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  • Der Alkoholiker muss den Alkohol stehen lassen, der Co-Abhängige einen Menschen! Einen kranken Menschen, den er liebt bzw. geliebt hat. Oft mehr als sich selbst!!! Leider! Das ist ja gerade das Krankheitsbild des Co-Abhängigen.

    Das hast du genau auf den Punkt gebracht!

    Das alles soll keine Rechtfertigung sein, sondern eine Erklärung. Wenn der Co-Anhängige es schafft ein wenig die Perspektive zu wechseln, sieht auch er, wie irrsinnig selbstzerstörerisch sein eigenes Verhalten ist. Aber das ist wirklich richtig harte Arbeit und für viele wesentlich schwieriger als einfach „zu gehen“ und hat -wie gesagt - aus meiner Sicht oft nur am Rande mit wirtschaftlichen Aspekten zu tun.

    Genau so sieht es aus.

  • die Zitate sind irrtümlich bei mir gelandet, anstatt bei Lana.

    Wenn ich nachher meinen Laptop zur Hand habe, kann ich den Beitrag an die richtige Stelle verschieben :)

    Liebe Cadda, die Zitate beziehen sich auf ein Statement in deinem Faden. Eine Reaktion auf Hartmut zum Punkt, ob man Abhängigkeit und Co- Abhängigkeit vergleichen kann. Sie sind also eigentlich dort wo sie hingehören. Du musst sie nicht umtopfen 😊 Lieben Gruß!

  • Guten Morgen liebe Cadda,


    gerne würde dich dir meine Bewunderung ausprechen; wie du die letzten Jahre ohne Alkohol gemeistert hast. Es motiviert mich sehr und ich hatte durchweg nur positive Gefühle beim lesen.


    Heute ist mein 8. Tag, wie bei dir am 12 Sep 2017, Als du deinen ersten Post hinterlassen hast.


    Mir gefällt es sehr, wie du das Thema Alkohol betrachtest, dein „einfach“ Umfeld machen lässt, und dich selbst immer wieder positionierst. Ist das eine Art Willensstärke deiner Person?


    Besonders in deinen schwierigen Momenten ist mir aufgefallen, wie stark und entschlossen du bist. Besonders schmunzeln musste ich als du die gewonnene Flasche Wein, deiner Kollegin in die Ratsche gesteckt hast. Ruck-Zuck Thema vom Tisch🤣 gefällt mir!


    Von ganzem Herzen mein Kompliment und ich schaue zu dir hoch, wünsche mir für mich selbst, mir etwas abgucken zu können.


    Auch wenn das nun ohne Kontext ist - Kinder haben ich nicht, aber es interessiert mich dennoch sehr; würde ich dich gerne etwas fragen. Es geht um den Umgang bei dir zu Hause und den Kindern. Du hattest geschrieben; Alkohol verbieten kannst du nicht, eigene Erfahrungen müssen sie selbst machen…. und sensibilisiert sind sie. Ich nehme an, es kam vor; dass getrunken wurde?!


    Meine Frage ist, was geht in dir vor? Kommt Angst auf? Oder kannst du da „cool“ bleiben? Wissen deine Kinder von deinen Erlebnissen? Oder kannst du deine Geschichte da gänzlich raushalten?


    Und zu letzt; dein Weg ist in meinen Augen „makellos“, und auch sehe ich, wie viel Arbeit mit dir selbst and dir selbst damit verbunden war. Wie siehst du das heute mit etwas zeitlichen Abstand?


    Freue mich auf deine Feedback🍀


    Liebst,

    Jean

  • Liebe Cadda, die Zitate beziehen sich auf ein Statement in deinem Faden

    Oh da habe ich tatsächlich was durcheinander bekommen. Natürlich gehört es dann hier her und ich werde nichts „umtopfen“ :saint:


    Hallo Jean,

    vielen Dank!! Ich melde mich später nochmal zurück, wenn ich mein Laptop am Start habe.


    LG Cadda

  • „Der Alkoholiker muss den Alkohol stehen lassen, der Co-Abhängige einen Menschen! Einen kranken Menschen, den er liebt bzw. geliebt hat. Oft mehr als sich selbst!!! Leider! Das ist ja gerade das Krankheitsbild des Co-Abhängigen.“


    Genau das ist der Punkt. Danke!

