Pinguin - Boden unter den Füßen weggerissen

  • Fühlt euch also besser nicht zu sicher, nur weil Euch der Alk nicht mehr schmeckt. Es gibt noch genügend andere Suchtgefahren, wenn das Thema Selbstfürsorge vernachlässigt wird.

    Von meiner Seite aus habe ich auf die Frage geantwortet, für mich ohne Wertung. Mir ist bewusst, dass es prinzipiell jeden treffen kann, also, allgemein Sucht. Ich hatte früher auch eine Freundin, die sich fast zu Tode gehungert hat.

  • Guten Morgen,

    Oh man jeden Morgen das gleiche; Übelkeit, Motivationslos, ängstlich und Gedankenkarussell. Ehrlich wir als Co-Abhängige machen doch auch einen Entzug durch bei einer Trennung. Und ich glaube das muss ich mir ganz klar sagen. Ich mache drei Kreuze, wenn es endlich anders wird.

    Hatte heute die wildesten Träume von meinem Nochehemann. Das ist sooo anstrengend. Eigentlich sollte ich doch wissen, dass es richtig ist. Aber irgendwas in mir sträubt sich noch so. Ich geh mir teilweise selber auf die Nerven.

    Ich wäre gerne schon 10 Schritte weiter.

    Heute geht's wieder nach Hause von meinen Eltern. Vll ist es auch das. Aus dem Geschützen Rahmen raus.

  • Du machst dich aber auch selber fertig, es ist doch überhaupt noch nichts passiert. Steiger dich nicht irgendwo rein, wo nichts ist. Ihr lebt noch zusammen, geht damit ( zumindest du) professionell und etwas rationaler um.
    Und nein du machst keinen Entzug durch, du bist nicht süchtig.
    Allerdings bist du so durch den Wind, du kannst im Grunde keine rationalen Entscheidungen treffen bzgl. dich, deiner Kinder oder eurer Zukunft. Du bist noch nicht soweit, du hast noch nicht innerlich gekündigt.

  • Ja irgendwie hast du ja schon Recht. Ich Male mir dann immer das worst Case Szenario aus.

    Wir sind wieder zu Hause. Der Druck auf der Brust ist wieder etwas größer. Die Kinder sind unten bei ihm. Ich versuche irgendwas zu machen im mih abzulenken.

    Vorhin wollten sie nicht mit ihm telefonieren. Hatte sie extra beide gefragt. Es fühlt sich halt blöd an, weil ich viele Momente nur mit den Kindern alleine gemeistert habe. Der einwöchige Urlaub jetzt, wenn Familie zum Essen eingeladen hat, was richtig letztens oft alleine mit den Kids. Fußballspiele oder Ausflüge würden nicht mitgemacht. Ich bin's gewohnt alles alleine zu wuppen und die Kinder um mich rum zu haben.

    Es fühlt sich für mich einfach unfassbar komisch an. Ein Teil will sie gar nicht runter schicken und der andere Teil weiß, dass ich damit den Kindern nichts Gutes tue. Es ist so schwer.

  • Ja irgendwie hast du ja schon Recht. Ich Male mir dann immer das worst Case Szenario aus.

    Wir sind wieder zu Hause. Der Druck auf der Brust ist wieder etwas größer. Die Kinder sind unten bei ihm. Ich versuche irgendwas zu machen im mih abzulenken.

    Vorhin wollten sie nicht mit ihm telefonieren. Hatte sie extra beide gefragt. Es fühlt sich halt blöd an, weil ich viele Momente nur mit den Kindern alleine gemeistert habe. Der einwöchige Urlaub jetzt, wenn Familie zum Essen eingeladen hat, was richtig letztens oft alleine mit den Kids. Fußballspiele oder Ausflüge würden nicht mitgemacht. Ich bin's gewohnt alles alleine zu wuppen und die Kinder um mich rum zu haben.

    Es fühlt sich für mich einfach unfassbar komisch an. Ein Teil will sie gar nicht runter schicken und der andere Teil weiß, dass ich damit den Kindern nichts Gutes tue. Es ist so schwer.


    Kenn ich. War bei mir genauso.

