Dulcinella - jahrzehntelang Alkoholikerin, nun will ich frei sein

  • Jetzt fällt mir noch ein, ich hab noch 2 Süchte, die sehr eng mit den Saufen verbunden sind. Social media Sucht und Rauchen. Ich poste zwar absolut nichts auf social media, aber habe besoffen stundenland X, facebook und Instagram gescrollt. Leider mache ich das noch immer, obwohl mir seit Monaten die Hand weh tut (Maushand!) Und ich dort eigentlich sowiso nichts lese, was ich brauchen kann. Außer Bastel Ideen und Malerei Tips und Tricks. Die sind genial. Der Rest eher nur negativ, besonders X. Auweh auweh.....

  • Hallo Dulcinella

    Mit sich selbst allein auszukommen,mit sich selbst allein zu sein ist anfangs für mich auch schwierig gewesen.

    Die Tagesstruktur bestimme ich schon lange selbst und zwar wie sie mir gefällt. Durch meinen Hund ist das leichter. FB oder ähnliche Kanäle sind keine erfüllende Optionen. Gelöscht.

    Dort kann ich wohl in anderer Leute leben reinschauen und angucken was die Welt so treibt. Was bringt mir das? Nix.

    Also überlege ich täglich:was mache ich heute, was tut mir gut,was möchte ich erledigen, und vorallem was koche ich ,oder koche ich überhaupt.

    Saufgedanken kommen nicht mehr auf,warum auch.ich trinke keinen Alkohol (mehr)Basta.

    Das blocken solcher Gedanken ist routine geworden.

    Am Anfang ist das nicht leicht, aber steter Tropfen etc.

    Tag für Tag, Woche für Woche,Monat für Monat

    Hier im Forum zu lesen gehört mit zum Tagesgeschäft.Das trockene Leben von vielen zeigt wo Möglichkeiten für mich liegen. Gibt Anregungen oder auch nur das Gefühl:du bist nicht allein

    LG Bolle

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Mit sich selbst allein auszukommen,mit sich selbst allein zu sein ist anfangs für mich auch schwierig gewesen.

    Die Tagesstruktur bestimme ich schon lange selbst und zwar wie sie mir gefällt. Durch meinen Hund ist das leichter. FB oder ähnliche Kanäle sind keine erfüllende Optionen. Gelöscht.

    Hallo Bolle, stimmt. Ich lebe ja eigentlich schon fast immer allein. Bin es also gewöhnt, aber natürlich ist man als single eben auch meistens allein. Was ja besser ist, als in einer schlechten Beziehung. In Wahrheit macht die Sauferei einsam. Wenn man alleine trinkt will man ja eher nicht unter die Menschen. Ist ja eher peinlich mit einer Weinfahne. Ich habe schon mehrere Treffen absagen müssen da zu verkatert. Und dann beschweren weil einsam? Das Wochenende wird jedenfalls nüchtern und gesellig. Morgen Bastelrunde 1, Sonntag Bastelrunde 2.
    Und ja, die social media Sucht gehört auch eingedämmt. Zumindestens hab ich diese apps nicht am Handy. Ich lese nur am PC. Ich sollte mich überall abmelden außer auf Instagram, dort sehe ich nur brauchbare Maltips, Heimerwerkertips und Bastelideen. Das ist positiv und brauchbar. facebook und X sind Zeitverschwenung.

  • Hast du mal darüber nachgedacht dir ein Haustier zuzulegen?

    Ich bin zwar auch alleine, aber nicht einsam.

    Maja, mein 🐕 ist immer da.Sie gestaltet meinen tagesablauf mit und "zwingt " mich raus aus der Bude in den Wald. Tut gut.

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Heute hat ein Freund angerufen ob ich am Abend zu einem Kabarett im Park gehen will. Sofort im Hinterkopf das alte Muster: am Abend? Da bin ich doch völlig besoffen und fahruntauglich und hocke nur mehr vorm PC oder vorm TV. Juhu, heute nicht. So viel zur alkoholisierten Einsamkeit. Wer immer fahrtauglich ist, ist gleich weniger einsam!

  • Hi und willkommen!

    Hast du vor, dort hinzugehen? Dort könnte Alkohol um dich herum getrunken werden, das könnte dein Suchthirn triggern.

    LG, Hera

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Hallo Dulcinella

    Ich kann verstehen, dass du denkst du könntest dorthin, nüchtern wegen Autofahren, in Gesellschaft usw.

