• Mein Problem ist, dass ich immer für 2 bis 3 Wochen nüchtern bin und dann irgendwann werde ich unruhig und nervös, zu meinen Mitmenschen auch ungerecht und dann weiß ich, dass es wieder los geht, mit diesem Suchdruck.

    Spüre ich es beim nächsten Mal werde ich sofort Massnahmen ergreifen, von denen ich hier gelesen habe,

    Und ich werde sofort hier schreiben.

    Hallo Waldblick,

    Es ist gut, das du deinen Rhythmus des Trinkens kennst und dich entsprechend vorbereitest. Dennoch bleibt immer die Gefahr, aber das weisst du ja.

    Maßnahmen ergreifen ist besser, als zur Flasche. Ich hab beim letzten Suchtdruck mir eine leckere Thunfisch-Pizza bestellt, sie geholt und genüsslich verspeist. Da war es vorbei mit Suchtdruck, Magen war voll. :mrgreen:

    Ich hab auch eine Reihe Telefonnummer in meiner Geldbörse für den Notfall.

    Aber ich glaube an dich und weiß, das du es schaffst.

    Und vertrau dir selber. Wenn du erst die magische Grenze überschritten hast, wächst der Stolz und du fühlst dich richtig richtig gut.

    Ich bin selber erst 9 Monate abstinent und hatte auch meine Tief´s, bin aber bisher damit gut zurecht gekommen.

    In dem Sinne

    LG

    Eddi

    :lol: :)

    Beurteile niemanden so einfach, du weisst nicht ,was er schon durchgemacht hat. :/

    Was man fertig hat, kann man nicht vergessen haben! :D

  • Hallo Eddi,

    für Deine aufbauenden Worte vielen Dank.

    Der 10. Tag ohne Alkohol geht vorbei und es geht mir gut.

    Mein Kopf ist ein wenig konfus, da ich noch mit dem letzten Absturz beschäftigt bin und die ganzen Berichte, die ich gelesen habe gehen mir auch alle im Kopf herum.

    Telefonnummern für den Notfall habe ich noch nicht, hoffe aber bei de ambulanten Therapie nette Mitmenschen zu treffen, an die ich mich dann wenden kann.

    Auf 9 abstinente Monate kannst Du sehr stolz sein.

    Hast Du denn vor Deinen persönlichen Verlusten schon getrunken?

    Grüße aus dem Ruhrgebiet

  • Hast Du denn vor Deinen persönlichen Verlusten schon getrunken?

    Hallo Waldblick,

    Ja, Alkohol habe ich getrunken aber in normalen Rahmen, nicht mehr als jeder Normalo. Mal am Wochenende Bier oder mit meiner Frau eine Flasche Wein. Auf Party´s war es schonmal mehr, aber ich würde nicht sagen, das es zur Abhängigkeit gezählt hat.

    Schlimm wurde es erst nach dem Tod meiner Tochter 2018. Eine zeitlang war noch nichts, aber dann wurde es immer mehr. Gleichzeitig wurde meine Frau schon immer kranker.

    Das alles hat mich sehr belastet.

    Danke für das Kompliment, ich hoffe, du folgst mir :)

    LG

    Eddi

    Beurteile niemanden so einfach, du weisst nicht ,was er schon durchgemacht hat. :/

    Was man fertig hat, kann man nicht vergessen haben! :D

  • Hallo Waldblick,

    wie geht es Dir, bist Du noch immer abstinent?

    Hast Du die Kostenübernahme für die ambulante Reha bereits erhalten?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Elly,

    ja, ich bin immer noch abstinent. Mit dem Thema "Alkohol" bin ich in Gedanken immer noch beschäftigt, allerdings beschäftigen mich die Geschichten, die ich bisher darüber gelesen habe. Suchtdruck habe ich keinen, bin aber auch "Episodentrinker". Es geht mir nicht gut, aber auch nicht schlecht. Mittelmäßig.

    Körperlich ist alles in Ordnung. Die Laborwerte habe ich am Dienstag zur Deutschen Rentenversicherung

    gemailt, aber noch keine Antwort erhalten.

    Heute ist mir einer ins Auto gefahren. Es ist nicht viel passiert, nur ein leichter Blechschaden. Der Unfallgegner ist schuld. Die Polizei habe ich nicht geholt, weil ich zu einer Prüfung nach Bochum musste. Habe aber die Adresse und das Nummernschild.

    Der Unfall ist auch kein Grund zu trinken.

    Schönes Wochenende und viele Grüße

    Waldblick

  • Guten Abend Waldblick,

    es freut mich zu lesen, dass Du weiter abstinent bist.

    Da hast Du recht, ein Autounfall mit Blechschaden kann passieren und ist wirklich kein Grund zu trinken.

    Das Wichtigste ist, dass Dir und dem Unfallgegner nichts passiert ist!

    Wie ist die Prüfung gelaufen?

    Möchtest Du Dich im offenen Bereich mit den anderen austauschen?

    Hier ist der Bewerbungslink für Dich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" im offenen Bereich verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Guten Abend Waldblick,

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet und hier geht es weiter.

    Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen

    bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Liebe Elly,

    vielen Dank.

    Jedes vierte Wochende habe ich Unterricht in der Kunstschule. Und wie bereits geschreiben war gestern die schriftliche Prüfung und heute wurden die gemalten Bilder geprüft.

