Weihnachten, was tun

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Liebe Foris,


    langsam nähern sich de Feiertage und auch meine wachsende Angst davor....


    Wie ihr ja wisst, habe ich einen mehrfach süchtigen Sohn ohne Krankheitseinsicht. Ich glaube, ich vergass zu erwähnen, dass bei ihm eine Borderline Erkrankung zusätzlich diagnostiziert wurde. Dies erschwert den Umgang mit ihm zusätzlich ganz massiv in Form von Beleidigungen, Anwendung von Gewalt, Bedrohungen, um mal Einige davon zu nennen.


    Heute war meine Tochter hier zu Besuch, wir sprachen kurz über die Organisation der Feiertage. Ihr Vater hat sie auch am 1. Feiertag eingeladen, da will sie hin. Zu uns kommt sie dann am 26.12.

    Ich frage nebenbei, wie und ob denn etwas mit ihrem Bruder geplant sei. Da wurde sie fuchsteufelswild und meinte, dass DER nirgendwo mehr hindarf, DER hat die letzten Weihnachten nicht nur den Baum kaputtgetreten und die ganzen Geschenke zerstört, sondern auch allen das ganze Fest vermiest mit dem Gesaufe, Gekiffe und den Agressionen.

    Ich könne ja zu ihm nach Hause gehen, wenn ich sooo großes Mitleid mit ihm habe. Das ist aber keine gute Idee, weil, sobald mein Sohn mich sieht, keine 5 Minuten vergehen, bis er mir Gewalt androht, weil ich das nicht mache, was er befiehlt usw.. Naja, ihr kennt das ja.


    Mein Mann hat verboten, dass mein Sohn zu uns kommt, da dieser ihm vor 6 Wochen eine kräftige Ohrfeige verpaßt hatte.


    Auch wenn ich mir selbst nicht so viel aus den Festtagen mache, möchte ich diese friedlich, ruhig und harmonisch verbringen. Auf der anderen Seite habe ich schon jetzt Horrorvorstellungen, dass mein Sohn alleine in seiner Bude hockt, wieder in seinem Selbstmitleid badet und womöglich eine Kurzschlussreaktion begeht aufgrund seiner Depressionen.

    Es sind ja noch einige Wochen bis dahin, und ich habe noch kein Plan, was ich tun kann, damit es auch MIR dabei gutgeht.

    Ich freue mich über eure Meinungen.


    Liebe Grüße

    Tina

  • Hallo Tina,


    hier ist viel los im Forum, und so ist Dein Beitrag wohl etwas im Rauschen untergegangen. Zunächst einmal ist es ja gut, daß Du nicht ganz alleine mit dem Problem dastehst, sondern auch noch Familie hast. Nach dem katastrophalen Auftritt von letztem Weihnachten, der ja schlimmer kaum sein konnte, kann ich Mann und Tochter gut verstehen, wenn Sie Deinen Sohn nicht um sich haben wollen. Könnt Ihr ihn nicht an einem anderen Tag zu dritt besuchen und mal für eine halbe Stunde oder so vorbeigucken, damit er nicht über die Tage völlig allein ist? Dann könnt Ihr Euch für eine Weile beleidigen lassen und dann wieder gehen.


    Mehrfach abhängig, psychisch krank, uneinsichtig -- da kommt ja einiges für Deinen Sohn zusammen. Für mich hört sich das aus der Ferne so an, als müßte er erstmal auf eine geschlossene psychiatrische Station und da auf Medikamente eingestellt werden. Das ist natürlich furchtbar, aber immer noch um Längen besser als das, was er jetzt auf eigene Faust durchzustehen versucht.


    Liebe Grüße,

    H.

  • Hallo Tina,


    da würde ich ja direkt mal zurück fragen, was deine Therapie und die Selbsthilfegruppe so für Strategien für die Feiertage parat haben?


    Wir selbst feiern hier seit Jahren die kompletten Weihnachtstage ohne weitere Angehörige und ich liebe die Ruhe, den Frieden und meine Freiheit an allen Tagen komplett alles allein entscheiden zu können. Traumhaft!