    Dort wirst du Alkohol sehen und riechen, wir empfehlen anfangs immer solche Gelegenheiten zu meiden. Mir hat das selbst sehr geholfen.

    Dein Suchtgedächnis wird wahrscheinlich darauf reagieren. Pass gut auf dich auf.

    Lg Nika

  • Dann bringen die Leute was mit und das siehst du dann auch. Das ist ein Teil der Grundbausteine, die dir dabei helfen können, eine stabile Abstinenz aufzubauen. Vor allem im ersten Jahr.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Ich vermeide alle Risiken.

    Das hast du eingangs geschrieben. Auch, dass du nur zuhause getrunken hast. Trigger können nachwirken, also dann zuschlagen, wenn du wieder zuhause bist oder auch Tage(lang) danach. Wir können dir hier nur aufzeigen, was ein sicherer Weg ist, gehen musst du ihn alleine.

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • dann muß ich das "ich vermeide alle Risiken" entschärfen. Damit meinte ich Treffen wo es nur ums Saufen geht, wie z.B. Grillfeste. Aber alle Risiken sind nicht zu vermeiden. Dann könnte man ja nicht einmal an den See schwimmen gehen, auch dort gibt es Alkohol. Und zur Anekdote: ich war zum Frühstück bei einer Dame aus der Malgruppe eingeladen. Fragt die Gastgeberin plötzlich ob jemand einen Wein will. Um 9 Uhr 30 in der Früh! Es wollte niemand. Sie hat dann um 10 Uhr noch einmal gefragt ob denn wirklich niemand einen Wein will. Die Flasche wurde nie rausgeholt, ich habe sie also nicht gesehen, aber die Frage allein war ein unvorhersehbarer kleiner Trigger. Also, man kann nicht alles vermeiden und nirgens mehr hin, nicht einmal zu einem Frühstück. Wie soll das funktionieren, ohne das Haus nicht mehr zu verlassen, was dann sehr ungesund wäre, weil wir soziale Lebenwesen sind.

  • Nur damit es keine Missverständnisse gibt: in den Grundbausteinen steht "Orte und Situationen, die mit Alkohol verbunden sind, sollten gemieden werden." und nicht "Orte und Situationen, in denen es auch Alkohol gibt, sollten gemieden werden." Ersteres ist logisch, zweiteres wäre fast unmöglich. Ich würde ein Kabarett in einem Park nicht zu einem Ort, der mit Alkohol verbunden ist zählen. Daher hat es mich gewundert, warum ich dort nicht hingehen sollte.

  • und nicht "Orte und Situationen, in denen es auch Alkohol gibt, sollten gemieden werden.

    Nach ein, zwei Experimenten habe ich auch diese Orte erstmal gemieden, denn auf die Begleiterscheinungen konnte ich bestens verzichten.

    Du wirst es herausfinden, Dulcinella und wenn du heute gehst ist es deine Entscheidung und du brauchst dich dafür hier vor niemandem rechtfertigen. Jeder ist anders, die Grundbausteine sind "ein" risikoarmer Weg, der sich bewährt hat.

    Pass auf dich auf.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich bin in meiner Anfangszeit in Urlaub und hab das auch nicht direkt mit Alkohol verbunden. Also diesen speziellen Ort. Ich hab alle Warnungen in den Wind geschlagen und ich hab überall nur Alkohol wahrgenommen. Das hat auch zu Streit mit meiner Familie geführt, weil ich so darauf fokussiert war. Mein Umfeld hat ja ganz normal weitergelebt und ich hatte da auch nichts zu melden, aber ich war der Meinung, alle sollen jetzt ohne sein. Jedes Bier hab ich gezählt, dass um mich herum getrunken wurde und ich war nur noch gereizt. Ich wurde zum Glück nicht rückfällig, aber es hat mir zu Denken gegeben. Inzwischen kann ich damit besser umgehen, aber es gibt Orte, Situationen und Menschen, die ich immer noch meide bzw. hab ich sie aus meinem Leben gestrichen. Es fühlt sich auch schon lange nicht mehr nach Verzicht an, es ist einfach mein Weg des Selbstschutzes und zwar ohne, dass ich soziale Einbußen habe - die haben sich nur geändert. Und das funktioniert seit über vier Jahren gut.

    Lieber Gruß

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

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