.

    (trocken seit 21. Januar 2026)

  • Hallo Fra80 und herzlich Willkommen im Alkoholiker-Forum,

    habe bitte noch etwas Geduld. Es wird sich bald jemand vom Moderatoren-Team bei Dir melden.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

  • Hallo Fra,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Meinen Glückwunsch, dass Du den Mut gefunden hast, mit dem Alkohol trinken aufzuhören!

    Alkohol ist ein Nervengift und wirkt auf Körper und Seele.

    Hier tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz wollen.

    Von der lebenslangen Abstinenz habe ich schon bei Dir gelesen, aber die Beschreibung Alkoholiker fehlt zum Austausch in unserem Forum.

    Siehst Du Dich denn als Alkoholiker?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich seh mich auf jeden Fall als Alkoholiker, da ich in den letzten Jahren immer mehr die Kontrolle über den Konsum verloren habe (Freizeit / Wochenende). Zudem habe ich gemerkt, dass mich das gestresst hatte, wenn nichts zu trinken im Haus war.


    VG

    Man muss nicht die ganze Treppe sehen, man muss nur die erste Stufe nehmen.

    (trocken seit 21. Januar 2026)

  • Hast Du Dich schon ein wenig bei uns im Forum eingelesen? Unter dem blauen Reiter oben findest Du unter Artikel z.B. "Der Notfallkoffer" und auch die "Grundbausteine für ein nüchternes Leben".

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Wichtig ist, dass man den Haushalt alkoholfrei hat, am Anfang Feierlichkeiten, auf denen Alkohol konsumiert wird, meidet und sich regelmäßig mit anderen trockenen Alkoholikern austauscht. Und dafür bist Du ja hier richtig!

    Für den Austausch im offenen Bereich klicke folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Fra80.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Bin hier noch nicht lang dabei im Forum, aber hab schon die letzten Tage hier viel von Euch allen gelesen und in vielen Dingen habe ich mich auch selbst wiedererkannt. Bin seit 21.1.26 trocken und ich finde auch wichtig, dass man darüber schreiben kann, wie gut es einem ohne Alkohol geht, das ist zumindest aktuell bei mir der Fall. Ich fühl mich fit, konzentrierter und vor allem habe ich morgens keinen Filmriss mehr. Dieses positive Gefühl hilft mir, abstinent zu bleiben. Und jeden Abend vor dem Schlafen trage ich in einem kleinen Notizbuch ein, dass ich weiterhin abstinent geblieben bin und dass ich darauf stolz bin. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich mich vor mir selbst schämen und mich dafür selbst hassen, wenn ich wieder etwas trinke. Das ist auch ein Faktor, der mir hilft, abstinent zu bleiben. Und was auch Moderatoren hier betonen und das finde ich auch wehr wichtig: Bitte keinen kalten Entzug im Alleingang machen. Ich musste mich auch überwinden, das Thema Alkoholsucht mit meiner Hausärztin zu besprechen. Aber es hat sich gelohnt. Danach kam eine Woche später eine Entgiftung von 7 Tagen. Ich muss dazu sagen, ich brauchte zwar keine medikamentöse Unterstützung, aber man darf das nicht unterschätzen. Ich hab mich einfach sicherer gefühlt in der Klinik, weil ich es nicht einschätzen konnte, ob ich körperlich auf den Alkoholverzicht reagiere.

    LG und einen schönen Tag für alle,

    Fra80

    Man muss nicht die ganze Treppe sehen, man muss nur die erste Stufe nehmen.

    (trocken seit 21. Januar 2026)

  • Hallo Fra,

    herzlich Willkommen hier bei uns.

    bitte eröffne kein neues Thema. Du kannst einfach hier in deinem Thema weiterschreiben, sonst wird es zu unübersichtlich.
    Deinen letzten Beitrag habe ich in dein Thema verschoben.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Es freut mich, dass es bei Dir so gut läuft. Hast Du denn schon etwas von den Grundbausteinen umgesetzt?

    Ich hab dann nicht den "klassischen Trinkdruck", aber es fühlt sich an wie der Mechanismus, den ich früher hatte, als ich konsumiert habe. Da ging es immer um Zeit füllen und auch private Probleme haben mich belastet und ich musste trinken, um nicht nachzudenken.