  • „Der Alkoholiker muss den Alkohol stehen lassen, der Co-Abhängige einen Menschen! Einen kranken Menschen, den er liebt bzw. geliebt hat.

    Wer sagt denn, dass der Alkoholiker den Co nicht liebt, ihn aber stehen lassen muss, weil er in der Sucht gefangen ist?


    Muss nicht jeder mit seinem Krankheitsbild fertig werden? Wie lange hängt davon ab, wie lange er sich in der Opferrolle sieht/ verweilt.


    Was ich nicht der Sucht zuschreiben kann, ist die Tiefe, wie der einzelne Partner den anderen liebt. Es gibt einige Partnerschaften, wo die Liebe einseitig ist.

    Man sollte nur mal den Mut haben, genauer hinzuschauen.

    Gruß Hartmut

    ---------------------


    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Guten Morgen,


    eine Sache beschäftigt mich etwas. Es kommt folgendermaßen rüber:


    "Der Co-Abhängige muss einen geliebten Menschen stehen lassen, der Alkoholiker "nur" die Flasche". So wurde es nicht geschrieben, aber so kommt es rüber und da muss ich als ehemals Co-Abhängige und trockene Alkoholikerin sagen, dass man das NULL, aber auch wirklich NULL miteinander vergleichen kann.

    Hier steht nicht Alkohol vs. Mensch im Vordergrund.


    Ich muss als Alkoholiker zwar theoretisch "nur" den Alkohol stehen lassen, aber dahinter verbirgt sich doch ganz viel Anderes. Alkohol ist ein Stoff, der das Wesen verändert. Hemmungen werden abgelegt, Euphorie/Belohnungsgefühl tritt ein und noch vieles, vieles anderes. Es geht also hier auch um ein GEFÜHL, nicht nur um ein einfaches Getränk, was ich mal eben durch Wasser austauschen kann und fertig. Da steckt schon etwas mehr dahinter.


    Jean:

    Ja, meine Kinder haben einige Dinge miterlebt und ich verschweige oder beschönige auch nichts.

    Sie haben auf Konfirmationen etwas mitgetrunken, wir haben vorher drüber gesprochen und ich war mir sicher, dass sie sich da vorsichtig rantasten, zumal sie immer so genervt über die in ihrem Alter sind, die sich schon so richtig einen reinsaufen.

    Davon, dass sie offensichtlich wirklich vorsichtig waren, mit dem was sie probieren und mit der Menge, konnte ich mich selbst überzeugen, denn ich habe sie von der Feier abgeholt :)


    Es ist erstaunlich, dass viele Klassenkameraden es offensichtlich als normal ansehen, sich jedes Wochenende zu besaufen und wiederum andere Teenager/Jugendliche eher das Interesse am zocken haben, wozu meine gehören. Auch nicht schön, kann auch süchtig machen, dennoch ist es mir lieber, sie hier mit ein paar Kumpels am PC zu sehen, als auf einer Partys volltrunken zu wissen.


    Momentan habe ich das Gefühl, es hält sich noch im Rahmen, denn dadurch, dass sie intensiv Fußball spielen, füllen sie ihre Freizeit ja auch mit anderen Aktivitäten.


    LG Cadda

  • Es geht also hier auch um ein GEFÜHL, nicht nur um ein einfaches Getränk, was ich mal eben durch Wasser austauschen kann und fertig.

    Hallo Cadda,

    ja, es ist nicht zu vergleichen. Im Grunde ist jede Erkrankung nicht zu vergleichen. Wenn es für denjenigen schlimm ist oder zu Einschränkungen kommt....dann ist es ihr/sein LEID!!! Es gibt immer schlimmeres. Ich selbst mag Grundsätzlich keine Vergleiche. Ich glaube die Sucht....egal welche....loszulassen ist immer schlimm.

    Es ist erstaunlich, dass viele Klassenkameraden es offensichtlich als normal ansehen, sich jedes Wochenende zu besaufen

    Ja, genau so ist es......es wird doch als NORMAL angesehen....Selbst ich als Erwachsen muss mich oft erklären warum ich nichts trinke.....verkehrte Welt!!!

  • Viel Erfolg! Toll, dass Du diese ersten Schritte gegangen bist :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    .

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    uuuuuuuuuuuuuups das war ja 2017….

