Kalle - Alkoholsucht

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Moin zusammen,


    mein Name ist Kalle ich bin 50+ Jahre alt und komme aus Norddeutschland.

    Ich bin seit ca. 5 Wochen rauchfrei und habe vor knapp zwei Wochen aufgehört Alkohol zu trinken.

    Den Rauch - und Alkoholentzug habe ich bereits viele Male versucht und bin letztendlich immer wieder gescheitert.

    Ich brauche Austausch von Erfahrungen und möchte gerne teilhaben an anderen Werdegängen.

    Momentan bin ich sehr angespannt und versuche mich positiv abzulenken; Sport, lesen etc.

    Leider verspühre ich eine Art von Langeweile und/oder Leere, die mich sehr einnimmt. Ich bin rastlos und lustlos gleichzeitig.

    Ich bedanke mich für die Aufnahme in diese Gruppe.

    Beste Grüße, Kalle

  • Guten Abend Kalle!


    Willkommen bei uns im Forum!


    2 Wochen ohne Alkohol und 5 Wochen ohne Zigaretten.


    Ziemlich viel auf einmal, oder?


    Hast Du den Alkohol-Entzug mithilfe eines Arztes durchgezogen?

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Moin Elly,


    ja, das ist viel auf einmal aber ich kann gerade nicht anders. Mir gehen zu viele Dinge auf die Nerven und ich musste das so machen. Ich hatte bis vor zwei Tagen kaum Probleme damit aber jetzt wird es gerade schwierig.

    Nein, kein Arzt. Aus Schamgefühl bin ich da nicht gewesen.

  • Du hast geschrieben, dass Du schon mehrere Versuche hinter Dir hast, Kalle.


    Vielleicht hast Du es bereits mehrere Male auf die gleiche Weise versucht. Also ist da schon

    öfter etwas falsch gelaufen. Würde ich mal so sagen.


    Aber nun hast Du den Weg zu uns in die Selbsthilfegruppe gefunden! Das ist schon mal sehr gut.


    Hast Du Dich schon ein wenig umgeschaut bei uns? Das, was Du da erlebst ist ein kalter Entzug

    und der kann sehr gefährlich werden.


    Ich lasse Dir erstmal einen Artikel da zum Anklicken:



    Nur nicht trinken reicht nicht. Man muss schon einiges ändern. In dem Artikel findest Du

    viele Anregungen.


    Du siehst Dich als Alkoholiker? Und was willst Du diesmal anders machen?

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Hey Elli,


    habe gerade einige (u.a. den verlinkten) Artikel gelesen.

    Ja, ich bin Alkoholiker und das habe ich noch nie klar gesagt oder geschrieben. Meine Verfassung lässt jedoch keine andere Erklärung zu.

    Ich fühle mich mies und ich bin so wütend. Ich habe z.Z. Urlaub und Angst vor einem Urlaubsort an dem Alkohol getrunken wird. Ich habe Angst große Teile meines Freundeskreises zu verlieren, da "natürlich" auch dort Alkohol konsumiert wird.


    Beste Grüße,

    Kalle

  • Willst Du denn jetzt die Tage in Urlaub fahren oder fliegen? Das ist gerade am Anfang keine gute Idee,

    vor allem, wenn dort viel Alkohol getrunken wird, Kalle!


    Du musst für Dich entscheiden, was Dir wichtig ist. Wichtiger als Deine Gesundheit?


    Wenn Du ein abstinentes Leben führen willst, was sich nur am Anfang schwierig anfühlt,

    dann wird sich vieles ändern.


    Ich hatte vorhin einen anderen Artikel verlinkt, aber da Deine Zeilen mich an den kalten

    Entzug erinnerten, habe ich den nochmal ausgetauscht.


    Hier nochmal der Artikel, den jeder, der trocken leben möchte wirklich verinnerlichen sollte.



    Sei nicht wütend auf Dich, Du hast den Anfang gemacht und solltest auf alle Fälle den trockenen Weg weitergehen.


    Wenn Du Fragen hast, kannst Du die gern hier in Deinem Thema stellen.


    Ich wünsche Dir eine gute Nacht!

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Das Anders-Machen habe ich ausgelassen.

    Tja, so wie ich das sehe, werde ich mein Leben grundsätzlich ändern müssen. Alles was ich hier oder woanders gelesen habe, deutet auf Veränderung von Routinen, Orten, Menschen etc.