    Habe alles alleine gemacht. Null Interesse an den Kindern oder am Familienleben gehabt. Eine Einstellung wie aus dem Mittelalter, er geht ja arbeiten was ich eigentlich will :S

    Wenn es dann doch mal gemeinsam Ausflüge gab, hat er jedes Mal eine Laune geschoben. :rolleyes:
    Wenn er mal abends auf die Kinder aufpassen musste, wurde ich nach 20 Minuten angerufen weil er überfordert war :S


    Das fühlt sich jetzt komisch an, Aber du kannst hoffen dass es nach der Trennung anders wird und er sich kümmert. Versuch es positiv zu sehen: die Kinder werden einen Papa haben der sich bemühen und anstrengen muss, und du wirst auch etwas wertvolles davon haben, wenn er sie hat: Zeit für DICH <3


    Ist am Anfang komisch und gewöhnungsbedürftig und natürlich wirst du die ersten Paar Male betend zuhause sitzen und hoffen das alles gut geht. Vielleicht wird es auch nicht gut gehen. Manche Väter interessieren sich nicht mehr für die Kinder (tun mir die Kinder und die Mutter leid)


    Bei uns hat’s geklappt. Ich bin immer noch überrascht. Habe ihm das ehrlich gesagt nicht zugetraut.
    Meine Kinder gehen gerne zum Papa, freuen sich immer, kommen glücklich zurück und quatschen mir die Ohren voll wie toll das Wochenende war. Und ich hab wieder Zeit für Dinge, die ich vorher jahrelang nicht machen konnte und auch einfach mal RUHE. Mit der Zeit kann man das tatsächlich genießen, wenn sie weg sind.

    Einmal editiert, zuletzt von orangeblau (30. August 2026 um 19:42)

  • Naja so schlimm war es bei uns nicht. Nach jahrelangem meckern und älter werden der Kinder konnte er sich schon mit den Kindern beschäftigen. Gesellschaftsspiele spielen, Pokemon-Karten angucken, sowas.

    Die sind ja mittlerweile in einem Alter wo es geht. Mit dem ferngesteuerten Autos fahren usw. Jetzt klingst wieder als hätte ich echt auf hohem Niveau gemeckert 🙈 er hat halt meistens erst abends getrunken. Das sind die Momente wo ich die Schuld bei mir suche.

    Jetzt zockt er und ich denke mir nur, es sollte mir egal sein. Ich konnte den Gedanken z.b. wegschieben. Aber der erste kurze Gedanke war. Jetzt hat er endlich Ruhe und kann machen was er will, während ich mit den Kids auf dem Sofa kuschel und etwas zum Abschluss anschauen. Davor noch beide Bettfertig gemacht habe etwas Ordnung geschaffen habe usw.

    Aber ich bin stolz auf mich, dass der Gedanke mich nicht mehr so krass wie früher beschäftigt. Ich bin froh, dass ich mir die Hilfe geholt habe und regelmäßig zur Therapie gehe.

    Habe jetzt zwei Bilderbücher zum Thema Scheidung und Sichtmonster gekauft. Dann habe ich was für die Kinder zur Hand, falls nötig.

  • Bezüglich deiner Sorge um die Kinder:


    Ich glaube es ist ein Irrglaube, dass Kinder mit einer Trennung nicht umgehen können.

    In der Regel haben die längst gemerkt, dass etwas nicht stimmt, obwohl sich Eltern gerne einbilden, dass sie das nicht tun.

    Lieber den Kindern vorleben, dass man sich trennen DARF, wenn man sich nicht mehr wohl fühlt und man aus Krisen gestärkt hervorgehen kann, statt ihnen eine beschissene Beziehung vorzuleben. Niemals die Kinder als Grund heranziehen um zu bleiben.

    Ließ mal bei den EKA was es mit Kindern macht die in einem Haushalt mit einem Alkoholiker aufwachsen. entweder wird man selbst einer, oder man wird ein Co. Beides Scheiße und nichts was man den eigenen Kindern wünscht.


    Meine älteres Kind war 5 Jahre alt. Sie hat die Trennung sofort akzeptiert und gesagt, dass sie es gut findet. Mit FÜNF!!!

  • Ja stimmt auch wieder meinen Tochter ist auch lieber bei mir. Und sagt sowas wie " so viel hat sich nicht geändert, der Papa ist ja eh nicht so oft da oder kommt nicht mit."

    Ich glaube ich falle in dieses Muster der CO-Abhängigkeit weil mein Papa auch ein Alkoholproblem hat. Vll nicht so heftig wie mein Mann, dafür ist mein Vater sehr ungeduldig, teils aggressiv, wenn es nicht läuft wie er will und sehr stur. (Er hat in seinem Leben sehr viel erlebt und hat sich nie Hilfe geholt.) Heißt ich glaube ich kann mich teils als EKA sehen. Auch wenn es bei meinem Papa erst spät angefangen hat. Aber ich glaube meine Mutter wäre glücklicher, wenn sie alleine wäre.