    Ich bin in diese Jahreszeit schon ab und an trauriger als sonst, immerhin hatte ich früher den Traum von rauschenden Weihnachtsfesten im großen Kreis. Wenn ich Glück habe, dann werden meine Kinder mir diesen Traum später mit ihren eigenen Familien erfüllen. Wenn nicht, dann kann ich im hier und jetzt versuchen für uns alle das schönste Fest „raus zu holen“ was möglich ist.


    Bevor ich Kinder hatte, habe ich mich eine gefühlte Ewigkeit an Weihnachten verbogen, bin teilweise nachts im Schneesturm über die Autobahn, Harmonie oder Dank habe ich dafür nie geerntet. Eher Streit, weil es doch nie genug war und Enttäuschung über die gemeinsame Zeit, die mir so gar nicht weihnachtlich erschienen ist.


    Dann kamen die Jahre, als ich einfach nicht mehr zu ihr fahren wollte. Was gab das einen Terror, wie ich sie ganz allein lassen könnte, sowas egoistisches. Ja, die Vorstellung ist mir auch schwer gefallen, wie sie alleine da sitzt, was sie wohl machen würde. Aber ganz ehrlich, ich glaube nicht das es sie so viel mehr gequält oder eben nicht gequält hat als an anderen Tagen vom Jahr. Einmal habe ich versucht ganz viel an zu rufen, um sie weniger alleine zu lassen, das war ganz furchtbar. Dann habe ich das reduziert und die wenigen Pflichtanrufe trotzdem bereut. Tja und dann… dann habe ich angefangen mich auf das wesentliche zu konzentrieren, alles was an Weihnachten zauberhaft sein kann. Das besondere Essen voll und ganz genießen, mich an der Freude der beschenkten zu erfreuen, Zeit ohne Verpflichtungen oder den Druck irgendwo hin zu müssen. Es kann so eine besinnliche und erfüllende Zeit sein. Hach… in mir steigt gerade Vorfreude auf und mein Herz wird ganz weit <3


    Wenn dein Sohn Weihnachtsbäume zerstört und Geschenke zertrampelt, dann spricht das für mich nicht gerade dafür das er etwas vermissen wird ohne euch.


    Ich rate dir dich bei Bedarf vorher und nach dein Feiertagen bei deinem Sohn zu melden und dir die Zeit dazwischen nicht kaputt machen zu lassen.


    Du hast ein erwachsenen Kind, das an Weihnachten zu dir kommen möchte, einen Mann an deiner Seite, beides ist wundervoll. Vielleicht kannst du dich ganz doll darauf konzentrieren was und wen du alles um dich haben darfst und die Dankbarkeit darüber die schlimmen Gedanken verdrängen lassen.


    Besinnliche Grüße, Lea

  • Moin Moin,


    danke für deine Nachricht . Weder mein Mann noch meine Tochter wollen zur Zeit mit meinem Sohn etwas zu tun haben. Ich hatte von mir aus das vorgeschlagen, gemeinsam ihn für einen kurzen Zeitraum zu besuchen. Mein Sohn wird das auch gar nicht wollen.

    Es sieht wohl so aus, als ob er die Feiertage ganz alleine sein wird.

    Den anderen in der Familie macht da nix aus, die feiern und sitzen zusammen. Ich alleine habe das Problem.


    Ja, ich wünsche es mir auch, dass er in die Psychiatrie ginge und sich dort behandeln liesse...aber gegen seinen Willen bin ich ja machtlos.

    Liebe Grüße

    Tina

  • Moin Lea,


    danke für deine Nachricht.

    Die Selbsthilfegruppe kann ich erst am kommenden Dienstag fragen, ich schiebe dieses Thema schon lange vor mich her. Aktuell wurde es heute beim Besuch meiner Tochter. In der andern Gruppe habe ich noch nicht gefragt.

    Ich muss dazu sagen, dass ich damals, als meine Kinder noch klein waren, erbitterlich dafür gekämpft habe, sie überhaupt Weihnachten zu sehen, bzw. sehen zu dürfen. Mein Dienstherr, die Freie und Hansestadt Hamburg, benötigte mich auch an den Feiertagen und der Kindesvater, bei dem meine Kinder aufwuchsen, setzte sich sowohl über schriftliche Abmachungen als auch über die geltende Rechtssprechung hinweg. Selbstverständlich ohne irgendwelche Repressalien seitens der Justiz.


