Das tut mir sehr leid. Fühl dich gedrückt
Dulcinella - jahrzehntelang Alkoholikerin, nun will ich frei sein
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Das tut mir sehr leid. Fühl dich gedrückt
Danke, es ist schon lange her. Es hat mich nicht sonderlich traumatisiert, da ich sowiso out of order war. Aber es war schon krass, in so einer Situation zu landen wegen dem Alk. Ich hab einen Fall über einen Wissenschaftler gelesen, der genau das gemacht hat. Eine Dame bei einer Feier mit Alkohol abgefüllt bis zur Besinnungslosigkeit und dann im Hotelzimmer vernascht. Sie hat ihn angezeigt. Es kam aber nichts dabei heraus. Aussage gegen Aussage....
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Ich könnte kotzen. Was sind das für Typen, die solche Situationen ausnützen?

Leider gibtces solche Meldungen immer wieder, auch mit ko-Tropfen, etc.
Gut bist du darüber hinweg. Ziel muss sein, dass man nie mehr in eine Situation kommt, bei der man die Kontrolle verliert. Durch Alk.
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Ich bin mehr über die angebliche Teilschuld gestolpert. Das ist für mich ein Unding.
Verachtest Du Dich insgeheim für Deine Sucht, Dulcinella?
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Ich bin mehr über die angebliche Teilschuld gestolpert. Das ist für mich ein Unding.
Verachtest Du Dich insgeheim für Deine Sucht, Dulcinella?
Es ist auch ein Unding. Seit me too gibt es Gott sei Dank mehr Bewusstsein darüber. Und seit dem Pelicot Fall kennen wir den Satz "die Scham muss die Seite wechseln". Denn die Opfer schämen sich immer, die Täter eher weniger... Ich schäme mich auch bis heute. Und für meine Sucht schäme ich mich auch.
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Guten Morgen. Ich bin schon wieder zu früh auf. Sobald es hell wird, bin ich schon auf Hochtouren. Derzeit kommen lauter Alk-Geschichten aus der Vergangenheit hoch, so wie der Vorfall mit dem Arbeitskollegen. Aber auch wie alles angefangen hat. Mein erstes mal Alkohol. Ich war ca 15 und es war bei einer Silvesterparty mit meinen Eltern bei deren Bekannten. Dort trank ich mein erstes Glas Sekt und hatte darauf eine Wirkung, die ich nur aus Beschreibungen von Ecstasy kenne. Hatte die ganze Welt lieb, fühlte mich als schwebe ich auf Wolken, alles war bunt, jeder Schritt war weich wie auf Watte usw. Also Halluzinationen. Ich war sofort süchtig nach dieser Wirkung, die jedoch nie wieder kam. Jedenfalls nicht mit Alkohol. Jetzt, Jahrzehnte später grüble ich: hat mir dort jemand Ecstasy ins Glas gegeben? Aber bei einer Party mit den Eltern? Gibt´s doch nicht. Oder doch? Diese Wirkung vom Sekt gibt´s aber auch nicht. Nun ja, es hat wenig Sinn über die Vergangenheit zu grübeln. Über Dinge, die für immer ein Geheimnis bleiben werden. Aber das beschäftigt mich gerade. Denn so hat alles angefangen. Und nun: in die alkoholfreie Zukunft blicken. Ich wünsche euch einen schönen, nüchternen Sonntag!
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Guten Morgen
Seit etwa vier Nächten kann ich durchschlafen und bin ebenfalls ganz früh wach.
Das mit den alten Alkoholgeschichten, die wieder hochkommen. Ev können unsere Mentoren mit ihren langjährigen Erfahrungen etwas dazu sagen?
Meinen Filmriss am Fest vor 16 Tagen kann ich mir nur erklären: ich hatte nicht sooooo viel getrunken, aber ev sagte mein Hirn, jetzt ist genug? Oder es hat mir doch jemand etwas ins Glas getan?
Ich habe mir einige Bücher gestern aus der Bibliothek ausgeliehen, ev verstehe ich dann mehr.
Auch dir einen schönen Sonntag!
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Ich lebe erst 4 Jahre alkoholfrei, langjährig ist was anderes
bei mir kommen Geschichten immer noch hoch. Wenn ich bestimmte Menschen sehe, an bestimmten Orten bin oder an speziellen Tagen. Aber sie haben nicht mehr so viel Gewicht, gehören immer mehr zur Vergangenheit und nicht mehr ins Jetzt. -
Nun ja, es hat wenig Sinn über die Vergangenheit zu grübeln.
Aber das beschäftigt mich gerade.
Gerade am Anfang der Abstinenz haben mich auch viele Erinnerungen heimgesucht. Der Körper und die Seele arbeiten auf Hochtouren und sind am Heilen.
Es ist klar, dass Dich das momentan beschäftigt, Dulcinella.
Doch je länger ich abstinent lebe, desto weniger Gedanken und auch Träume in Bezug auf Alkohol kommen vor.
Bleib geduldig mit Dir und gehe weiter unbeirrt Deinen abstinenten Weg, alles wird besser im Laufe der Zeit!
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Das mit den alten Alkoholgeschichten, die wieder hochkommen.
Ja, sicher. Am Anfang kam so ziemlich alles hoch. Das war mir auch klar und ich habe mein Hirn halt machen lassen.
Ggfs. versuchen einen Gedanken nicht zu lange festzuhalten und drauf rum zu denken. Das Hirn verarbeitet auch im "Hintergrund". Es ist nicht nötig das zu forcieren.
Überhaupt werden Probleme jetzt gleich im Kopf angegangen. Es lässt sich auch nicht mehr wegdrücken. Das hat aber den Vorteil, dass ich viel weniger prokrastiniere als früher.
Ich lese das bei Dir als ganz normalen Prozess. Du kannst Dir sicher sein, dass sich mit der Zeit dann alles wieder mehr entspannt.
grüble ich: hat mir dort jemand Ecstasy ins Glas gegeben?
Habe ich übrigens auch gedacht. Aber hier auch mein Tipp. Versuche nicht zu lange zu grübeln. Du wirst es nicht mehr erfahren.
Schöner Sonntag noch.