    Ich muss geduldiger werden und mir mehr Zeit geben.

    Es gibt jetzt schon Momente wo ich viel entspannter bin. Das ist doch ein Zeichen oder nicht?!

  • Ja stimmt auch wieder meinen Tochter ist auch lieber bei mir. Und sagt sowas wie " so viel hat sich nicht geändert, der Papa ist ja eh nicht so oft da oder kommt nicht mit."

    Ich glaube ich falle in dieses Muster der CO-Abhängigkeit weil mein Papa auch ein Alkoholproblem hat. Vll nicht so heftig wie mein Mann, dafür ist mein Vater sehr ungeduldig, teils aggressiv, wenn es nicht läuft wie er will und sehr stur. (Er hat in seinem Leben sehr viel erlebt und hat sich nie Hilfe geholt.) Heißt ich glaube ich kann mich teils als EKA sehen. Auch wenn es bei meinem Papa erst spät angefangen hat. Aber ich glaube meine Mutter wäre glücklicher, wenn sie alleine wäre.

    Ich muss geduldiger werden und mir mehr Zeit geben.

    Es gibt jetzt schon Momente wo ich viel entspannter bin. Das ist doch ein Zeichen oder nicht?!


    das hat meine Tochter damals auch gesagt. Der Papa war am Ende so wenig präsent.

    An unserem Alltag hate sich nichts verändert, außer dass die Stimmung zuhause viel besser wurde, Stress und Streit verschwunden sind. Ich bin allerdings im Haus geblieben und er musste ausziehen. So haben es die Kinder wirklich sehr sehr gut weggesteckt, obwohl ich vorher immer so große Angst hatte und auch dachte, dass ich ihnen den Vater nicht nehmen kann und ewig an meiner Vorstellung von Familie festgehalten hatte.
    Es ist alles ein Prozess.


    Das ist kein Zufall alles, deine Partnerwahl, dein Verhalten und so, natürlich bist du EKA. Ich bin es auch obwohl mein kranker Elternteil schon trocken ist seit ich im Grundschulalter war. Geprägt hat es mich wie man sieht, trotzdem. Das war mir nicht bewusst. Erst 30 Jahre später als ich herausgefunden habe dass mein Partner trinkt, habe ich angefangen über Sucht, meine Geschichte, Prägungen und Muster nachzudenken.

    Es ist alles ein Prozess, gib dir Zeit. Alles Schritt für Schritt und erstmal wichtig, dass du ausziehen kannst.

  • Boah mir geht's richtig beschissen. Immer wenn ich denke es geht mir besser kommt meine Nochehemann um die Ecke.

    Er dachte nicht das wir soweit kommen würde (Lachsmiley). Er möchte, dass ich die Wohnung jetzt schon kündige und dann habe ich ja noch 3 Monate zum suchen. Er hat beim Jugendamt angerufen wegen Kindesunterhalt. Er hat bei der Vermieterin angerufen und ihr gesagt dass die Zahlungen später kommen und es dann zwei Zahlungen geben wird. Er will mich ja nicht in den Ruin treiben, aber wir müssen das klären. Er weiß, dass ich mit ihm nicht reden will, aber wir müssen Sachen klären. Die Vermieterin kommt demnächst und dann reden wir über den Gemeinschaftsgarten. Und am Wochenende will er die Kinder einen Tag.


    Alles in mir schreit gerade. Ich wünschte ich hätte morgen eine eigene Wohnung und könnte kündigen. Ich wünsche ich wäre hier weg.

    So blöd wie ich vorhin war dachte ich noch wer weiß vll entwickelt sich alles ja noch positiv. Aber ich wäre so blöd wenn ihr es nochmals versuchen würde.


    Ich fühle mich gerade komplett verloren. Wie soll ich das nur die nächsten Wochen und Monate schaffen

  • Puh, da legt er jetzt aber ein Tempo vor 😲.

    Wie ist denn eure Wohnsituation? Ist das für euch wirklich besser, wenn ihr auszieht oder wäre es nicht einfacher, er sucht sich was neues? Komm bitte bloß nicht auf die Idee, die Wohnung zu kündigen, bis du was neues unterschrieben hast. Was ist das überhaupt für eine absurde Forderung??

