Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo Maria,


    ich kenne alle diese " Warum" Fragen.

    Es ist leider so dass sie dich keinen mm weiter bringen. Es sind Fragen, die sich stellen, wenn ich mich noch in der Opferhaltung befinde.

    Erst als ich diese so nach und nach ablegen konnte wurde ich fähig zu handeln.

    Das Problem man liebt diesen Menschen , sehr sogar und er weiß das nicht zu schätzen .

    Liebst du ihn wirklich?

    Ich habe es auch immer geglaubt, aber im Rückblick war es nicht so. Ich "liebte" eher diese Opferhaltung, ich dachte andere müssen mir doch helfen, sie müssen doch sehen, wie schlecht es mir geht.

    Erst als ich etwas änderte, konnte sich etwas ändern.

    Noch bin ich nicht soweit alles wegzuwerfen .

    Bei einem nassen Alkoholiker würde ich jetzt sagen, du hast deinen Tiefpunkt noch nicht erreicht.

    Maria was muss passieren, damit du Konsequenzen ziehen kannst?

    Hoffnung ist wirklich etwas sehr schönes, aber im Zusammenhang mit einem nassen Alkoholiker völlig kontraproduktiv. Sie hält dich nur in deiner COrolle fest.



    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hi Morgenrot!


    Ich habe es auch immer geglaubt, aber im Rückblick war es nicht so. Ich "liebte" eher diese Opferhaltung, ich dachte andere müssen mir doch helfen, sie müssen doch sehen, wie schlecht es mir geht.


    Danke für diese Satz!!!!!!!!!!!!!

    Ich glaub, ich kann mich auch an der Nase nehmen...wow, den schreib ich mir auf und lese ich mir immer durch, wenn ich zu wanken beginne!!!!!!!!!


    <3

  • Ich habe mal gelesen "ein Opfer ist jemand, der nicht aufhören kann verletzt zu werden". So treffend!


    In dem Moment, wo man sich dagegen entscheidet, sich weiter verletzen zu lassen (was mit einem alkoholkranken Partner bedeutet, sich zu trennen) ist man kein Opfer mehr.


    Hat das Opfer sein auch Vorteile? 🤔 Möchte niemanden verletzen, aber warum hält man daran fest?

  • Hallo liebe Morgenrot ,


    ja ich denke ich liebe diesen Mann , aber so wie ich ihn kennengelernt habe . Und ohne diesen Drecks Alk wäre unser Leben vielleicht anders verlaufen .

    Zu deiner Frage , was muss passieren .... ich weiß es nicht .

    Manchmal denke ich , man kann eh nix mit ihm machen denn er braucht ja seinen Alk . Morgens aufstehen und nit ihm was zu unternehmen ,gar nicht möglich mehr . Wenn nir mal was passiert und ich muss ins Krankenhaus , wäre er nicht für mich da . Vor vier Jahren , war es mal soweit , ich hatte Schwindel ..körnchen im Ohr . Da fragte man mich wirklich ob ich getrunken hatte 🤣 nachdem man meinen Mann kennengelernt hatte . Trinke ja nie . Aber egal , wie gerne würde ich diesen Mann wieder haben ohne Alk . Aber er ist ja der Meinung ich bub es schuld das er trinkt .

    Vielleicht wäre Auszeit nicht verkehrt . Fliege ja immer mit meiner Tochter in der Türkei , wenn ich dann zurück gekommen bin ging es mir richtig gut . Bin ein ganz anderer Mensch . Aber auch meine.Familie sagt , ich bin nur noch eine maulende.unzufriede verbitterte Frau

  • Sehr traurig! Hat aber nichts mit dir zu tun.


    Alkoholiker lieben vielleicht nur noch den Alkohol.


    Was kannst du dir Gutes tun?

    Ich treffe mich mit Freundinnen, zum spazieren gehen oder Kaffee trinken

    habe mich in einer Partnerschaftsbörse angemeldet, dort sind nette Gespräche möglich (und man sieht, es gibt noch andere Männer)

    plane meinen Geburtstag (ohne ihn, der sich vor meinen Freunden besaufen würde)

    suche eine Reisebegleitung


    Wenn du wenig Kontakt zu Freundinnen hast, könnte ein Schritt sein, dass du alte Freundschaften aktivierst oder neue Freundinnen suchst? Allein mit einem Alki ist übel. Das nimmt dir nur Kraft, was könnte dir welche geben?


    Wann ist dein Urlaub?

  • Hallo Maria,

    In dem Moment, wo man sich dagegen entscheidet, sich weiter verletzen zu lassen (was mit einem alkoholkranken Partner bedeutet, sich zu trennen) ist man kein Opfer mehr.

    in dem Moment wo ich etwas für mich tue, werde ich aktiv. Das hat mir sehr gut getan.

