Lichtknuepfer - Vorstellung Lichtknuepfer

  • Hallo!

    Bin selbst betroffen und gehe diesen Schritt zum ersten Mal. Ich habe seit längerem nicht getrunken und das stört mich immer eine ganze Zeit nicht. Aber heute spüre ich Verlangen und dachte, ich melde mich mal an. Die letzten Stunden waren nicht einfach, aber ich werde mich nun hinlegen, fühle mich erschöpft und versuche per Podcast mich abzulenken. Hoffe, dass es klappt. Therapie habe ich (bzgl. Alkohol) noch nicht gemacht. Von Klinik war die Rede, aber die Kraft nicht vorhanden.

    Schöne Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Lichtknuepfer (12. Mai 2026 um 23:18)

  • Guten Abend und willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, Lichtknuepfer!

    Es ist immer gut den eigenen Alkoholkonsum zu überdenken.

    Wie ist das bei Dir, siehst Du Dich selbst als Alkoholiker?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Elly!

    Ja, ich denke, ich bin Alkoholiker. Öffentlich mag ich es allerdings nicht aussprechen, da ich nicht abgestempelt werden möchte und verhindern möchte, dass schlecht geredet wird. Es ist mir unangenehm.

    Das Problem fing als Teenager bereits an. Ein Stopp habe ich nie empfunden. Andere sagen, dass ihnen schwindelig wird etc. Ich bin erst nüchtern, dann betrunken. Vom Übergang bekomme ich nicht viel mit und am nächsten Tag weiß ich kaum mehr etwas und habe starke Probleme mit meinem Magen (es bleibt nichts drin, nicht mal, wenn ich nichts mehr esse oder trinke). Dazwischen kann ich wochenlang ohne Alkohol auskommen. Das macht mir nichts. Aber irgendwann ist das Gefühl da, z.B. wenn ich lediglich ein Bier sehe. Dann will ich auch eines trinken und mein Kopf wird dann erstmal nicht mehr ruhig. Wie ich das abstellen kann, weiß ich leider nicht. Ich habe schon paar Monate nicht getrunken. Aber der Drang ist da. Der Gedanke an Entspannung, der erste Schluck, der so gut schmeckt, der Gedanke an "nichts fühlen müssen" und Freiheit. Habe heute Abend versucht an den Tag danach zu denken und an peinliche Vorkommnisse.

  • Ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken, nie wieder.

    Alkohol schädigt Körper und Seele. Du merkst selbst, dass Alkohol Dir nicht gut tut. Da hilft nur die Abstinenz.

    Hier im Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker, die eine lebenslange Abstinenz wollen, aus.

    Wann hast Du zuletzt Alkohol getrunken und willst Du die lebenslange Abstinenz?

    Zur Information und zum Anklicken, sowie Lesen lasse ich Dir unsere Grundbausteine da:

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Nur nicht trinken reicht nicht aus, dazu muss man auch noch einiges im Leben ändern, das alles kannst Du in den Grundbausteinen nachlesen.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Danke für den Link In den letzten Jahren habe ich bereits viel geändert. Kontaktabbruch zu den Eltern, Freunde aussortiert, seit 2018 dauerhaft Therapie (auch stationär) in anderen psychischen Bereichen. Im Moment ist keine Kraft mehr vorhanden. Nach dem letzten Klinik Aufenthalt wurde das Alkoholproblem deutlich angestoßen und es eskalierte. Ich bin seit September komplett alkoholfrei! Der Psychiater ist von mir informiert worden und ich habe ihn als Ansprechpartner. Ich möchte nicht mehr trinken. Gar nicht mehr, genau. Ich habe erwachsene Kinder und Verantwortung zu tragen, auch als Vorbild. Ich will es schaffen. Ich möchte abstinent leben.

    Einmal editiert, zuletzt von Lichtknuepfer (13. Mai 2026 um 00:44)

  • Hallo Lichtknuepfer!

    Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • hallo lichtknüpfer

    willkommen bei uns. mach dir nicht zu viele gedanken wie du schreibst, das ist nicht wichtig, uns ist ehrlichkeit wichtig, uns und vor allem dir selbst gegenüber, denn das sind die ersten schritte aus der sucht.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo und willkommen Lichtknuepfer,

    ich hab dich freigeschaltet, alles okay, dein Text auch. Elly ist gerade nicht online.

    Du kannst dich hier nun überall austauschen, bitte die ersten 4 Wochen aber nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Die noch nicht freigeschaltet sind. Du erkennst das daran, dass die Nicknamen noch in roter Schrift erscheinen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Aurora 13. Mai 2026 um 10:57

    Hat den Titel des Themas von „Vorstellung Lichtknuepfer“ zu „Lichtknuepfer - Vorstellung Lichtknuepfer“ geändert.
  • Hallo Hartmut!