    Was ist denn der "klassische" Trinkdruck? Das was Du beschreibst passte auch gut auf mich. Wenn ich aber ehrlich mit mir bin, war es dann am Ende doch die Sucht und nicht der Grund. Die Sucht hat den Grund gefunden.

    Sie findet immer einen. Mir geht es gut, also feiere ich es und wenn es mir schlecht geht muss ich erst recht etwas trinken. Nachdem mir das klar geworden ist, wurde es einfacher. Es ging darum die Suchtstimme zu erkennen. Dann konnte ich es gut angehen.

    Erkennst Du Deine Suchtstimme bereits? Oder bist Du noch in der Ursachenforschung? :)

    Was übrigens nicht heißt, dass bestimmte Dinge nicht durchaus die Sucht beflügeln. Sagt Dir die HALT-Regel etwas?

  • Erkennst Du Deine Suchtstimme bereits? Oder bist Du noch in der Ursachenforschung? :)

    Was übrigens nicht heißt, dass bestimmte Dinge nicht durchaus die Sucht beflügeln. Sagt Dir die HALT-Regel etwas?

    Eigentlich bin ich noch in der Ursachenforschung. Ich merke zu bestimmten Zeiten schon, dass ich ein Verlangen habe, insbesondere, wenn es private Konflikte oder Stresssituationen gibt. Dann sage ich zu mir selbst, ich hab das nicht nötig zu trinken und das löst auch den Konflikt nicht. Bisher funktioniert das gut für mich :) Die HALT-Regel kenne ich (Hungry, Angry, Lonely, Tired). Ich merke durch die Abstinenz, dass ich meine Gefühle besser zuordnen kann. Die Vorteile der Abstinenz überwiegen für mich sehr, so dass mir das schon sehr viel Sicherheit gibt. Ich schreibe die Vorteile die ich bemerke, auch auf und lese sie immer in Situationen, wo sich die Suchtstimme meldet.

    Man muss nicht die ganze Treppe sehen, man muss nur die erste Stufe nehmen.

    (trocken seit 21. Januar 2026)

  • Ich schreibe die Vorteile die ich bemerke, auch auf und lese sie immer in Situationen, wo sich die Suchtstimme meldet.

    Ja, ich denke das ist auch eine gute Möglichkeit am Anfang.

    Ich selbst habe nichts gelesen, weil ich zwei Dinge bereits wusste.

    Erstens. Ich trinke nicht mehr und muss mich nicht mehr überzeugen, weil ich bereits Bescheid weiß, dass die Vorteile bei weitem überwiegen.

    Zweitens. Alkohol ist Gift und wenn ich wieder trinke, werde ich bald sterben oder schlimmeres. Denn mein Körper hat mir deutlich gemacht, dass Schluss ist. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er so viel in all den Jahren "geschluckt" hat. Jetzt kann er nicht mehr. Und jetzt muss er auch nicht mehr.

    Da fällt mir noch ein schönes Beispiel ein. Die Leber entgiftet erst mal sich und beginnt dann bei allen anderen Organen.

    Sie ist praktisch der Putzraum für den Körper, von dem alles ausgeht. Und nun hat es die Leber bis abends geschafft den Putzraum einigermaßen zu reinigen. Doch bevor sie in die anderen "Zimmer" des körpers wechseln kann um da mal Klar Schiff zu machen, kommt der liebe Alex nach Hause und kippt sich Bier rein. Das ist als würde ich einen schönen Schubkarren voll Sch... direkt in den Putzraum kippen. Auf dem Weg dorthin verteile ich noch etwas davon auf die anderen Zimmer.

    Und seufzend begann die Leber ihre Arbeit aufs Neue. Die anderen Zimmer wurden nie gesehen.

  • und die Grundbausteine?

    Der Begriff sagt mir nicht bzw. ist mir vorher noch nicht so begegnet. Was genau bedeutet das? Das Zerstören von Lebensbereichen kenne ich, ich hab mich oft sehr falsch verhalten, das hat mein Umfeld nicht gut ausgehalten und das ist mit einer der Gründe, warum ich auch abstinent bleiben will. Jedes Mal dieser Filmriss, das hat mich fertig gemacht.

    Man muss nicht die ganze Treppe sehen, man muss nur die erste Stufe nehmen.

    (trocken seit 21. Januar 2026)

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