    Heute habe ich diese Weihnachtsidylle mit Friede, Freude nicht mehr. Meine Eltern sind verstorben, und andere Verwandte außer meinen Kindern habe ich nicht mehr. Dennoch ist mir sehr wichtig, dass es auch mir an Xmas gut geht. Ich tröste mich damit, dass ich ja noch etwas Zeit bis dahin habe, eine passende Lösung zu finden.


    LG

    Tina

  • Nimmst du dem Rest der Familie übel, dass sie schon weiter sind als du und loslassen können? Fühlst du dich allein gelassen in deinem Schmerz?

    Moin,


    ich weiss, dass der Rest der Familie weiter ist als ich. Als übelnehmen würde ich das nicht bezeichnen.

    Ob ich mich alleine gelassen fühle? Hm..ein bisschen schon

    LG

    Loewenmama

  • Aber zwei und ab und an sogar drei Personen können doch so viel weihnachtliche Freude haben und einander Frieden schenken! So viel Familie war mir einen Großteil meines Lebens nicht vergönnt.


    Ich hatte auch schon ganz allein schöne Feiertage mit tollem Essen, Musik, Kerzen…


    Es geht ja nicht um TV Idylle sondern um die Chance eine ganz persönliche Weihnachtsidylle zu kreieren. Du könntest sie ergreifen, wenn du möchtest.

  • Ob ich mich alleine gelassen fühle? Hm..ein bisschen schon

    Da könntet ihr drüber reden und gucken, was ihr gemeinsam dagegen machen könnt. Wenn du sie in Ruhe lässt, mit Vorschlägen deinen Sohn zu treffen und statt dessen über deine Gefühle sprichst, ihr gemeinsam überlegt was dir gut tun würde.


    Wie wäre es mit einem ganz neuen Weihnachtsritual nur für euch drei?

  • Da könntet ihr drüber reden und gucken, was ihr gemeinsam dagegen machen könnt. Wenn du sie in Ruhe lässt, mit Vorschlägen deinen Sohn zu treffen und statt dessen über deine Gefühle sprichst, ihr gemeinsam überlegt was dir gut tun würde.


    Wie wäre es mit einem ganz neuen Weihnachtsritual nur für euch drei?

    Moin nochmal,


    ich habe sowohl mit meiner Tochter als auch mit meinen Mann über meine Gefühle und Ängste gesprochen, ich bekomme als Antwort, ich solle ihn hart aufprallen lassen, er sei noch nicht so weit unten. Erst wenn er bereit sei, Hilfe anzunehmen, kann ihm geholfen werden. Ich solle nun endlich mal loslassen, er ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich.


    Ich weiss vom Kopf her, dass das alles richtig ist, was die Beiden sagen.

    LG

    LM

  • Die Weihnachtsfeiertage sind sooo bedeutungsschwanger, das ist schon für "normale" Familien stressig. Alles soll perfekt sein, heile Welt, Friede, Freude, Weihnachtsbraten. Aber an den Tagen haben Polizei und Krankenhäuser Hochbetrieb.


    Ich meine das nicht böse, wenn ich es so schreibe. Eher so, daß man seine eigenen Erwartungshaltungen auf den Prüfstand stellen sollte. Und vor allem: die Erwartungen runterfahren.


    Bei eurer Familienkonstellation gehts eher um Schadensbegrenzung als um friedliche Weihnachten. Wie wäre es, wenn du das ganze entzerrst? Also mit den freiwilligen Gästen feierst und an einem weniger bedeutungsschwangeren Tag, also vorher oder nachher, alleine einen Kontakt hast? Du kannst von denen, die sich völlig zurecht vor dem Aggressor schützen, nicht erwarten oder verlangen, daß sie sich verbiegen oder in Gefahr begeben. Vor allem, weil ja vorher schon bekannt ist, wie es laufen wird. Oder hoffst du auf ein Wunder? Die Realität holt einem gerade an Feiertagen oft knallhart auf den Boden der Tatsachen zurück. Bei vielen Leuten liegen eh die Nerven blank, da wird es bei ihm auch so sein.