    Mir wurde auch geschrieben, ich solle nicht bei Vorstellungen schreiben, da ich neu bin. Du schreibst von "nassen Gedanken". Was genau versteht man darunter? Gedanken, die im Suff entstanden sind? Würde das gerne verstehen.

  • Hallo und herzlich Willkommen Lichtknüpfer,

    ich bin nun nicht Hartmut aber nasse Gedanken sind Verknüpfungen in Deinem Kopf die mit Alkohol verbunden sind. Bsp. Orte wo Du sonst immer getrunken hast oder bestimmte Personen mit denen Du gebechert hast.

    Ich erwähne den Hartmut mal noch hier. Er kann Dir das besser erklären als ich.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

  • Willkomen bei uns.

    ich bin nun nicht Hartmut

    Für das hast du es aber gut rübergebracht.:mrgreen:

    Lichtknuepfer , Bei mir war es so Über die Jahre hat sich ein richtiges Muster im Kopf eingebrannt. Egal ob Party, Feier, Fest oder irgendein Anlass, ich musste immer etwas griffbereit haben. Vorräte anlegen, Wege planen, Gelegenheiten schaffen, das ganze Programm. Das läuft irgendwann automatisch, ohne dass man es noch bewusst merkt. Dazu kamen die typischen Begleiterscheinungen, Verharmlosungen, Beschönigungen und das Gefühl, alles im Griff zu haben.;)

    Die Sucht war zwar gestoppt, aber das ganze antrainierte Programm lief unbewusst weiter. Und das ist das eigentlich Gefährliche, man glaubt es am Anfang sogar noch. Ich habe erst später verstanden, wie tief diese Muster sitzen. Das Suchtgehirn sucht mit Fleiß jede Lücke. Es denkt ja nicht, es weiß nur. "im Moment gibt es nichts zu saufen, also muss es eine Möglichkeit finden" so ungefähr.

    Genau deshalb sollte man am Anfang seinen eigenen Gedanken nicht zu sehr trauen. Die alten Automatismen sind schneller als jede gute Absicht, das nächste Glas nicht an den Hals zu setzen.

    Für mich war es deshalb wichtig, am Anfang die größtmögliche Risikominimierung zu betreiben: alkoholfreies Umfeld schaffen, Sauffreunde meiden, Feiern mit Trinkkultur im ersten Jahr auslassen. Das da auch Verzichtsgedanken kommen können ist ganz normal deswegen die zeite mit Neuem füllen, neue Routinen, neue Hobbys, neue Beschäftigung

    Und vor allem. Schreib dir ruhig die Finger wund, wenn es um Alkohol und Verzichtsgedanken geht wo Alkohol suchtdruck im Spiel ist und dieses „Ach, da könnte ich doch mal…“;) auftaucht.

    Das kann ich dir nur mit auf den Weg geben.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut

    Danke für deine Erklärung! Dass man in der ersten Zeit keine Orte wählen sollte, wo getrunken wird, wusste ich nicht. Dachte eher, dass das unter "Vermeidung" fällt. Vor Kurzem bin ich bewusst in die Diskothek gegangen, um mir zu beweisen, dass es geht. Ich habe mich als Fahrer angeboten und das hat gut geklappt. Eine Person aus unserer Gruppe verlor mehr als nur die Kontrolle. Den Kontakt habe ich daraufhin beendet. Zuletzt getrunken habe ich vor etwas über 8,5 Monaten. Gestern dann Suchtdruck. Der Schreck saß mal wieder tief. Aber ich habe es geschafft. Das Gefühl "unbedingt trinken zu wollen" und den "Sauftagen" hinterherzutrauern, hört das irgendwann auf oder wird das für immer bleiben? Was meinst fu mit Verzichtsgedanken konkret?

    Danke für den Tipp. Ja, ein paar Trigger kenne ich bei mir. Aber alles mal zu notieren klingt gut. Ich glaube, bei mir hat Vieles mit "Gefühle ertragen müssen" zu tun.

    Übrigens fand ich es erstaunlich, eie viele Menschen so betrunken waren, Slalom liefen etc. Mir kam aich der Gedanke, dass ich das so noch nie vorher wahrgenommen hatte und ichauch so war. Wie unangenehm und peinlich!

    Ich habe einige Fragen. Stelle ich die hier unter meine Kommentare oder soll ich pro Frage einen neuen Bereich verfassen? ZB. sagte mir jemand, dass es für mich schlecht sei alkoholfreies Bier zu trinken. Ich fand es an dem Abend ok. Hatte ein alkoholfreies Bier und danach Wasser mit Kohlensäure. Und Kohlensäure kann auch ein Problem sein? Warum? Sorry für 1.000 Gedanken!

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