    Ich muss meine Psyche auf Freude ohne Suchtstoffe einstellen müssen. Mein akutes Problem gerade ist nämlich meine Lustlosigkeit + Aktivismus gleichzeitig. Ich könnte die Wände hochgehen. Körperlich fühle ich mich gut aber mein Kopf dreht Kreise. "Kippe und Bier" sagt die Lust, "Tue es nicht, du weisst warum", sagt der Verstand.

  • Hallo Kalle,


    willkommen im Forum. Dein Schamgefühl kann ich verstehen. Aber ich kann dir auch sagen, dass du das nicht musst. Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit und damit solltest du zum Arzt gehen. Das Aussprechen, die Karten auf den Tisch zu legen, ist ein wichtiger Schritt. Und du möchtest ja etwas anders machen als bei deinen vorherigen Versuchen.


    Zu Anfang würde ich nicht in den Urlaub fahren. Du hast zu Recht ein ungutes Gefühl dabei. Sei bei der Lustlosigleit und dem Aktivismus nicht zu ungeduldig. Es dauert, bis man in seinem "neuen Leben" zurecht kommt. Probiere doch Dinge aus, die die Spaß machen könnten. Wenn es nicht passt, lass es wieder und wenn du einfach mal gar nichts machen möchtest, erhol dich einfach.


    Warst du schon mal bei einer Suchtberatungssstelle? Vielleicht ist das ein neuer Ansatzpunkt für dich.


    Viele Grüße

    Seeblick

  • Moin Seeblick,


    ein Arztbesuch fällt mir sehr schwer, da ich sonst auch wenig zum Arzt gehe und meinen Hausarzt eigentlich null kenne müsste ich da echt kämpfen. Ich frage mich, wie auch bei den Suchtberatungsstellen oder SHGs, ob ich da überhaupt mit klar komme. Ich recherchiere gerade viel und ich werde, ob Kreuzbund, AA, Caritas oder was auch immer, mich einbringen/mitmachen/lernen/teilnehmen.


    Mir ist völlig klar, dass ich mein Leben und meine Verhaltensweisen ändern muss; Ich betreibe viel Sport, besuche andere Stadtteile/Läden, bin viel mit meinem Hund unterwegs, lese Unmengen und versuche einigermaßen gelassen meinem Schädel Zeit zu geben umzudenken.


    Nächste Woche werde ich vielleicht meinen Arzt aufsuchen aber auf jeden Fall an SHGs teilnehmen und Beratungsstellen kontaktieren - mal schauen wie sich das anfühlt.


    Urlaubsfahrt findet im klassischem Sinne nicht statt - zu viel Stress. Mit dieser Entscheidung geht es mir richtig gut.


    Beste Grüße und danke für dein Feedback,

    Kalle

  • moin kalle


    jo kostet überwindung zum arzt zu gehen, da ist nicht nur die scham, da gibt es tausend gründe und ängste, ich glaube das haben wir alle durch. dennoch ist es ein wichtiger schritt. du stehst offen zu deiner krankheit. dein doc is dabei der letzte der das jemandem erzählen würde. es ist aber nicht nur wichtig für die psyche, es gibt eine große menge arzneimittel die für dich jetzt tabu sind, und das muss dein arzt einfach wissen. heimlich trocken werden funktioniert wirklich nicht lange. ich habe kein schild um den hals hänge das ich alki bin, aber ich mach da auch keinen hehl draus- und wenn da jemand nicht mit klar kommt. tja nicht meine baustelle. auf lange sicht schützt es dich wenn dein umfeld bescheid weiß. ich biete nem diabetiker keinen kuchen an, nem nussallergiker kein nutella und nem alkoholiker keine eierlikörtorte. ganz einfach. trete deinem inneren schweinehund mal vors schienbein und lass die durchchecken. es geht dir danach um längen besser, das garantiere ich dir.


    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hey Kalle,


    na EINE SHG hast du doch schon - nämlich diese hier :) .

    Wir sind ja auch eine Selbsthilfegruppe, nur eben online.

    Der Vorteil liegt auf der Hand, du kannst hier jederzeit was schreiben, wenn du was sagen willst oder musst.

