Smarty - Vorstellung

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo, mein Name ist Sarah. Ich bin 33, Mama von einem 2 jährigen Jungen und seit 8 Jahren in einer Beziehung. Mein Partner ist Alkoholiker. Schon immer hat er gerne was getrunken. Ständig gab es Gelegenheiten. Sei es auf Studentenfeiern, Geburtstagen, bei den Eltern, zum Grillen oder Sonst wo. Immer wenn die Frage kam oder heute noch kommt.... Trinkst du ein Bier..... Wird mit JA geantwortet.


    Durch unzufriedenheit im Job, 2 mal die Wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt (einmal sogar ein Monat nach Einzug) und einem Sohn der ohne durchgängige Speiseröhre zur Welt kam und sofort nach Geburt eine lebensnotwendige OP benötigte, glaubt mein Freund die ganze Welt hätte sich gegen ihn verschworen.... Und aus den regelmäßigen biergelagen sind schon Schnapsgelage geworden. Auch wenn er es versucht gut zu verstecken (Alkohol im Auto, in Wasserflaschen usw.) merke ich meist schon beim "Hallo" sagen, er hat etwas getrunken. Natürlich werde ich auch des öfteren belogen.

    Ich weiß nicht wie ich damit umgehen kann. Angeblich sind sein Sohn und ich das wichtigste. Dennoch hat ihn die Sucht so im Griff, dass er behauptet, er müsse länger arbeiten, sich stattdessen Schnaps kauft und während der Autofahrt schon trinkt (zu Hause würde ich ihn ja darauf ansprechen).


    Ich habe echt Angst das er irgendwann sich, andere oder unseren Sohn bei solchen Autofahrten gefährdet.


    Er geht zwar, mittlerweile zur Caritas. Aber auch nur alle 2-3 Wochen. Den aktuellen Betreuer findet er fürchterlich. Also ist fraglich wie lange das also noch gut geht.


    So recht weiß ich also nicht weiter. Ich möchte in die Außenwelt nicht tragen, dass schon wieder eine Beziehung gescheitert ist..... Jetzt auch noch mit Kind. Auf der anderen Seite möchte ich meinem Sohn eine schöne Kindheit, mit Mutter und Vater schenken. Die aber wenn es so weiterläuft definitiv nicht schön wird.


    Immer wieder schwirrt das Wort Trennung und Neuanfang in meinem Kopf... Was wenn ich ausziehen?? Wohin? Können wir dann den krippenplatz behalten. Sonst kann ich nicht arbeiten usw.


    Ich hoffe hier den richtigen Weg für mich und meinen kleinen zu finden.

    Viele Grüße

    Sarah

  • Hallo Sarah und herzlich willkommen,


    das ist schon so eine Sache mit der Meinung der Außenwelt. Es ist schwierig dagegen anzukommen, wie man nach eigener Meinung vor den Anderen dasteht. Damit meine ich, du weißt ja nicht, was die denken und im Grunde genommen ist es auch nicht wichtig. Trotzdem fehlt oft das Selbstbewusstsein, mit erhobenem Kopf dazustehen.


    Wichtig sind du und dein Kleiner! Niemand sonst. Und es soll ja EUCH gutgehen und nicht allen Anderen. Die stecken ja nicht in deiner Lage.


    Du hast ja schon das Wesentliche erkannt. So wie es jetzt läuft ist es für dich nicht gut, für dein Kind schon garnicht. Eine schöne Kindheit mit einem alkoholabhängigen Elternteil ist nicht wirklich möglich.


    Liebe Grüße

    Aurora

    "Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist "gestern", der andere "morgen". Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist."

    (Dalai Lama)

  • Hallo Sarah,


    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Leider kannst du deinem Partner nicht helfen.

    glaubt mein Freund die ganze Welt hätte sich gegen ihn verschworen....

    das glauben nasse Alkoholiker sehr oft, und sie führen immer neue Gründe ins Feld, wer oder was für ihren Alkoholkonsum verantwortlich ist.

    Fakt ist aber, das nur er etwas für sich tun kann, und darauf hast du keinen Einfluß.

    Ich möchte in die Außenwelt nicht tragen, dass schon wieder eine Beziehung gescheitert ist

    durch dein Schweigen und deine Versuche die heile Welt zu erhalten, unterstützt du letztendlich seine Sucht.

