ich wollte mich hier vorstellen und es mir vielleicht dabei auch von der Seele reden.
Mein Mann starb vor 3 Wochen auf der Intensivstation an Organversagen aufgrund von Alkoholismus.
Er wurde unter anderem beatmet.
Da die Ärzte sagten, das die Chance ihn zu stabilisieren sehr gering ist und es selbst dann in wenigen Monaten zum Tod führen würde - mit geistigen bleibenden Beeinträchtigungen usw. entschied ich mich, wie es auch seinem Wunsch entsprochen hätte ihn gehen zu lassen und auch unter anderem die Beatmung abstellen zu lassen (die Ärztin meinte das wäre okay = er bekäme nichts mit und würde einfach in den Tod schlafen und so war es auch) und würde den Tod nicht noch tagelang heraus zögern), natürlich bekam er weiterhin starke Schmerzmittel.
Ich weiß im Moment nicht so genau was ich fühlen soll, es wechselt zwischen Wut, schnell vorbeihuschender Trauer (vielleicht eine Art Selbstschutz im Moment) und das nehme mir jetzt bitte keiner bös´aber auch eine Erleichterung die ich für ihn, aber auch für mich empfinde, obwohl loslassen nicht einfach war, aber der einzig richtige Weg.
Zwischendurch fühle ich mich innerlich wahnsinnig leer.
Diesen Freitag wird er in einem Friedwald bestattet (das war sein Wunsch und auch meiner), ich finde das eine sehr schöne Art der Bestattung und diese Freiheit hätte er sich gewünscht.
Ich vermisse ihn,
LG, Nine