Meine Tochter (36) ist in Behandlung mit Depressionen und sie ist Alkoholikerin. Nach dem sie mehrmals Betrunken mit meinem von mir (65) überlassen Auto gefahren ist habe ich ihr die Schlüssel weggenommen. Jetzt ist sie sauer auf mich. War es falsch von mir? Ich habe ihr angeboten ich fahre sie überall hin wo sie hin muss. Aber sie nimmt mein Angebot nicht an. Bis dahin hatten wir ein gutes Verhältnis.
taichiller - Auto Entzug
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Nein. Ich beglückwünsche dich zu diesem Schritt.
Damit verhinderst du hoffentlich viel Leid.
Ein guter Freund unserer Tochter hat erst vor kurzem trotz Warnungen eine Alkoholfahrt mit großen gesundheitlichen Einbußen bezahlt. Zum Glück sind nicht noch andere mitbetroffen.
Ich finde es richtig gut, dass du es gemacht hast, zumal das Auto auch auf dich läuft.
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Hallo Simsalabim, vielen Dank für das Feedback. Vielleicht hat noch wer Erfahrung wie in so einem Fall die Beziehung wieder i. O. Kommen kann
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Ich finde das vollkommen richtig von dir. Stell dir vor, sie hätte einen Unfall gebaut und ihr selbst und/ oder anderen wäre etwas Schlimmes passiert. Du wärst doch deines Lebens nicht mehr froh geworden.
Wie du das mit ihr in Ordnung bringen kannst, weiß ich nicht. Bleib aber auf jeden Fall bei deinem Standpunkt, in dem du ihr sagst, dass es zu gefährlich ist, unter Alkoholeinfluss zu fahren und dass sie es selbst in der Hand hat, trocken zu werden. Am besten diskutierst du möglichst wenig mit ihr darüber. Ich hab hier schon mehrfach gelesen "Nein." ist ein ganzer Satz.
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Hallo taichiller,
Herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Es ist richtig, dass du ihr den Schlüssel abgenommen hast, und transportieren solltest du sie nicht. Dann spürt sie keinerlei Konsequenzen. Sie ist erwachsen und kann öffentliche Verkehrsmittel benutzen.
Es ist gut, dass du jetzt an dich denken willst, damit es dir besser geht.Wenn du dich hier austauschen willst, klicke unten auf den Link, schreib kurz etwas dazu.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Dann schalten wir dich für den Austausch frei.LG Morgenrot
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Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, taichiller.
Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.
Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)
Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.
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Hallo und willkommen, taichiller

Ich schließe mich den anderen an: Nein, es war nicht falsch von dir, ihr die Schlüssel abzunehmen, ganz im Gegenteil. Betrunken Autofahren ist immer eine Gefahr für sich und andere, egal wie sehr der Fahrer / die Fahrerin davon überzeugt ist, alles unter Kontrolle zu haben "trotz ein oder zweier Drinks, bisher sei ja auch noch nichts passiert". Das sind Denkfallen bei Alkoholabhängigen und deine Tochter steckt da offenbar mittendrin. Dann ist sie möglicherweise nicht in der Lage, deine wahren Absichten hinter deiner Tat zu erkennen.
Hast du ihr gesagt, warum du ihr die Schlüssel weggenommen hast?
Liebe Grüße von Teddy

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Hallo Teddy, natürlich habe ich ihr gesagt daß es zu ihrem Schutz und auch zum Schutz anderer ist . Aber sie ist momentan der Ansicht alle würden sich gegen sie verschwören weil sie alles falsch macht. Bisher bin ich der einzige gewesen dem sie noch vertraut hat. Natürlich bin jetzt ausgerechnet ich den Weg gegangen. Ich hätte natürlich die Polizei verständigen können sowie ein Kollege bei seiner Frau. Aber ich denke man sollte solche Entscheidungen selber treffen auch wenn es schwerer ist
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Nasse Alkoholoker suhlen sich nicht selten gern im "Ich-Arme-Sau-Modus" - da muss man ja trinken , wie soll man die Ungerechtigkeit der Welt sonst aushalten...schreibe ich als trockene Alkoholikerin.
Willkommen!
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Problem ist bei ihr sie ist in erster Linie an Depressionen erkrankt und zusätzlich kommt der Alkohol als kurzweilige Therapie hinzu. Nach einem Klinikaufenthalt war sie ja schon mal 9 Monate trocken
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Auch eine Denkfalle von Alkoholabhängigen, in der ich selbst zu oft festsaß (und manchmal immer noch festsitze): Alle Welt ist gegen mich. Das ist die Sucht, die sich selbst verteidigt. Raus kommt deine Tochter da nur, wenn sie bereit ist, sich helfen zu lassen und an sich zu arbeiten. Du sagst ja selbst, sie geht bereits zur Therapie. Da kann man nur hoffen, dass sie ihren Weg findet. Was du tun kannst: Zeige ihr, dass du für sie da bist, ganz ohne Vorwurfshaltung, und vor allem: Sorge gut für dich selbst.
Viel Kraft! Teddy 🙂
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in erster Linie an Depressionen erkrankt
Alkohol verstärkt vorhandene Depressionen und ruft Depressionen hervor.
Meine nasse Zeit war meine traurigste Zeit, das habe ich schon oft geschrieben.
Das kann man nur stoppen, wenn man mit der Abstinenz startet, erst dann kann es voran gehen.
Aber niemand kann einen Alkoholiker "bekehren", wenn muss das aus einem selbst kommen, dass man abstinent leben will.
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So bin ich auch in die Sucht gerutscht - weil ich lange Zeit mehr Angst vor Antidepressiva als vor einem "Feierabendbier" hatte (das mit der Zeit immer mehr wurde).
Und als ich endlich bereit für Tabletten und Therapie war, hab ich mich gewundert, dass es nicht richtig half.
Ich wusste, bis ich vor drei Jahren hierherfand, nicht, dass der Alk die Wirksamkeit der Behandlung reduziert oder sogar Depressionen auslösen kann.
Lebt sie denn bei Dir und von Deinem Geld?
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Sie lebt mit ihrem Mann im Haus und geht noch arbeiten. Ich denke wenn ich mir so Schicksale in den Foren anschaue, ist sie noch am Anfang. Aber je früher der Kampf beginnt je besser. Wir möchten ihr helfen und wissen nicht ob es für den Prozess förderlich war.
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