    Also umso mehr Daumen hoch, dass es schon so lange schaffst!


    Ich wünsche mir so sehr, dass mein Partner auch diesen Weg geht. Aber das muß er ja (leider) alleine tun.

    VG

  • Guten Morgen und gleich mal vorweg "Hä? Warum hab ich Eure Beiträge überlesen, Petra und Andrea"? :/



    Selbst ich als Erwachsen muss mich oft erklären warum ich nichts trinke.....verkehrte Welt!!!

    Das ist tatsächliche verkehrte Welt. Aber ich habe in den letzten Jahren tatsächlich erfahren, also ich persönlich durch eigene Erfahrungen oder weil ich hier im Forum so unterschiedliche Varianten lese, dass es einfach auf die unterschiedlichen Kreise ankommt.


    Klar ist es grundsätzlich tatsächlich so, dass es ganz allgemein viel zu sehr dazu gehört, Alkohol zu trinken. Aber in manchen Kreisen halt mehr und in manchen weniger. In meinem wirklich großen Bekanntenkreis von damals sind lange nicht alle Alkoholiker (wenn ich auch inzwischen davon überzeugt bin, dass einige es sind) und trotzdem ist es einfach normal zu trinken. Wenn da jemand nichts trinkt, dann fragt man sich "warum?". Das ist einfach echt schade, viel zu oft stehen bei den Unternehmungen, die dort gemacht werden, Alkohol im Vordergrund.


    Neulich war ich mit meinem Freund, mit dem ich nun erst ein knappes Jahr zusammen bin, bei Leuten von ihm. Er selbst wundert sich übrigens oft über meine Erzählungen. Wo bei ihm in der Vergangenheit "Saufabende mit Kumpels" die absolute Seltenheit waren, ist es bei mir in der Vergangenheit jedes Wochenende der Fall gewesen bzw. auch noch in der Woche dazu.

    Jedenfalls war ich neulich mit ihm bei Freunden von ihm und wir wollten Karten spielen. Diese Leute wussten noch nicht, dass ich kein Alkohol trinkt.

    Ich wurde gefragt, was ich trinken möchte und mir wurden alkoholische Dinge aufgezählt. Ich sagte, "nein danke, ich trinke keinen Alkohol". Jemand fragte "Musst Du noch fahren?" und ich antwortete "Nein, ich trinke grundsätzlich kein Alkohol. Ich vertrage keinen Alkohol, ihr möchtet das auf gar keinen Fall erleben, wenn ich Alkohol trinke, glaubt es mir :mrgreen: ".

    Antwort: "Alles klar. Möchtest Du lieber Selter, Cola, Fanta? Mit Eiswürfel, ohne Eiswürfel?" Fertig war das Thema.


    Bei MIR im Bekanntenkreis hätte jemand nach der Aussage Folgendes gehört:

    "Ach, so schlimm wird das schon nicht gewesen sein. Musst ja nicht so viel trinken. Ach, das würden wir aber doch gern mal sehen, ist bestimmt lustig" oder, oder, oder....


    Da ist der Unterschied in unterschiedlichen Kreisen extrem groß.


    Ich muss allerdings dazu sagen, dass die Leute in meinem Bekanntenkreis MIR gegenüber so auf gar keinen Fall reagieren würde, weil sie wissen, dass ich trockene Alkoholikerin bin. Ich habe HiER in meinem Umfeld bei allen mit offenen Karten gespielt. Da hab ich nicht wie oben geantwortet, dass ich "Alkohol nicht vertrage". Bei passender Gelegenheit, wenn ich noch öfter mit diesen neuen Bekannten zu tun habe und es sich ergibt, dann werde ich denen das auch erzählen. Früher, als ich gerade aufhört zu trinken, hatte ich auch immer das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen und hätte diesen neuen Leuten vermutlich auch gleich am ersten Abend aufs Auge gedrückt "Ich bin abhängig gewesen" oder so was in der Art. Eben WEIL ich es so kenne, dass es nicht ausreicht, einfach nur zu sagen, dass ich keinen Alkohol trinke. Das habe ich mir inzwischen abgewöhnt. Meine Leute um mich herum, meine Familie.... alle wissen es. Aber wenn ich neue Leute kennenlerne, dann muss ich ihnen das nicht direkt erzählen. Nicht weil es mir peinlich ist (wie gesagt, auch bei denen werde ich es bei Gelegenheit sicher noch berichten), sondern weil man einfach nicht immer direkt mit der Tür ins Haus fällt. Sonst würde ein neues Treffen direkt mit einem ernsten Thema beginnen und ich möchte erstmal, wenn ich Menschen nicht kenne auf der Small-Talk-Ebene bleiben um zu gucken, mit wem ich es überhaupt zu tun habe.