    Bestanden.

    Normalerweise habe ich dann Sonntagsnachmittags immer Wein getrunken, deshalb hatte ich vor heute

    Nachmittag ein wenig Angst.

    Aber es war nicht der Hauch von Suchdruck oder vermissen da.

    Viele Grüße

    Waldblick

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 (27. August 2023 um 19:58) aus folgendem Grund: Wegen der Anonymität Ort entfernt.

  • Meinen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung, Waldblick! :thumbup:

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Vor fast drei Jahren habe ich mich hier im Forum angemeldet und war sehr motiviert. Und ich habe leider vergessen, dass ich in diesem Forum schon registriert bin.

    Der letzte Stand aus 2023 war, dass ich eine ambulante Therapie bewilligt bekommen habe. Diese Therapie habe ich im Januar 2024 angetreten; ein wöchentliches Treffen mit der Gruppe und ein Gesprächstermin in der Woche.

    Die Therapie dauert ein Jahr und die Möglichkeit um ein halbes Jahr zu verlängern habe ich leider nicht in Anspruch genommen. Die Hilfe, die mir dort geboten wurde, habe ich nicht genutzt und auch nicht verinnerlicht.

    Während meiner trockenen Phasen entwickel ich immer eine gewisse Arroganz gegenüber meiner Krankheit und auch eine gefährliche Gleichgültigkeit und Unachtsamkeit. Ich fühle mich dann suchtfrei und denke, es ist schön wie es jetzt ist, aber es ist ja nicht so schwer keinen Alkohol zu trinken. Heute weiß ich, dass ich schwer alkoholkrank bin und meine gebotenen Chancen nie genutzt habe.

    Zwei Monate nach Beendigung der Therapie habe ich wieder Wein getrunken. Aus meiner Sicht "einfach nur so".

    Und hier beginnt wieder der Kreislauf. Trockene Phasen, Abstürze.

    Die letzten Tage war es wieder sehr schlimm und ich habe 20 Flaschen Wein getrunken. Das letzte Glas Sonntagnacht um 3. Uhr.

    Mir war immer bewusst, dass ich ein Alkoholproblem habe, aber jetzt weiß und fühle ich es: Ich bin Alkoholikerin mit alles Konsequenzen.

    Wenn es mir körperlich wie besser geht, werden ich mir eine Selbsthilfegruppe suchen, weil ich weiß, dass ich es ohne Hilfe nicht schaffe. Und in mir wütend die Angst, dass ich immer wieder rückfällig werde.

    Im Laufe des Tages werde ich immer wieder etwas schreiben, da ich merke, dass es für mich eine Erlösung ist.

    Eure Hilfe in diesem möchte und werde ich in Anspruch nehmen.

    Grüße

    Waldblick

  • Ich fühle mich dann suchtfrei und denke, es ist schön wie es jetzt ist, aber es ist ja nicht so schwer keinen Alkohol zu trinken.

    Wo ist da die Logik, deswegen wieder anzufangen?

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Hallo Aurora,

    leider mache ich einen kalten Entzug und mir ist bewusst, wie gefährlich das sein kann.

    Sollte sich mein körperlicher Zustand in den nächsten Stunden verschlechtern, fahre ich direkt zum Arzt.

    Gruß

    Waldblich

  • Hallo Waldblick, Danke das Du deine Erfahrung mit uns teilst, mir bringt es jedenfalls viel. Es ist eine Warnung, ich fühle mich gerade super stabil und lass auch nichts schleifen, aber ich hab gemerkt das der Geier über mir kreist und nur darauf wartet bis ich übermütig werde und stolper.

    Herzlich Willkommen zurück, wir kennen uns ja noch gar nicht....

    Gruß R/no

  • Dann weiẞt Du ja sicher auch, Waldblick, dass jeder kalte Entzug dein letzter sein kann.

    Warum gehst Du nicht zum Arzt? Wenn es Dir diesmal ernst ist, beweist Du es (Dir selbst) auch mit einem Arztbesuch - eine Hintertür weniger.

    Ach ja, eine SHG hast Du ja schon: dieses Forum.

    Alles Gute!

  • Du hast recht, Rennschnecke, es ist wieder eine Hintertür und diese muss ich schließen. Hintertüren habe ich mir immer aufgehalten und es ist mir auch bewusst. Die Hintertür mit meiner Ärztin werde ich schließen und einen Termin ausmachen.

    Es sind jetzt 34 Stunden ohne Alkohol. Ich lese die Tage viel über die Sucht und doch kommt vieles noch nicht

    an mich ran. Mein körperlicher Zustand wird langsam besser, doch meine Phsyche ist vollkommen durcheinander.Wenn es mir Mittwoch besser geht, werde ich meine erste SHG besuchen. Jetzt werde ich einfach ersteinmal das Forum nutzen um Gefühle und Gedanken aufzuschreiben. Es hilft mir durch diese Tage.

  • Hallo Waldblick,

    wir hier in der Selbsthilfegruppe wollen keinen kalten Entzug begleiten. Er ist lebensgefährlich und soll für andere kein Vorbild sein.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Bitte melde Dich erst wieder, wenn Du einen Arzttermin zum Besprechen der Entgiftung hattest oder aber 7 Tage abstinent bist.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

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