    Ich habe angefangen damit, das ich nicht gleich nach dem Dienst nach Hause gefahren bin, sondern mich in eine Cafè gesetzt habe und einen Cappu getrunken habe. Mini Freiräume die ich stetig erweitert habe, bis hin zu längeren Urlauben alleine oder mit Tochter und Enkelkindern.

    Das können Minischritte sein, wie bei mir und es kann auch oft die sofortige Trennung sein. Warum ich mich nicht trennen konnte, weiß ich bis heute nicht.


    Wichtig ist in allen Dingen, das ich konsequent bin, und nur das ankündige, was ich wirklich schaffe.

    Es nützt nichts, immer etwas anzukündigen, und es dann nicht einzuhalten. Das macht uns unglaubwürdig und der nasse Alkoholiker wird weitermachen.

    Er wird weiter unsere Grenzen einreißen, weil die bei COs eher lasch und biegsam sind, als fest umgrenzt.

    Hat das Opfer sein auch Vorteile? 🤔 Möchte niemanden verletzen, aber warum hält man daran fest?

    Das ist eine sehr gute Frage, die sich jeder beantworten sollte.

    Es nur schwierig, denn wenn ich noch voll im Hamsterrad stecke bin ich nicht offen dafür, etwas zu ändern.

    Das Opfer ( also ich rede hier von mir ) hofft und sehnt sich nach Anerkennung, Anerkennung auch für den Leidensweg mit dem nassen Alkoholiker.

    Ich fühlte mich dadurch, das die Anerkennung nicht kam, überhaupt nicht gesehen, und dachte ich strenge mich also noch mehr an.

    Man muß doch wahrnehmen, das ich diesen Menschen "liebe" und meine Mühen um ihn würdigen.

    Nichts kam, aber als ich meine Rolle verlassen habe, gab es Unterstützung. Ich bin wieder zu meinem "Mädelsabend" gegangen, habe auch darüber gesprochen.

    Dabei habe ich festgestellt, das es viele geahnt haben das mein xy trinkt, aber mich keiner angesprochen hat, damit es mir nicht noch schlechter geht.

    Als mein xy dann irgendwann trocken wurde und es bei mir dann keinen Alkohol mehr gab, ist keiner von denen weggeblieben. Das hat mich sehr gefreut.

    Aber egal , wie gerne würde ich diesen Mann wieder haben ohne Alk . Aber er ist ja der Meinung ich bub es schuld das er trinkt .

    Eines kann ich sagen, das du keine Schuld hast, das er trinkt, egal was er sagt. Das sind Sätze und Aussagen um dich bei "der Stange " zu halten.

    Vertrau deinen Wahrnehmungen und glaub das, was du siehst.

    Den bekommst du nicht zurück, selbst wenn er trocken wird. Ein nasser Alkoholiker der trocken wird, ist ein anderer Mensch. Da ist plötzlich einer, der mischt sich ein, da konnte ich nicht mehr schalten und walten.

    Ist auch für den Angehörigen eine völlig neue Situation.

    Aber auch meine.Familie sagt , ich bin nur noch eine maulende.unzufriede verbitterte Frau

    hast du deiner Familie mal gesagt, wie es bei euch aussieht?

    Ich fühlte mich auch immer von der Familie im Stich gelassen, aber auch hat sich erst etwas geändert als ich anfing zu reden. Früher kann man niemanden helfen.

    Als er trocken wurde, hat es sich erneut verändert, und zwar in eine Richtung, die ich nicht für möglich gehalten hätte. :)

    Trotz der positiven Richtung ist nicht alles gut, aber ich bin weiter auf dem Weg und es bleibt spannend.

    Um etwas ändern zu können, kommt es auf einen Menschen an, auf dich.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Maria,


    ich habe eine Frage, vielleicht kannst Du mir helfen.


    Was ich nicht verstehe, warum tut man sich das immer wieder an? Über Jahre?

    Aus Liebe?

    Sind Liebende ähnlich krank wie Alkoholiker? Die Symptome scheinen ähnlich zu sein: Wahrnehmungsstörungen, Realitätsverlust, Verdrehen der Wahrheit, Depressionen, sich im Leid gefallen, Hoffen … das man nicht süchtig ist, das alles ja nicht so schlimm ist, Verharmlosung, Verdrängung, irgendwann (!) wird sich etwas ändern …


    - Trink ein Partner nicht und benimmt sich fürchterlich – trennt man sich, weil es irgendwann unerträglich wird.

    - Trinkt ein Partner und benimmt sich fürchterlich – trennt man sich nicht, obwohl es bereits unerträglich ist.


    Kannst du mir bitte helfen, es zu verstehen.

  • Der Text hat mir gerade richtig Kraft gegeben❤️

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