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Ich lebe erst 4 Jahre alkoholfrei, langjährig ist was anderes
Gute Frage. Ich setze es für mich bei 10 Jahren an.
Puh, Glück gehabt, ich falle darunter. Nee, das ist individuell verschieden, aber unter 5 wohl eher nicht. -
Ich bewundere euch - bei mir ist es nun der Tag 18.
Diese Woche habe ich zwei geschäftliche Anlässe, bei denen ich arbeiten muss und anschliessend die anderen feucht fröhlich unterwegs sind und am Sonntagabend eine Familienfeier. Da ich immer mit dem Auto unterwegs bin und freiwillig Fahrerin bin, ist alles geklärt. Also die Fragen, wieso ich keinen Alkohol trinke. Das hatte ich schon immer: Auto- und Motorradfahren nur absolut nüchtern.
Nimmt mich wunder, wie es mir danach geht. Wahnsinn, wo der Alkohol überall präsent ist.
Heute grässlich geschlafen, Muskelkater



Habt ihr Tips? Ich muss da echt durch, schwänzen geht nicht
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Doch, das geht, wenn die Abstinenz Prio Nummer 1 ist.
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Absolut 😁 eigentlich dumme Frage, ich werde bestimmt nichts trinken, da gibt es keine Tips, die helfen können. Aber Motivation! Dieses Forum hilft mir enorm.
Ich arbeite leider in einer nassen Umgebung, daran kann ich nichts ändern. Nur gesund und bei mir bleiben.
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Du könntest z.B. auf der Arbeit gehen bevor es ‚feucht fröhlich‘ (kein günstiger Begriff übrigens) wird. Oder du könntest Familientreffen, die ganz klar auf ein Besäufnis raus laufen einfach meiden.
Ich habe z.B. ein sehr enges Verhältnis zu meiner Schwester und es erschien mir unmöglich nach kurzer Abstinenz ihre Geburtstagsfeier abzusagen. Ich wusste dass dort unglaublich viel gesoffen wird.Am Ende entschied ich mich dafür, mittags kurz auf einen Kaffee und Geschenkübergabe zu kommen und die Party nicht zu besuchen.
Auch wenn man ‚hart‘ bleibt- die Konfrontation mit Alkohol macht was mit einem und wenn es irgendwie geht, solltest du dem aus dem Weg gehen.
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Kleines Beispiel. Ich bin jetzt über 11 jahre clean. Dennoch nehme ich nicht an unserer Abteilungsweihnachtsfeier teil, die seit 2 Jahren aufgrund der guten Küche stets in einem bestimmten Brauhaus stattfindet.
Der Einwand, mit der Abteilung habe man jeden Tag zu tun, zieht bei mir nicht. Ein Brauhaus ist für mich der falsche Ort. Ich saß mal im Außenbereich eines solches Ladens bei einer Apfelschorle. Die Toiletten befanden sich drinnen. Ich musste an den Braukesseln vorbei, das löste sogleich ein mulmiges Gefühl bei mir aus. So was brauche ich nicht mehr.
In ein normales Restaurant gehe ich selbstverständlich, jedoch nicht mit trinkfreudigen Tischpartnern zusammen.
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Elf Jahre, Respekt! Und Respekt, dass du uns Neulingen hilfst!
Da dies ein offener Bereich ist, kann ich nicht detailliert schreiben, was ich arbeite. Aber glaub mir, ich komme da nicht raus. An diesem Anlass muss ich repräsentativ dabei sein. Das findet am Samstag statt. Die Familienfeier am Sonntag ist easy, dort hatte ich höchstens früher etwas getrunken, um es auszuhalten. Aber meistens war ich Fahrerin.
Ich werde nichts trinken, aber die Situation wird schwierig werden, weil dort beim Fest die Post abgehen wird. Wahnsinn, wo überall der Alkohol völlig normal ist.
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