    Warst du nicht auch schon beim Anwalt wegen der finanziellen Angelegenheiten, dann müsste der doch den Unterhalt berechnen? Auch wegen des Umgangs und Sorgerechts kannst du dich beim Anwalt beraten lassen, welches Modell schwebt dir denn vor?

    Versuch dich am besten auf die konkreten Dinge zu konzentrieren, die du jetzt akut erledigen oder anleihern kannst. Das wird sicher unfassbar hart werden die nächsten Wochen, am besten denkst du erstmal von Tag zu Tag.

  • Hallo Pinguin,

    du hattest letztens doch einen Anwaltstermin, was ist denn dabei rausgekommen?

    Er macht ganz schön Druck, anscheinend möchte er was vorantreiben. Ist ja auch sinnvoll. Hast du denn weiter nach Wohnungen geguckt?

    Lieber Gruß Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Ich habe ihm gesagt ich werde erst kündigen, wenn ich was neues habe. Der Wohnungsmarkt ist halt echt beschissen. Ich habe alles aktuelle angeschrieben. Ich hab gerade so Angst. Für mich alleine ist die Miete zu hoch. Für den Übergang würde es gehen. Ich meinte auch wenn ich eine Wohnung habe könne wir kündigen er könnte doch solange zu seiner Mutter. Dann meinte er nur ich kann doch auch solange zu meinen Eltern. Das geht aber nicht, dort wohnt mein Bruder, der steckt gerade selbst in der Scheidung. Und wir sind zu dritt. Er nur alleine.

    (Weiter Inhalte gelöscht!)

    Ich bin mental und emotional echt unten. Ja am liebsten würde ich zu meinen Eltern ziehen. Aber wie. Die haben kaum noch Platz. Ich brauche dringend eine Wohnung. Ich brauche ein Wunder.

    Einmal editiert, zuletzt von Pinguin (31. August 2026 um 13:56)

  • Ich hatte ihm vorgeschlagen, dass er erstmal die Wohnung weiterhin zahlt und dafür kein Unterhalt, bis wir es geklärt haben. Das will er aber anscheinend nicht.

    Ja er will mich so schnell wie möglich loswerden . Die Kinder will er am Wochenende sehen

  • Puh es ist echt heftig, was du gerade durch machst. Irgendwann wird wieder Ruhe einkehren. Lass dich nicht unter Druck setzen von ihm, es ist alles schon schwierig genug. Vielleicht kannst du dir trotz der schwierigen Situation ein bisschen Zeit für dich nehmen, ob nun mit oder ohne Kinder, aber einfach um mal raus zu kommen aus diesem Gedankenkarussel und um deinem Nervensystem mal eine Auszeit zu gönnen. Irgendwas Schönes machen, wobei du auf andere Gedanken kommst.

  • Wegen des Wiedererkennungswerts nochmal deutlich.

    Alles, was im offenen Bereich geschrieben wird, kann im ganzen Internet gelesen werden. Deswegen sollte man dort so wenig Details wie möglich preisgeben.

    Man sollte im Hinterkopf behalten, dass es sich um ein Sucht- und Co‑Abhängigkeitsforum handelt. Der Hauptfokus liegt genau darauf, nicht auf vollständigen Lebensgeschichten oder identifizierbaren Informationen.

    Bitte darauf achten.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Für sowas gibt es Recht und Gesetz und Fachleute, die sich damit auskennen, neben Anwälten z. B. Beratungsstellen für Frauen in Deiner Situation.

    Da kann er viel wollen - ignorieren und in allen Richtungen nach Hilfe suchen, dann schaffst Du Dir Dein eigenes Wunder. Nur Mut!

  • Kann ich in den geschlossenen Bereich?

    Schau mal, da stehen die Voraussetzungen, und wenn sie passen, erst dann bei einem Moderator per PN melden.

    Zitat

    Anforderungen für den Zugang zu den geschützten Bereichen

    Wir behandeln mit dem Thema Alkoholsucht ein ausgesprochen sensibles Thema und bieten mit den geschützten Bereichen die Möglichkeit eines vertraulichen Austausches, abgeschirmt von den allgemein einsehbaren Bereichen. Eine Bewerbung an einen Moderator für den geschützten Bereich wird erst nach einer mindestens vierwöchigen Zugehörigkeit im Forum bearbeitet.

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    • eine engagierte Mitwirkung in den offenen Bereichen
    • im geschützten Bereich einen Thread eröffnen - z. B. ein Tagebuch
    • die Pflege eines eigenen Threads
    • bei Alkoholikern zudem eine stabile Abstinenz

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    Gruß Hartmut

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