    Ich glaube es hilft am besten, schon im Vorfeld die Erwartungen runterzuschrauben. An sich selber, aber auch an die anderen. Nur weil Weihnachten ist, wird es nicht anders oder besser sein, wie die ganze Zeit schon. Eher ist die Situation noch explosiver als sonst. Wenn man sich das im Vorfeld schon klarmacht, Abstand hält, mimimalen Kontakt, die anderen zu nichts zwingen, nichts erwarten..... dann hat man eine Chance auf ein einigermaßen ruhiges Fest.


    Klar wäre es schön, wenn es so wäre, wie du es dir erträumst. Aber es ist halt so wie es ist.


    Viele liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Moin Linde,

    ganz lieben Dank für deine netten Zeilen.

    Ich denke mal, dass es ein guter Ansatz ist, alleine zum Sohn zu gehen, für eine kurze Zeit, ein kleines Geschenk mitbringen und vielleicht einen Tee zusammen zu trinken. Also minimalen Kontakt, das ist ja eh der Momentzustand.


    Ich fürchte, mich haben einige hier falsch verstanden. Weihnachten hatte für MICH nie irgendeine Bedeutung, das lag ja an den Gründen, die ich weiter oben beschrieben hatte. Dienstlich war ich überwiegende in Krankenhäusern und bei der Polizei, konfrontiert mit so viel Elend, das mir allein dies die Restfreude an Weihnachten nahm.

    Du hast Recht, es geht um Schandensbegrenzung. Da muss ich noch den geeigneten Weg finden.

    LG

    Loewenmama

  • Okay… aber wenn es für dich keine Bedeutung hat und dein Sohn im wahrsten Sinne des Wortes darauf herum trampelt…


    Warum schreibst du dann schon vor Tagen, bis Weihnachten landest du vielleicht in der Klapse und eröffnest hier einen Thread mit Weihnachten in der Überschrift?


    Es beschäftigt dich tief in dir drin so sehr, es kommt an allen Ecken und Kanten raus. Du kannst dir nicht einmal vorstellen auf den Besuch bei deinem Sohn gänzlich zu verzichten in den Tagen.


    Könnte es vielleicht sein, dass du gerade eigentlich genau danach Suchst, wie du deinen Frieden mit den Feiertagen finden kannst. Eventuell gar nicht nur was deinen Sohn angeht sondern zusätzlich noch einen viel weiteren Zeitraum zurück?


    Wenn es tief in dir drin wirklich Tage ohne Bedeutung wären, warum sind sie dann präsenter als das nächste Wochenende oder der nächste Besuch?

  • Naja… ein bisschen hab ich es ja schon probiert :wink:


    Hast du mit deiner Familie bisher „nur“ besprochen wie es dir in Bezug auf deinen Sohn geht und das du ihn gemeinsam besuchen willst? Oder habt ihr auch mal gemeinsam überlegt, was ihr machen könnt, damit es dir und den anderen beiden gut geht an den Tagen?


    Und wie wäre es mit ein zwei neuen Familientraditionen? Etwas zeitintensives, gehirnablenkendes, was du nur mit deiner Tochter/nur mit deinem Partner/zu dritt machen wirst? Da kannst du sie doch einbeziehen in die Planung und Ideenfindung. Wofür hattet ihr früher nie genug Zeit und Raum?

  • Guten Morgen Löwenmama,


    ich habe hier die ganze Zeit mitgelesen und mein Gedanke dazu ist, dass ich von Deiner Familie nicht erwarten würde, dass sie bei dem Besuch dabei sind. Wenn sie für sich entschieden haben, dass der Kontakt mit Deinem Sohn ihnen nicht gut tut, dann solltest Du das akzeptieren. Sie können ja nichts dafür, dass Du Dich nicht abgrenzen kannst (was nicht böse gemeint ist, denn als Mutter könnte ich das vermutlich auch nicht).