    Und außer nachts ist immer wer da. Nachts halt ist es Glücksache, es gibt aber auch paar Nachteulen hier.


    Wenn du dich weiter austauschen möchtest, bewerbe dich hier:


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Bewerbung für die Teilnahme am Forum
    alkoholiker-forum.de


    Dein Thema wird nach der Freischaltung von hier in den Bereich


    Erste Schritte für Alkoholiker


    verschoben.


    Lieber Gruß

    Aurora

    "Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist "gestern", der andere "morgen". Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist."

    (Dalai Lama)

  • Moin Leute,


    ich möchte mich kurz vorstellen:


    Ich bin Kalle, 50+ Jahre, aus einer norddeutschen Stadt.


    35 Jahre habe ich Alkohol getrunken. Immer wieder in diesen 35 Jahren habe ich gemerkt, wie inkonsequent ich und wie trügerisch diese Sucht ist.


    Jetzt bin ich mal wieder seit 2 Wochen trocken und ich bemerke jeden Tag wieviel schwerer es zu den vorherigen Entzügen geworden ist.


    Erstmalig sage ich: "Ja, ich bin Alkoholiker" und "Nein, ich habe die Sauferei nicht im Griff, ich kann nicht in Maßen trinken".

    Es ärgert mich, dass eine Droge mich derart einnimmt. Es ärgert mich, dass ich es nicht gecheckt habe. Und dabei will ich nicht mehr wütend sein. Ich will mich nicht mehr schämen, weil ich eine Fahne habe oder weil ich durch die Gegend torkel. Ich will mein Leben ändern und ich versuche das jetzt konsequent durchzuhalten.


    Dieses Forum tut mir gut; Das Schreiben, das Nachdenken, das Lesen, die Erfahrungen der Anderen hier. Ich freue mich auf den Austausch mit euch und bedanke mich bei allen, die hier so offen über ihre Probleme, Zweifel und Werdegänge schreiben.


    Beste Grüße & besten Dank,

    Kalle

  • Hallo Kalle,


    bitte eröffne kein neues Thema,


    sondern fülle einfach die Bewerbung, die Dir Aurora gesandt hat, aus.


    Anklicken, kurz etwas schreiben und dann verschieben wir Dein Thema in den offenen Bereich!

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Elly

    Hat den Titel des Themas von „Alkoholsucht“ zu „Kalle - Alkoholsucht“ geändert.
  • Hallo Kalle,


    hier geht es nun für Dich weiter!


    Einen guten Austausch wünsche ich Dir!

    LG Elly


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    *06.01.2013*

  • Moin Leute,


    ich bin gestern das erste Mal bei einer Selbsthilfegruppe gewesen - das war okay und z.T. aufschlussreich.

    Mein Hausarzt hat noch zwei Wochen Urlaub aber ich werde einen Gesundheits-Check-Up machen lassen.

    Gleich habe ich sehr wahrscheinlich einen Telefontermin mit einer Ärztin bzgl. Suchtberatung, da ein persönliches Gespräch erst in 1-2 Wochen möglich wäre. Bei einer anderen Institution habe ich einen Termin für nächste Woche Donnerstag bekommen.

    Ich kläre gerade allg. wohin ich mich wenden kann und will, denn mein Hauptproblem ist den neuen Alltag zu bewältigen und nicht rückfällig zu werden.

    Das Forum hier tut mir sehr gut. Ich lese, mache mir Gedanken und werde daran erinnert wachsam zu sein und zu bleiben.

    Ich schreibe dies hier mehr oder weniger, um später meinen Werdegang nachvollziehen zu können.


    Beste Grüße,

    Kalle

  • Hallo Kalle!


    Du liest Dich sehr motiviert und das freut mich!


    Nutze das Forum für Deine Zwecke, d.h. für alles was Dir guttut, um Deine Trockenheit zu

    stabilisieren!


    In der Anfangszeit habe ich auch sehr viel gelesen. Hier im Forum und auch Bücher

    über das Thema Alkoholismus.


    Ist denn Deine allgemeine Stimmungslage nun etwas besser, als am Freitag?


    So ein Gesundheitscheck ist in der Tat ab einem gewissen Alter zu empfehlen. ;)

    Manchmal merkt man selbst nicht, dass irgendwo Defizite sind. Dann ist es gut,

    wenn da mal geschaut wird.

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

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