Hallo! Mein Mann trinkt täglich einen halben Liter Bier und dann 1-2 Flaschen Wein. Er hat sich bereits verändert und wird verbal aggressiv und respektlos. Bei der Kontaktaufnahme von mir zur Suchtberatung hieß es, es wäre Missbrauch und wohl noch keine Sucht… ich weiß nicht, wo die Grenze ist und leide unter der Situation. Meine Therapeutin sprach von Co-Abhängigkeit, aber er selbst zeigt keine Einsicht. Ich habe viel online gesucht und bin auf diese Gruppe aufmerksam geworden. Ich möchte mich vorerst nur online austauschen, deshalb habe ich mich hier angemeldet. Beste Grüße
Schnatterente - Ist es Sucht, oder nicht?
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Hallo Schnatterente,
gut das du hier her gefunden hast.
Ob es sich bei deinem Mann nur um Missbrauch oder bereits um Sucht handelt, kann ich nicht beurteilen.
Mein Ex trank auch 2 Flaschen Wein jeden Tag und wurde immer gereizter und mir und den Kindern gegenüber verbal sehr verletzend.
Dein Mann trinkt und es macht was mit dir und du leidest unter dieser Situation.
Und so ging es mir auch.
Das Lesen und der Austausch im Forum haben mir sehr geholfen.
Es wir sich bald ein Moderator bei dir melden.
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Hallo Schnatterente,
von mir auch herzlich Willkommen hier in der Gruppe.
Von außen kann das keiner feststellen, ob er Alkoholiker ist oder nicht. Das kann er nur selber wissen. Die Frage ist auch, ob er von sich aus etwas ändern möchte oder nicht.
Du bist jetzt für dich hier. Bitte sage ihm nichts von diesem Forum. Das ist jetzt hier deine Selbsthilfegruppe.
Damit wir dich fürs Forum freischalten können, klicke auf diesen Link, schreibe einen Satz, das genügt.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Liebe Grüße, Linde
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moin schnatterente,
hm so ne aussage von ner suchtberatung finde ich persönlich dann doch grenzwertig. denn, wie linde schon gesagt hat, diese feststellung kann nur der trinker selbst treffen, denn nur er weiß ob er trinken möchte oder ob es ein innerer zwang ist. zum 2. 2l wein haben in der regel die gleiche menge alkohol wie ne flasche schnaps. wie man dazu sagen kann es wäre missbrauch, ok, kann man wohl, für mich ergeben sich da allerdings paar fragen an den berater... egal.
lies dich hier ein, hier bekommst du antworten auf deine fragen.
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moin schnatterente,
hm so ne aussage von ner suchtberatung finde ich persönlich dann doch grenzwertig. denn, wie linde schon gesagt hat, diese feststellung kann nur der trinker selbst treffen, denn nur er weiß ob er trinken möchte oder ob es ein innerer zwang ist. zum 2. 2l wein haben in der regel die gleiche menge alkohol wie ne flasche schnaps. wie man dazu sagen kann es wäre missbrauch, ok, kann man wohl, für mich ergeben sich da allerdings paar fragen an den berater... egal.
lies dich hier ein, hier bekommst du antworten auf deine fragen.
Ja, so ging es mir auch. Ich war sehr erstaunt bei der Menge und bei dem veränderten Verhalten, aber das ist es , was die Suchtberatung mir gesagt hat 🤷🏻♀️
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Linde66
24. April 2026 um 17:40 Hat den Titel des Themas von „Ist es Sucht, oder nicht?“ zu „Schnatterente - Ist es Sucht, oder nicht?“ geändert. -
Linde66
24. April 2026 um 17:40 Hat das Thema aus dem Forum hier vorstellen! nach Erste Schritte für Angehörige und Co Abhängige verschoben. -
Hallo Schnatterente,
ich habe dich gerade fürs Forum freigeschaltet und dein Thema in den Angehörigenbereich verschoben. Du kannst jetzt überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Teilnehmern mit den orangeroten Namen.
