StepByStep - Mehrfach versucht aufzuhören – diesmal will ich es schaffen

  • Meinen Glückwunsch zu 12 abstinenten Tagen, StepByStep.

    Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Nayouk24 4. Mai 2026 um 21:46

    Hat den Titel des Themas von „Mehrfach versucht aufzuhören – diesmal will ich es schaffen“ zu „StepByStep - Mehrfach versucht aufzuhören – diesmal will ich es schaffen“ geändert.
  • Herzlich willkommen auch von mir.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, StepByStep

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Kennst du schon die "Grundbausteine"?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    und den Notfallkoffer?

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Packe dir deinen eigenen Notfallkoffer mit Werkzeugen die dir helfen können, z.B. Atemtechniken.
    Ich habe Atemtechniken geübt, damit ich sie parat habe, wenn es nötig ist.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen.

    Einfach anfangen, das ergibt sich dann meist von selbst beim Schreiben. Ich kann mich dabei wunderbar sortieren..

    Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch.

    LG KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • so, die ersten 2 Wochen sind mal wieder vorbei.

    Irgendwie kommt mir das länger vor. Die erste Woche war ich viel beschäftigt mit Gedanken beobachten, in mich reinhören, wo und wann sind die Trigger, wann ist die Lust auf Wein am stärksten? Nun ja, eigentlich ist es immer das gleiche Muster, die Lust kommt am Abend, wenn ich nach einem langen Tag heimkomme und nach dem alles erledigt ist, kommt dieses Gefühl: aaaaaaaaaaah, und jetzt entspannen, runterkommen, belohnen. Um dem ganzen zu umgehen, beschäftige ich mich noch mehr, was gerade dazu führt, dass ich nie Feierabend habe :mrgreen::lol:

    Dafür gehe ich deutlich früher ins Bett. Während ich die Abende mit einer Flaschen Wein bis um 23.00 oder 24.00 Uhr verbracht habe (die Flasche musste ja schliesslich leer sein...), schaffe ich es jetzt gegen 22.00 Uhr ins Bett zu gehen. Es macht jetzt auch keinen Sinn mehr, ohne Wein länger aufzubleiben....

  • moin step

    es ist wichtig die zeit die du bisher mit trinken verbracht hast mit einer sinnvollen tätigkeit zu füllen um nicht in ein loch zu fallen. genau das kann zu komischen gedanken führen. so nach dem motto, ja toll, saufen darf ich nicht mehr und statt dessen jetzt lange weile. so ungefähr. das ist wirklich gefährlich. such dir ein hobby, sport, malen, fotographie, musik, stricken, töpfern, weiß der kuckuck was. hauptsache die zeit wird sinnvoll gefüllt. evtl guckst du mal bei der volkshochschule ins kurseheft. da lernst du dann ganz nebenbei auch leute kennen die nichts mit saufen zu tun haben.

    die erste zeit ist nicht nur die achtsamkeit in punkto alk gefragt sondern eben auch wichtig sich neu zu orientieren. neue menschen, neue hobbys, neue ventile für druck und anspannung. das will alles bewältigt sein.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Dorothea,

    also langweilig ist es mir tatsächlich nie, ich habe immer sehr viel zu tun, Arbeit, Haushalt und Hobbies, mache viel Handarbeit. Es ist auch so, dass wenn ich abends getrunken habe, immer nebenher was gemacht habe. Ich kann einfach sehr schwer nichts tun. Nur ist es so, dass ich mit dem abendlichen Trinken noch mehr gemacht habe, noch länger wach geblieben bin. Natürlich war ich morgens total gerädert. Jetzt nutze ich die Nüchternheit um wieder einen natürlichen, gesunden Schlafrythmus zu bekommen. Anfangs war ich morgens ohne Alkohol genauso erschöpft. Jetzt langsam, seit ein paar Tagen wird der Schlaf erholsamer.

    Was das Umfeld angeht: Ich geh nicht so oft weg, bin gern zu Hause, auch allein. Mein Mann trinkt nicht. Das ist eine große Unterstützung . Aber wenn wir weggehen und Freunde und Familie treffen, ja da wird überall getrunken. Alkohol ist einfach überall ...

  • moin step

    dann ist ja gut. das mit dem nicht nichts tun können kommt mir sehr bekannt vor :mrgreen:. dann wäre für dich ja fast "ausruhen lernen" ein schritt (den ich in 25 jahren noch nicht gescheit hin bekomme). wichtig ist einfach nur aus den alten gewohnheiten raus zu kommen um nicht irgendwann wie ferngesteuert die pulle in die hand zu nehmen. die gefahr besteht eben auch bei gleichbleibender routine in der freizeit. das du erst mal ne weile genau so platt bist wie nach dem suff ist auch normal, dein körper braucht doch ne weile den ganzen müll raus zu schaffen und alles wieder auf normalbetrieb umzubauen. und umbau kostet kraft. da ist heißhunger auf süßes genau so normal wie müdigkeit. wer abends immer am pc gedaddelt hat und dabei getrunken sollte da halt mal ne weile pause machen und zb stricken oder so einfach um die bekannten abläufe zu verändern und alles der reihe nach vom alk zu entkoppeln.