    Ja, es ist schon traurig, dass Alkohol so extrem im Vordergrund ist bei manchen. Ich mag so viele von meinen damaligen Bekannten echt gern, aber ich treffe mich nicht mehr in großer Runde mit ihnen. Es gefällt mir nicht mehr. Es gibt einzelne Leute, mit denen ich noch Kontakt habe, aber eben anders. Diejenigen halten bei mir auf der Terrasse Tags über an oder umgekehrt und dann trinken wir nen Kaffee oder ne Cola. Aber wenn die sich abends treffen. Nein Danke.

    Anders wie gesagt bei den Bekannten von meinem Freund. Weil es da einfach anders abläuft. Da wird sich nicht zum Karten spielen getroffen, um zu saufen, sondern.... man soll es kaum glauben... zum Karten spielen ^^


    Anderes Thema:

    Ich wünsche mir so sehr, dass mein Partner auch diesen Weg geht. Aber das muß er ja (leider) alleine tun.

    Als ich aufhörte zu trinken, war ich mit meinem trinkenden Ex zusammen und wünschte mir auch soooooo sehr, dass er auch diesen Weg geht. Mit mir zusammen. Es sah eine Zeit lang auch mal danach aus, aber nein.... Als wir auseinander waren, wünschte ich mir, dass er diesen Weg dann allein geht, wenn er ihn schon nicht mit mir gemeinsam geht.

    Das ist nun fast 5 Jahre her und er ist diesen Weg immer noch nicht gegangen. Ich habe oft gedacht "JETZT wird er seinen Tiefpunkt erreicht haben. JETZT wird er ihn sicherlich gehen". Nein. Ist er nicht und WIRD er auch nicht, das weiß ich inzwischen. Weil ich gelernt habe, dass es Alkoholiker gibt, die ihren Tiefpunkt NIEMALS erreichen.


    Was gibt es noch neues? Muss ja irgendwas geben, weil ich vorhin mit Schrecken gesehen habe, dass ich schon auf Seite 2 gerutscht bin, obwohl ich mir doch fest vorgenommen hatte, auch hier im offenen Bereich regelmäßig zu schreiben.


    Ich bin im Moment zu Hause, weil ich Corona habe/hatte. Die ersten Tage hing ich echt extrem durch. Gliederschmerzen, entsetzliche Halsschmerzen und ein wenig Fieber.

    Inzwischen sind diese Symptome weg, aber ich habe einen fetten Schnupfen.

    Fazit: Corona war/ist bei MIR wie eine fiese Erkältung. Nicht geil, aber mit ein wenig Iboprofen auszuhalten :saint:


    LG Cadda

  • Hallo Cadde,


    ja es kommt auch auf gewisse Kreise an. Z.B in meiner Familie wurde kaum getrunken und es war normal wenn jemand sagte, nein ich möchte kein Glas Sekt zum anstoßen. Bei meinem Mann hingegen wurde man dumm angeschaut.


    Liebe Cadda, dann hoffe ich, dass es ein leichter Verlauf bleibt und sich keine Langzeitfolgen bemerkbar machen.


    Liebe Grüße

    Petra

  • Hallo Cadda,


    Es könnte übrigens sein, dass ich in meinem Tagebuch einige zu persönlichen Dinge herausnehme, also dann bitte nicht wundern. Ich habe hier eine Zeit lang wirklich sehr offen über alles geschrieben, weil ich ja auch in meinem echten Leben wirklich offen mit Allem umgehe.

    Ja, habe ich gemerkt nachdem ich Dein öffentliches Tagebuch seit heute Morgen lese und jetzt alles durch habe.

    Fehlt manchmal was zwischendurch zum ….

    Danke für Dein Schreiben hier im offenen Bereich :love:

    Dein Weg macht Mut, zeigt, dass es gut gehen kann…..mit viel Selbstreflexion und immer wieder genau hinsehen.