Liebe Grüße, Linde
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ich stell das ja auch gar nicht in abrede, nur erwarte ich eigentlich von dieser stelle dann doch etwas mehr kompetenz und sachlichkeit. solche aussagen kommen ja eher von leute die von der materie keine ahnung haben. sowas wirst du hier von betroffenen die länger dabei sind mit sicherheit nicht hören weil wir unsere krankheit hier eben gelebt haben und nicht nur mal was drüber gelesen. deswegen ist die selbsthilfe halt auch so unglaublich wichtig. ein außenstehender versteht es oft einfach nicht.
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Ja, so ist es leider. Und ich bin nach wie vor verunsichert, wie locker damit umgegangen wird. Aussagen wie: mein Onkel hat auch so viel getrunken und ist 85 geworden, sind da wenig hilfreich.
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Liebe Schnatterente,
schön dass du hier mitschnatterst…
Mir/uns hat mal der LEITER der Suchtberatungsstelle in einem Paargespräch bzgl der belastenden Alkoholproblematik gesagt: „ Wegen einer Delle wirft man nicht das ganze Auto weg“
Deshalb bin ich froh, dass hier im Forum die Spielregeln so klar definiert sind…👍
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Hallo Schnatterente,
erstmal herzlich willkommen.
Ob es Sucht ist oder Missbrauch ist im Grunde genommen egal. Wichtig ist doch, was es mit DIR macht. Wie du deine Lebenssituation erlebst und wie es dich verunsichert, belastet und du darunter leidest.
Dein Mann hat sich verändert, das habe ich auch bei meinem ersten Mann so erlebt. Und nach und nach habe ich mich deshalb auch verändert. Ich habe versucht mich anzupassen, ihm zu helfen aus der Sauferei rauszukommen. Ich habe immer mehr tun müssen um einen " normalen" Lebensstandart zu erhalten.
Ich wurde dabei immer unglücklicher, unzufriedenen, überfordert und erschöpft. Es hat lange gedauert bis ich mich trennen konnte. Eine Trennung war für mich unvermeidlich und das Beste weil ich endlich wieder Ruhe und Lebensqualität haben wollte.
Hast du auch schon mal an Trennung gedacht?
Liebe Grüße Aurora
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Liebe Schnatterente,
Die Aussage der Suchtberatung wundert mich auch (arbeite selbst im Suchthilfesystem), aber wie Aurora schon schrieb, ist es letztlich egal, denn entscheidend ist, dass für dich etwas nicht passt in der Beziehung. Es muss nicht erst das Label "Sucht" erhalten, bis du darauf reagieren kannst/darfst. Ich möchte dich gerne ermutigen dich selbst und deine Empfindungen ernst zu nehmen!
Ich habe mich hier als erwachsene Tochter eines (verstorbenen) Alkoholikers angemeldet, in der Zwischenzeit hat sich meine Situation so entwickelt, dass ich auch nicht mehr mit dem Alkoholkonsum meines Mannes klar komme bzw. mir das jetzt endlich offen eingestehe und mir zugestehe, dass ich danach auch handeln darf. Ich weiß nicht, ob mein Mann abhängig ist oder nicht. Spielt aber auch keine Rolle, denn die Dinge, die ich beobachte an ihm und erlebe mit ihm lösen in mir aus: "So will ich keine Beziehung mehr führen" und da darf ich mich ernst nehmen. Einsicht ist bei ihm auch nur begrenzt vorhanden. Nach dem letzten Vollsuff war er einsichtig, seither kam er auch nicht mehr so heim. Dennoch hat er recht munter heimlich weiter getrunken und/oder mich bezüglich der Trinkmenge angelogen.
Wo ist denn deine eigene Grenze, wenn es um Umgang mit dir in der Beziehung geht? Du schreibst dein Mann verhält sich verbal aggressiv und respektlos dir gegenüber.
Herzlich,
Seepandarine
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