• Hallo, ich bin weiblich, 60 Jahre alt und habe mich vor 8 Monaten von meinem alkoholkranken Partner getrennt. 5 Liter Bier abends, zunehmende Distanz und emotionale Abwesenheit habe ich erlebt. Vor 8 Monaten wurde ich verbal bedroht und aus dem Haus geworfen.

    Ich fühle mich meiner Lebensjahre beraubt, da er im Alltag funktioniert versteht das soziale Umfeld nicht, was ich durchgemacht habe...

    Ich habe jetzt neue Wohnung, neuen Job und alles wieder im Lot jedoch fühle ich mich sehr hintergangen, emotional sehr ausgelaugt und ich hinterfrage mich täglich, ob ich nicht das Problem sei...

    Hat jemand nach der Trennung ähnliches erlebt?

    Danke für die vielen Antworten Aha ☀️

  • Guten Morgen Aha und herzlich willkommen.

    Ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen, schreibe bitte die ersten 4 Wochen hier aber noch nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, erkennbar an den roten Nicknamen.


    Ich habe nach der Trennung auch anfänglich noch immer wieder gedacht, dass ich ja auch schuldig an vielem gewesen wäre, in Situationen anders hätte reagieren sollen, nicht so böse zu ihm hätte sein sollen usw. Aber schlussendlich waren und sind meine Gedanken so dass ich sehe, seine Sucht und sein Verhalten hatten mein Leben massiv beeinflusst.

    Ich war nicht glücklich, er wurde immer übergriffiger. Egal ob ich nett zu ihm war oder böse. Ich hatte viele Jahre alles probiert um ihn vom Alkohol weg zu bekommen. Hab mehr und mehr unser Leben versucht am Laufen zu halten. Was hätte ich denn NOCH machen müssen. Inzwischen war ich psychisch krank geworden und hatte auch körperliche Beschwerden von all dem.

    Das Problem war nicht ich und auch du bist es nicht. Das Problem ist die Sucht und das, was sie mit dem Menschen macht der sie nicht stoppen will oder kann.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Aha,

    ich dachte auch lange Zeit, wenn ich mich nur genug bemühe, dann wird er es irgendwann schon schaffen, aufzuhören und wir werden dann endlich eine glückliche ruhige Zeit zusammen haben.

    Hat nicht geklappt, ich stand diesen Sommer kurz vor einem Burnout und seit ich mich nun vor knapp 5 Wochen getrennt habe, geht es mir wesentlich besser... Trotz aller Bürokratie, die so eine Trennung mit sich bringt und aller emotionaler Trauer...

    Such den Fehler bitte nicht bei dir. Wir können nichts dafür und müssen uns nicht sagen lassen, dass es an uns lag...

  • Nachtrag, ich habe das Thema Alkohol mehals mit ihm besprochen und er antwortete oft, dass er wisse, dass er ein Alkoholiker sei und er sogar stolz darauf sein da er im Alltag immer noch gut funktionieren würde. Diese Aussage stimmt ja auch, aber die Wesens Veränderungen ab 16.00 die ich erlebt habe waren krass. Gespräche eskalierten, emotionaler Rückzug und vieles mehr. Ich hinterfrage mich Tag und Nacht ob ich zu empfindlich reagiert habe und ob ich es dramatisiert habe. Aber ich weiss, dass ein Rauswurf aus dem Haus mit einer Androhung von Gewalt stattgefunden haben und ich diese Zeichen ernst nehmen musste um mich an erste Stelle zu stellen. Er streitet die Eskalation ab und unterstellt mir, dass ich lügen würde. Dies ist für mich, nachdem ich das alles erlebt habe, das Schlimmste überhaupt.

    Ich wollte dies noch teilen, vielleicht erkennt sich auch jemand anderes in meinem Erleben?

    Danke fürs Lesen.

    Aha

  • Linde66 21. Oktober 2026 um 19:33

    Hat den Titel des Themas von „Antonella - Trennung“ zu „Aha - Trennung“ geändert.

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!