    Wenn der Rest Deiner Familie aber nur DIR zu Liebe mitkommt, dann bleiben ihre EIGENEN Gefühle auf der Strecke und das kann es eben auch nicht sein. Es gibt nun einmal leider Konstellationen, in denen man es nicht allen Recht machen kann. Da Deine Familie entschieden hat, dass sie den Kontakt nicht möchten, ist das eben so und Du kannst nur für Dich selbst entscheiden.


    An Deiner Stelle würde ich wohl den Kontakt allein zum Sohn suchen und danach mit den anderen Familienmitgliedern feiern. Ich weiß, dass sich Dir vermutlich der Magen umdreht vor schlechtem Gewissen, aber ich habe es auch in einem anderem Thread schon mal geschrieben:


    Du lässt nicht den trinkenden Sohn im Stich. Er lässt Euch im Stich, weil er trinkt. Er kann an der Situation etwas ändern. DU nicht.


    LG Cadda

  • Hallo Löwenmama,


    Moin,


    ich habe noch überhaupt keinen Plan. Vielleicht ja einer/eine von euch? Das wäre natürlich super.

    LG

    Loewenmama

    Hier meine Idee nachdem ich Deine Beiträge gelesen habe.

    Mit einem Besuch bei Deinem Sohn wirst Du Dir vermutlich die Feiertage selbst vermiesen, weil er ja, wie Du sagst keine 5 Minuten braucht bis er anfängt Dich fertig zu machen.

    Eigentlich geht es, so lese ich es zumindest heraus, darum, dass Du Deinem Sohn gerade an den Feiertagen zeigen willst, dass Du ihn nicht vergessen oder aufgegeben hast. Also darum, dass Deine Gefühle ihren Weg finden können.

    Nun könntest Du ja vllt. ein schönes Päckchen zusammenstellen und schicken (nicht persönlich vorbeibringen). Da Du von einer Tasse Tee geschrieben hast könnte da ja eben z.B. Tee drin sein und vllt. ein Gebäck, dass er gerne isst. Dazu könntest Du ihm einen Brief schreiben. In Dem Du Deine Wünsche, Die Du mit einem Besuch verbunden hättest zum Ausdruck bringst. Dass Du diese Tasse Tee gerne mit ihm gemeinsam getrunken hättest, die Plätzchen gerne mit ihm gemeinsam gegessen hättest, es dieses Jahr aber anders verssuchen willst, da der Besuch ja erfahrungsgemäß weder Dir noch ihm gut tut. (Ein Borderliner tickt ja eben dann aus, wenn er die Situation nicht mehr erträgt.)


    Ich könnte mir vorstellen, dass Du so oder so ähnlich, deinen Bedürfnissen und Deinen Gefühlen Raum geben kannst ohne Dich dem vermutlich unvermeidlichen Terror auszusetzen. Schließlich geht es hier um Dich. Und was er dann damit macht, liegt alleine in seinem Verantwortungsbereich.


    LG

    Optimistin


    Es gibt keine Garantie, dass es besser wird wenn sich was ändert. Aber es muss sich was ändern damit es besser werden kann.

  • Liebe Optimistin, liebe Cadda,


    vielen Dank für eure Ideen.

    Die Idee mit dem Päckchen hatte ich schon, vielen Dank dafür, das scheitert aber daran, dass er weder Päckchen von der Post abholt noch seine Post, auch die Postzustellungsurkunden , nicht öffnet,

    Ein Brief zu schreiben klingt sehr gut, da muss ich noch die richtigen Worte finden.

    Es ist wirklich kein Gespräch mit ihm möglich. Ich vermeide persönlichen Kontakt, weil ich merke, dass es ihm nicht gut tut, mich zu sehen. Er tickt ja nur noch aus. Spätestens nach 5 Minuten kommen Beleidigungen, Bedrohungen und teilweise körperliche Angriffe.

    Daher hat sich sein Vater, sein Stiefvater und seine Schwester zurückgezogen, die ertragen das schon seit Jahren nicht mehr.


    Ich wünsche mir, dass sich sein Verhältnis zum anderen Teil der Familie entspannt. Das würde mich sehr beruhigen, zu wissen, dass er nicht ganz alleine ist.

    LG

    Loewenmama

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