    Dagmar, seit 17 Tagen trocken , Alkoholikerin

    Dagmar, EKA - erst wissend davon seit ich hier im Forum die Symptome erlesen habe

    Dagmar, sicher Co-abhängig ( Ex- Partner) gewesen, sicherlich noch immer so fühlend und handelnd

  • Guten Morgen :)


    Ähm, ich hatte gar nichts entfernt bisher :/ vielleicht sind trotzdem Lücken entstanden, weil ich manchmal eine Zeit lang nicht geschrieben habe oder dann ein Thema im geschützten Bereich weiter "bearbeitet" habe und es dann hier zu kurz gekommen ist. Wie dem auch sei, mal wieder Zeit für einen Bericht hier im offenen Bereich :)


    Es geht mir zur Zeit ganz gut. Die Weihnachtszeit hat begonnen, für viele eine Zeit, die extrem mit Alkohol in Verbindung gebracht wird. Nicht nur das, auch setzen viele sich selbst unter Druck, dass man an Weihnachten ja mit der Familie zusammen zu sein hat und Silvester natürlich auch mit Freunden. Einige, die das nicht tun, würden sich ansonsten einsam fühlen. Ich fühle mich nicht einsam. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass meine Jungs noch bei mir wohnen. Ich weiß nicht, wie es wäre, wenn ich z. B. keinen Partner hätte oder meine Kinder schon ausgezogen wären. Ich kann ganz gut allein sein, ich möchte sogar gern öfter mal allein sein. Ich habe z. B. die Möglichkeit, sowohl Weihnachten, als auch Silvester woanders zu sein. Hätte sozusagen mehrere Anlaufstellen, aber ich möchte nicht. Ich möchte einfach mit meinen Kindern zu Hause sein und wenn ich das nicht wäre, würde ich glaube ich trotzdem zu Hause bleiben. Ich habe keine Lust, mich irgendwo dazuzugesellen, weil es sich so gehört oder weil es sonst irgendwie unnormal ist.

    Es wäre sicherlich anders, wenn meine Eltern noch leben würden. Da hätte ich auf jeden Fall das Bedürfnis, sie an Weihnachten zu sehen und mit ihnen einen Abend zu verbringen. Aber so wie es jetzt ist? Nein. Von mir aus gehe ich einfach früh ist Bett.


    Silvester das Gleiche. Wenn meine Jungs da sind, werde ich Mitternacht noch wach sein. Sollten sie Silvester nach dem Essen noch zu Freunden fahren und dort übernachten, dann werde ich Silvester vermutlich schon vor zwölf zu Bett gehen. Mir egal :)


    Ich kann nur Jedem den Rat geben, nicht zu viel Gewicht in das Ganze zu legen. Natürlich ist es schön, wenn es sich ergibt und man die Möglichkeit hat, eine schöne Zeit oder Abend mit der Familie zu verbringen, keine Frage. Ich bin kein Weihnachtsmuffel, ich finde das auch schön. Aber der Druck sollte nicht zu groß sein. Wenn es sich in diesem Jahr nicht ergibt, weil ich keine Lust habe, mich irgendwo hinzugesellen, dann ist das so.


    Ansonsten hat mich in letzter Zeit das Thema verfolgt, wie sehr ich manchen Menschen schon aus der Ferne ansehe, dass sie trinken. Es gab kürzlich zwei Beispiele, wo ich sofort dachte "Der oder die trinkt" und das hat sich dann nach einer kurzen Zeit bestätigt. Ich habe dann immer ein wenig Mitleid, aber auch ein Gefühl von "Meine Güte bin ich froh, dass ich nicht mehr so rumlaufe oder so aussehe". Es sind abschreckende Beispiele für mich, so fies sich das auch anhört.


    Auf der Arbeit geht allmählich das Weihnachtsgeschäft los. Das macht Spaß, die Leute kaufen gern gutes Essen ein in der Adventszeit, kochen offensichtlich gern. Wir merken es bei uns im Laden auf jeden Fall, dass trotz der Geldsorgen im Allgemeinen viel Wert auf gesundes Essen gelegt wird. Stichwort "bewusstes Einkaufen". Ich finde die Entwicklung, die aus der Not entsteht, irgendwie zum Teil auch positiv.


    In diesem Sinne: Ich werde jetzt was leckeres essen :)


    LG Cadda

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