    das mit dem weg gehen solltest du auch fürs erste einschränken wenn du da mit alk konfrontiert wirst. du könntest zumindest deine familie einweihen und die könnten ja dir zu liebe mal ne weile party ohne suff machen, glaub mir das geht wunderbar. ich hab im ersten jahr an nichts teilgenommen wo getrunken wurde. wenn ich mir das bein gebrochen habe melde ich mich nicht zum marathon an. heute stört es mich nur noch selten, aber es kommt vor und da ich noch ne weile leben möchte bleibe ich an solchen tagen einfach auf dem sofa. meine freunde und bekannten wissen das und da ist dann auch keiner beleidigt wenn ich aufstehe und gehe weil die mir zu weinseelig werden. aber am anfang bin ich nirgends hin gegangen, mein leben ist dann doch wichtiger als paar std blabla.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • moin step

    dann ist ja gut. das mit dem nicht nichts tun können kommt mir sehr bekannt vor :mrgreen:. dann wäre für dich ja fast "ausruhen lernen" ein schritt (den ich in 25 jahren noch nicht gescheit hin bekomme). wichtig ist einfach nur aus den alten gewohnheiten raus zu kommen um nicht irgendwann wie ferngesteuert die pulle in die hand zu nehmen. die gefahr besteht eben auch bei gleichbleibender routine in der freizeit. das du erst mal ne weile genau so platt bist wie nach dem suff ist auch normal, dein körper braucht doch ne weile den ganzen müll raus zu schaffen und alles wieder auf normalbetrieb umzubauen. und umbau kostet kraft. da ist heißhunger auf süßes genau so normal wie müdigkeit. wer abends immer am pc gedaddelt hat und dabei getrunken sollte da halt mal ne weile pause machen und zb stricken oder so einfach um die bekannten abläufe zu verändern und alles der reihe nach vom alk zu entkoppeln.

    das mit dem weg gehen solltest du auch fürs erste einschränken wenn du da mit alk konfrontiert wirst. du könntest zumindest deine familie einweihen und die könnten ja dir zu liebe mal ne weile party ohne suff machen, glaub mir das geht wunderbar. ich hab im ersten jahr an nichts teilgenommen wo getrunken wurde. wenn ich mir das bein gebrochen habe melde ich mich nicht zum marathon an. heute stört es mich nur noch selten, aber es kommt vor und da ich noch ne weile leben möchte bleibe ich an solchen tagen einfach auf dem sofa. meine freunde und bekannten wissen das und da ist dann auch keiner beleidigt wenn ich aufstehe und gehe weil die mir zu weinseelig werden. aber am anfang bin ich nirgends hin gegangen, mein leben ist dann doch wichtiger als paar std blabla.

    oja, das Ausruhen lernen ist echt eine große Herausforderung...ich hab es auch mit Meditieren versucht, aber es fällt mir so schwer einfach ruhig zu sitzen und die Gedanken kommen und gehen zu lassen. Auch geführte Meditationen sind anstrengend, meine Gedanken schweifen immer total ab....aber Handarbeit entspannt mich.

    Das mit dem Weggehen einschränken: ja ich kann es total nachvollziehen. Ich war gestern auf einer Hochzeit. Die Vorstellung war der pure Horror: wie soll ich den ganzen Tag nur überstehen? Der erste Trigger war nach der Kirche beim Sektempfang, da hat es mich schon voll genervt, ich bei Wasser und Orangensaft. Ich konnte mich nicht wirklich unterhalten, fühlte mich unsicher, langweilig, wusste nicht was ich da gross reden soll. Nach dem Essen mit vollem Magen wurde ich nur müde und dachte: shit, der Tag ist noch lang, am liebsten würde ich jetzt aufs Sofa. Aber dann habe ich mit ein paar Gäste unterhalten die auch nur bei Wasser und alkoholfreies Bier da saßen, wir haben uns ganz nett unterhalten (nicht über Alkohol), ich meinen Kaffee und Kuchen genossen und zack war es schon Abends. Als wir heimkamen dachte ich: schön, abends von so einer Feier heimzukommen, ohne betrunken zu sein. Das hat mich wirklich befriedigt und bin zufrieden ins Bett gefallen. Natürlich war das Gefühl heute morgen noch schöner 🙂

    Somit ist das Wochenende überstanden. In naher Zukunft stehen keine weiteren Veranstaltungen an. Was bin ich froh.

  • Wenn du zitiert hast, einfach unter der grauen Zitatbox weiterschreiben.
    Ich habe deinen letzten Beitrag entsprechend verschoben;)

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hmh, frisch abstinent und dann auf einer Hochzeit?

    Auch wenn es am Ende gutgegangen ist, kann es immer noch nachwirken, z. B. Beim Einkaufen, da sei mal die nächsten Tage besser auf der Hut.

    ich hatte wirklich keine Lust da drauf, aber ich konnte da echt nicht absagen :( mein Mann war mir eine große Stütze. Ja, ich bleibe auf der Hut und bin froh, dass in nächster Zeit nichts mehr ansteht.

  • ach step, sieh es so, wenn du mit nem herzinfarkt auf der intensivstation gelegen hättest wäre es auch gegangen. unsere krankheit ist unbehandelt genau so tötlich. sei bitte nicht leichtsinnig und lass die leute sich mal ne weile ohne dich besaufen. gut das du leute um dich hattest die bei kaffee und saft geblieben sind, nichts des do trotz nimm rennschneckes warnung ernst. das suchtgedächtnis wartet nur auf die nächste chance. wir sagen nicht umsonst immer wieder, im ersten jahr zu hause bleiben.

    das es jetzt alles gut gegangen ist kann dich leichtsinnig machen, so nach dem motto ich hab es ja im griff..... du wärst da nicht die erste. sei es dir wert nein zu sagen.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

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