    Das kenne ich auch sehr gut, und erst als ich mich Menschen anvertrauen konnte, kam auch Hilfe und Unterstützung für mich


    Ich lasse dir mal die Bewerbung für den offenen Bereich da, einfach auf den Link gehen und dich nochmal kurz vorstellen.

    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Bewerbung für die Teilnahme am Forum
    alkoholiker-forum.de


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Liebe Sarah,


    Willkommen im Forum!

    Ich möchte in die Außenwelt nicht tragen, dass schon wieder eine Beziehung gescheitert ist..... Jetzt auch noch mit Kind.

    Ich kann dich so gut verstehen! Ich habe mich in die Beziehung gestürzt und war so felsenfest davon überzeugt, dass ich meine große Liebe, meinen Seelenverwandten gefunden habe. Wir gegen den Rest der Welt. Und dann fing die Abwärtsspirale an. Ich war schon längst schwanger...und habe auch noch ein zweites Kind. Die Scham war so groß, ich habe nach außen heile Welt gespielt.


    Bis er betrunken mit der großen Tochter (damals 1,5 Jahre alt) Auto gefahren ist. Puh.


    Früher oder später wird es wohl zu ähnlichen Situationen kommen, Sarah. Schütze dich und die Kinder! Wenn es dir in der Beziehung nicht gut geht, dann leidet auch das Kind.


    Vielleicht kann ich dir die Angst vor weiteren Schritten ein wenig nehmen. Meine Geschichte findest du unter "Ich bin Anni und suche Hilfe".


    Was mir auch geholfen hat (neben dem Forum) ist eine Suchtberatung für Angehörige. Es gibt viel Hilfe da draußen!


    LG,

    Anni

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • Was mir auch geholfen hat (neben dem Forum) ist eine Suchtberatung für Angehörige. Es gibt viel Hilfe da draußen!

    Ich habe eben eine Email an die Caritas geschrieben. Dort möchte ich dann in Erfahrung bringen welche Möglichkeiten ich habe. Vorallem finanziell bei einer Trennung.


    Ziehe ich jetzt aus, in einen anderen Ort ist der Krippenplatz futsch. Ohne den wird es dann nit der Arbeit schwer.


    Meine Mutter und seine Eltern wissen von mir von dem Alkoholproblem. Sie haben das mitbekommen und mich dann angesprochen. Seine Eltern haben ihn daraufhin gefragt. Er meinte er hätte kein Problem. Und obwohl sie das Problem kennen wird trotzdem immer Alkohol angeboten. Ich werde dann im Anschluss gefragt wie man ihm Helfen kann und was man noch machen könnte.....


    Ich frage mich immer ob die einzige Option ist meine Sachen zu packen??


    Vielleicht hilft es ja mit anderen Betroffenen zu sprechen

  • Alex07

    Hat den Titel des Themas von „Vorstellung“ zu „Smarty - Vorstellung“ geändert.
  • Hallo Smarty,

    deine Bewerbung wurde akzeptiert und du kannst dich nun mit anderen austauschen hier im Forum.


    Gruss

    Alex

    Wenn etwas möglich erscheint, mach ich das, wenn das nicht klappt gehts ans Unmögliche und ansonsten das undenkbare.

    EX Raucher! Es bringt nichts eine Brücke zu bauen für jemanden, der gar nicht auf die andere Seite will.

  • Hallo Smarty,


    oft ist das leider so, dass das Sachen packen die einzige (sinnvolle) Option ist.

    Die andere Option wäre Hoffen und Warten, was bei Süchtigen jedoch sinnlos ist.


    Wie ist denn der Stand der Dinge, weiß er von Deinen Gedanken auszuziehen?


    LG Cadda

  • Hallo Cadda,


    Ja den Gedanken mit dem Auszug habe ich am Dienstag mitgeteilt. Keine Ahnung in wie weit das angekommen ist. Nüchtern war er nicht.

    Ich habe mir einen Beratungstermin bei der Caritas ausgemacht. Davon habe ich ihm erzählt.


    Von heute auf morgen Sachen packen ist mit Kind nicht ganz so einfach. Ich habe jetzt erstmal 6 Wochen Ferien, da kann ich mir klar werden und vielleicht das ein oder andere für mich klären.


    LG Sarah

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